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Zeugung gewonnen habe, wie es tilr die Bewoh¬
ner dieser Stadt als dringendes Bedürfnis* er¬
scheint, ihren armen Kranken eine besondere
Sorgfalt zuzuweiulen. Denn die zwei schon be¬
stehenden Krankenhäuser sind ohne Kranke;
auch die Apotheke des russischen
geschlossen, seitdem die Missionäre unentgelt¬
lich Arzeneien verabreichen. Desslmlb gebührt
dem Verein wl ?Kit” besonderer Dank
dafür, dass er sich der Aufgabe unterzieht, ar¬
men Kranken Arzeneimittel gratis verabreichen
zu lassen.
Für dieses änsserst wichtige Unternehmen
verwendet der Verein alle seine Einnahmen
und hofft dabei auf den Edelsinn und die
Unterstützung aller Glaubensgenossen, welche
ausserhalb des heil. Landes wohnen. Ich habe
mich nach dem Charakter der Männer erkundigt,
welche an der Spitze dieses Vereins stehen und
nur das beste Zeugnis über dieselben .erhalten.
Sie haben mit der „Ohalukah“ und-ihren Wi¬
derwärtigkeiten nichts zu schäften.' Daher em¬
pfehle ich aufs Herzlichste dieses Unternehmen,
welches auch der Stadt Safed zu besonderem
Vortheil gereichen und die Einigkeit unter un¬
seren Brüdern befördern kann. Die verehrlicfeen
Vereinsmitglieder aber fordere ich auf, ihre
Thätigkeit nicht nur auf Darreichung von Ar-
zeueien an arme Kranke und hierdurch auf
Verdrängung der Mission zu beschränken; denn
gegen diese Sorte von Menschen muss auch mit
geistigen Waffen gekämpft werden. Es ist
vielmehr Eure Pflicht, jenen Schwächlingen,
welche mit den Missionären Beziehungen un¬
terhalten, die Augen zu offnen und das Schänd¬
liche ihres Leichtsinns ihnen vor die Seele zu
führen. Kur aut diese Weise wird Euer Vor¬
haben wahren Erfolg nach sich ziehen. —
Briefkasten.
Anonvmus in Jernsalera. Ich
kenne keinen a ^j yviVT 2112» der heiligen
Stadt, — da könnte ich lange rathen; Sie müs¬
sen mir also unbedingt Ihren Vor- und Zunamen
angeben. haben nach meiner An¬
sicht diejenigen auf ihrem Gewissen, die unter
der Vorspiegelung, dass p-j ,pe? DW 21 5 ? [\\%
“nWn 221' ,1111.1 rai Gorrcspondenz-
Büreans errichten, Briefe zu Tausenden versen¬
den, beträchtliche Summen, die sonst allen Ar¬
men in p"nK zu Gute kämen, durch jene Vor¬
spiegelung für sich erzielen und den frommsten
und dürftigsten rTl dadurch den Bissen trocke¬
nen Brodes vom Munde wegstehlen. Ich kann
mit Zahlen herausrücken, die dies in betrübend-
ster Art beweisen, und hören die Correspondenz-
Büreans, deren eines auch Sie zu haben schei¬
nen, nicht bald auf, dann würde ich nolens
volens mit diesem Beweismittel her vertreten
müssen und es wird sich dann zeigen, wer den
Kürzeren ziehen wird. —
L. K. fr- B. 10 M. für die arabischen
Flüchtlinge in Jerusalem verwendet.
M. K. in 8. Sie haben den 35.60 M. die
bestmögliche Verwendung gegeben, was mich
sehr gefreut hat..
L. W. in Breslau. „Den kranken Rabbi¬
ner in Jerusalem“ kenne ich nicht, ich habe
aber die 5 M., Ihrer Intention gemäss, einem
leidenden Rabbiner dort znkommen lassen.
N. N. in Höxter. 3 M. für Rubrik HI
verwendet.
M. F. in S. Da Sie von den 50.20 M. 3
M. für O. K. in S. bestimmt hatten, so konnte
ich selbstverständlich in R. I nur 47.20 M. auf¬
nehmen, was ich, uni eine Reclamation zu ver¬
hindern, Ihnen auf diesem Wege zur Kenntniss
bringe.
M. K. in Z. Es genügt, wenn sie halb¬
jährlich die N^.i-Gelder einsammeln.
Rabl). Dr. L. in R. Einer Sendung von
Ihnen rufe ich stets einen ganz besonderen
“!j$ 2.1 1112- entgegen, in der Hoffnung, dass
Ihre Sammlungen dadurch zu immer häufigeren
und reicheren sich gestalten möchten; lassen Sie
meine Hoffnung keine vergebliche sein! —
J. R. in B. RIM 212*7', Sie dürfen
darum im „Sammeln* 4 nicht ermüden.
J. 8. in G. Ich danke Ihnen für das in
mich gesetzte Vertrauen, das ich vollkommen
rechtfertigen werde. Man muss mit den Persön¬
lichkeiten und Anstalten des heiligsten Landes
aufs Innigste vertrant sein, um zu wissen, wo
und wie man die für jene bestimmten Gelder
zur Vertheilnng zu bringen hat, und was die
Hauptsache.ist, wir wollen nicht blos für die
Gegenwart bemüht sein, sondern auch an die-
Zukunft denken. Ueber die dringende Noth-
wendigkeit dazu brauche ich mich wohl nicht
weiter anszulassen. —
Ungenannt in Jütland. 5 M. für den er¬
blindeten Familienvater von sechs
unmündigen Kindern verwendet.
A. R- in Potsdam. 4.50 M. für R. XIH
verwendet.
' OScawL^Hmann. Mainz.