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JÜDISCHE PRESSE
Nr. 47/48
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NACHRICHTEN.
Die Wiener Teilnehmer an der Tagung der Aguda-
Jugendorganisation in Frankfurt a. M., an der Zahl ungefähr
50, sind Mittwoch nachts von Wien abgercist. Der Wiener
Gruppe haben sich noch Delegationen aus Bratislava' und
Budapest angcschlossen.
Bericht Dr. Kohns vor dem Gesciiäftsfiilirenden Aus-
schuß. Samstag den 23. Kislew erstattete Rabbiner Dr. P.
K o 11 11 dem durch Vorstände der Wiener Ortsgruppe vcr-
stärkten Gcschäftsfiihrenden Ausschuß !in Wien über sein
Eindrücke und Wahrnehmungen in Erez Israel einen aus-
fiihrlichen Bericht. Auf Grund dieses Berichtes hat man
beschlossen, Dr. Kolm oder einen anderen Delegierten
neuerlich nach Erez Isroel zu entsenden, !um dort die Or-
ganisationsarbeiten fortzusetzen. Ferner haben alle An-
wesenden dem Wunsch Ausdruck gegeben, daß der
Tagungsort der zweiten K e 11 e s s i 0 G e d a u 1 0
ebenfalls Wien werde.
Chanukafeier in der israelitischen Versorgungsatistalt,
Wien. 1 Sonntag den 18. Dezember h J. fand in der isracliti-
sehen Vcrsorguiigs- !und Sicchenausta.lt, 9. Bcz., Seegasse 9,
anläßlich des Cliamikafestes eine Beteilung der Pfleglinge
, statt. Dank den Bemühungen des Obmannes 'Herrn Kultus-
rat David Do •h a n, Julius 1B e r g e r, Cafeticr >M ü 11 e r,
Fleischhauer Sieg. K 0 r !11 m e 111׳, S. 0 e s t e r r e i c h e r
und vieler anderer war es heuer möglich, den Insassen durch
Aufbringung vieler wertvoller Geschenke eine besondere
Freude zu ,bereiten. Nach der guten Jause und der erfolgten
Bescherung fand im ßctsaal ein Gottesdienst statt, welcher
houcr mit !Rücksicht auf das Ableben des Herrn Ober-
r.abibiner Dr. Chajes ohne Chorbcglcitung abgehalten wurde.
!Herr Rabbiner Dr. Schwarz richtete an die fast voll-
ständig erschienenen Insassen eine zu Herzen gehende, auf
das Fest bezugnehmende Ansprache. Das Amt des Vorbeters
übernahm in liebenswürdiger Weise Herr Kultusrat Jakob
{März. Ganz ,besonders geehrt wurde die Anstalt durch die
Anwesenheit des Herrn Präsidenten Generaloberstabsarzt
Professor Dr. Alois Pick, der es sich trotz der in den letzten
Tagen besonders anstrengenden Tätigkeit nicht nehmen •ließ,
dern Gottesdienst beizuwohnen. All d : e aite:׳ Frauen und
Männer, welche die Aridi'l .bewohnen, waren voll des Lobes
•und Dankes Kir Jas ihnen Gebotene.
AerztUche Nachricht. Primarius Dr. Hugo R 0 t h,
Operateur, Frauenarzt und Geburtshelfer, ordiniert von
nun an Bratislava, Donnergasse 14. Tel. 6^22.
Politisches und Wirtschaftliches aus Erez Israel.
Unter diesem Titel !hielt Rabbiner Dr. Pinchas iKoihn, der
Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses in Wien,
Donnerstag den 15. Dezember einen überaus interessanten
Vortrag, über welchen wir demnächst noch ausführlich be-
richten werden.
Tiferes Bachurlin. Sonntag den 1. Chanukaabend fand
im Turnsaal der Talmud-Thora-Sohiule das Bankett des Ti-
feres Bachurim zugunsten •der Wiener Kinder, die in aus-
wärtigen Jeschiwoth lernen, statt. Die überaus segensreiche
Wirksamkeit dieses Vereins, die rege für einen Nachwuchs
an Talmudbeflissenen, in unserer Gemeinde sorgt, fand be-
redten Ausdruck in .der überaus großen Beteiligung am
Bankett. Vizeobmann Josef Schick begrüßte in Vertretung
des auf einer Auslandsreise befindlichen Präsidenten Sala-
mo Schreiber die Erschienenen. Oberrabbiner Fürst spornte
in einer längeren Rede die Anwesenden zu kräftiger !Förde-
rung der Bestrebungen des Vereines an. Es sprachen außer-
dem die Herren Rabbiner Benedikt, !Blech, Fleischmann,
Friedmann und Schenk wie Herr Pappenheim und Dr. Jsi-
dor Reininger. Herr Lederer erzielte beim Versteigern des
Benschen 900 Schilling.
Elternabend. Der Bltemrat des Schulvereins
Talmud-Thora veranstaltete Samstag den 17. Dezember den
ersten ärztlichen Vortrag über Hygiene •des Schulkindes.
״Die überaus gut besuchte Versammlung wurde in Vertre-
tung von Dr. Josef B 0 n d i von Dr. Joel P o 11 a k eröffnet.
Nach der Begrüßung hielt Herr Dr. •Richard K a w e r einen
überaus instruktiven Vortrag über Krankheiten, auf die !man
speziell bei Schulkindern achten soll.
Große Rabbinerkonferenz in Krakau. (J. T. A.) Jn
Krakau fand am 16• Dezember eine Konferenz der Rabbiner
Galiziens statt, die dem Dekret des Ministerpräsidenten
Marschall Pilsudski über die Bildung jüdischer Gemeinden
galt. Mehr als 180 Rabbiner hatten sich 1 eingefunden. Zu
Ehren der Gäste waren die Gassen !in !der Gegend des Kon-
fererazhauses illuminiert. Ein Vertreter der Wojwodschaft
!begrüßte !die Konferenz. An den Präsidenten der Republik
Prof. Moscicki und an Marschall Pilsudski wurden Be-
grüßungstelegramme gesandt. Rabbi Halpern, der über das
Gemeindedekret referierte, führte aus, •in dem Bestehen
demokratisch organisierter Gemeinden sei eine Gefahr für
das religiöse Judentum zu erblicken. Er sprach sich auch
gegen die Schaffung eines religiösen Rates, wie er Im
Dekret vorgesehen !ist, !aus. Es wurde eine Resolution an-
genommen, in der die Regierung aufgefordert wird, die
Wahlen von Freidenkern als Mandatare jüdischer Gemein-
den rächt anzuerkennen. Ein anderer Beschluß forderte die
Eliminierung der !Bestimmungen über den religiösen׳ Rat
aus dem ׳Gemeindedekret. Es wurde eine Kommission ein-
gesetzt, der die Ausarbeitung von Vorschlägen über die
neue Form der Gemeinde, wie sie der Auffassung der Rab-
*biner entspricht, obliegen soll. Die Rabbinerkonferenz sprach
ihre Entrüstung über die Pogrome in Rumänien; und die
■Schändung jüdischer Heiligtümer aus.
Acht Kommunisten In Tel-Awiw verhaftet.
Um Zusammenhang mit den Vorkehrungen der Regie-
rung gegen •die Ausbreitung ׳der kommunistischen Propa-
ganda in Palästina wurden acht Kommunisten in Tel-Awiw
verhaftet. Von den in der letzten Zeit Verhafteten der
kommunistischen Propaganda verdächtigten Personen sind
.,mehrere des Landes verwiesen worden. Die Kommunisten-
jklubs wurden behördlich geschlossen.
Polizei gegen jüdische Streikposten in Petach Tikwah.
Zwanzig Verhaltungen, mehrere Verletzte.
Jerusalem, 18. Dezember. (J. T. A.) In Petach Tikwah,
wo gegenwärtig die Arbeiter in den Orangen-Plantagen ,
streiken, kam es m einem Zusammenstoß zwischen Polizei :
und den Streikenden. Jüdische Streikposte n wollten arabi- :
Das jüdische Kind in die jüd. Schule!
»
,Spendet reichlich für die Talmud-Thora^Yolhs׳
und Bürgerschule Wien, 11 ., Maizgane 16
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sehen Streikbrechern .den Zugang zu den Plantagen ver-
wehren. Heranrückende Polizei griff die jüdischen Streik-
Posten an und zerstreute sie. Zwanzig Streikende wurden
verhaftet. B,c,i dein Zusammenstoß wurden mehrere jüdische
Arbeiter verletzt.
Gerüchte, daß Dr. Weizmann die Führerschaft im
Zionismus niederlegen will, um Kanzler der hebräl-
sehen Universität zu werden.
London, 11. Dezember. (J. T. A.) Der Redakteur der
Wochenschrift ״Jewish World“ teilt mit: Aus glaubhafter
1 Quelle wird mir versichert, daß sich D 1 *. Weizmann mit der
Absicht trägt, den ihm gemachten Vorschlag, das Kanzler-
amt an der hebräischen Universität zu übernehmen, za ak-
zeptieren. Das würde natürlich seinen Rücktritt von der
Führerschaft der Zionistischen Weltorganisation voraus-
setzen. Er habe deshalb beschlossen, vor Beginn seiner
akademischen Wirksamkeit in Palästina die erweiterte
Jewish Agency •unter Dach zu bringen. Dies werde in nicht
allzuferner Zeit, jedenfalls vor dem nächsten Kongreß, der
Fall sein.
Die Palästina-Anleihe auf dem Londoner Markt auf-
gelegt und sofort voll gezeichnet. (J. T. A.) Die von der
Regierung Palästinas begebene und von der Regierung
Großbritanniens mit Billigung der Parlamente garantierte,
fünfprozentige Anleihe in Höhe von 4,500.000 Pfund (Netto-
Eingang 4,475.000 !Pfund, Uebernahmekurs 100,5 Prozent)
ist am 2. !Dezember auf dem !Londoner Markt aufgelegt und
sohwon um 11 Uhr 30 vormittag voll gezeichnet worden,
so daß um diesen •Zeitpunkt die Listen geschlossen werden
.konnten•.
Die Amortisationsdauer der Anleihe ist 1942 bis 1967.
Im Jahre 1967 muß die Bank von England •das vom briti-
sehen Schatzamt garantierte Anleihekapital zum Parikurs
(100 Prozent) rückzahlen, jedoch bleibt der Palästina-
regierung das Recht Vorbehalten, !die Anleihe schon vom
Jahre 1942 an jederzeit nach vorangegangener dreimonati-
ger !Kündigung zum Parikurs zu tilgen. Die Zinsen sind im
Mai und im November jedes Jahres zu zahlen. Da die An-
leihe dem Zeichner für eine Dauer von mindestens fünfzehn
Jahren eine fünfprozentige Verzinsung •garantiert, waren
die Aussichten ■der Anleihe in der City von vornherein als
sehr günstig beurteilt worden.
Von dem Ertrag der Anleihe sollen 1,640.000 Pfund
für den Bau von Eisenbahnen, 1,115.000 Pfund für Hafen-
arbeiten, 745.000 Pfund für andere konstruktive Arbeiten
in Palästina verwendet werden. Für die Erwerbung von
Eisenbahnen und anderen Aktiven der britischen Regierung
in Palästina ■sind 1,000.000 ׳Pfund serviert.
Erschreckende Statistik. Vom Matrikenamt der Wie-
ner israelitischen Kultusgemeinde wird mitgeteilt: Vom
18. September bis 19. November 1927, also innerhalb zweier
Monate, werden gezählt ' 203 jüdische Geburten, 387 jüdi-
sehe Tote, 240 Austritte aus dem Judentum. Die Verluste
betragen demnach das •Dreifache des natürlichen Zu-
wachses.
Der neue Gouverneur des Norddistriktes Palästinas.
(JTA.) (Mr. Ernest Frederic Cowell, früher Provinz-
kommissär im Nyassaland, wurde zum Gouverneur des
Norddistriktes Palästinas an Stelle des zur Leitung der
Landvermessungs'kommissiön !berufenen Gouverneur Abram-
son ernannt.
Die orthodoxen Kongregationen Amerikas für
Koschergesetze in den gesamten Vereinigten Staaten
sowie für Wahrung der jüdischen Tradition in
Palästina.
1 (J. T. A.) In der vor kurzem in New-York abgehal-
tenen Jahresversammlung der Union Orthodoxer Kongre-
gationen Amerikas wurde der Beschluß gefaßt, daß sich die
Kongregationen und alle ihre Mitglieder für Einführung von
Koschergesetzen in allen Staaten Amerikas einzusetzen
haben. Ebenso wie es im Staat New-Work geschehen ist,
sollen auch die übrigen Staaten Amerikas ein Gesetz ein-
führen, wonach Personen, die Nichtkoscherware als koscher
ausgeben, mit Gefängnis zu bestrafen sind.
Die •Konvention beschloß auch die Gründung einer
Gesellschaft für Herausgabe jüdischer religiöser Schriften
in Englisch, Jiddisch und Hebräisch. Auf Antrag von Rab-
•biner Dr. Leo Jung ermächtigte die Konvention den Rab-
binischen Rat der Union Orthodoxer Kongregationen, mit
der Union der orthodoxen Rabbiner in religiösen Fragen
zusammenzuarbeiten und insbesondere durchzusetzen, daß
nur Rabbiner, die die Weihe erhalten .haben und ein Rab-
bineramt bekleiden, befugt sein sollen, Eheschließungen •und
•Ehescheidungen vorzunehmen.
Die Konvention sprach Baron Edmaind de Rothschild
in Paris auf telegraphischem Weg den Dank dafür aus, daß
er die religiösen Einrichtungen in Palästina stützt. In einer ;
Resolution wurde gefordert, daß Palästina im Geiste der J
Thora aufgebaut werden solle. Zum Schluß nahm die Kon-
gregation die folgende, von Rabbiner Dr. Leo Jung einge-
brächte Resolution an: ״Wir stehen in unwandel-
barer Treue zum Thoragesetz; wir Jcäm!piej 1 ■
ohne jedes Kompromiß für den Glauben un-
s e r e r Väter; wir-bekennen uns zu den u n g e-
brochenen jüdischen Traditionen.
Wir sind nicht an einer Zukunft Erez Israels
interessiert, die nicht mit unseren Traditionen verknüpft
ist• Für uns stellt das Land unserer Väter die grolle
Gelegenheit dar. die Vorschriften und Ideale der Thora
in vollkommener Form zu verwirklichen.
Der Genius Israels, seine Leistungen
in Vergangenheit und G e g e n w a r t, seine V c r-
s prechungen für die Zukunft sind für uns
eingewurzelt 1.11 der Trcucdes G-t t e s v 0 1 k c s
z u tn G-t tesgeset z.“
Im Frühjahr 1928 werden vom Joint weitere 2000
jüdische Familien auf dem Lande angesiedelt. (J. T. A.)
In diesen Tagen reiste der Direktor des Agrojoint und Lei-
ter des jüdischen Kolonisationswcrkes in Rußland, Doktor
Josef Rosen, nach Rußland zurück, um die Vorbereitungen
für die י Siedlungkampagnc des kommenden Frühjahrs zu
treffen. Gegenüber ■dem Vertreter der Jüdischen Tele-
graphenagentur äußerte sich Dr. Rosen wie •folgt: Unsere
nächste Aufgabe ist d׳e Lnndansiedlung weiterer 2000 jü-
discher !Familien im Frühjahr 1928, von denen der größte
Teil auf der Krim, wo noch im verflossenen Sommer
150.000 Acres 'Boden •für diesen Zweck zur Verfügung ge-
stellt worden sind, der kleinere Teil in der !Nähe •der be-
1 'eits bestehenden Kolonien in den Rayons Jewpatorie und
Dzntikoj seßhaft gemacht werden wird. Eine kleinere Zahl
Siedler wird im Rayon iKrivojrog angesiedelt werden.
Agrojoint wird ferner einige .kleinere S׳icdlu.ngs*pläne im
kommenden Jahr zur , Verwirklichung bringen. Eine ge-
ן wisse Zahl jüdischer !Familien wird in .den Gärtnereien bei
! 'Sewastopol und iBalaklawa auf der Krim untergebracht
werden. An den Ufern •des Dnjepr bei !Kochawka wird die
von Juden betriebene Weingärtnerei durch Anpflanzung
neuer Kulturen erweitert werden. In dieser !Gegend wird
auch der !Anbau der amerikanischen ״süßen Kartoffel“, für
die sich dieser Boden besonders eignet, gepflegt werden.
Noch in diesem Jahr, schloß Dr. Rosen, wird die ״Agro-
Kustbank“ !ihre Tätigkeit beginnen. Die Bank wird ein In-
strument der jüdischen Landwirtschaft und der Ausbildung
jüdischer Heimarbeiter -mit Hilfe der großen Berufsgenos-
sen,schäften •sein.
J. C. A. und die jüdische Kolonisation in Rußland.
(J. T. A.) Die Jewish Colonisation Association begann An-
fang 1926 mit der Gründung neuer ׳jüdischer Kolonien in
den Rayons Zaporoschje und Mariupol. .Es w.ar die Ansied-
lung von 300 Familien geplant, bald aber beschloß der ad-
ministrative Rat der J. C. •A״ •in diesen Rayons 1300 Faml-
lien ׳anzusiedeln und gleichzeitig !im Rayon von Nikopol
(Krivojrog) die Atisiedlung weiterer 1900 Familien vorzu-
bereiten. Wie nun dem Hauptbureau der J. C. A. in Paris
von seiner Moskauer Abteilung nritge teilt wird, geht ׳dieses
Kolonisationswerk mit großen Schritten vorwärts. Im
Rayon Zaporoschje bearbeiten schon 800 Kolonisten (Fa-
millenoberhäupter) ihren Boden. Am vergangenen 1. Okto-
ber waren bereits 380 Häuser erbaut, 75 Brunnen und zwei
artesische Brunnen fertiggestellt. 3726 Hektar Boden waren
gepflügt, 4000 Hektar besät. Im Rayon Nikopol wohnen
bereits 1165 Kolonisten. 361 Häuser sind erbaut, 633 im
Bau begriffen, 51 Brunnen sind fertig, andere 70 werden
gegraben. Bearbeitet wurden 4233 Hektar Boden.
Chanuka-Bankett des Kosicer ״ BikurCholim“-Vereines.
Am ersten Chanuka-Abend veranstaltete der
״ Bikur-Choiim“-Verein ein gut besuchtes Bankett zu-
gunsten •der von diesem Verein unterhaltenen rituellen
Küche, aus der -alle jüdischen Kranken im Kosicer Landes-
spitale mit koscherer Kost versorgt werden. Diese segens-
reiche Tätigkeit ■des Vereines erfreut •sich sowohl in Kosice
als auch •in den anderen Gemeinden, deren Kranken
Heilung und Genesung im Kosicer Spital suchen, einer
solch allgemeinen Anerkennung, daß !jeder wohltätige Jude
gern die Gelegenheit ergreift, um •den Verein zu fördern
und seine opferw ! ׳ ligen Leiter zu ••rmutigen. Das zeigte
auch dieses ■Bankett und sein schöner Verlauf. !Nachdem
im neuen Tempel מעריב gebetet ׳ und מעי( ציר mit Chor-
begleitung gesungen wurde, begann •die סעורה של.םצרה Die
Herren Rabbiner Samuel J u n g r e i ß, Lud. Wiesen-
berg, •Mor Guttmann, Desider Weiß und Eugen
Feldmann hielten ׳ sehr beifällig aufgenommene Reden,
während die Herren Kantoren Schreiber, Leim-
•sieder und Karpfen die Gesellschaft mit schönen Gen
sängen erfreuten. St. Bm.
Neue Gemeindebauten in Kosice.
W!ie uns aus Kosice gemeldet wird, beabsichtigt die
Leitung der orthodoxen Gemeinde, nachdem der Tempel-
und Schulbau mit solch gutem Erfolg beendet ist, in kurzer
Zeit auch an den Bau einer neuen, sowohl den Anforderun-
gen des שלחן ערוך , Wie denen der Hygiene vollsändig
entsprechenden מקיה und •dann an die Gründung eines
Atersheimes zu schreiten. In der Gemeinde werden diese
mutigen Pläne der Gemeindeleitung mit großem Interesse
besprochen.
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