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einen Vorwurf zu macken, daß er sich, weil er
einig? Jdcön - die das Jubenthnm-auch hat-- und
ihm Men Ansagen, äÜfnähin, ein^ jMWer?ümnt?''
' ' - Mehrei-e ^ jüdischgeSv^esse"" JMviduen^ie-
Linder"bes Eages? dem Zertgeiste frvhnend, langst'
alles Jüdische äe Kiew antiqnirt, die Lehre dem
Leben geopfert haben, und so denkend wie hau de lud
feit Jahren anßerhalb'des'geoffenbarrcn Jnventhums
stehen, besaßen Math und Redlichkeit geüüi;/ diesen
ihren Standpünct öffentlich zu bMennefi?nnh'Gleich¬
gesinnte zu Sehnlichem äufzufoiDerÄ!''' Wer sich auf
diesem Standpunkte befindet, sage Juden und Ju¬
denthum Valet, und werde Genosse des Reförm-
Dereins. ^ .. .. > -
Als dieser Hauptpartei haben wir die
Rabbiner - Versammlung zu zeichnen.? Wok'wäre
eine Special - Charakteristik der Theilnehiner an
derselben geeignet, ein helleres Licht über die ganze
Richtung zu verbreiten; meine Lese? müssen aber,
auf diese verzichten) weil auch Schreiber dieses
nichts Näheres von diesen Herren weiß, als was
ohnehin durch öffentliche Blätter von ihnen bekannt
ist; und was zum allgemeinen Resultate führt:
daß diese Herren die Fortbildung, des JudenthumS,
der sie kräftig das Wort reden, an sich selbst be¬
wahrheiten. So z. B. sahen wir G. vor einigen
Jahren sich ungemein gebehrden, als? er bei der
Sabbathpfeife ertappt wurde- und dieDFacta hart¬
näckig leugnen, mit Eckat den Verdacht' znrückwei-
sen, was er heut zu' Tage, nach einigen Jahren
der Fortbildung gar nicht nöthig hätte/ da er jetzt
selbst schwarz auf weiß bewiesen, daß nur eine ge¬
werbliche oder anstrengende Thätigkert am Sabbalh
verboten sei- folglich ein' Pfeifchen ' rauchen, das
beides n ich r ist, wird am Sabbath nichts nur keine
sondern?' da dies zurrt Genüsse und zur Er-
götzlichkeit gehört, nach der geifirerchen Bemerkung-
seines Collegsn H? von noch eine
sein. So sahen wir vor einigen Jahren PH.
ungeheuer toben und wüthen gegen den damals
kaum projectirten Frankfurter Reform-Verein/ und
aus religiösem Eifer nicht ruhen- bis er zu Grabe
getragen wurde; als dieser aber nach kurzer Frist
in derselben Gestalt, nur unter glücklichen Auspicien
in Berlin seine Auferstehung feierte, war derselbe
PH. sein eifrigster Lobhudler und Fürsprecher, bis
er sich endlich persönlich bei demselben betheiligte.
Dies alles geschah gewiß nicht, weil dem Berliner
Refontt-Vcrekn-eine- günstigere ^Prognose' akscher
Ftänkfurtör ' ru^Theil Mrde? - sonderss ei'lljsg und
allein /'wbif das Hüdent'hünr üliö' mrL-ihÄt'Hew-'PH?
iN'''Lteseit^Aeit''-Rwfenschnkte''in' der Fortbildung
gemacht. Und wenn 'noch Ätze geräümr'Abit'gtttchett
Schritt mit^ der letztverflössenen iw der Fortbildung
hält, ist's wahrlich nicht äszufehen, wo diese zuletzt
hnrreicheti' wrtd. ' Vr. "H. erklärt sich vor noch
gar' nick? länger Jeit^ als lauf dem' talmüdifchen
Ständpuncte -sich befindend, Und heute als -Mitte--
daeteur des nenen Talmuds, verwirft er den alten
mit Srnmpf und Stiel? PH? könnte es noch vor
nicht geraumer Zeit einem provisorischen Rabbinen
nicht verzeihen, daß er sich Heransnahm, der sckul-
befüchenden Jugend das Schreiben am Säbbath
zü erlauben, und heute bezeichnet er die ganze Ca-
fmstik als mchk zum Judenthume gehörend, u. f.
w. — Es ist erstaunlich, wie sich das Judenthmn
unter der schaffenden Hand dieser Männer fort-
und ümgebildet hat.
(Fortsetzung folgt.>
Cür Hofjude.
(Nach Daten aus. Duclos' Geschichte, der Regentschaft.)
(Fortsetzung)
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Ein gefährliches Proseet.
Nach langer Wanderung durch.die vielfach verschlungenen,
unheimlich Lüstern Gaffe» des nächtlich stillen Paris langte
endlich Esquiroz mit seinem räthselhasten Begleiter. der wäh¬
rend der ganzen Zeit kein Wort mit ihm gewechselt, vor einem
alten gothischen Gebäude, der rus. Vielem»«, an dessen fest
verschlessene Thür erst, auf ein dreimaliges Klopsen des llnbe-
kanntep von eimm asten Dicnergeösin?twurve. . Dieser leuch»:
tetq.den beideg Ankpmmlingen eine steile Wiuvelrxsppe hinauf,
der Esquiroz manches bekannte Gesicht gewahrte, doch noch weit
mehr Unbekannte, kräftige Gestalten mit gebräunten Gesichtern,
denen sich trotzige Entschlossenheit und wilde Thatkraft bekun¬
deten. Die zahlreiches Wappen, die auf den Aermsln der Ge¬
wänder eingestickt waren, zeigten, dem Kundigen Abkömmlinge
der Bretagne, einer Provinz, die von jeher durch starre Oppo¬
sition gegen den Thron und eifrige Wahrung ihrer Adelspnvi-
legien sich ausgezeichnet hatte. Eine Zeitlang stand Eöquiroz
allein da, indem sein Begleiter zu einer Gruppe in der Mitte