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JÜDISCHE PRESSE
Nr. 1
Nach der Berliner Zentralratstagung der Aguda.
Ans einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Geschäfts
Inwiefern wird die Zentrairats-
ia gütig die Arbeiten der Agudas Jis-
roei beeinflussen?
fragte unser Gewährsmann.
E$ ist selbstverständlich, erwiderte Dr. Kolm, daß
der wichtigste Beschluß des Zentralrates, die Hinbe-
rmftunig der Kenessio Gedaulo noch im Laufe
dieses .Jahr cs, sowohl an die Organisations- als an
die Propagandatätigkeit bedeutende Anforderungen stellt.
Im übrigen .hat. der .imposant e Verlauf des Zentral*
xates, die Beschickung desselben aus allen Landesorgani-
sationen, auch aus England, Amerika und Palästina, und
die E i n m ü t i g k e i t, mit der sich diese Tagung hinter
die Leitung gestellt hat, derselben neue Impulse
auch in politischer Hinsicht gegeben.
Wird der Rabb*mische Rat in Bälde
eine feste Institution werden?
lautete die zweite Frage.
Er ist es schon, ׳war die prompte Antwort; die elf-
gliedrigc Exekutive ist bei allen ernsten Dingen schon bis-
her befragt worden und war .für die Handlungen der
Leitung maßgebend. Das Einzige, was noch fehlt, ist die
äußere Form des Rabbinischen Rates. Da ist nun ein
Bedenken hoher religiöser und sittlicher Art, das noch
nicht ganz überwunden und das eine wirklich ernste
Frage darstellt. Es obwaltet nämlich die B e f ü r c h-
tung, daß
eine formgerechtc Konstituierung des Rabbinischen
Rates in der Weit den Anschein erwecken möchte, als
ob es nun ein legitimiertes Synhedritim gebe,
und speziell die Thoragrößen wollen diesen Anschein
vermeiden.
Aber sicher wird noch vor der Kenessio Gedaulo eine
Sitzung des Rabbinischen Rates stattfinden und wir hoffen,
bei dieser Gelegenheit auch dieses Bedenken in
irgend einer Art überwinden zu können.
Welche werden die Hauptprobleme
der von dem Zentralrat beschlossenen
zw eiten Kenessio Gedaulo sein?
erkundigte sich der Fragesteller■
Meiner unmaßgeblichen Ansicht nach, führte Doktor
Kohu das überaus interessante Gespräch weiter, ein
inneres und ein äußeres Problem. Das innere
wird darin bestehen,
wie man bei Aulrechterhaltung .des Prinzips der
Souveränität der Thora in ein harmonisches Verhältnis
zu allen thoratreuen Institutionen und Individuen
gelangen kann und wie dies organisatorisch zum Aus-
druck kommt. • • - •
Das äußere Problem wird darin bestehen, wie man auf
literarischem und politischem W>ege der Erkenntnis zum
Siege verhilft,
daß alle jüdischen Dinge nur von Trägern der Thora
geführt und erledigt werden können.
ausschusses der Aguda in Wien, Rabb. Dr. P. Kohn.
Ein weiteres Problem wird die V e r c i n f a c'h u n g
der Geschäftsführung sein, da die Tatsache, daß die Mit-
glieder des Geschäftsausschusses an c 1 f verschiedenen
Orten wohnen, sehr hemmend und beengend gewirkt hat.
Das Wahlrecht zu der Kenessio Gedaulo.
Dr. Kolm gab noch über die Wahlmodalitäten zur
zweiten Kenessio folgende Aufklärungen:
Die Kenessio Gedaulo wird in durchaus demokra-
t i s c h c r Weise zusammengesetzt.
Das Wahlrecht wird aber nur jener erhalten, der
seinen Pflichtbeitrag für die Zentrale ( 1 /4 Dollar pro
568S) entrichtet hat.
Es müssen deshalb die Wählerlisten durch die zentrale
Geschäftsleitung kontrolliert werden. Erst nach der stati-
stischen Zusammensetzung wird der Geschäftsausschuß
beschließen, auf wieviel Wähler ein Delegierter entfällt.
Selbstverständlich sind nach dem Statut auch die Mit-
glieder des G. A. und des Rabbinischen Rats stimmberech-
tigt. Sollte bis zur Wahl eine feste Einigung der
Jugend gefunden sein, so ist beabsichtigt,
auch der Jugend eine Anzahl von Dcle-
gierten zuzugcstchcn, deren W a 111 inner-
halb der Jugend zu erfolgen h a t.
Lebens versiehe rang s ״ G e s ells ßha fI
״Phönix“
Zentraldirektion; Wien, 1. Riemergasse 2.
Gegründet 1882 Gegründet 1882
Yoileingezaltlles Aktienkapital 4,000.000 Shilling ==
Veisidieiungsbesland per Ende Juni 1927 über 1300 Millionen Schilling ES
Prämien* und Zinseneinnahme EE
im Jahre 1926 rund 54 Millionen Schilling EE
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nisationen und Berufsgruppen im In- und Aus- rr
lande, empfiehlt sich zum Abschlüsse von 52:
Lebens-, Renten-, Aussteuer-, Unfall-, ==
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Landeshauptstädten und größeren Ortschaften ==
Oesterreichs m
Tätigkeitsgebiet außerhalb Oesterreichs: ES
Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, ZSZ
in der cechoslow. Republik, Polen, Ungarn, Jugo- SS
slawlen, Bulgaren, Griechenland, rürkef, Aetypten SS
‘ und Palästina SS
Spendet für den
der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 1t
Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von
1 Sack = 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in
Fuhren und Waggons
55
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Wien, II., Taborstraße 9
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: s
: E
S
Palästina-Konferenz der Agudas
Jisroel.
Die Palästina-Konferenz wurde am Montag früh durch
eine Begrüßungsansprache des soeben aus Palästina zurück-
gekehrten Präsidenten des geschäftsführenden Ausschusses,
Herrn Dr. Pinchas Kohn, eröffnet.
Herr Dr. Ehr manu erstattete den eingehenden
Geschäftsbericht über das Jahr 1926-27 (wir bringen den
Bericht im Wortlaut), woran sich Berichte der Vertreter
der Palästina-Zentralen der einzelnen Länder schlossen. Es
sprachen Stadtrat Trockenheim für Polen, Jacob Joel
Brau n für die Slowakei, A. W. Rosenzweig für die
Schweiz. Nach der allgemeinen Aussprache wurden drei
Kommissionen für Ghinuoh, wirtschaftliche Fragen und
Propaganda gewählt, die ihre Beratungen bis in die späten
Nachtstunden fortsetzten. In der ׳ Dienstag-Debatte gab
Herr Julius Holländer der Ueberzeugung Ausdruck, daß
der Tiefstand der wirtschaftlichen Krise in Palästina wohl
erreicht sei, und daß auch die Agudas Jisroel wieder itn-
stände sein werde, ein wirtschaftliches Programm in
mäßigem' Umfange zu verwirklichen.
Warnung!
Um Täuschungen und Irreführungen zu verhüten,
sieht der Vorstand der Adas Jisroel sich veranlaßt, bekannt-
zugeben, daß weder der Geflügelhandel noch auch der Ver-
kauf von Selchwaren des Herrn Geller, II., Paztnaniten-
Rasse 15 und XX., Jägerstraße 12, unter Aufsicht der Adas
Jisroel stehen. Das Rabbinat der Adas Jisroel übernimmt
für die rituelle Verläßlichkeit der dort in Handel ge-
brachten Waren keinerlei Verantwortung.
Der Vorstand der Adas Jisroel.
AGUDAS JISROEL-MÄDCHENGRUPPE, WIEN.
die am 20. Dezember abge’hallteii werden sollte, findet
am Dienstag, den 10. Jänner, um 7 Uhr abends, im
Theatersaal des Hotel Post, 1 ״ Fleischmarkt (Eingang
Dradrengia'sse 3). statt. Restliche Karten erhältlich nur
!bei Stella Richter, II., •Hochedlingergasse 2 (Tel. 41-765 ־ ).
Nur für Damen!
Pünktliches Erscheinen!
nicht; er !bann .mit - einem Hund verglichen werden, der bellt,
wenn irgend , jemand den Versuch macht, ihm seinen
Knochen wegzimehmen. In der siebenten !Periode tritt er
in das Stadium der zweiten Kindheit ein; er stellt kin-
disclie Fragen, ißt, trinkt und spielt , wie ein Kind, und
wenn er spricht, beachten ihn sogar seine eigenen Fami-
liehimitglieder nicht, weil sie sich sagen, !daß er alles in
geistiger Altersschwäche tut. Sein Schlaf ist so leicht, daß
ein Vögelchen •ihn aufweoken kann. Wenn seine Zeit zu
Ende ist, da kommt, derselbe Engel ,zu ihm und fragt: ״Er-
kennst du ■mich wieder?“ Er antwortet: ״Sicherlich erkenne
ich dich, aber warum kommst du zu ,mir heute?“ Der
Engel antwortet: ״Um dich von der Welt zu nehmen, denn
deine Zeit ist zu Ende.“ Sogleich begingt er zu weinen
und erhebt ein Klagegeschrei, welches von einem Ende, der
Welt bis zum anderen reicht, aber niemand hört ihn, noch
'vermag jemand seine Stimme zu erkennen, •außer dem Hahn
allein. Und der Mensch spricht zum Engel: ״Du hast mich
ja schon von zwei Welten genommen und auf diese ge-
bracht, laß mich also hier bleiben!“ Aber der Engel ant-
wortet: ״Habe ich dir nicht schon •lauge vorher gesagt,
d!a׳ß du gegen deinen Willen erschaffen wurdest, gegen
deinen Willen bist du geboren worden, gegen deinen Willen
lebst du und gegen deinen Willen bist du bestimmt, Rechen-
schaft zu geben vor dem Heiligen, gelobt sei er?“
Es ■hieße die Wirkung der Erzählung des Rabbi
Jochanau abschwächen, wenn man versuchen wollte, sie
zu erläutern. Das tiefe Problem über die Bestimmung des
Menschen und seines Lebenszweckes ist itn Wandel der
Zeiten verschiedenen Auffassungen unterworfen, aber der
Kern •dieser inhaltsreichen Erzählung gibt einen der wich-
tigsten Grundsätze des Judentums wieder, der auch in
unseren Tagen nichts von seiner Geltung eingebüßt hat:
Jeder Mensch hat die ■volle Verantwortung für jede ein-
zelne seiner Handlungen zu tragen.
Jüdische Persönlichkeiten.
Senator Izaak Bauminger.
Zu seinem 60. Geburtstag.
Line markante Persönlichkeit des gesellschaftlichen
Und politischen Lebens der Juden in Polen, Senator Izaak
Bauminger in Krakau, begeht am 17. Tebeth 5GS8
(10. Jänner 1928) seinen 60. Geburtstag. Als Enkel des
Krakauer Raw ״Toldoth Jizchok“ und direkter Nachkomme
des wegen seiner fabelhaften Gelehrsamkeit und Teil-
nähme am ״Waad arba Haarazoth“ weltberühmten ״Rebbe
Rab Heschel“, ferner als Schwiegersohn des Brodyer Raw
Rabbi ltzchok Chajes , war er schon durch Abstammung
zu einem prominenten jüdischen Mann größeren Formats
prädestiniert. Dazu gesellte sich noch sein reiciies, taimudi-
sches Wissen gepaart mit allgemeiner Bildung und Kultur,
ein efiir die religiös-polnischen Verhältnisse seltene Er-
scheinung. Sein tiefer Opfersinn utig s$ij 1 e milde, nie ver-
sagende Hilfsbereitschaft, ferner .die unendliche Liebe zur
iTnoca und ihies ßekennern, trugen' das ihrige bei, um
Senator Bauminger in seinem Lande und außerhalb des-
selben zu einer populären Gestalt zu erheben und sein
vornehmes Haus zu einem Mittelpunkt der rabbinischen,
gesellschaftlichen und politischen Welt des jüdisch-ortho)
doxen Polens zu machen.
Schon zur Zeit der altösterreichischen Monarchie
hat sich Senator Bauminger gf־oße Verdienste erworben.
Seit mehr als 20 Jahren steht er an der Spitze seiner
Gemeinde, immer wirkend und kämpfend für die Rechte
der Orthodoxie, stets helfend und stützend seine armen
Glaubensgenossen. Seinen freundschaftlichen Beziehungen
zu den altösterreichischen Politikern, insbesondere zu den.
Ministern Bilinski und Korytowski, ist so mancher Vorteil
für die jüdische Sache zu verdanken. Als Handelskammer-
rat hat er sich unvergängliche Verdienste um die jüdische
Kaufmannschaft erworben, indem er immer wieder für
die Berücksichtigung der besonders schwierigen Lage der
orthodoxen Kaufleute eingetreten ist. Als Präsident vieler
humanitärer, kultureller und religiöser Vereine, wirkt er
unermüdet seit mehr als drei Dezennien auf allen Ge-
bieten des jüdischen Lebens in vorbildlicher Weise, stets
helfend rnit Rat und Tat, mit seiner reichen Erfahrung,
wie mit seiner milden Hand. Daß die altehrwürdige Ge-
meinde Krakau, die infolge innerpolitischer Reibungen seit
mehr als zwanzig Jahren vakant gewesene Stelle eines
Oberrabbiners, mit dem Enkel des alten Rabbiners und
Reichstagsabgeordneten Rabbi Simon Schreiber, s. A.,
Herrn Nehemias Kornitzer, einen ungarischen und nicht!
galizischen Rabbiner, trotz aller Widerstände der polni-
sehen Regierungsstellen und der freien, liberalen Quer-
treibereien, besetzen konnte, ist einzig und allein seines
traditionellen Zähigkeit,׳ wie der zielbewußten, aber zu-
Zgleich taktvollen Führung seiner einflußreichen Person-
liehkeit zu verdanken.
Durch die Agudah ins polnische Herrenhaus vojn
Wahlkreis Warschau entsendet, entfaltete Senator Baumin־
ger eine rege Tätigkeit für die Rechte der Orthodoxie
und stellte sicli gleich in die vordersten Reihen in dem
harten Kampf gegen alle Fronten, sei es jüdische oder
nichtjüdische. Insbesondree aber kämpft er unermüdet um
die Rechte der orthodoxen Rabbiner und der jetzt auf
Grund des sogenannten Pilsudski-Dekrets in Umorgani-
sierung begriffenen jüdischen Gemeinden.
Senator Bauminger war auch als Teilnehmer der
GriindungsversammKmg der Agudas Jisroel in KattowitZ,
einer der ersten Pioniere des Agudageäankens. AuP allen׳
Tagungen ist er zu sehen, nie ermüdet, nie erlahmt,
immer begeistert und stets a vbeitsfreudig. Die Beth-
Jakob* Bewegung und die jessode-Hathora-Or-
ganisatiön in Polen haben in ihm einen freigiebigen För-
derer und warmen Mitarbeiter. Das Krakauer Lehrerinnen-
Seminar der Beth-Jakob-Schulen verdankt sein Entstehen
seiner rastlosen Tätigkeit.
Das Haus Bauminger ist wegen seiner Gastfreund-
schaft auch ein Treff- und Mittelpunkt aller orthodoxen
Kreise. Gelehrte, Rabbonitn, Rebbes, Politiker, Klaltuer
aller Art, finden sich dort stets zusammen, die wichtig!«
Steg politische!! und kujlurej]ea Arbeite!! weiden in diesen!
vornehmen Patrizierhaus gesponnen lind die schönen
Empfangsabende in seiner künstlerisch ansgestatteten Villa
anläßlich der verschiedensten Aguda-Tagungen in Krakatfc
die gastfreundliche Bewirtung und die liebevolle Aufnahme,
sind den Teilnhemrne aus aller Welt no‘ in lebhafter Erj-
innerung.
Michael Moses Mainz זצ׳ל
Aus aitehrwürdigem •Frankfurter jüdischen Patrizier-*
hause stammte der Dienstag •den 3. Tebet mit 85 Jahren
zu Grabe getragene Michael Moses Mainz יצ״ל . Sein
Vater ״ Reb Mansche Mainz זצ״ל war ganz in das goldene
Netz des Lernens eingesponnen, lebte in •tiefster Versunken-
heit nur der Thauro und der Awaudo und betrachtete von
ihnen aus alle Geschehnisse unter dem Gesichtswinkel der
Ewigkeit. Sein jetzt zur Ruhe gebetteter Sohn Michael
ergänzte ihn in gewissem Sinne, indem er die dritte Säule
der Welt, das Gemilus Ghesed, aufzuriehten suchte. Ohne
weiche Besonnenheit und Nachdenklichkeit dem frischen,
realen Leben der Gegenwart zugewandt, stand er‘ ganz
auf dem Boden der Wirklichkeit und war ein Mann der
beherzten, kräftig zugreifenden Tat. Er entwarf klug
überlegt •den Grundriß zu den Bauten der Liebesfiirsorge,
die sein großer und weiter Blick für notwendig hielt, holte
sich bei den Reichbegüterten, in deren hohem Ansehen
er stand, die Materialien dazu, nahm rüstig Hammer ■und
Kelle zur Hand und — baute. Baute in Frankfurt die Israe-
litische Waisenanstalt, die Israelitische Suppenanstalt, das
Israelitische Siechenhaus, das Rothschildschc , Kinder-
spital, das Rothschildschc Altersheim, Baute in Soden die
Israelitische Kuranstalt, in Nauheim das Israelitische
Frauenheim und die Israclitsche Kinderlieilstätte, in Nord-
rach die M. A. von Rothschildsche Lungenheilstätte, in
Baden-Baden das Erholungsheim für jüdische Frauen des
Mittelstandes. Errichtete zwischendurch die Kasse zur Er-
mögliehung des Schulbesuchs für bedürftige Kinder.
Edelste und hervorragendste Gönner dabei war die er-
Iauohte Familie derer von Rothschild, bei denen sein Ein-
fluß alles, schlechthin alles erreichte. Aber auch sonst
wußte er sich einen Kreis von vielvermögenden Freunden
sein scharfer •Blick für das im Augenblick Erforderliche
und wacker hellenden Mitarbeitern zu schaffen, denen
imponierte.
Seiner spornenden Initiative gesellte sich ein Organi-
satiaustalent ersten Ranges. Es ist vielleicht nicht zu viel
behauptet, wenn man-ausspricht, daß die vorbildliche Art,
in der heute d'ie Frankfurter Fürgesorgeinstitutioneu einge-
richtet und geleitet sind, in seinem Wirken mit ihren Ur-
sprung hat.
Mit seinem Gemeinwirken Hand in Hand ging eine
wohlbedachte und energische Einflußnahme auf die Gestal-
tung der konservativen Abteilung der Israelitischen Ge-
1 nein.de, die ihrn und seinen Genossen Lassar Mainz יצ״ל
und Dr, Heinemaim צ*ל I ihr .Fundament verdankt,