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«ag. soviel steht fest, daß uns niemand das Recht aus Staatsrecht der Republik). Er ist der anerkannte ״lea.
ttdfexe eigene Schule nehmen kann.
Da» Wunder aller Wunder scheint zu werden: die
Westjudenheit beginnt nun auch zu begreifen, daß e»
Mit der Lüge und geistigen Verkrüppelung nicht weiter
tzeht, auch sie besinnt sich eines besseren.
Und wenn der Jüdische Rationalrat, der diese Fra-
ge mit ziemlicher Sachlichkeit und würdigem Verstand-
«iS ohne Verkennung der Schwierigkeiten, letzten» be.
handelt hat, das auszuführen vermag, was er sich vorge-
nommen, so wird er viel zur Erhaltung des Judentums
getan haben.
Jüdischer Nationalrat in Prag.
In der Präsidialsitzung des Jüdischen Nationalra-
teS am Dienstag, den 8. April, gelangten zuerst die
Berichte der Vertreter der Prager Jüdischen National
rates bei der Pariser Nationalratskonferenz zur Ver-
lesung. Es liegen ferner Pariser Telegramme der De-
legierten vor. Dr. Hugo Bergmann berichtet in ei-
nem Schn iben vom 30. März, daß in Prag am 3. April
eintraf, daß die Konferenz der Nationalräte eröffnet sei
und in Permanenz tage. Es sind bisher vertreten: Nutz
land (durch Nosoff), Ukraine (Ussischkin-, Palästina
Wellin, Eisenberg, WilkanSki), Polen (Thon, Levite,
Braude), Galizien (Ringel, Reich, Tennenbaum), Ame
rika lJ. W. Mack, Louis Marshall, Harry Cutler, 8a
seph Barondetz, D. B. Leventhal, M. Winchewsky, Dr.
N. Syrkin, B. G. Richards), Italien (Vertreter der Ver
einigten jüdischen Gemeinden Prof. Colombo), Salo
niki (Florentin), Rumänien (Schein, Schächter): —
tsch^choslovakische Republik (Dr. Hugo
Bergmann, Norbert Adler). Die ersten Verhandlungen
galten hauptsächlich der Mitarbeit der anderen großen
jüdischen Organisationen, des englischen Board of de-
puties, der Alliance und anderen. In einem zweiten
Schreiben Dr. Bergmanns vom gleichen Tage heißt cs:
(Nebersetz. aus dem Französischen): »Die größte und
angenehmste Ueberraschung für uns tschechoslovakisthe
Delegierte war, daß die Friedensdelegation des ameri-
kanisch-jüdischen Kongresses mit uns zusammenarbeitei
und ihre Aufgabe nur in dieser Zusammenarbeit zu se-
hen scheint. Ich habe die Namen der Delegierten be-
reits telegraphiert, aber ich will sie noch einmal mit
einigen Bemerkungen über die einzelnen Persönlichkei-
ten wiederholen. Der Präsident der amerikanischen De-
legation (der ״Chairman") ist der Richter I. W. Mack.
Er ist auch der Vorsitzende unserer Konferenz, ein
glänzender Präsident, der alle notwendigen Sprachen
spricht und ein sehr guter und radikaler Jude ist. Er ist
Richter in dem »United stateS district court", einem
Gerichtshof für verwickelte Fälle. Man erkennt das auch
an der Art, wie er den Vorsitz führt. Der bekannteste
Amerikaner unter den Delegierten ist Mr. Louis Mar-
shall. Marshall nimmt eine sehr hohe Stellung in der
republikanischen Partei ein, er ist einer der hervorra-
gendsten Politiker in Amerika, der schon vielen politi-
schen Unternehmungen eine Rolle gespielt hat. Er ist
einer der bedeutendsten Advokaten und besonders ein
Sachverständiger in dem »constitutional law" (dem
;em, unvergänglichem Throne saß Gott, umgeben von
einen obersten Engeln.
Und es sprach Gott: »Das Volk, welches' ich mir
wn allen Völkern erkoren, schreit zu mir. Ich will es
ms der Hand seiner Verfolger befreien."
Michael, Rafael und Gabriel, die edelsten der En-
!el, baten und sprachen: »Tue also, Herr aller Welt."
Doch der abgefallene Samael trat hervor. «Habe
ein Erbarmen", so rief der Feind der Menschen, ȟbe
eine Milde. Gedenke der Sünden, die dieses Volk in
Nizrajim begangen, gedenke all des Bösen, was es ge-
an, der Verderbtheit, des Abfalles von Dir, der Irr-
ümer und Fehler. Versunken war es im Pfuhl des
!asters, Neid und Mißgunst waren die Triebfedern
lller seiner Handlungen, immer weiter entfernte es sich
>om Pfade der Tugend, jede bessere Regung war ge-
oichen von diesen vom Sklavengeist beherrschten Men-
chen. Ausgestoßen ist es aus der Mitte der übrigen
Söller, es lebt nur zum Gespött und zum Hohne! —
Sötte der Rache! ahnde die Schuld und die Verirrun-
len dieser so tief Gesunkenen, verderbe sie, lasse sie
mtergehen, ausgelöscht seien sie aus Deinem Buche,
»ernichte sie, vernichte sie für immer!"
Fürchterlich klang die entsetzliche Anklage, selbst die
ichten Engel erbebten und blickten zagend auf den
lllerhöchsten.
Aber die Stimme Gottes erhob sich und Er sprach:
Höre, Du Ankläger meines Volkes: Als die Söhne (
aeineS Lieblings Jakob in das Land Pharaos kamen,,
oaren sie freie, unabhängige Männer. Voll Kraft und
Stärke, mutig, stolz, beherzt. Jeder von ihnen ein Fürst ^
der" des amerikanischen' Judentums. Bei der Konferenz
hier richtet er sein Augenmerk auf eine Zusammenar-
beit aller jüdischen Organisationen. Er ist ein glänzen-
der Redner von außerordentlicher UeberzeugungSkraft,
auch wenn er in beschranktem Kreise spricht. Colonel
Harry Cutler, das dritte Mitglied der Delegation, ist
Soldat. Er stammt aus Providence und nimmt im po-
litischen Leben eine sehr hohe Stellung ein. Er ist der
Leiter des »Jewish welfare board", das ist ein Fond
für die eingerückten Juden in Amerika, ein großes
Unternehmen, das mehrere Hunderte Angestellte in
Amerika und Frankreich beschäftigt. Mr. Joseph Ba-
rondeß ist einer der populärsten Männer bei den jüdi-
schen Massen. Er zieht cs vor jiddisch zu sprechen, weil
er beim Jiddischsprechen seinen ganzen Humor und
feine tiefe Kenntnis der hebräischen Tradition entfalten
kann. Er spricht auch perfekt hebräisch. Barons ז •
bei dem Festbankett, das zu Ehren des Präsidenten
Masaryk in Amerika veranstaltet wurde, als Masarhk
noch vor dem Kriege Amerika besuchte, den Vorsitz ge-
führt. Der Delegation gehören ferner an der Rabbiner
L. B. Lewenthal aus Philadelphia, Dr. Nahum Syrkin,
der berühmte fozialistisch.jüdifche Führer und Leopold
Benedict, der unter dem Namen M. Winchewsky in der
jiddischen Literatur als Dichter sehr bekannt ist und
dessen Lieder unter dem Volke sehr verbreitet sind. Der
Sekretär der amerikanischen Delegation ist B. G. Ri-
chards, ein junger zionistischer Journalist, der einen
Band Essays geschrieben hat und dessen Artikel häufig
im ״ Globe" und in der ״ Tribüne" in Newyork ver-
öffentlicht werden.
Die Konferenz hat eine politische Kommission un-
ter dem Vorsitz Sokolows, eine Kommission zur Ent-
schädigung der Kriegs- und Pogromopfer (Präsident
Marshall), für die Presse (Dr. Reich), für Ausarbeitung
eines Memorandums (Motzkin) eingesetzt. General-
sekretär ist Leon Motzkin, der mit Rosoff die zionistische
Organisation bei der Konferenz vertritt.
Einem Schreiben des Delegierten Herrn Norbert
Adler vom 4. April (eingetroffen am 6. April) ist zu
entuclm.n, daß unsere Delegierten bereits zahlreiche
Ve ׳ .bandl ׳׳ naen, insbesondere mit den Mitgliedern der
a'.nerikanischen Delegation, vor allem mit Marshall
und dichter Mack und auch mit hervorragenden nicht-
jüdischen Politikern geführt haben. Ueber diese Ver-
Handlungen kann vorläufig nichts verlautbart werden.
Die Konferenz hat sich unter dem Namen ״ Comitee
pour les droits des Juifs" konstituiert und faßte den
Beschluß, von ihrer Konstituierung der Friedenskonfe-
renz Mitteilung zu machen. Die Delegation des ameri-
konisch jüdischen Kongresses wurde vom amerikanischen
Staatssekretär Robert Lau sing in Gegenwart des
militärischen Delegierten Amerikas bei der Friedens-
konferenz General B l i ß empfangen und erklärte, daß
sie sowohl was Palästina wie die Minoritäts-
rechte der osteuropäischen Juden anlangt auf demsel-
ben Standpunkte stehe wie die zionistische Organisation.
Das ״ Comitee pour les droits des Juifs" verhandelt
mit den großen westeuropäischen jüdischen Organisatio-
nen zwecks eines gemeinsamen Vorgehens und arbeitet
ein Memorandum über die nationalen Forderungen der
Juden (Schuh -er Minoritäten) aus, welches der Frie-
denskonferenz vorgelegt werden soll.
ES wird ferner, mitgeteilt, daß sich der Rational.,
rat mit seinen Delegierten in Pari» in Verbindung be-
findet und ihnen Informationen zugehen läßt.
In der Angelegenheit der Rückkehr -er palästinen-
fischen Flüchtlinge gelangt ein Schreiben des Sekretärs
der englischen Gesandschaft Mr. Robert F. UoU ng
zur Verlesung, nach welchem dieser Angelegenheit sorg,
fältiges Interesse zugewendet wird.
In Angelegenheit der Entschädigung der Pogrom«
opfer in Holleschau hat der Jüdische Nationalrat mehr-
fach interveniert, Es dürften "Noch weitere Schritte er-
folgen.
Präsident Dr. S i n g e B erstattet ferner einen
ve^raulichen Bericht über einen Empfang des Präsi-
diMns des Nationalrates beim Minister des Innern
S ch v e h l a und bei hervorragenden politischen Per.
sönlichkeiten. Dr. Singer spricht sich über den Erfolg
dieser Unterredungen sehr befriedigt aus.
Herr Busch ersucht um Absolutorium für die
Kommission für Soldatenfürsorge, das auch mit einer
Dankeskundgebung erteilt wird.
Es gelangen hierauf,verschiedene politische Fra-
gen, von denen sich einzelne auch auf die bevorstehen-
den Gemeinderatswahlen beziehen, zur eingehendsten
Erörterung. Beginn der Sitzung 6 Uhr, Schluß 10 Uhr
abends.
Presse-Schau.
seines Stammes. Sie waren mein Eigentum schon
damals. Ich liebte sie, wie der Vater den Erstgebore-
nen. — Aus den Söhnen und Enkeln jener freien
Männer wurden Knechte, wurden Sklaven. Ihre Her-
ren wurden ihre Peiniger, sie entzogen ihnen alle Men-
schenrechte, sie achteten, sie gleich dem Getier des Feldes,
sie lechzten nach ihrem Blute und sogen ihnen das
Mark aus. Ich hörte ihr Wehqeschrei, ihre bitteren
Klagen, ich sah ihr verzweifeltes Ringen und Kämpfen
nach der Befreiung.-Und nun kommst Du, An-
klüger meiner Kinder, und rufst: Groß ist ihre Schuld,
gesündigt haben sie und gefrevelt, irre sind sie gewor-
den an meiner väterlichen Huld und Güte! Können
die, die im nächtlichen Dunkel sitzen, die blind Gebo-
renen, die nie das Licht geschaut, den Glanz der Sonne
ahnen? Kann der elende, zertretene Wurm sich gleich
dem Adler Hinaufschwingen zur Höhe, können die in
Sklavenketten Schmachtenden das Hallelujah meiner
Engel singen!"
Und die Stimme Gottes fuhr fort: »Warst Du es
doch, Du, immer Ankläger, nie Verteidiger, der, als
ich ihn fragte: »Wo kommst Du her?" antwortete:
»Vom Streifen durch die Erde und von der Wände-
rung durch sie." Und ich darauf: »Hast Du acht gehabt
auf meinen Knecht Hiob? Keiner ist auf Erden wie er.
unschuldig und redlich, gottesfürchtig, und das Böse
meidend." Da sprachest Du: ״Strecke nur Deine Hand
über ihn aus, ob er Dir nicht ins Angesicht entsagen
wird." — ״Und ich tat also. Ich nahm ihm das Seine.
Seine Söhne und Töchter, seine Schafe und Kamele,
seine Rinder und Eselinnen. Denn ich hatte den Mann
Welch schöne Früchte das ungarische AssimilationS-
judentum trägt, weiß uns die Wiener jiddische Mor-
genpost zu erzählen:
״Ungarn ist ein Land, wo die Taufe en gro» be-
trieben wird. Verschiedenerlei Täuflinge gibt eS da:
Schuster, Schneider, Dokwren, Minister, Barone usw.
Der einstige Honvedminister und spätere Chef des
österr.-ung. Heerergänzungswesens Baron Hasa wax
in seinen Jugendjahren ein einfacher Kohn; der Ex-
Handelsminister Sterni, einer der besten ungarischen
Wirtschaftspolitiker, ein Mann mit einem ״jüdischen
Kopfe", hieß einstz bevor er sich magyarisieren Und tau-
fen ließ, Stern und ist Sohn eines Rabbiners; daS
gewesene ' Magnatenhausmitglied und" Präsident ' deS
Landesindustriellenverbandes Franz Chorin, der Ve-
reits als Christ geboren ist, ist, ein Enkel des »ungari-
schen Mendelsohn", des Reformrabbiners Aron Corni;
ein Sohn des bekannten Professors Bernhard Alexan-
der, der Präsident der Budapester Kultusgemeinde und
Weihnachtsleitartikler in einer Person ist, hat sich vor
kurzem getauft usw. usw." Wahrlich, die Urmagyaren
mosaischen Glaubens haben Grund entrüstet zu sein,
daß ihnen die Zionisten den Glauben verderben!
Der ״Berner Bund" berichtet über Vorträge, die
Oberrabbiner Dr. C h a j e s und Dr. Michael R t n -
gel in Bern hielten, folgendes:
groß gemacht vor allen Söhnen-des Morgenlandes, aber
bei all dem sündigte er nicht und ließ nichts Törichtes
aus gegen mich."-Und Du kamst wieder und reiz-
test mich wider meinen Knecht, der redlicher war als
alle Redlichen der Erde. Ich gab ihn in Deine Hand.
Du tatest ihm, als wäre er einer der Niederträchtigsten
gewesen. Du ängstigtes ihn mit allen Schrecknissen,
zerstörtest seinen Leib, machtest zum Elend seine Tage,
und zur Trauerklage wurde seine Zither und seine
' Flöte zu Jammertönen. Und Hiob, der reiner war als
alle Reinen der Erde, tat auf seinen Mund, um zu
hadern mit mir. In seinem Schmerze rief er: »Wis-
sent denn, daß Gott mir unrecht getan."-Und so
wie ich damals gesprochen: ״Niemand ist so aufrichtig
wie mein Knecht Hiob", und sein Ende segnete, mehr
als seinen Anfang, so will ich Dich, Ankläger meine»
Volkes, verwerfen und für sie streiten und sie bringen
in das Land, das ich ihren Vätern zugeschworen."
* • * *
Vor Pi Hachirot standen die Kinder Israels und
sahen voll Vertrauen auf MoseS, der ihnen zurief:
״Fürchtet nichts!"
Und der Ewige sprach zu Moses: »Erhebe Deinen
Stab und strecke Deine Hand aus gegen daS Meer
und spalte es."
Und die Kinder Israels gingen durch das Meer im
Trockenen, und das Wasser war ihnen ein Mauer zur
Rechten und zur Linken.