Seite
der Schriften des A d e n e; r a gewesen, wurde aber durch
dessen pcrfenlid'.cti Umgang noch mehr von Achtung gegen
ihn durchdrungen, und konnte seinem Sohne nichts drin-
gcndercs aner׳׳eschlen, als die Schriften desselben fieißig
zu studieren.
Oie Insel Rhodus batte A b e n e; r a bereits in sei«
nein sechs und dreißigsten Jahre besucht, doch wie es
scheint, nur auf kurze Zeit. Er kehrte aber in spakern
Jahren wieder dahin zurück, und dort beschloß er endlich
fem äußerst rhäriges und mühsanies Leben im sechsund«
siebzigsten Jahre seines Alters. Die jüdischen Bewohner
dieser Insel führten seine irdischen Reste nach Palästina,
wo dieselben neben dem Grabe des R. S a l o m o n den
G a b i r u l, in dem Orte E h a b u l der Erde übergeben
wurden. Elf Jahre spater folgte ihm Maymonides
in d!e Wohnungen der Seeligen.
Als Schriftsteller bearbeitete A b e n e z r a die weit«
!auftigcn Gebiete der Mathematik, Astronomie, Metaphy«
sik, Medizin, Poesie, Epegetik und Grammatik. Ein
hellsprudrindrc, nie zu erschöpfender Wty durchtust !'ine
Schriften, d.e zugleich das Gepräge hoher Ongi,..slrät
in Erstem Maße au sich tragen. — Ueberall, wo sein
er'auchrrr Cpäherblick hinfällt, entdeckt er die verborgen«
«irrigsten Dinge» und sein tiefdriugenLer, alles zermalmen«
der Geist gefällt sich» da neue Bahne zu brechen, wohin
sich vor ihm noch kein Forscher gewagt. Sehr oft bc«
wundern wir chn als den glücklichen Aufsindcr tuiuT An«
sichren, die er dann in einer änsierst kraftvol.'en und er«