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6
22.FEBRUAR
1934
81&TTER DES BUNDES DEUTSGH-JÜDISC-HER. JUGEND -BELAGE DER. CV.-ZEITUNG
Unser© Stellung
zur F^resill©
Das Wort von der hündischen Lebens¬
gestaltung des deutsch-jüdischen Menschen
der Zukunft ist gefallen. So gilt es denn
die Formen dieser Lebensgestaltung nach
Gehalt und Wirkung zu wägen. Ali diesem
liegt aber der Formwille des hündischen
Menschen zugrunde, der sein Dasein ganz
in die Wagschale für die Idee und ihre
Verwirklichung wirft, der sich die Er¬
ziehung gibt, die ihn befähigt, das Leben
und sein Ziel unter einem neuen Gesichts¬
winkel zu sehen. Dieser so selbstgeformte
Mensch wird sich bald wesentlich von
seiner Umgebung, die ihn formen will, ab-
lieben, und so erleben wir die ersten
Schwierigkeiten und Differenzen zwischen -
Familie und hündischem Menschen. Der
hündische Mensch strebt über das Eltern¬
haus hinaus, um eine neue, gesunde Ein¬
stellung zum Elternhaus zu erringen.
lieber die Ursache der Spannungen
zwischen Familie und Jugend gibt es
mancherlei Auffassungen. Die Psycho-,
analytiker sagen, dass das Kind unbewusst
gegen den Eifersucht hegt, der sich um die
Liebe der Mutter bewirbt. Deshalb oft
Widerstand, Furcht oder Hass dem Vater
gegenüber. Die Individualpsychologen,
sagen: der junge Mensch empört sich
gegen die oft uneingeschränkte Erziehungs¬
gewalt, die. Aeltere an ihm ausüben, und
er beginnt ihre Träger zu bekämpfen. Der
hündische Mensch sagt: der Schritt vom
passiven zum aktiven Menschen hat ein
Umdenken, aller Begriffe mit sich gebracht;
das Ergebnis ist oft den elterlichen Vor¬
aussetzungen zu diesen Dingen entgegen¬
gesetzt. Dazu kommt, dass kleinlicher
Hausegoismus, falsche Strenge, unzeit-
gemässe Erziehung dem hündischen Men¬
schen oft verständnisloser Aufwand, kon¬
ventionelle Lügen und gedankenlos über¬
triebener, religiöser Liberalismus die be¬
rechtigte Kritik der Jugend herausfordert.
Wie kann der hündische Mensch die
Familie in seinem Sinne beeinflussen? So¬
bald der Bündler empfindet, dass seine
Grundsätze rein und ethisch sind und
seine Voraussetzungen der „inneren
Wahrhaftigkeit“ entsprechen, so versucht
er die Eltern in diesem Sinne zu beein¬
drucken. Er handelt und geht seinen Weg
ohne Hemmungen weiter. Dann werden
dis Eltern aufhorchen, über die Lebens¬
auffassung und Lebenshaltung des Kindes
nachsinnen. Die Erfahrung hat uns ge¬
lehrt, dass solche Eltern häufig den Wegen .
ihrer Kinder gefolgt sind und ihre eigenen
Voraussetzungen neugeschaffen haben.
Erwachsen dem hündischen Menschen
Gefahren aus einer Familie mit überkom¬
menen Lebensgrundsätzen? Die gegen¬
wärtige Zeit steht im Zeichen der Berufs-
umschichtung. Diese Berufsumschichtung
bedeutet fast ausschliesslich einen Wechsel
der bisherigen sozialen Schicht und Vor¬
aussetzung. Auch der Mensch der be-
WSr brauchen E*3oSm©l
Die deutschjüdische Jugend in Berlin
besitz noch kein eigenes Bundesheim.
Wenn wir der Unterstützung von Freun¬
den gewiss wären, könnte bald ein solches
Heim oröffnet werden. Wir brauchen Ein-
richtungsgegenständo aller Art, vor allem
Tische, Stühle, Schränke, Lampen, Boden¬
belag, Gardinen, auch Bücher. Wir bitten
um Mitteilung an die Geschäftsstelle des
Bundes deutsch jüdischer Ju¬
gend, Berlin C 2 , Burgstrasse 30 (Tel.:
I) 2 Weidendamin 3365).
milie die Notwendigkeit und den Wert des
Lernens nicht eingesehen; Klavierstunde
und Sportplatz werden für wichtiger er¬
achtet. Diese Gefahren elterlicher Ver¬
ziehung sind in der Gegenwart besonders
gross und.deshalb wert, ernsthaft und verant¬
wortungsbewusst besprochen zu werden.
Franz Rosenthal, Beuthen O.-S.
Äus ®f©r ÄFfeesf in ©©rfsp und im E&©ich
dingungslosen Lebenshaltung, der hün¬
dische Mensch, hat hier stark zu kämpfen.
Es ist erstens das seelische Einfühlen in
neue Verhältnisse, zweitens der Kampf
gegen den für den Beruf oft zu starken
Intellektualismus und drittens die Einstel¬
lung des Körpers auf neue, ungewohnte
Lebensweise. Deshalb braucht der
jüdische junge Mensch ein starkes, ver¬
nünftiges Elternhaus, das ihn schon zeitig
an eine gewisse Lebensvereinfachung zu
gewöhnen hat, damit der Uebergang von
der häuslichen sozialen Schicht zu der zu
erringenden nicht so schwer ist. Man mi;ss
es den Eltern in aller Entschiedenheit klar
machen, dass die Zeit der zahlreichen und
teuren Kleider, der ausgedehnten Bade¬
reisen und des übertriebenen Luxus vor¬
über sind, auch wenn das Geld hierzu noch
da sein sollte. Der Konnex mit dem
Judentum ist zur geistigen und innerlichen
Fundierung der Berufsumschichtung not¬
wendiger denn je. Judentum heisst aber
nicht nur Empfinden, sondern auch Wissen
und daher auch Lernen. Oft hat die Fa-
Neue Werkfcätigengrappe in Berlin
Im Nörd^veeten Berlins wurde am
14, Februar im Rabmeh einer eindrucksvollen
Kundgebung eine neue Werkgruppe ins Leben
gerufen. Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends
stand eine Rede von Rabbiner Dr. M. Swar-
sensky, der die politische, wirtschaftliche
und geistige Situation der Juden in Deutsch¬
land aufzeichnete. Für den Bund deutschjüdi¬
scher Jugend ßprach Martin Sobotker von
der Arbeit, dem Ziel und dem Willen zum
Werke, das einer neuen jüdischen Existenz auf
deutschem Boden gilt. Die neue Gruppe wird
jeden Montag, 20 Uhr, in der Klopstock-
strasse 58 zu Heimabenden Zusammenkommen.
Neue Gruppen in Hessen-Nassau
Im Anschluss an Bezirksversammlungen des
Centralvereins in Bebra und in Marburg fanden
sich junge deutschjüdische Menschen spontan
zusammen, Nach eingehenden Aussprachen mit
dem Syndikus des Landesverbandes Hessen-
Nassau und Hessen, Dr. Wolfgang S. Matz¬
dorff (Frankfurt a. M.) wurden in Bebra
und in Marburg Ortsgruppen des „Bundes
deutschjüdischer Jugend“ gebildet; beide um¬
fassen bereits eine stattliche Anzahl von Mit¬
gliedern.
Höchst a. M.
In einer Jugendversammlung in Höchst, die
auch von zahlreichen Gemeindemitgliedern'be¬
sucht war, sprach der Syndikus des Landesver¬
bandes Hessen-Nassau und Hessen, Dr. Wolf-
gang S. Matzdorff (Frankfurt a. M.) über
das Thema „Der deutsche Jude und der
deutsche Wirtschaftsraum“. In überaus reger
Aussnrache würde darauf hingewiesen, dass ,
rechtliche Behinderungsgründe bei der Aus-»
bildung jüdischer Menschen auch im Handwerk
nicht bestehen.
Erfurt
Am 9. Februar veranstalteten die Aelteren
der Erfurter Ortsgruppe dos Bundes deutsch-
jüdischer Jugencj eine eindrucksvolle Freitug¬
abend-Weihestunde, zu der die Vorsitzenden
der befreundeten Organisationen, besonders des
C. V., und die Sportgruppe des RJF erschienen
waren.
An alle Gruppenleiter
Programme und Berichte über die
Arbeit der Gruppen sollen von jetzt ab mög¬
lichst alle vierzehn Tage in der „Seite der
Jugend“ veröffentlicht werden. Wir bedürfen
dazu der Unterstützung aller Gruppenleiter.
Die Zusendungen haben zu erfolgen an
die Geschäftsstelle des Bundes deutschjüdi¬
scher Jugend, Berlin C2, Burgstrasse 30, und
müssen spätestens Montag mittag vorliegen.
ÄfeffOfl, SSfßßi Hl U®
■ tet sä®
3ura 300. SßfttäfQöc SSaMfeißS
31 m 25. Februar 1634 I)at - 2CIbredjt bon
SBalbfteiit, ^etgog toort ^rieblanb, fein Sebcn
bcfdjlofjen. ©s fanit Ijier nidjt ber Ort fein,
bie eigenartige fperfönlidjfcit beß ©enera»
(ilfunuß gu tmirbigen, biefcß ebenfo genialen
ifcibfjerrn unb Crganifatorß, tt>ie gefd)äftß»
Hctunnbtcn nnb rücffidfjtßloß cigcmutßtgcn
Wanncß. ^mnterljin biirfte fein ©ßaraftcr»
bitb burdj eine ^Betrachtung feineß töcrljält»
«iffel 3 U ben tEjm Untertanen Suben eine
intereffante ©tgängung erfahren.
23cfannt finb feine üBejiefjungcn 31 t bcin
iübifcfjen Qfinangmann 3 afob Söaffcüi auß
^cag, mit bent er gemeinfam in ber „langen
XHünge" tuirfte, jener befannten SDiafenalinte
inmitten beß 'S)rcif 3 igjährigen ftricgeß, bie
burd) Streifen ber toorljan&cnen Silber»
nüinjen eine neue, „geftreefte* 'JMngc fdjtif.
£ic§ gefdjal) im 1622. 2 Mef ߧ 2 )Uinä-
fonfortium, bem außer SBallenftein nnb
iöaffcbi eine jicil)c fperfönlidjfeiten beß
böhmifdjen Jpoch^elß angchörten, hntte fid)
habet 3 U beretdjern gemußt, man fd)äßt ben
Anteil SBadenftcinß auf nah^u eine h^
löliIlion ©ulben. Saffebi mürbe für feine
'-Bctbienfte mit bem ijkäbifat cincß „©bien
bon Sreuenbcrg" in ben ctblidjcn ?lbclßftanb
erhoben, tiefer erfte jübifd;e Slbeltge beß
Scutfdjen 9 ieid)cß, ber bie gleiche s Me ftne«
toic ber «Berliner (sbfjtaiin unter ftnebrtdj
bem ©roßen, fonnie fid) audj meitcrfjm tn ber
©unft bcö gfricblänbcrö. 1631 flüchtete er üor
bem RnmiUcn beß 23oIfe§ nad) ^itfd)in 31 t
^öaflcnfteiiL ben er nur um mentge SKonate
überlebte. _ - . Y
■516er and) fonft flnb bte SejtcTmjtOsn bcS
©eneraliffimuß 3 U ben fmtö mohl*
moöenb gemefen, ^te^rofe-tfor ^c. §of»
mann, Slabbiner in 31eia;eiu-tg, tn pnicm
eben erfchicneneit Äuffaß tn ber ^eitfcpriiH
bie ,,©i|djiajts ber jubelt tu ber
flomafci" narhmeift. 0 o erfahren mir in
einem Sdjrcibeit SÖallenftctnß an ben ßanbeß»
ijaitptmann feineß ^et^ogtumß, baß ein Qube
in ^itfcfjin bafetbft einen offenen ßaben mit
©ammef, Seibentoaren, 2 üd)ern unb ©emürj
3 U erridjten gebenfe. Sffienn ber $clbl)err int
September 1625, alfo inmitten feineß $elb»
3 itgeß nach 2 Beftbeitrfd|I an b, 3 ^t finbet; baß
©cfud) in etlebigcn, fo mag man barauß er¬
lernten, mie fcfjr ihm an ber Hebung beß
öanbclß burd) bie SlnfieblunQ bon ^uben tn
feinem ©erao^tum gelegen fein modjtc. ©r
fd)ieibt mörtltdj:
.So mir bann 3 ueradjtcn, bafa bicfcS
u n 1 3 e r c r Statt 3 u m ö e ft c n g e r 0 l d) t,
nl |3 confentiren wir bnr 3 uc unb 3 br merbet inlt
2 lnftellung beweiben 3 uberfah«n mifaeit..
9 tod) auffaücnber aber ift bie ©rteilung
eineß ißribilegß für bte $ u ben i n «Böhntifdj-
ßcipa, bie fid) bariim bemorben hatten, in
biefer nod) heute bebeutenbeu Qnbuftrieftabt
„©cmanbfdjnitt* 311 treiben, maß ben ^üben
fonft, ba fie feiner 3 mtft unb ^nating an»
gehören fonnten, unmöglidb luar. S)icfeß
cigenhänbig unterfd)riebcnc ißribileg erteilte
SBallcnftcin toter Söodjcit bor feinem SEobe; cß
hat folgcnbeu SDDortlaut:
...,,5113 habe f üId ) ßchorfamcS.
IBitkm mit guetcit 2 Biffen oub iöcbndjt confeu*
tirct.. baß Sic bie bafetbft 3 ur ßeiupa
luohnenbc ijuben öitb ihre 9lad)Eommen bnfclbften
wolincn tonb hnitbelit, il)tc Ürnmcvchen, ©ewanbt»
fdinibt bnbt ©ewerbe auf CEHe. 5 Dlaf 3 bnbt ©e» .
widit ohne einiges 9Jlenfd)Cn eint rag
bnbt b c r h t n b c r 11 n 0 Öffentlich treiben,
mie and) ^hre iiibifd)C (Sercnionicu Oben bnbt
brauchen. So wohl 3hre Siehe felhft fdjlad)tcn,
genießen bub öerfanfen miigen. Set) roeldjer
^hnen erteilten Freiheit bub berfprochcnen
bie bon mir berorbnete jeßige bnö fünf»
tige J&aiiptlcntc, wie and) bie Stabt fctbft. fie ben
^ubcu manetenieren bnb haubhaben, in fteiiterlpl
ÜÜeife, bet) f) 0 F)ar Straff barwiber
turbieren ober moleftiten, nod) je.
manbt anberS 3hnen Unfug ausuthuen toerftatten
folten, tan e 8 ift alfo wie benent mein SÖUt bnbt
SJteinung. — ©eben $rag. benn 22 . ^anuarii 3 m
1034. 3ahre.
Gr..
i>3 m s»«©»®
@(n SstJcp.g een 9u!in$ Ocb
2Cnf feiner „©öljenmnnb^vung burd) bie 2öclt-
literatnr" fprad) ' 3 . 33ab über ©oethe unb 2)eutfd>
lanb. Ibie beutfdje ©ntwicflung — ein ewiger SBibcr»
ftreit gwqier entgegengejeßter fßole: beß efftatifeh»
djriftlidjen unb beß gried)ifd)en, ber Dteformation
unb ber Dtcnaiffance. Surd) biefc im Äcrn fetnb»
Iidjeri 9)läd)te geht 2)eutfd)Ianb im breißig»
jährigen ilrieg gugrunbe.
9Hd)i aUcht bic Summe feiner Stciftuugcn läßt
uns ©oethe' fo unerrcidjbar crfdjcincit, fonbern baß •
biogcnetifd)c ©runbfmngip nufS Qeiftige äuge«
tuanbt: er überwinbet bie (Erfahrungen feiner
9lhnim, biß er fdjlicßlid) fdjlcd)tl)in gitm SBcfcn
„©oethe* wirb. Sind) in feinem ßcbeu' tämpfen bie
beibeu feinblid)cn ÜJIödjte miteinanber: aufgcwad)fen
im' SBann-'bcr Sluftlärnng fühlt er fid) alß Stubent .
fdjon angewibert oou ber rationallftifdjcn Siöett.
©ciftiger unb fürpcrlidjcr llmfdjlag folgen aufein»
anbei*: beut barauffolgenben gotifd)-d)riftlid)en Sc»
bcnßgefuhl ücrbanlt bie Seit ben Serther. iEocß in
Seirnar hemmt er ben SQcrnid)timg3millcn beß ©e»
fühläüberfdjwdngeS. Scr Staatßminiftcr arbeitet,
bod) ber S)id)ter ift tot. ©rft bie italienifdje 9ieife er^
WcdEt ifjn 31 t neuer SdjöpferEvnft. ©r lehrt gurücf
als ÄlaffiEcr, abgcflärt, nollenbct. — fplößlia), im
fed)ftcii 3 ahr 3 el)iit, ooHgieht fid) ein bioIogifdjeS
s 4i3unber:_ er wirb wieber jung, ber ^ünfgigjiihrige
gleicht faft bem Jüngling. 25ie „5auft*»2)id)tuugwirb
toteber borgeuommen, eß cntftcljt feine tiefempfun«
bene Sprit: ber „Seftbftlidjc &iwau". 2)od) etwaß
untcrfd)icbet_ ben Scdjgigjährigen oon bem 3wnu3ig«
jährigen: ein bcftimmtcS rcligiöfeß ©runbgefül)!.
Dtad) eigenen Sorten ift er ein „begibierter ©prift - ,
imbdgmatifd), aber religiüß. 2)ie 'Befdjäftigung mit
ben. 9tnturwiffenfd)nftcu ritnbct cublid) bie ißerfbn».
Iid)Eeit ab; cß ift nur nod) ©octl)e, ber oon feinem
ßebcu alß I)pcl)ftc Erfüllung fagen Eann: SiKft bu
mS ltnenblidjc fehveiten, geif inß ©übliche nndj
allen Seiten. Siefeä 9iad)»aUen<3citcu*gchen ift baß
©eheimniß feiner ^crfönlidjEeit.
83ab3 ©oetr)5»9fuffgffnng mpidjt in biclcn Sßunften
bom ^crE5minlid)ou ab; ber außerft ftarfe 23eifall
begeugte, baß er feine Slufgabc, bte ^erfönlichEett
©octt)e§ ber .^örerfdjaft uäljcrgubringcu, boll erfüllt
I)nt.
I. C. P-E. '
Ein Vorschlag:
Umschichtung und Wohngemeinschaft
Die Pressestelle des Kreises dcutschjüdischee
Selbsthilfe „Land- und Hand w'e r k“ (Ber-.
lin C2, Burgstrasse 30) übergibt der Ocffcnt-
liobkeit folgenden Aufruf:
Das „Land- und Hnndwerk“ schlägt vor, dio
in dpr Umschichtung befindliche doutsehjüdischö
Jugend, die sich zu Deutschland bekennt, in
Wohngemeinschaften zusammenzufassen. Jede
dieser unter Führung des Lund- und Handwerke
stehenden Wohngemeinschaften wird in der
Nähe der Arbeitsstellen zu Unterkunft, Ver¬
pflegung und Freizeilgestaltung 20 Menschen
aufnehmen. Ihre Einrichtung rechtfertigt eich
aus äusseren und inneren Gründen. Die Lebens¬
haltung des einzelnen wird verbilligt, der Ueber¬
gang in den neuen Beruf durch ergänzendo
Kurse und Lehrgänge vervollständigt. Neue
Formen deulschjüdischer Geselligkeit müssen
geschaffen werden. Die Schicksalsgemeinschaft,
zu der die deutschjüdische Jugend ohne ihr Zu¬
tun zusammengoschlossen ist, wird durch
äussere Einordnung in cfie Gemeinschaft fester
gefügt.
Wir haben Aufbau und Durchführung der
Wohngemeinschaften in gründlicher Vorarbeit
bis in alle Einzelheiten festgelegt. Aber nur
unter persönlichem Einsatz der in der Um¬
schichtung befindlichen Menschen selbst kann
aus Plänen sinnvolle Wirklichkeit werden.
. Interessenten wenden sich an die oben genannte
-Stelle. ______ '
muss der junge
MeandworEier wissen?
’ Auf Grund verschiedener Zuschriften weisen
wir darauf lim, dass mit der Veröffentlichung
der an dieser Stelle erscheinenden Uebersichtcu
über handwerkliche und landwirtschaftliche Be¬
rufe nichts über die in der Gegenwart schon
bestehenden Umschichtung;»- und Unterbringuni/s-
raöglichkeiten ausgesagt wird: sie haben lediglich
informatorischen Charakter und
sind fiir eine langfristige Borufsüberlegung, als
Grundlage' zukünftiger Gespräche zwischen
Eltern und Kindern, gedacht; Die an dieser
Stelle kürzlich veröffentlichte Uebersicht ,,Dio
Glaserei“ wurde von Glasernicister Hermann
Müller, Beriin-Neukölin, Herinannstra.ssc 230,
die vorliegende von Ingenieur Siegfried B im¬
mun n, Berlin SW 08, Neuenburger Strass 21,
bearbeitet. Anfragen an das Büro des „Lund»
und Handwerk“, Berlin C2, Burgstrasse 30 (To
lephon: D2 Weidcudaunu 8181), erbeten.
Die Redaktion.
II. Der Elektrotechniker
Die Berufsgliederung: a) Fernmeldetech¬
nik (Signalanlagen, Fernsprech- und Radio¬
anlagen usw.); b) Niederspan nungs-
.anlagen, d. h. Licht- und Kraftanlagen für
Haus, Hof und Strassen, für Industrie, Ge¬
werbe und Landwirtschaft, wo die Reparatur¬
werkstätten für Schalttafelbau und Wickelei
usw. einen besonderen Raum einnehmen;
c) Hochspannungs- und Leucht¬
röhrenanlagen.
Die Werkstoffe: Metalle: Kupfer, Eisen, Mes¬
sing, Bronze, Zinn usw. —• I sol i e'r mate¬
rial: Porzellan, Marmor, Schiefer, Glimmer,
Bakelit, Fiber, Baumwolle, Seide, Lack usw.
Die Werkzeuge: Biegevorrichtungen für Stahl¬
rohre, Biegezangen für Rohr und Rohrdraht¬
verlegungen, Flaschenzüge zum Spannen der
Drähte, Steinmeissei, Steinbohrer, Schlägel,
Hammer, Schraubenzieher, Holzbohrer, Stich¬
sägen, Kabelmesser usw. — Für Werkstatt:
Feilbänke, Drehbänke, Bohrmaschinen,
Schmiede usw.
Die persönliche Eignung: Neben der notwen¬
digen Handfertigkeit sind technische Begabung
und technisches Interesse wünschenswert.
Die gesundheitliche Beanspruchung: Kräftige,
nicht zu kleine Statur erwünscht; besondere
* Eignung für Arbeiten auf Leitern und Masten,
speziell bei Hochspannungsanlagen und in
Betrieben erforderlich.
Aeussore Bedingungen: Lehrzeit mindestens
drei Jahre, empfehlenswert vfer »Jahre. Neben
der praktischen Lehrzeit erfolgt auf den
Fachschulen die theoretische Ausbildung.
Möglichkeiten der Borufsausübung bestehen
im Inland und im Ausland. Statistische An-
, gäben über die Berufsvortoilung liogen bisher
nicht vor.
_ ■■
Achtung! Bilder von der Lehnitzer Tagung
sind zum Preise von 0,25 und ü,G0 RM zu haben
. bei Arno K i k 0 1 e r, Berlin N 24, Öranionbursrer
Strasse 31.
3oT