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Mteralurblatt des Orients
Berichte, Studien und Kritiken
für
jüdische Geschichte und Literatur
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Leipzig, den 11. September
1841 .
Abhandlung. Die Pfalmüberschriften, in kritischer, l)iftorischer und archäologischer Beziehung. Dritter Abschnitt. 3. Namen
t>on Männern in den Überschriften. — Namen von Liedern. — Literarische A n a l e k t e n. Herausgabe einer Geschichte der
religiösen Poesie von Leop. Dukes. Beispiele von 200 Dichtern. Die nachgelassenen handschriftlichen Werke David Caro's in
Posen. — Einige Worte über das PhZnizische v. Moritz Levy. Nutzen deö Phönizischeu für die hebräische Sprachauffüssung. Lit.
Anzeigen.
Die PsalmirberfchrifLen-
in kritischer, historischer und archäologischer
Beziehung.
(Fortsetzung.)
Auch unter Salomo wirkt er mit seinen Brüdern
und Söhnen bei der feierlichen Einweihung des Tempels
2 Ehr. 5, 12. Von seinen Nachkommen erscheinen zu
Hiskia's Zeit Jechiel und Schimi 2 Chr. 29/ 14.
Der Stern der Chronik ist nach 1 Chr. 6, 29 Sohn
des Kischi (oder Kuschajahu, wie 1 Chr. 15, 17), ein
Nachkomme des dritten Sohns Levi's, des Merari,
zwischen dem und Stern in absteigender Linie die Glieder
Merari, Muschi, Machli,^ Schemer, Bam, Amzi, Chil-
kiah, Amazjah, Chaschabjah, Maluch, Abdi, Kischi, Etan,
also 11 liegen. Er erscheint bei dem Hinaufschassen
der Lade (1 Chr. 15 17) neben Heman und Asaf, ver¬
schwindet aber merkwürdiger Weift plötzlich, ohne daß
der Grund davon angegeben wird; und schon bei den
Bestimmungen, die David über den bei der Lade abzu-
haltenden Gottesdienst trifft, wird nur Jedutun neben
Heman und Asaf genannt, und so bildet von jetzt an
immer Zedutun das dritte Glied in der Dceizahl der
Levitenobecsten.
Jedutun (Jedutun, Jditun re»), dessen Abkunft nicht
näher angegeben, erscheint zuerst, nicht bei dem Hinauf-
schaffen der Lade, sondern als sie schon ausgestellt war,
20) Nach Erod. 6, 19 (vgl. Num. 26, 58). sind Machli
und Muschi, beide Söhre des Merari. Eben so 1 Chr. 6,
4; Machli's Sohn heißt i 6, 14 Libm. Dagegen stimmt
1 Chr. 24 30 mit der obigen Tabelle in sofern, als Muschl's
Sohn (?) Machli genannt wird.
und hat denselben Dienst wie Heman in Gibeon zu ver¬
richten 1 Chr. 16, 41. Nach ib. v. 38 ist ein ofter-
wahnter (1 Chr. 15, 18. 24. 16, 5. 38) Obed-Edom
Thorwächter und Sänger, sein Sohn, findet sich aber
nicht 1 Chr. 25, 3, wo die SöhneJedutun's aufgezahlt
werden. Bei Nennung dieser Söhne ist ein Name aus¬
gefallen. 21 Denn während die Gesammtzahl derselben
als sechs angegeben wird, finden sich nur fünf Na¬
men (GedaljaZeri (?), Jeschaja, Chaschabja, Matitfa);
als sechsten hat man sich den v. 25 genannten Schimi
ztt ergänzen; auch ist ’HK 5 ) v. 3 offenbarer Schreibfehler
für ^ v. 11. — Auch Zedutun ist noch unter Sa¬
lomo zu finden (2 Chr. 5, 12); Nachkommen von ihm
erscheinen unter Hiskia 2 Chr. 29, 14. (Schemaja,
Usiel), und bei der Rückkehr aus dem Exil, wo von der
schon ohne Zweifel zu lang gewordenen Ahnenreihe nur
die drei Glieder Dbadja (Abda), Sohn Schemaja
(Schammua), Sohn Gabal, Sohn Jedutuns genannt
werden. Vgl. 1 Chr. 9, 16 mit Neh. 11, 17.
21) Eine Eorruption des Textes, die von den jüdischen
Commentatoren nur durch agadische Deutung gerechtfertigt
werden kann. D. Kimchi zu 1 Chr. 25, 3: pnpp ^
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miatliD* Derselben Agada bedient sich auch der Raschi-Coni.-
mentar zu d. St. — I» der Sfcat scheint schon der Chronist
eine Eorrnption der Geschlechtsregister durch Ausfallen von
Rainen befürchtet zu haben; daher häufig, nach Aufzählung der
Namen, die Summe derselben angegeben, oder zu jedem ein¬
zelnen das Ordnungszahlwort Hinzugesetzt wird.
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