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f> /g A Regierung zugewendet wurde, ließ eine baldige Entwicklung in diesem Tätigkeitsbereich
erhoffen. Die Regierung verteilt kostenlos Setzlinge und kann der Nachfrage nach
Sprößlingen seitens der Öbstzüchter gar nicht nachkommen. In diesem Jahre wurden
77.000 Wein- und 38.000 Obstbaumsetzlinge verteilt. Es gibt gegenwärtig zehn Garten¬
baustationen der Regierung, die Demonstrationsfelder unterhalten und gepfropfte Obst¬
bäume zur Verteilung züchten. Private Baumschulen werden kontrolliert und An¬
strengungen zur Verbesserung der Qualitäten der Pflanzen gemacht.
So wie beim Gemüse wird jedoch die wachsende Nachfrage zum großen Teil durch
Importe aus Syrien gedeckt, die in den letzten Jahren eine sehr starke Steigerung
aufwiesen.
Obstimport nach Palästina:
Jahr Gesamtimport Import von Syrien Prozentanteil Syriens
Äpfel Tonnen
1932 . . . 2031 225 11.1
1933 . . . 2457 193 7.9
1934 . . . 5348 829 15.5
1935 .. . 6130 232 3.7
Andere Frischfrüchte (außer Aprikosen und Grapefnicht)
1932 .. . 1077 950 88.2
1933 . . . 1742 1120 64.2
1934 . . . 3160 2029 64.2
Bei Äpfeln sind also die Importe klein und ihr Anteil wechselt von Jahr zu Jahr. Sie
sind jedoch nicht im Wettbewerb mit einer beträchtlichen Erzeugung in Palästina. Bei
anderen Obstsorten stammt der Hauptanteil des Importes aus Syrien. Für Aprikosen
und Trauben liegen detaillierte Angaben vor:
Jahr Gesamtimport Import von Syrien Prozentanteil Syriens
Tonnen
Aprikosen
1932 ... 182 181 99.4
-1933 . .' . 259 243 93.8
1934 ... 526 515 97.9
Grapefrüchte
1932 ... 11 5 45.5
1933 ... 418 402 96
1934 ... 904 903 100
Diese Zahlen zeigen neuerlich, welchen Anteil Syrien an dem Früchteimport nach
Palästina hat. Die Traubenimporte sind derzeit, wie ersichtlich, noch klein, aber ihre
Tendenz zu wachsen ist eine Tatsache, die nicht leicht unterschätzt werden kann.
Bananen« Der Konsum von Bananen wird von der heimischen Produktion ge¬
deckt und die Einfuhr ist verboten. Die Jahresproduktion beträgt zirka
5000 Tonnen, die zum Durchschnittspreis von 15 £P per Tonne für die unreife Frucht
einen Wert von 75.000 £P repräsentiert. In den letzten Jahren gab es in Syrien eine
bemerkenswerte Ausdehnung der Bananenpflanzungen, deren Früchte im Lande keinen
Absatz finden und es wird befürchtet, daß bei einer Erleichterung des Importes sofort
ein Einströmen billiger Früchte auf den Markt von Palästina erfolgen würde. Bananen
werden in Syrien zu 13 £P per Tonne verkauft. Das Hauptabsatzgebiet für die syri¬
schen Bananen war früher Ägypten, welches Land aber den Zoll auf diese Frucht von
1.600 auf 16 £P per Tonne erhöht hat. Während der vier Jahre der Geltung dieses