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ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDEIITUMS.
Redaktion u. Administration jWiett, II., Leopolds-
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׳ Wian-Braiiaiawa, 1. Jänner19s : 6 . י -ב*ה וינה־פרעססבורג פץ טבת תיפ*ו
12. Jahrg.
Chronik der Woche.
Die Einwanderung in Palästina im November. Im
Monat November !sind nach vorläufigen Berechnungen
2760 Einwanderer nach Palästina gekommen. ■ Allein aaii
Polen wanderten im ■November ,1050 Juden ■ein., • •. '•
Grosse Begeisterung infolge der Entscheidung des
Völkerbundes. W i ׳e n. (1AJ1RB.) Die EnlsoKeiidung-des;VÖl- ■
kerbundes in der Angelegenheit des pa'läsfcinensisclieh'Ge-
nk\inideges׳etzes zugunsten der Orthodoxie hat .in aller Welt,
unter den orthodoxen Massen grosse Begeisterung hervor-
gerufen. Das Zentralbureau: der Agudas Jisroel in Wien
erhielt in den letzten] Tagen zahlreiche telegraphische
Glückwünsche. Mit. besonderer Begeisterung: hat die .
Aguda-Jugend die • Nachricht der Völkerbunderttscheidung
aufgenommen.. Sowohl in Ost als auch in West veranstal-
,fce.te die Jugend stürmische Kundgebungen für den Völker-
buhd•״ und die Mandatarmaoht. Aus den uns zitgekorrimenen
b zahlreichen Berichferi veräffentlibhen wir einige: 41׳ ;er u-
s a lern (AJ1PB.) Eine dreifache Feier .feierte ■die thora-
treue Judeniheit. Palästinas in 1 den Ghanukatagen; In 'den
Tagen, in denen das Judentum seit über zweitausend Jah-
Iren'■:־>ä>l!efV־B öfreiüiis ■ : des׳ wahren jüdischen Geistes yom hei-
lenistischen Joche feiert, hatten wir die grosse ׳Genugtuung,'
feststellen zu :können, • dass die palästinensische, Ortho-
doxie .diesmaTider. Weisung der,: rablbinlschen^AhtJorLtäten
״ geschlossen . Folge geleistet uri׳ ! d sich bei der Wahl zur
״Aäsofath Hahiwcharim‘‘ nicht ? beteiligt u ha0 r Grösse Be-
geisterung'•hat aber die in den ersten׳ Chanuikata.gen .be-
kanntgewondene Entscheidung des VöMcerlbundes, welche
uns ' Gewissensfreiheit verbürgt, heriyorgerufen. — N e w
Y orik. (.A ; J׳RB.) Die Entscheidung des׳ Völkerbundes zu-
gunsten der Gewissensfreiheit def palästiriens'ischen Ortho-
׳ doxie wunde, von den., hiesigen •örtho'do^en•׳ Kreisen ;mit
grosser Genugtuung und Freude ״ ausgenommen. ־ ‘Die • ge- .
ft oh־ mit. dieser Entscheidung;. — WÜen. (AJ1P1B.) Die •
Agüda-ijugendoriganisationen der verschiedenen'Bezirke
feierten vergangenen Samstag den grossen Sieg in Genf.
In öffentlichen. Kundgebungen würdigten ■prominente Per-
sönlichlkeiten' die Bedeutung des Sieges. —: B r a ti s l a v a.
(AJPB.) Vergangenen ־ Samstag fand hier anlässlich der
Entsoheidung des Völkerbundes zugunsten der asohlkenasi-
sehen Gemeinschaft in Palästina eine Feier statt, bei w׳el-
eher auch Oberrabbiner Aikiba Schreiber, anwesend war.
Öberrab'biner Schreiber, der diesen Kampf mit •dem seiner-
zeit ziwisohen der ungarischen Orthodoxie und Neologie
geführten Ka'mpf verglich, führte aus, dass dieser Sieg
zeigt, dass, wo und wann auch immer ein Kampf für die
Thaüro hakedauscho geführt wird, die Thoratreuen si׳eg-
reich aus dem Kampf hervorgehen.
.Gescheiterte zionistische Versuche, den Völkerbund
umzustimmen■ New York. (AJ.PlB.) Die Berichte der
״Jüdischen Telegraphenagentur“ vom 8. Dezember haben
aus Genf auch folgendes gemeldet: ,,Die zionistische Or J
ganisation, welche zurzeit keine Hoffnung hat, die Forde-
rüngen der Agudas Jisroel beim Völ'kenbund zunichte zu
machen, •unternimmt Versuche- die Behandlung der Peti-
tiön zumindest zu verschieben.“ Zu dieser . Nachricht■
nimmt das orthodoxe Tagblatt ״Das jüdische Licht“ vom
10. Dezember folgend Stellung: ,Der Völkerbund ist ge-
neigt, der Forderung der Agudas Jisroel in Sacihen des
palästinensischen Geimeindegesetzentwurfes naohizügeben.
Die zionistische Organisation, welche bis jetzt versucht
hat, •die Aguda in diesem Punkte zu bekämpfen, bemüht
sich jetzt, sehr, zumindest die Behandlung der Aguäa-Pe-
•tition von dieser Session verschieben zu lassen. Würde in
ingend einer Sache die Situation umgekehrt sein; dann
wäre schon unsere Presse im höchsten Masse, ■erregt. Ver-
rat, Schande usw. Aber wenn dies von zionistischer Seite
geschieht, dann herrscht tiefste Stille. Ja, die jüdischen
Zeitungen halben überhaupt die ganze Angelegenheit ver-
schwiegen und dieser Teil des ITA-Telegrammes fand mit
geringen Ausnahmen überhaupt keine Aufnahme. Tatsache
ist es aber, dass die zionistlschle Organisation die Aguda
offen wie im geheimen beikämpft. Sowohl beim Völkerbund
wie bei der englischen Mandatarmacht. Nur mlit dem ge-
w׳a׳ltigen Einfluss der zionistenfreun'dlichen Presse gelingt
es ihr, ihre Fehler zu v.erschwieligen. Interessant ist ferner
die Tatsache, dass die zionistische Organisation die Aguda
auch in religiösen Angelegenheiten bekämpft und dass der
Völkerbund, geleitet von religiöser Toleranz, der Aguda
Gerechtigkeit widerfahren .lässt. Nichtjuden halben also
mehr Respekt vor der jüdischen Religion in Enez Jisroel
als die zionistische Organisation. Man kann beim Völker-
bund eher etwas für die Religion erreichen als bei den
Zionisten. Ja, die hüben noch versucht, die, Nichtjuden zu
verhindern, dass sie , der jüdischen Religion ;.gegenüber,
tolerant siind. Dies ist ein ־ Rekord, worauf die zionistischen
Bühner mit wenig: Stoiz bliökbri können“* * ; ‘
Die Wahlen zur ״ Asscfath Hanhvcharim“. J e r u-
s a 1 e m. ,.(AJPB.) ; DeL grosse^Sieg),• den ; ׳ Agudas *Jisroel; in
ihrer Arbeit gegen die Wahlbeteiligung zur ״ Assefath
Häni*wcHarith^v;{b1T.üngen- : ;hat1,'!.’:filrMet•' •sympathischen Wider■;
hall in :,allen 'Kreisender■Orthodoxie,'; sowohl ׳ ' in Erez Jis-
rael wie auch in A&erika. ״ DiÖ?;g:eschlossene. Stellungnahme.
: der Jerusalemer Orthodoxie 4hat einen besonlders: tiefen
Eindruck gemacht. Jetzt werden Einzelheiten bekannt,., die,
chara)kterist : isoh ‘für öen erbitterten Kampf sin'd, den' diC
Orthodoxie führen musste. ־ Greise, welche eine weltabge-
Wandte, *äskCtisühe Lebensweise führen, leisteten •in Jeru-
; säiem ;den: ganzen-Tag i ühetg^erfolgreichen. ׳ ;Widerstand.;
;.gegen die Attacke •der, schlagfertigen Fäuste der Chäluzim.
,,Es4gabvan rdiCsemv;.Tagey“ ;schreibt; ״ Kol Jisroel“, keine;
^Gemässigieriv ׳ m r 'Jefiusalem4Mamt;käm]pfte' mit äusserster
; Erbitterung, entweder. für; die Thora oder gegen• sie.“ Be-:
' zeichnend * ist,i dass. am Sabbat wor dem Wah Wag in keiner
r Synagöge eine ׳ Volksyersammlüng für, die - Wahlbeteiligung
abgehalten ' ׳ wnenden;;1 ‘׳ k ־ (M ׳ ht^ ׳ ; sö^f^/^wa^derYEli/dräiclc'• der,
::rabbinischen ׳ Entschördüng ״ י ^egem”däs; Fraüenwählrecliti
also gegen did ״ Betedligung ־״ ‘äh^dehr'Walrlem ״ Nicht' einmal
ein Wahllokal konnte ״ man4;,in , den' Vierteln' ״ ׳ Meah.
Schoarim“ ״ -״ Wittenlbergsiiedlung“ ־ und in ״ ■Nachlath Zion“
mieten. Man m.u'&ste in den Strassen 'die., Urnen .placiieren.
' Tatsache ist, ;*dass, ;: trotz derK^adetitehidemiZünahme' der■
jüdischen Bevölkerung in Jerusalem, diesmaL u!m . zwei-
■ tausend ^^ StimmenSweniger;, abgegeben,worden isind! -als ,vor ר
fünf JahrenitEa ^hdildiesiT'atäacbenpvör denen sicli-ähch
die ameriikanischeh jüdischen. Geltungen nicht;verschliessen
. .könhem Es;;b1eginrit a'üch'Jiei^ihiien; die Erkenntnis Platz zu:
^greifen, Vdiiss^did:; StelliingnahmeMWon-^^fer^hi“ ,4; gegen;
^ditfeidäVS^ v Entsch‘»idü'iigfc^ün§#ißwr"Wälbl^uischdf#Aütor.i^
täten, denen sich‘ auch: Oberrabbiner Kuk angeschlossen ׳
hat, mit der Orthodoxie nicht vereinbar ist.
Günstiger Fortgang der Arbeit Dr. Ehrmanns in
■Amerika. N- e w Y 0 r k. (.AJP1B.) Die; Aniwesenheit vap
Dr. Ehrmann!, Direktor der Palästinazentrale der Agudas
Jisroel, wird von !der gesamten amerikanischen Presse in
ausführlichen Artikeln begrüsst. Es ist bisher Herrn Doktor
Ehrmann gelungen, weite Kreise für d!ie wirtschaftlichen
Unternehimungien und kolonisatorische Arbeit 'der .,Palä-
stinazentrale zu interessieren.
Der Empfangsabend der ׳ Aguda-Jugendgruppe in
New York. Ne w. Y ׳ o.r!k. (AJ1P1B.) Am dritten Ghanuka-
Abend hat in der grossen Synagoge in der Norfolkstreet
ein von den Zeire Agudas •Jiisröel von New York veran-
stalteter Empfangsabend stattgefunden, .an. welchem zirka
2500 Personen teilgenommen halben. Die Männerabteilung
und Fraaiengallerie waren überfüllt. Rabbi •M. G. Wolk er-
öffnete, den Abend mit einer temperamentvollen Rede, in
welcher •er die Ziele und das Wesen der Aguda zeichnete.
Der würdige Raiw •der Gemeinde Riaiblbi Kahane sprach
hierauf über die Bedeutung des Chänukalichtes. Ihm folgte
die englische Rede des Rabbi Dr. Jung, der die Tätigkeit
> der Aguda besprach. Redakteur Hirsch ..sprach über die
Aufgaben der Orthodoxie in Amerika.. Nun ergriff Doktor
Ehrmann, stürmisch begrüsst, dais Wort, um seine Ein-
drücke und Tätigkeit in Erez Jisroel zu schildern. Eine
Fülle schöne Gedanken und Magidus wechselte die sach-
liehe Darstellung der Verhältnisse in Erez Jisroel ä!b und
riss das Publikum zu wiederholten Beifallsstürmen hin.
Als. erstes sichtbares Zeichen de ׳ s Eindruckes dieser Rede
überreichte der Präses der Jugendgruppe Mr• Fogel dem'
Dr. Ehrmann einen Scheck aüif 1000 Dollar für eine Kolonie
der Aguda in Brnek Jisroel. Die Kantoren Schorr und
Schromm verschönten die ungemein eindrucksvolle Feier
mit gesanglichen Vorträgen. Der Abenid darf als ein .grös-
ser Sieg der Agud ׳ a ־ Idee bezeichnet werden.
Bildung einer ׳ Palästinazentrale der Aguda ln
Amerika. New York. (AJ1BB.) Die Bildung eines Komi-
tees der Palästina-Zentrale in Amerika ist im Zuge. Pro-
minente Grosskaufleute, wie Joseph H. Cohen, William
Fischmann•, ,Henry D, Weill, Selig Sohwanzschild führen
die Angelegenheit unter Leitung des Dr. Ehrmann,
Empfang ,Im West-Side ״ Jewlsh Centre“. New
Y ork.■. (•AJiRB ׳ .) Am vierten Cbanuka-Aberid hat im ״ Je-
■wish Centre“ der 86. Strasse eine Soiree zu Ehren DOktor
Ehrmanns . % stattgefünden. Eine gewählte distinguierte Ge-
Seilschaft ,hörte, die Ausführungen und Anregungen des
Gastes .mit grossem Interesse an, nachdem Dr. Leo Jung
die Einleitungsreide gehalten hat.
׳ Im Jahre 5631- haben die gesetzgebenden Körperschaften
Ungarns den ־ Willen bekundet,, dass den Juden, die ganz im ; !
*Sinne der Thorcr Jhr. Gemeindeieben führen wollen, die Mög ך
lichkeit ■hierzu von .Staats .wegen gewährleistet werden ,solle./
Im Jahre 5682 hat eine Konferenz der Siegerstaaten•
beschlossen, -dass die Balfour-Erklärung die Grundlage des an 4 .
England in. bezug auf Palästina; zu erteilenden Mandates bilden , '
soll. In weiten Kreisen der Jüdenheit machte sich damals die ■:;.: ׳ ,;.,v
Meinung breit, dadurch wärer der.,. Anreiz gegeben, eine •von ״
dem Diktat der Religion befreite *Gemeinschaft der Juden aufzih •
'bauen. . ; 1 , ״
Im Jahre 5685 sprach •der Völkerbundsrat seine Genug-
tuuhg• ־ dahin aus; dass laut .der• Versicherung des beglaubigten
Vertreters von-: England im :■Zusammenhang ־ . mit den Be- - f
schwerden der• ׳ aschk^nasischen• ׳ ■Gemeinden in Jerusalem in
bezug: auf ־ die . ׳ Interpretation •des • zweiten Artikels des Man- . : >
dates seitens.. der.• Mandatarmacht nicht die Absichlt besfce ׳ ht t ■■;. ־ '
die Religions- *und: Gewissensfreiheit- irgend einer Gemeinde, ׳ .
zu• berühren, ... ׳ t •
Damit ist zunächst dem ersten :Stadium des energischen
Ringens um die’ Betätigung der, ׳ Thoratreue auf- heiligem Boden
'ein Abschluss gefunden. . . . ׳
• • Jeder •Leser, wird leicht erkennen, :dass zwischen.-den
drei obengenannten Ereignissen ' der Zusammenhang• einer
Kurve besteht. - , ' . -
Nur kleingeistige - und gewissenlose .,Demagogen haben ־
.-;-seit nynmehr-bO Jahren;die...Bedeutung,des^Ereignisses .vorn ■1871. ״ .
•in..• ein falsches , Licht gesetzt. Man Ihat nur aÜzuschneli .ver ׳-!י!‘•״" "־
gessen, dass vor dem Jahre 1871 die sogenann'te Reform sich
der Staatshilfe bedienen wollte, ׳ um die Thoratreue■, wie sie ־
sich in Ungarn in bezug auf die Lehre und das Leben nach
dem Gesetz. entwickelt hatte, zu unterdrücken.: Es gibt
schlechterdings auf dem ganzen Erdenrund keinen orühodoxen
Menschen, der !es nichlt aufs tiefste bedauert, dass es so
kommen . musste, Es gibt . wiederum keinen anständigen
Menschen. im anderen Lager, der nicht von wahrhaftiger
Achtung und tiefer Bewunderung für die Menschen, erfüllt ist,
die mit demselben Mut, mit dem ihre Ahnen den Sdheiter-
häufen bestiegen, ,weinenden Herzens das Martyrium auf sich
nahmen, die Scheidung zu vollziehen und die Betätigung des
religiösen Pflichtenlebens im engen Rahmen einer eigenen,
Gemeinde zu vollziehen. Die Schmach der bewussten Lüge '
ruiht auf all denen, welche dieses Heldentum mit dem Spott-
wort •des ״ Separatismus“ abtun zu müssen glauben. Wir be,-
haupten, dass diese Orithodoxie sich in bezug auf Liebe zum
gesamten Judentum iind je'detn einzelnen Individuum sich von
keinem übertreffen■ 'lässt. Die ;tiefe Trauer ob jeder Sabbat-
entweihung, das furchtbare Leid um die ׳ stetige Abnahme, •,des
Thorawissens sind beredte Zeugen für diese Behauptung. Die,
ersiten, die die schmale Bahn: der ;eigenen:.Gemeinde ־ betraten',
mögen sich in der Hoffnung i gewiegt !haben, dass vielleicht
etwas so 'Festgefügtes wie eine ־ nur. •der: ׳ .Religion geweihte
Gemeinschaft-beispielgebend- und: werbend auch .auf Anders■:,
denkende wirken müsse. • Vielleicht mag ; der : spätere. H!-
storiker einen Zusammenhang zwischen dieser Hoffnung ׳ lind
dem immerhin etwas erstarkten Konservativismus in der ge• ־
samten Jüdenheit konstruieren; beweisen lassen sich solche
Zusammenhänge nicht. Es kann ebenso sein,’ dass die fort-
schreitende Intelligenz die schale Inhaltslosigkeit der Reform
erkannt hat und dass die erschreckende Zunahme des totalen
Abfalles einen gewissen Halt gebot. •
Es ist nun ein furchtbares Zeichen,- dass man nach
beinahe 60 Jahren in Jerusalem um dasselbe ringen muss,
wie einst in Budapest. - - ! '■ ׳ - <־
Da trat, nun mit erschreckender Klarheit zutage,-was
das Gemeinsame י der dre i Ereignisse ist, welche wir ein-
leitend erwähnt• haben, In allen drei Fällen war es die Ein-
Die '. ־ jungen jüdischen Frauen
tragen jetzt mit Vorliebe
berühmte Bllhi-Parnnkfln
die ebenso geschmackvoll und vornehm, wie leicht im Tragen und Frisieren sind
Eine solche Bubi-Perücke kostet je nach Ausführung S ICO*— bis S 160.- ׳ -
Moderne Transformationen 'mit naturgetreuem Scheitel von S 60. ־־־
bis S 90.— . Transformationen ohne Scheitelstrich von S 50.—, bis S 70.—
Das Reinigen• Wasserfrisieren sowie Reparieren aller Perücken
wird übernommen und sorgfältigst ausgefühlt, auch dann, wenn diese nicht
, bei uns erzeugt worden sind
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Gegenüber dem Hotel ״ Bristol'* Telephon Nr. 51?3-62 •
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Wollen Sie gefälligst bei Bestellungen den Vornamen Othmar
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