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Jüdisches Volksblatt
Nr, 52
Sve erste Kaiitmeii-Bil-dungsaiistcilt in Men, aus
welcher eine große Anzahl Schüler zu Kantoren
herausgel'ildet wurden. Oberkantor Bauer ist in
allen Kreisen sehr beliebt und geachtet. Die An¬
erkennung dieser vielseitigen verdienstlichen Tätig¬
keit wird an dem Fubeltagc gewiß mannigfachen
Ausdruck erhalten und sind besondere Ehrungen
für den Jubilar geplant.
Floridsdorf. (I n b i l ä n m des r s r.
W v h l t ä t i g t e i t S v e r e i n e s.) Anläßlich des
25 jährigen Bestandes des isr. Fraueuwvhltätig-
kerisvereines im 21. Bezirk (Z-lvridsdvrf) fand
am 21. ds. in Anwesenheit der Gründerin des
Vereines Frau Tr. Laura Bloch sowie des Ve-
zivksrabbiners Herrn Tr. Rose n nr a n n, des
Gesamtvorstandes des Frauen Vereines und des
Kultnsausschusses eine Festsitzung statt. Nach Er¬
öffnung der Sitzung seitens der Präsidentin Frau
Henriette G r ü n wa l d erbat sich der Präses der
Kultnrsgcmeinde Herr Tr. K vn ig das Wort und
beglücktvünschte den Verein im Namen der Kul-
tusgemeinde und dankte demselben für das huma¬
nitäre Wirten ans deln Gebiete der Armenpflege,'
insbesondere sprach er den Dank der Gemeinde
der Frau Präsidentin aus. Bezirksrabbiner Herr
Dr. R o se n m a n n feierte in einer längeren An¬
sprache die Gründung des Vereines durch Frau
Dr. Bloch soivie den Wohltätigkeitssinn der Flo-
ridsdorfer Frauen und wünschte dein Vereine, daß
er auch künftighin gedeihe, wachse und blühe. Der
Vizepräses Herr Emauuel G r ü n w a l d bean¬
tragte, die Gründerin des Vereines Frau Doktor
Bloch zur Ehrenpräfidentin und die gewesenen
Präsidentinnen Frau Dr. Julie König und
Frau Babette Redlich sowie Herrn Dr. Ro¬
sen ma u n durch dessen Initiative der Franen-
ivohltütigkeitsverein sein besonderes Augenmerk
den verlassenen Pfleglingen t m B e-
zirke g e w i d m e t und dieselben d e m
Iuüent umerhalten hat, zu Ehrenmitglie¬
dern des Vereines zu ernennen, welcher Antrag
einstimmig angenommen wurde. Frau Dr. Bloch
dankte in schlichren Worten für die ihr zuteil ge¬
wordene Auszeichnung und versicherte, auch in
Hinkunft ihre Unterstützung dein Vereine ange-
derhen zu lassen. Herr Dr. Rosen m a n n dankte
sowohl in seinem Namen, als auch im Namen der
anderen Ehrenmitglieder und versprach, zu jeder
Zeit die idealen Bestrebungen des Vereines zu
fördern. Schließlich verlas der Präses Herr Dr.
König das von der Kultusgemeinde dem
Frauenwohltätigkeitsvereine gespendete Ehren-
öiplom, in welchem die Verdienste des Vereines
feit seinem Bestände enthalten sind, und ein an den
Verein gerichtetes Begtückwünschnug.Uchreiben.
Mit einer Dansagung seitens der Frau Präsiden¬
ten schloß die schöne Feier. Nach der Festsitzung
wurden, wie alljährlich, 40 Kinder mit warrncn
Kleidern und Schuhen beschenkt, woraus die Frau
Präsidentin den armen Kindern eine Jause auf
ihre Kosten verabreichen ließ.
Jüd. Verein jugendl. Arbeiter, Ortsgruppe
der „Poale Zion", Brünn. Am 9. Dezem.
fand die fünfjährige Gründungsfeier unserer
Organisation statt. Gg. Kaplansky-Kaplan
hat der Einladung unseres Vereines Folge ge¬
leistet. Seine Tendenzrede behandelte in aus¬
gezeichneten Worten die .Notwendigkeit der
Organisation von jüdischen Arbe'tern und
Handelsangestellten. Er erläuterte die Ziele
und Zwecke der „Poale Zion" und nahm auch
Stellung für die nationale Autonomie des
jüdischen Volkes. Diesem ausgezeichneten
Referate schloß sich ein anregendes Programm
an. Hervorzuhcben wären d'e ausgezeichneten
Violinboriräge des Herrn Eduard Huber. Gg.
cand. mg. Berger rezitierte meisterhaft einige
jungjüdische Dichtungen-. Ter Glanzpunkt des
Abends waren unbestritten- die prächtigen Ge-
sangsvorträge des Herrn Leo Ast. Er brachte
einige Arien aus Verwischen Opern zum Vor¬
trage, welche einen so stürmischen Applaus er¬
weckten, daß Herr Ast sich genötigt sah, die
Stretta ails „Troubadour" zn wiederholen.
Der Erfolg dieser Feier war ein glänzender;
er hat gezeigt, daß das jüdische Publikum
unserer Bewegung Interesse entgegenbringt.
Begründung einer Ortsgruppe des Ver¬
bandes „Poale Zion" für Handelsangestellte
in Brünn. Die Vorarbeiten zur Begründung
der Ortsgruppe sind in vollem Gange ; cs haben
sich schon zahlreiche Handelsangestellte zum
Beitritt gemeldet. Der Verband „Poale Zion"
ist die einzige Organisation, lvelche ihren Mit¬
gliedern in jeder Hinsicht die größten Vorteile
bietet, und es ist daher im Interesse eines jeden-
jüdischen Angestellten, sich der Organisation
anzuschließen.
Stryj. (Bericht des Vereines „Zion".)
Am 11 . November 1905 fand die IV. ordent¬
liche Generalversammlung des Einzelvereines
„Stryj" des »Zion"-Verbandes statt. Im
Namen deS bisherigen Ausschusses legte der
II. Vizepräses Herr Wolf Schmorak den
Bericht über die Tätigkeit des Ausschusses
während seiner Amtsperiode und Herr Leon
Schwarzberg als l. Kassier den Bericht über
den Stand der Kasse vor, worauf dein ab-
tretenden Ausschüsse das Absolutorium erteilt
wurde. Bei Vornahme der Neuivahlen wurden
gewählt: In den Ausschuß bie^_Herren
Abraham Ringel als Präses, Wolf Schmorak
als I. Vizepräses, Dr. Michael Ringel als
II. Vizepräses, Isidor Patrach als Schrift¬
führer der Landessprachen, Selig Zwilling
als Schriftführer der hebräischen Sprache,
Leon Schwarzberg als I. Kassier, Aron
Hauptmann als II. Kassier und Aron Eigen¬
macht, Bernhard Stern, Hermann Rubin und
Tr. Julius Wurzel als Beiräte; als Kasseu-
revisoren die Herren Salnmon Marbach uub
Jakob Polisiuk; in das Schiedsgericht
die Herren Abraham Apselgrun, Jakob Grün¬
berg, Bernhard Halpern, Dr. Norbert Schiff
nub Josef Steiuwurzel. Der neugewählte Aus-
schuß veranstaltete aiu 19. November 1995
für die in Rußland ermordeten Inden eine
Trauerandacht. Tie Andacht fand in der
hiesigen Hauptsynagoge unter zahlreicher Be¬
teiligung des Publikums statt. Herr Abraham
Ringel leitete die Andacht in einigen Worten
ein, worauf Herr Dr. Markus Brande,
Rabbiner aus Stanislau, eine tiefrührende
Trauerrede hielt. Mit dem Absingen einiger
Psalmliederund des„Elmolerachamim" endigte
die Andacht. Ferner wurden in den letzten
Wochen regelmäßige Vorträge im Vereins¬
lokale, die sich des zahlreichen Besuches so¬
wohl seitens der Vereinsinitgüeder als auch
von Nichtmitgliedern erfreuten, abgehalten und
ist die Veranstaltung dieser Vorträge be¬
sonders den Bestrebungen des Herrn: Schmorak
zu verdanken. Bisnun fanden nachstehende
Vorträge statt: An: 18. November. „Die russi¬
schen Judeuuuruheu" (Herr Osias Ringel).
Am 25. November, „lieber die allgemeinen und
lokalen politischen Verhältnisse" (Herr Wolf
Schmorak). Am 2. Dezember „Die gegen¬
wärtige Walreform" (Herr Dr. Jesajas Nosen-
mann). A:n ln. Dezember „Die Ehe und das
Eherecht" (Herr Dr. Karl Auerbach) und am
23. Dezember „Juden und Revolution" (Herr
Dr. Norbert Schiff).
Fünfkirchen. (Eröffnung des israelitischen
Alumneums.) Vorige Woche wurDe.iu An¬
wesenheit der Vorstandsmitglieder und einer
Abordnung des Israelitischen Frauenvereines
unter Führung der Präsidentin Frau Samuel
Hirschfeld im Volksschulgebäude das Alum-
neum für arme Schulkinder eröffnet. Ober-
rabbinev Dr. Armin Perls eiferte die Kinider
an, ihrer Wohltäter dankbar zu gedenken,
indein auch, sie einmal armen Kindern gegen¬
über dieselbe Wohltat üben können. Täglich
bekommen hier 80 Kinder Speise, und der An¬
reger und Begründer dieser Wohlfahrtsanstalt
Herr Hermann Glaß kann stolz auf den Er¬
folg sein, dieses nunmehr für immer gesichert
zu sehen.
*
Wien. (Verlobung) Fräulein Emma
Geiger, Tochter des Börsenbesuehers, Herrn
Peter Geiger, IX., Rossanergasse 5, hat
sich mit Herrn Jacob .st o e n i g aus Kon-
stantinopel verlobt.
Allerlei EulMikilsivertrs.
Eine unangenehme Sache ist es
immer, wenn ein fescher, junger Herr sich vorstellt
und beim Lüften des Hutes zeigen muß, daß er
kahlköpfig ist. Ein großer Teil unserer heutigen
Herren weist eine solche — mehr oder minder
große — Platte auf und ist dies in den meisten
Fällen nur auf eigene Schuld zurückznführen.
Denn wenn auch angestrengte Geistesarbeit, Kopf¬
leiden u. a. Einfluß auf den Haarboden nehmen
und Ausfall bewirken, so könnte doch bei nur
einigermaßen andauernder Pflege dem leicht vor«
gebeugt werden. Allerdings muß bei Wahl der
hierzu verwendenden Präparate große Vorsicht
geübt werden, um nicht irgend ein zweifelhaftes
KoSmetikum zu erhalten, das nicht nur nichts nützt,
sondern sogar Schaden bringen kann. Die Krebs-
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