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nennzehnten JalMHunderts.
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Unter der Mitredactisn
von
S. HolLheiur, Rabbiner in Berlin.
Herausgegeben von
L)L'. M. Heß,
Großhcrzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen Zn Elsenach.
Zu bcziependneri'alle Postämter und I'uLhandlung"n. Pc-is für den ganzen Jahrgang 3 <sf, Anzeigen für die gespaltene Ze: e
Rr. L. SsKKtüg '-2K T. ZaKemr LGGG. W,
N e b s V ö ! L F.
An die Leser. — Haupt - Artikel: Was ist Genossenschaft für Reform imIudenlZum? — C:' : ';Uoie toeö
Taaeö: Von der Müritz: Die Beschneidungöfragc in Mecklenburg. — Aus Rheknhesfen: Jüdische Z-.''nde. — Verlln:
Verschiedenes in Berlin.
An die Leser!
Mit den neuen Beziehungen, die der Israelit zu der Neformgerrossenschaft anknüpft, tritt gleichzeitig in mcincr
bisherigen Stellung zu dernsclben als fleißiger Mitarbeiter eine wesentliche Veränderung ein, indem ich vsn nun an
an der Leitung und Ncdaetion selbstständigen Antheil nehmen werde. Welche Grundsätze außer der bekannten Ge--
sinnungsverwandtschast mit meinem verehrten College» Herrn Dr. Heß laich noch insbesondere bei meiner ThLilnahme
leiten werden, darüber den Lesern schon jetzt Einiges anzudeuterr, ist wohl meine erste Nedactionspflicht gegen die¬
selben. Indem ich einen Theil der Verantwortlichkeit für das Blatt und die Erhaltung des Interesses, das es sich
seit vielen Jahren im Publikum gesichert hat, mit übernehme, so wird dieselbe sich zunächst auf meine eigene Ar¬
beiten erstrecken müssen, die ich bis jetzt nur als Antor für meine literarische Productionen nicht aber in ihrem
organischen Zusammenhang mit den Tendenzen des Blattes selbst km Publikum gegenüber zu vertreten hatte. Und
so möge denn in dieser Beziehung zuvörderst die Versicherung genügen, daß ich mir dieses neue Verhältniß und die
Anforderungen an mich, die an dasselbe sich knüpfen, klar gemacht und nicht diejenigen Rücksichten aus ...u Auge
zu setzen entschlossen bin, die das Interesse eines weiten und gemischten Lesekreises von mir zu fordern berechtigt ist.
Ich werde mir demgemäß bei meinen eigenen Arbeiten in Bezug auf In halt und Darstellung diejenigen Schranken
setzen, durch welche nach einer Seite hin der wissenschaftlichen Gründlichkeit und Klarheit nichts vergeben, nach dM
andern Seite hin aber dein nicht theologischen Publikum ein specieltes Eingehen ans Fachgelehrsamkeit nicht zuge-
muthet wird. Wir werden, so viel an uns ist, m:; redlich bemühen, eine Aare Einsicht über die obschweben«
den religiösen Fragen beim Leser zu vermitteln, ohne ihn geradezu in die theologische Nüstkamuaer mit hinemzuziehen.
Was hiervon abgesehen meine Stellung zu der bestimmt ausgesprochenen, seit d'Am Jahren unter den wech-