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31 Lit. Skizzen und Berichte.
im Kerem Chemed III., alle aber verdienen den besten Schrif¬
ten dieser Gattung, woran die neuhebräische Literatur ohnehin
arm ist, gleichgestellt zu werden. Neben pW und
pvny ]tTP verdienen auch diese Schreiben eine ausführliche
Beurteilung, und gern würde ich eine solche vornehmen, wenn
ich erst die chasidäischen Schriften (pilD nWJJD niDD
^rnty) worauf oft Bezug genommen wird, bekommen
haben werde. —
Neue Auslegung und U eb e rs e tz u n g des H a-
bakuk. David Deutsch in Beuchen in Oberschlesien hat
Literarische Ankündigungen. 32
in Breslau (1837, bei Hirsch Sulzbach) das Buch Habakuk
mit einem hebräischen Commentar und einer deutschen Ueber-
setzung (mit hebräischen Lettern) heraus gegeben; ich werde die¬
sen Habakuk mit dem, wenn auch schon alten, von Dr. Wolff
in Kurzem hier beurtheilen» In der Einleitung des Com,
mentars wird über die Lebensgeschichte dieses Propheten, über
Inhalt des Buches , über die eigenthümliche Schreibweise die¬
ses Sehers ausführlich und in schönem Hebräisch gesprochen;
und da der Commentar auch die Fortschritte in der Exegese
benutzt, so können wir denselben dem Publikum empfohlen.
Literarische Ankündigungen.
In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und
Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen.
[3.] a§4i
Fünfter Jahrgang der Zeitschrift:
Ost tut* West.
Herausgeber und Redakteure
Rudolph Glaser.
^Von Januar 1341 an erhält diese weitverbreitete und
mit allgemeinem Beifall aufgenommene Zeitschrift eine bedeu¬
tende Erweiterung. Zu den wöchentlich zweimal erscheinenden
Blättern in Royalguart werden nämlich unter dem Titel:
„P t a g"
regelmößige Beilagen in Octav gegeben, welche vollständige
Berichte über Kunst, Industrie und soziales Leben in Böhmen
und insbesondere über die Leistungen der Prager Bühne ent¬
halten sollen. Diese Beilagen werden der raschern Mittei¬
lung wegen in Prag
viermal wöchentlich,
nämlich am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag
jedesmal zu einem Viertelbogen, ausgegeben.
Wer in der Expedition von „Ost und West"
(welche sich in der Kunst- und Musikalienhandlung des Hrn.
Johann Hosfmann in Prag, Jesuitengasse, Nr. 145 be¬
findet) den ganzjährigen Pränumerationsbetrag von 7 fU C.
M. oder den halbjährigen pr. 3 fl. 30 kr. C. M. baar
erlegt, erhalt „Ost urid West" sam m t den Beilagen (weiche
jährlich 52 Bogen betragen).
In sämmtlichen Buchhandlungen der österreichischen Mo¬
narchie und des Auslandes kostet „Ost und West" mit den
Beilagen: ganzjährig 8 fl. 36 kr. C. M., halbjährig 4 fl.
18 kr. C. M. — ob ne Beilagen: ganzjährig 7 fl. C. M.,
halbjährig 3 fl. 30 kr. C. M. Die Bestellungen aus dem
Auslande erbittet man sich durch Hrn. Fr. Hofmeister in
Leipzig, aus den österreichischen Provinzen durch die Herren
Bauer und Dirnböck in Wien.
Die k. k. Obedpostamter in Prag und Wien liefern
das Journal sammt den Beilagen, wöchentlich zweimal, um
den bisherigen halbjährigen Dränumerationsbetrag von 3 fl.
54 kr. C. M. (mit Couvert: 4 fl. 18 kr. C. M.), welcher
an bte genannten Postämter franco eingesendet werden muß.
Mun kann auch bei jedem andern Postamte der österreichischen
Monarchie abonnireu, doch dürste von manchem ein Zuschlag
der Versendungsgebühr gefedert werden. Diejem'gen Herren
Pränumeranten, welche sich das Journal bei ihrem nachstgele-
genen Postamt abholen lasten, brauchen keine Couvertgebühr
zu zahlen. Der Herausgeber und Redakteur Rudolf Gla¬
ser in Prag (wohnhaft: Kleinseite, Nr. 181) übernimmt
mit Vergnügen jede Besorgung der Pränumeration durch die
Post, wenn ihm mit gehöriger Angabe der Adresse der Herren
Prammreranten der Betrag von 4 fl. 18 kr. C. M. franco
zugesendet wird.
Wer die Beilagen abgesondert von dem Haupt-
blatte zu erhalten wünscht, pränumeriit im Wege des Buch¬
handels ganzjährig mit 2 fl. 30 kr. C. M., halbjährig mit
1 fl. 15 kr. C. M. Durch die Postämter findet keine
Pränumeration auf die abgesonderten Beilagen Statt.
Die Redaktion von „Ost und West" bittet hiermit alle
Literaturfreunde in Böhmen, ihre Berichte über denkwürdige
Ereignisse auf dem Lande gefälligst durch die Post zukommen
zu lasten, damit sich das Beiblatt von „Ost und West" zu
einem wahrhaft vaterländischen Blatte erhebe.
Prag, im December 1840.
[4.] Anfragen.
Der nun schon längst verstorbene Lazarus Ben-
david hatte 1822 die Absicht „Untersuchungen über den
Pentateuch" herausZugeben, und, wie man mir sagte, soll er
diese Arbeit damals schon fertig gehabt haben. Ist diese Ar¬
beit irgendwo erschienen, oder hat sie sich in seinem Nachlasse
handschriftlich gefunden, und wo ist überhaupt dieser Nachlaß
geblieben? Sn der „Zeitschrift für die Wissenschaft des Ju¬
denthums" (Berlin 1823) hat er S. 472 ff. das erste Kapitel
dieser Untersuchungen, welches gerade nach der ganzen Arbeit
lüstern macht, veröffentlicht. — C.
Verlag von C> L. Fritzsche.
Druck von I. H. Nagel.