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zuversichtlich. Für die nächste Auflage wäre zu wünschen, daß auch über
die arabische Wirtschaft mehr gesagt werde. ad b.
Natur und Land (Hatewa we Haare«). Unter diesem Titel erscheint eine
neue Monatsschrift, herausgegeben von Uria Feldmann. Sie soll naturwissen¬
schaftliche Kenntnisse in leichtfaßlicher Form vermitteln. Die vorliegenden
Nummern enthalten Artikel über Flora, Fauna, Geologie Palästinas, Botanik,
Etymologie, Somatologie usw. Monatsübersichten über Klima, Pflanzen, Tier¬
welt, Ackerbau, eine dankenswerte Uebersicht über das Leben der Natur in
den einzelnen Zeitabschnitten u. a. m. Abonnement 1 Dollar vierteljährlich.
Adresse U. Feldmann, Mendelestraße 4, Tel-Aviv.
Die israelitische Staatsverfassung in ihrer vorderorientalischen Umwelt, von
Dr. Kurt Galling, „Der alte Orient", Bd. 28, Heft 3/4, J. C. Hinrich'sche
Buchhandlung, Leipzig, 1929, S. 64. — Der Verfasser arbeitet den Unterschied
zwischen dem Königtum in Israel und dem der kanaanitischen Staaten, sowie
dem Königtum der vorderasiatischen Reiche scharf heraus. Der Weg vom
Absolutismus (Salomo) führt bis zur konstitutionellen demokratischen Mon¬
archie (Josia — das Deutoronomium, das Bundeisbuch, ist quasi Staatsgesetz),
eine Entwicklung, die wir in den Gnroßrelichen Aegypten und Assyrien vergeb¬
lich suchen. Das Deutoronomium ist einzigartig durch den religiös-prophetischen
Gesichtspunkt, unter dem der Staat gesejien wird. Es handelt sich um einen
Bund von Gott und Volk. Sehr schön interpretiert der Verfasser diese religiöse
Begründung des Staates mit dem Satz, daß nach dem Bundesbuch die Blut¬
zirkulation einer Staatsverfassung die Gesinnung des Einzelnen ist. — Das)
kleine Buch enthält einen kurzen klaren Abriß der Staatswerdung in Israel
und wie vorstehend zitierte Anschauungen zeigen, ein in den Geist des Volkes*
eingehendes Verständnis. m—a.
Sendung und Schicksal. Aus dem Schrifttum des nachbiblischen Judentums.
Mitgeteilt von Nahum Norbert Glatzer und Ludwig Strauß.
Schocken-Verlag, Berlin, S. 382. — Salman Schocken, der bekannte zionistische
Führer, war Vorsitzender des vor einigen Jahiren bestandenen Ausschusses für
Kulturarbeit, der u. a. beschlossen hatte, jüdische Lesebücher herauszugeben.
Schocken gründete darauf einen Verlag, dessen erste Edition uns vorliegt. Das*
schön ausgestattete Buch enthält eine vorzüglich ausgewählte Sammlung aus
dem nachbiblischen Schrifttum, Talmud und Midrasch, Philo, Maimonides, dem
Söhar, den chassidischen Legenden und weniger bekannten Schriften, in einer
nach den Inhalten angeordneten Reihe. Ein Geleitwort gibt einen Leitfaden
dazu mit sparsamen, aber in die Tiefe gehenden Erläuterungen. Eine zweite
Folge ist angekündigt. — Dieses Lesebuch erfüllt ein langempfundenes Bedürf¬
nis und wird von allen willkommen geheißen werden, die den wahren Geist
des Judentums erforschen wollen. f. m.
Mitteilung der Redaktion. Der Artikel „Möglichkeiten der Kapitalsanlage
in Palästina" von S. Goldberg, Tel-Aviv, war in der Zeitschrift „Palestine
and Near East" erschienen, was versehentlich nicht vermerkt war.
Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Adolf Böhm, Wien, XVI., Wilhelminenstraße 28. — Eigen¬
tum u. Verlag: Herzl-Klub, Wien, I., Elisabethstraße 1 — Druck: Josef Hajek's Nachf. Friedrich
Holzer & Co., Wien, XVII., Kalvarienbergg. 32.