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Vücherschau.
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zugänglich zil machen. Das würde vielleicht zur Modifikation
mancher rückständigen 9lnschauilng beitragen könrcn. Dem
jungen, trefflich ausgestatteten Unternehmen wümchen nur
eine gedeihliche Entwicklung. 9ln tüchtigen Mitarbeitern wird
es dem Leiter (Dr. Ernst Hoch'child-Eolinar) gew.ß nie
fehlen, leider auch auf absehbare Zeit nicht an — ©toff.
Alitteilrrngen des Verbandes der Mdischen Ingendver-
eine Dentschlcrnds. Leiter vr. E. Finket, Berlin W.,
Kleiftstr. 12. Quartalspreis der Monatsschrift 60 Pf.
Die mannigfachen Organisationen, in denen die Inter¬
essen der jüdischen Gemeinschaft ihre verschiedenartige Ver¬
tretung finden, find in jüngster Zeit durch ein sehr wertvolles
Glied ergänzt worden, durch die Begründung eines Verbandes
der jüdischen Jugendvereine, an deren Spitze Rechtsanwalt
Dr. Alfred Apfel steht. Seit einigen Monaten verfügt diese
mehr und mehr erstarrende Vereinigung — sie umfaßt bereits
7000 Mitglieder in zirka 60 Vereinen — über ein eigenes Ver¬
bandsorgan, das neben regelmäßigen Mittcilungen über Ver¬
bandsangelegenheiten die Leser durch einen allgemeinen Ueber-
blick über die das Judentum interessierenden Tagesereignisse
auf dem Lausenden erhält und durch belehrende Aufsätze ge¬
schichtlichen, sozialen und ethischen Inhaltes Liebe und Be¬
geisterung für die jüdische Gemeinschaft zu erwecken und zu
erhalten sucht. Nach den bisherigen Veröffentlichungen, auf
die an dieser Stelle näher einzugehen zu weit führen würde,
darf man annehmen, daß sich die Hoffnungen, die die rührigen
Leiter des Verbandes auf das neue Unternehmen setzen, er¬
füllen werden und die „Mitteilungen" dazu beitragen werden,
den im Kern gefunden Gedanken der Jugendbewegung in die
weitesten Kreise zu tragen.
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— In dein Dezember-Heft der Zeitschrift „Das Deutsch¬
tum im Ausland" wurde in einem Artikel von Davis Trietsch
„D a s deutsch- s p r a ch l i ch e I u d e n t u m i m A u s -
land" zum Gegenstand einer ausführlichen Besprechung ge-