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Rr. 1
Berlin. 6. Januar 192S
S. Jahrgang
Tagungen
Tagung des Südwestdeutschen
Rabbinerverbandes
In Mannheim trat am 27. 12. v. I. der im letzten
Jahre als Teil des Allgemeinen Rabbinerverbandes gegrün¬
dete „Südwestdeutsche Rabbinerverband" zu seiner 2. Jahres¬
versammlung zusammen. Nach kurzen Erdsfnungsworten des
Vorsitzenden Selig mann, Frankfurt, folgten warme Be¬
grüßungsansprachen durch den Vertreter des Badischen Ober¬
rats, Rechtsanwalt Pfälzer, Weinheim., sowie durch Herrn
Dr. Moses, im Namen des Synagogenrates und der
Gemeindevertretung Mannheim, auf welche der Vorsitzende
mit dem Danke für die herzliche Aufnahme erwiderte. In
allen Reden klang vor allem der Gedanke der Einheit und
der Wille zur Geschlossenheit innerhalb des deutschen Juden¬
tums wieder. Das erste Referat, gehalten von Grünewald,
Mannheim, behandelte das Thema „Religion und Recht
in den Keilschriften". Der Referent ging von dem
Unterschied zwischen offenbartem und gesetzten Recht aus.
Im ersten Teil untersuchte er das Rechtsleben vor allem in
Babylonien nach seinen Berührungen mit religiösen Insti¬
tutionen und Vorstellungen. U. a. wurde geprüft, inwieweit
die Rechtsprechung an den Tempel gebunden, welche religiösen
Anschauungen — sei es formal, sei es inhaltlich - bei der
Vertragsschließung und in ihren Formeln nach wirken. In
diesen' Zusammenhänge wL'.be r>r .eligiösr Machterweiterung
des Königtums durch Hammurabbi besprochen und das Ver¬
hältnis der Einleitung und des Schlusses der Coden zum
Codex selbst einer Kritik unterzogen. Im zweiten Teil seines
Vortrags zog der Referent einen Vergleich biblischer Gesetze
zu den Parallelen im Rechte der Altassyrer, Chetitec und
Babylonier. Abgesehen von den inhaltlichen Abweichungen
glaubte er die Eigenart des biblischen (religiösen) Rechts u. a.
in zwei Merkmalen sehen zu müssen: das religiöse Recht will
nicht nur diktieren, sondern überzeugen. Es allein gibt also
zu Rechtssätzen Begründungen, die z. T. einen rechtspsycho¬
logischen, z. T. pädagogischen Charakter haben. Ferner ge¬
hört es zum Wesen des religiösen Rechts, daß es den soge¬
nannten moralischen Geboten in der Art ihrer Stilisierung
den Charakter und die Geltung von Rechtsgeboten verleiht.
Das religiöse Recht ist demnach das einzige, in dem der
Konflikt zwischen den beiden Geltungen Recht und Moral
prinzipiell gelöst ist.
Sodann referierte Lazarus, Wiesbaden, über „Die
Ergebnisse der psycho-analytischen Forschung
und ihre Verwendung für unsere praktische
S e e l s o r g e". Er sprach in der Einleitung über den Begriff
der Seelsorge im Judentum, berührte dann die Wandlung
des medizinischen Bewußtseins der Zeit, in der der Arzt —
gestern noch ein materialistisch gesonnener reiner Wissenschaft¬
ler — zum Seelenfreund, zum Seelsorger wird. Zu den
meistgenannten Erscheinungen, die diesen Gedanken rechtferti¬
gen, gehört die Lehre Freuds und seiner Schüler. Referent
hebt aus dem Gedankengebäude Freuds, dessen Lehren er im
allgemeinen als bekannt voraussetzt, nur die Grundzüge her¬
aus, so wie sie für die praktische Seelsorge in Frage kommen,
nämlich die Anerkennung des unbewußten Seelenlebens, die
Verdrängungstheorie und die Sexualtheorie. Im Anschluß
daran werden die Lehren von Alfred Adler und Jung ge¬
streift. Referent gelangt hierauf z"ur Behandlung der prak¬
tischen Auswirkungen der Psycho-Analyse. Die verschiedenen
Gebiete werden gestreift, auf denen die Ergebnisse der psycho¬
analytischen Forschung in der rabbinischen Praxis verwertet
werden können: Erziehung und Unterricht werden behandelt,
und es wird hier auch auf die Gefahr hingewiesen, die zu¬
weilen die psycho-analytische Behandlung im Gefolge haben
kann' sodann berührt Referent die Spezialsoelsorge: Predigt,
religiöse und sittliche Schäden (wie Aberglauben usw.),
Ehezerwürfnisse. Selbstmorde, Krankenseelsorge, Gefäng¬
nisseelsorge. Gefährd etenfürforge. Uebeall dienen zahl¬
reiche Beispiele aus der seelsorgerischen Praxis zur
Erläuterung. Referent kommt zu dem'Ergebnis, daß die regu¬
läre psycho-analytische Praxis, wie O. Pfister in Zürich es
verlangt, für den Rabbiner nicht in Frage kommt, fordert
aber unter allen Umständen — gerade in einer Zcit, die
mannigfache Zersetzungserscheinungen des deutschen Juden¬
tums deutlich erkennen läßt und in der überall auch um ein
neues Sexualethos gerungen wird (Elgersburger Konferenz
1926!) — ein völliges Vertrautsein des Rabbiners, der bisher
allzu weltfremd den Nöten der Gegenwart, vor allem der
Sexualnot, gegenüberstand, mit den Lehren Freuds, Adlers
und Jungs, sowie auch gewisse psycho-analytische Handgriffe,
wie Beachtung von Fehlleistungen, Träumen usw. Auch auf
den Wert von psycho-analytischen Kenntnissen zur Erklärung
von religionsgeschichtlichen Tatsachen (jüdisches Speiseritual,
DMDMat, Versöhnungstag usw.) wird hingewiesen. Mit einer
Uebersicht über die wichtigste Literatur zum Studium der
Psycho-Analyse und ihrer praktischen Verwertung schließt das
Referat, das zum ersten Male auf einer Rabbinerkonferenz ein
von Haß und Gunst umstrittenes Gebiet, wie es die Psycho-
Analyse darstellt, behandelt hat.
Das dritte Referat hielt May, Frankfurt, über „R e -
ligionspädagogische Forderungen der Gegen¬
war t". Der Referent verweist kurz auf neue religiöse Strö¬
mungen unserer Tage, die, von der rein transzendenten Auf
fassung der Religion und des Religiösen abgehend, die Be¬
ziehungen zum Leben suchen. Was mag die soziale Frage,
die das Denken unserer Zeit fast ganz absorbiert, mit beein¬
flussen? Der Referent glaubt aber, eben in diesen Sozial¬
theorien eine Gefahr für unsere Jugend zu erkennen, die
viel größer ist als die, die von einer kritischen vesp. natura¬
listischen Strömung ausgeht. Auf christlicher Seite hat man
ein deutliches Gefühl dafür, es ist so stark, daß man oft
„gegen seinen Willen" immer wieder auf das sogenannte
„Alte Testament" und seine Bearbeitung für die Schule hinge
drängt wird. Um so intensiver müßte auf jüdischer Seite
die Arbeit geleistet werden. Noch fehlt uns eine für die Heran¬
wachsenden Schüler und Schülerinnen brauchbare Darstellung
der großen Prophetengestalten im Rahmen einer Geschichte
des biblischen Zeitalters, wie sie dem Denken und Fühlen
der heutigen Jugend konform ist. Stets las jede Zeit „ihre"
Thora, die Thora, die Gott uns „heute" gebietet. Warum
nicht auch wir? Mir Wärme, ja Enthusiasmus muß ge¬
schildert und Belegstellen, Kapitel chronologisch geordnet, müs¬
sen ausgewählt, formvollendet übersetzt und den Darstellun¬
gen angefügt werden. Wer behauptet, man könne mit der
Jugend der Schule die Propheten so lesen, wie sie dastehen,
kennt weder die Jugend, noch die Schule. Erreicht werden
soll, daß die Jugend das Leben, und das ist die Geschichte, als
von Gott geleitet anerkennt und ihm gegenüber sich sittlich
verantwortlich fühlt. Das fehlende Werk zu schaffen, ist Auf¬
gabe des Rabbinerverbandes; ob dies allein, ob noch andere,
die etwa wie Koheleth, Hiob und die Psalmen die Proble¬
matik des Lebens behandeln, ob auch solche, die in den Geist
der Mischnah und des Talmud wirklich einführen, und ähn¬
liche Fragen haben wir zu erörtern und eine pädagogische
Kommission dafür einzusetzen. Diese aber muß viel und
schnell arbeiten!
An die eindrucksvollen Reden schließt sich eine lebhafte
und eingehende Aussprache, in der allgemein neben dem
Danke an die Referenten der Wunsch zum Ausdruck gebracht
wird, die Referate durch Druck einer größeren Oeffentlichkeit
zugänglich zu machen. Nachdem noch die vorgelegten Sta¬
tuten mit einer kleinen Aenderung genehmigt werden, wird
P i n k u s, Heidelberg, zum Vorsitzenden, S e l i g m a n n,
Frankfurt, zum Stellvertreter gewählt. Das '-chriftführeramt
verbleibt bei Friedmann, Frankfurt. Die nächste Ver¬
sammlung soll voraussichtlich in Mainz stattsinden. Nach
Schluß der Sitzung folgt noch ein langes gemütliches Bei¬
sammensein.
Vom 9. Verbandslage
der jüdischen Lehrervereine in München
Von Lehrer M. Abraham, Berlin.
Zum ersten Male seit seinem 31jährigen Bestehen hat
der Reichsverband, der bisher den Namen Verband der jüdi¬
schen Lehrervereine im Deutschen Reiche geführt hat, seine Ta¬
gung in Süddeutschland abgehalten. Es darf gesagt werden,
daß diese Tagung sich nach äußerem Verlauf und innerem
Gehalt der besten ihrer Vorgängerinnen an die Seite
stellen darf.
Der Begrüßungsa-end.
Es war geplant und kundgegeben worden, diesmal den
Begrüßungsabend anders als fönst zu gestalten, und zwar
nach kurzen Begrüßungsworten durch einen Vortrag über
das eine der beiden Hauptthemen sogleich zur Sache zu schrei¬
ten. Lokalkomitee und Verbandsleitung hatten jedoch die Rech¬
nung ohne den Wirt — aber auch ohne die Gäste — gemacht.
Tenn die gastgebenden Organisationen: der Verband bayeri¬
scher israelitischer Gemeinden, die Israelitische Kultusgemeinde
in München und der Israelitische Lehrerverein für Bayern
wollten uns nicht mit ein paar Sätzen abspeisen, sondern
gaben chrer ersichtlich aufrichtigen und herzlichen Freude, die
Vertreter der Lehrerschaft von ganz Deutschland bei sich zu
sehen, eingehenden Ausdruck. Und in gleichem Sinne und
in gleicher Art entboten noch manche andere Organisationen
durch chre Repräsentanten ihr Willkommen und ihre Sym¬
pathie, so daß für den Bortrag kein Raum mehr blieb und
sogar einige Ansprachen noch auf den nächsten Tag verlegt
JHOfcti.mufiien.
Eingclciiet wurde der Abend durch die Wiedergabe des letzten
Teiles des 90 Psalms (Unsere Tage recht zählen ...) in der Bear¬
beitung von LelvandoivSki durch den Jüdischen Gesangverein von
München unter seincnr- Dirigenten Ziegler.
Den Reigen der Redner eröffnete Oberlehrer Dingfelder-
M ü n ch e n, der hervorragend bewährte Führer der jüdischen Lehrer¬
schaft in Bayern, der treue Freund und Wegbereiter des Reichsver-
banoeS in seinem heimatlichen Landesverein. Drei Gaben seien jedem
Amvescnden auf den Platz gelegt, eine jede von symbolischer Bedeu¬
tung: die der Tagung gewidmete reichhaltige Sondernummer der
Bayerischen Israelitischen Gcmcindezeitung, die 1. Nummer der neue¬
sten-Zeitschrift für die jüdische Jugend: Das Zelt und daS Chanukah-
Jn der Sondernummer zeige insbesondere der Artikel (Verband
und^memdebeamte) von Rechtsan^ lt
Oberlandesgerichtsrat Dr.
Verhältnisse der jüdischen Kultusbeamten geordnet seWr^HWWNWDUM
7 Jahre seiner Wirksamkeit konnten mit den 7 fruchtbaren JahM^UA>
verglichen werden, von denen der am letzten Sabbat verlesene Thora-
abschnitt spricht. Es darf erwartet werden, daß ihnen keine 7 mageren
Jahre folgen iverden, da ihnen 7 mal 7 Jahre der ärgsten Dürre
vorangegangen sind, vielmehr dürfe man die Hoffnung hegen, daß
das Saatgut des Rechts, wie es Neumeyer in seinem Verwaltungs¬
bezirk ausgestreut habe, exportiert und fruchtbringend hinausgetragen
werden werde weit über seine Grenzen.
Das „Zelt" möge sich als ein wahres Ohel moer, ein Zelt der
Sa...,»llu:g erweisen. Außer den 4 Baumeistern mußten wie bei oem
Stiftszelt der Mustre all und jeder freiwillige Gaben spenden, um
das Zelt schön und wohnlich zu machen zum Heile der Jugend.
Die 3. Gabe sei den Müttern in Israel gewidmet. Möge das
darin Erzählte kein Traum bleiben, sondern zur schönen Wirklichkeit
werden. Eine Wiedergeburt jüdisch-religiösen Wissens und Empfindens
müsse erstrebt werden und erfolgen, daß es stark und lebendig sei
wie „in jenen Tagen", bajjomim hoh.er.
Möge die Lehrerschaft Deutschlands aus München außer diesen
Gaben und außer andern erfreulichen Eindrücken des Ortes und der
Tagung die Ueberzeugung mitnehmen, daß, wie der Redner in der
heutigen Stunde die Erfüllung einer 30 jährigen Hoffnung sehe, so
die Bayern in allen Fragen des Lehrerstandes allezeit treu zu den
im Rcichsverbande vereinten Kollegen stehen.
Darauf sprach der Vorsitzende des Reichsverbandes, Mittel¬
schullehrer Stern-Berlin. Diese Tagung hat ihre Bedeutung schon
darin, daß sie die erste südlich des Mains nach Ueberwindung der
bis dahin entgegenstehenden Hemmungen sei. Sie finde außerdem in
dem schönen München statt, dieser Sehnsucht der Norddeutschen, in
München, das in seiner Mischung des Materiellen und Romantischen
einem jeden etwas gebe.
Der Redner dankt im Namen des Reichsverbandes den Organi¬
sationen, die ihre Anteilnahme an der Tagung durch Entsendung von
Vertretern und ihre werktätige Hilfe bekundet haben. Ec hebt be¬
sonders die Anwesenheit des Führers der bayerischen Gesamtlehrer¬
schaft, Oberlehrer Winkler-Augsburg, hervor. Er erblickt in dem
Erscheinen dieses Vertreters der Lehrerschaft die Anerkennung dafür,
daß der besondere, israelitische Lehrerverein infolge seiner speziellen
Ausgaben und Sorgen seine Berechtigung hat und keine Absplitte- !
rung von der allgemeinen deutschen Lehrerschaft bedeutet. |
Er begrüßt sodann den endlich ersolgten Anschluß Bayerns und s
der hessischen Konferenz an den Verband und die Wiederkehr des
Vereins in den Rabbinatsbezirken Emden-Oldenburg-Vremen.
Jetzt, nachdem die Behandlung der wirtschaftlichen Fragen zum
größten Teile in die Landesverbände verlegt sind, könne sich der
Lehrerverband noch mehr als bisher den ideellen Fragen zuwenden.
Und das sei dringend notwendig. Es handelt sich um Sein oder (
Nichtsein der jüdischen, des jüdischen Lehrerstandes, des deutschen
Judentums, welche alle drei auf Gedeih und Verderb miteinander
verbunden seien. Daher das eine Hauptthema der Tagung. Der
Gesichtskreis des Lehrers dürfe nicht von den Wänden der Schule
begrenzt sein. Er müsse auf das Leben ringsum schauen, er müsse
die werdende Zukunft beachten und gestalten helfen. Darum das
2. Hauptthema, die Frage der Jugendbewegung. Wir wissen: diese und
andere hohe Ziele werden nicht auf Tagungen erreicht, im engen
Kreise der Führer, sondern nur durch die treue, unablässige, kraft¬
volle Mitarbeit jedes Einzelnen.
In längerer, von hoher Wertschätzung des Lehrerstandes zeu¬
gender Rede legt nun Obcrlandesgerichtsrat Dr. Ncu -
meyer an 3 Erlebnissen dar, wie er selbst vor vielen Jahren von !
außen, von nichtjüdischer Seite, auf die beschämende Lage der jüdi¬
schen Beamten aufmerksam gemacht wurde und daraus den Entschluß !
gezogen habe, nach allen Kräften zu bessern. Der Lehrer habe
nach Pestalozzi eine hohe, aber schwere Ausgabe: den „ruhigen" I
Menschen zu bilden, den in sich ruhigen, ausgeglichenen, den Men¬
schen in seiner Ganzheit. Darum müsse er durch Sicherung seiner j
materiellen Lage in den Stand gesetzt werden, sich dieser Aufgabe
hingeben zu können. Möge auch der Zusammenschluß der deutschen
jüdischen Lehrerschaft als Vorbild wirken für einen zu gründenden,
für den so notwendigen Reichsverband der jüdischen Gemeinden. Was
er selbst dazu tun könne, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen,
soll geschehen.
Rabbiner Dr. Ba er wald-München, im Namen des all¬
gemeinen deutschen Rabbinerverbandes und des Rabbinats zu München,
begrüßt besonders die Absicht der Lehrerschaft, einen sozialen Ausschuß
innerhalb der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden zu bilden, ,
wie ihn der Rabbinerverband bereits mit gutem Nutzen geschaffen habe. j
Oberlehrer Winkler-Augsburg erklärt, daß es ihm
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