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Betrachtungen am Neujahrstage, über die Flüchtig-
keit, den Wechsel und den großen Werth der
Zeit und über die Anwendung derselben. *)
Der Herr des Weltalls, der über Cherubim thront, und
-lle Kinder Adams nach der Wahrheit richtet, der ihre
Handlungen prüft und sie auf die Waagschale des Rech«
tes legt — er scy mit euch und wohne in eurem Herzen,
er wohne unserer stillen Andacht bei, weile gern in unserer
Nahe und sehe mit Vaterblicken auf uns herab und segne
uns in dieser Stunde. Amen.
Kinder des lebendigen Gottes! Wir Alle sind dem
Grabe um einen bedeutenden Schritt naher gekommen'
Wir Alle sind dem Tode um rin Dedeurendes entgegen
gerückt und seinem gewaltigen Arme stehen wir jetzt wcni«
ger entfernt — denn wir haben ein ganzes Jahr zu
unfern wenigen, jugezahlten Lebensjahren angcsetzt, und
mit dem heutigen feierlichen Tage beginnen wir ein Neues,
von welchem wir nicht im Voraus sagen können, ob et
*) Eine Rede, von Arn. Salomon gehalten zu Deßau
am Israclitischcu Neujahrsfeste 5573- (7• Scpt. 18ia.
(Man sehe Siilaiiiilh ztcn Iahrg. 11 . Heft. S. 3 Z 7 .
und 4 lcn Aahra. z. Heft. Seite zg.)
D. H.