Seite
»M 44«
lq«>. - DicsrrxdurD, MeuzWeb«r ,mdMre>, Inhalt
merkwürdige« Petition entheben wir folgende Stel¬
len: „Nur Flachheit und Jndifferentismus, fälsch¬
lich Liberalismus genannt, könnte hierin Rückschritt
und Unduldsamkeit sehen. Ein wahrer Fort¬
schritt unserer Zeit b e steh t. v ieftm ehr
in der Wiedergeltend ma ch u « g. ^ d ei s
confcssionellen Bewußtseins. Die
höchste Tugend einer Bürgerschaft und eines Volkes
ist Gemeingeist;^ dieser kann aber nur recht.stark
sein auf dem Grunde Eines Glaubens und Eines
sittlichen Geistes. Basel durfte sich bisher eines
schönen GemcingcisteS rühmen, weil dessen Bürger¬
schaft durch das Band desselben Glaubens verbun¬
den war. Als Diener des göttlichen Wortes Md
kraft meiner wohlbegründeren U cherzeu signg lege ich
Hvchdenselben die Pflicht ans Herz.- - diese köstliche
Erbschaft dem künftigen Geschlechte zu bewahren."
leidenden wurdebnsder Straße »ufgefangen- und
sollten, sich augenblicklich die Zähne ausreißen lassen.
Die Erschrockenen hielten den grausamen Scherz für
Ernst und brachten es durch Bitten dahin daß die
Polizei sich zufrieden erklärte, wenn sie ohne Säu¬
men^ Bart und Locken zum Sühnopfer brächten,
was.denn auch sofort geschah. (Schl. Ztg.)
^ N I ;
London. Unter den in jüngster Hofzeitung
erschienenen Ernennungen und Beförderungen
findet sich auch die des Sir Anthony Rothschild zum
Baronet des vereinigten Königreichs mit der Be¬
stimmung der Fortvererbung dieses Titels aufdie
Kchdexf seines Bruders Sir Lionel Rothschild.
Polen.
Warschau, d. 8. Dccbr. Bekanntlich haben
die frommen Juden allerlei angewandt, um ihre
Bärte und Haarlocken zu erhalten, aber das strenge
Regiment unserer Polizei vereitelte alle Pläne. Da
fielen mehrere auf den Gedanken, ein permanentes
Zahnleidcn zu simuliren und Bart und Locken auf
der Straße unter ein dickes Tuch zu verbergen, und
zu verhehlen, und sie bei verschlossenen Tbüren und
in der Synagoge in voller Pracht wieder hängen
zu lassen. Aber auch dieses unschuldige Vergnügen
wurde der Polizei verrathen und die armen Zahu^
Altona. Der hiesige Lern- und Conversa-
tionsverein ist, nachdem die Zahl der Theilnehmer
bereits auf mehr, denn 80, gestiegen, dieser Tage
eröffnet worden. Es werden für's Erste erklärt:
Von Herrn Oberrabbiner Ettlingec nzid!;
von dem Herrn Klausrabbiner und Gerichts-Assessor
I. Ä. Cohn "t-; von dem Nedactcur dieser
Blatter Die Conversalion bewegt sich im
Kreise der gemächlichsten Unterhaltung, und ist nur
zu wünschen, daß das so gottgefällige, wahrhaft
segensreiche Unternehmen in dem Maaße fortbeste-
hen und blühen möge, als es unter glücklichen
Anspielen begonnen.
Die Verlags-Buchhandlung dieser Blätter, so wie die betreffenden wohllöblichen Ober-Post- und
Post - Ämter ersuchen, die Bestellungen auf das nächst beginnende Semester so frühzeitig zu machen, daß
deren Aufgabe noch vor Januar 1847 erfolgen kann, indem spätere Nachbestellungen, nicht immer ganz
und prompt ausgeführt werden können. Die Redaktion erläßt die üblichen Anpreisungen und Lockspeisen
da sie und ihr Publikum viel zu innig verbunden und vertrauet mit einander sind, um zu solchen äußeren
Mitteln sich genöthigt zu sehen. '
Briefwechsel.
" - 7 :Der.,erwähnte -WißKaild soll, nächstens 'berührt, 'werden. Fernere Mitthellungen unfraucirt- — Z. C. aus
U in. U- Wir ehren Ihren Willen; doch ist das G.sagte zu allgemein, ;n oft schon gesagt worden, als daß es von Wirkung
sein tonnle. Sonst gerne-