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bei, die auch diesmal sämtlichen Vereinen, auch
vielen Logen des II. O. B. B- und Jugendvereinen,
gratis zugegangen ist. Freilich sind die in die
Rednerliste aufgenommenen Redner nicht immer die
für alle Literaturvereine in gleicher Weise geeigneten;
ein Umstand, der dahin führt, daß nicht selten so mancher
Redner, defsenDarbietungen von einem gebildeten Publikum
der Großstadt gewöhnlich mit lebhaftem Beifall begleitet
werden, in den Vereinen kleiner Landstädte nicht immer
günstig beurteilt wird, wie'andererseits inanche großen Ver¬
eine, die bei der Auswahl der Redner auf Rang und glän¬
zenden Namen achten, sich gar häufig in ihren Erwartungen
getäuscht sehen. Allein dafür ist der Verband nicht ver¬
antwortlich. Er erfüllt seine Aufgabe, indem er den Ver¬
einen die Rednerliste unterbreitet, die ihnen bei der Aus¬
wahl der Redner nur als Unterlage dienen soll. Den
Vereinen aber bleibt es überlassen, sich vorher mit dem
Sekretariat in Verbindung zu setzen, das ihnen bereit¬
willigst die in solchen Fällen erwünschten Ratschläge
kostenlos erteilen wird. Viele Vereine, die in den letzten
Jahren diesen Weg einschlugen, haben es nicht bereut,
sondern dem Sekretariat für die ihnen gegebenen Winke
ihren Dank ausgesprochen. —
Mit besonderer Genugtuung konstatieren wir, daß
das Interesse der Vereine an der Publikation des Ver¬
bandes, dem Jahrbuch, von Jahr zu Jahr immer mehr
zunimmt. Das Jahrbuch ist jetzt in vielen Tausenden
jüdischer Familien Deutschlands ein willkommener Gast, der
sich des Vorzuges erfreut, immer von neuem auf eine freund¬
liche Aufnahme rechnen zu dürfen. Der Verband ist aber
auch bemüht, seine Publikation zu einem anregenden und
nützlichen Familienbuche auszugestalten, dessen Lektüre
nicht nur dem Gelehrten, sondern, auch dem gebildeten
Laien einen geistigen Genuß bereitet. Der Beschluß des
letzten Verbandstages, das Jahrbuch nur denjenigen
Vereinen zu einem ermäßigten Preis abzugeben, die
einen regelmäßigen Jahresbeitrag an die Kasse des Ver¬
bandes entrichten, ist aus mannigfachen Gründen nicht
immer aufrecht zu halten. Die Aufgabe des Verbandes,