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und woraus die Verrichtungen des Körpers sich bezie-
hen. Sie sind das Vehikel der ganzen subjektive«
Bildung, und beide Theile der Erziehung greifen da¬
her aufs genaueste in einander.
Die Dinge außer »ms könne» wir betrachten ...
A. in so fern sie im allgemeinen, als Dinge an sich»
abgesehen von ihren besonder» und individucllenEi-
gcnschasten, zusammen ein Ganzes ausmachen, wel¬
ches wir die Welt nennen. Wenn der Anblick
der Natur uns lebhaft rührt, so entsteht daraus di?
ästhetische Empfindung, von der wir oben gespro¬
chen haben; erweckt er aber unser Nachdenken, so
geht daraus diejenige Wissnschaft hervor, welche
wir P h i l o so p h i e nennen. Diese ist also nichts
anders als ein durch das lebendige Interesse, welches
der Anblick der Natur uns einflößt, erzeugtes
wissenschaftliches Nachdenken über die Entstehung,
Beschaffenheit und den Zweck des Weltganzen
und über unsere Verhältnisse zu demselben. Sie be¬
mühet sich die großen und interessanten Fragen zu
beantworten: Was ist das alles, was ich sehe?
Ist etwas wirkliches außer mir vorhanden, oder
ist alles nur ein Geschöpf meiner eignen Intelligenz
Und wenn dem, was mir erscheint, etwas wirkli¬
ches zum Grunde liegt, ist es auch als Ding an sich,
unabhängig von meinem Vorstellungsvermögen, ge¬
rade so beschaffen, wie es mir erscheint? warm die
jetzt vorhandenen Außendinge von jeher da, oder
nahm die Welt einst einen Anfang? Und ist das
letztere, was war der Grund dieses Anfangs? was