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Im deutschen Reich.
Ruths Cousine Mathilde war aus ihrem ElLernhanse geflohen,
um baß ihr innerlich fremde Judentum auf den Altar ihrer
Liebe zu einem christlichen Aristokraten zn legen. Vor dem
formellen Uebertritt zurückschaudernd, kehrt Mathilde am Vor¬
abend des Versöhnungstages in das herzliche jüdische Familien¬
leben des Pensionats Zurück. — Daß sich Ruth am Schluffe der
Erzählung mit dem jungen Religionslehrer des Pensionats ver¬
loben würde, läßt sich gleich nach ihren ersten religiösen Ge¬
sprächen unschwer erraten.
Von einem Kapitel zum andern rankt sich eine Darstellung
und -Begründung der traditionellen Zeremonien des Judentums.
Die Erzählung ist warm und fesselnd geschrieben, die
Sprache ist rein und edel, die Ausstattung recht gut.
W.
Bei der Redaktion ist eingegangen:
Gesetz und Recht, Volkstümliche Zeitschrift für Rechtskunde.
Herausgeber Bernhard von Kamptz, Oberverwaltungs¬
gerichtsrat in Berlin. Verlag von Alfred Langenvort in
Breslau. Heft 1. 1. Oktober 1906.
Dm Vereiusmitgliedern geht diese Zeitschrift mrerrtgeMich zn.
MoMemem§pMs für MetzwereimmttgUeSer: pro Mr z Mtz>
Preis üer ^ummerr so Pfennig.
Medaktrorrs - Bureau des Terrtrerl-Vereins herrischer Staats¬
bürger jüdischen Glaubens: Berlin SW. 68, Lindensts. iS, ii.
Fernsprecher Amt IY, Nr. 7079.
Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Alp hon se Levy, Berlin.