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Nr. 2
JÜDISCHE PRESSE
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Das Inkrafttreten der jüdischen Gemeiädeordnung \n
Palästina. (J. T. A.) Die orthodoxen Juden Jerusalems ver
sammelten sich am 1. Jänner 1928, dem Tage des Inkraft«
fretens der^jüdischen Gcmeindeordmmg, in großer Zahl
vor der ־ Kfagemauer, um für die Einigkeit der jiidi-
sehen Orthodoxie zu beten, sowie darum, daß durch die
Gemeindeordnung das Recht der Orthodoxie, unabhängige,
der Autorität des Waad Leumi nicht unterworfene Gemein-
den zu bilden, gewahrt werde.
Die palästinensische Agudas Jisroel hat Telegramme
an das britische Kolouialamt und an den Völkerbund im
Namen tausender orthodoxer Juden Palästinas, die an der
Klagemauer zum Gebet versammelt sind, gesandt, in denen
die Anerkennung separater orthodoxer Gemeinden gefor-
dort wird. Ein Memorandum mit gleicher Forderung wurde
dem Oberkommissär Feldmarschall Lord Plumer überreicht.
Dl© KonfGrenz der Zeire Agudas Jisroel ln Warschau.
Zu gleicher Zeit, da in Frankfurt die mittel« und
westeuropäischen Ag-udagruppen ihre Tagung abhielten,
versammeiten sich in Warschau die Vertreter von 200 agu-
distischen Jugendgruppen, ungefähr 300 an der Zalil. Die
Konferenz wurde Sonntag abends von Meier Schwarz«
man 11 -Siedlcc eröffnet. Im Namen der Leitung der Exeku-
live der Agudas Jisroel ׳ in Polen hielt Herr M. L. Lewfn
ein großes politisches Referat. Am Schlüsse seiner Rede
brachte er das Begrüßungsschreiben vom
Gerer Rebben zur Verlesung, das großen
Enthusiasmus in den Reihen der Delegierten hervarrief.
Die sachlichen Beratungen dauerten bis Dienstag. Es wurden
Beschlüsse orga n■isa to.r isch e r und f ׳ i nanz ׳ ieJ 1 er
Natur angenommen. Der Name der Organisation wird-fort
nicht ״ Zeire Eumne Jisroel“, sondern ״ Z e i r e Agudas
Jisroel“ heißen. Die Tagung bot neuerlich den Beweis
von dem gesunden Sinn und vom ehrlichen Willen der
thoratreuen Jugend in Polen, für die ererbten Güter des
jüdischen Volkes zu arbeiten.
Der Warschauer Stadtrnt subventioniert die jiddischen
Schalen. (J. T. A.) Magistrat rnd Stadtrat von Warschau
haben den Beschluß gefaßt, die Schulen mit jiddischer
Unterrichtssprache als den Staatsischulen gleichberechtigt
anzuerkennen und ihnen demgemäß erhöhte Subventionen
z ׳ a bewilligen. Dem Antrag der Schulkonunission gemäß
wurde beschlossen, ftir jedes eine jiddische Schule bc-
suchende Kind einen jährlichen Zuschuß von •40 Zloty zu
gewähren, was nach der gegenwärtigen Zahl der Schüler
der jiddischen Schulen eine Gesamtsumme von 80.000 Zloty
pro Jahr ausmacht. Bisher betrug die Jahrcssubvention
nur 15.000 Zloty. In den Kreisen, die der jiddischen Schul-
Organisation nahestehen, wurde der Beschluß des War-
schauer Magistrates mit großem Beifall aufgenommen; mau
hofft, daß die anderen Städte Polens diesem Beispiel folgen
werden, so daß die Existenz der jiddischen Schulen als
gesichert angesehen werden könne.
Wiznltz. Am 28. November 1927 wurde unter dem
Präsidium Sr. Ehrwürden des Oberrabbiners Leiser II a-
ger, eines der Präsidenten des Keren Hathora Rumäniens
wie auch Gründers und Leiters der beriihmtecn Jeschtwoth
Beth Israel in Vynita, eine Zeire Agudas Israel begründet.
Stille Beisetzung der geschändeten und vernichteten
Thorarollen in mehreren Städten Rumäniens. (j. T. A.) In
aller Stille wurden in der Mittagsstunde in Bukarest, Groß-
wardein, Klausenburg, Bacau und Kischinew die von den
Studentcn-Huligans in den Synagogen geraubten, geschän-
deten und vernichteten Siplirc Thora nach jüdischem Ritus
zu Grabe getragen. Die Regierung hatte die öffentliche
Bestattung strengstens verboten und anbefohlen, daß das
Publikum zu diesem rituellen Akte keinen Zutritt haben
solle; Die Führer der jüdischen Gemeinden mußten sich
diesem Verlangen der ]Regierung beugen; nur ganz wenige
jüdische Repräsentanten wohnten dem Begräbnis bei, das
in allen Städten zu gleicher Stunde vorgenommen worden
ist. Auf dem Dakar es ter Friedhof hielt Landesrabbincr
Dr. Niemirower die'Trauerrede. In allen den genannten
Städten sowie in den übrigen Orten Rumäniens wurde der
Tag von den orthodoxen Juden ducrli, Fasten und Buße
begangen. 111 allen jüdischen Häusern herrschte Trauer.
Die Ruhe wurde nirgends gestört.
Papa. Auf Einladung •des Herrn Julius iHerzag, Präses
des hiesigen Tiferesz Bachnrim-Vercines, hielt Herr Wolf
S u 6 in a n n, Präses der Lebrkommissiion des Bbdapester
Tit. Bacliurbu. in unserem Vereine einen sehr ׳ gelungenen
Vortrag. Er sprach über ׳ die Notwendigkeit des Zusammen»-
Iraltens !innerhalb des Vereines und bewies mit zahlreichen
wohlangebrachten Beispielen aus תנד und גמרא daß
dies nur auf Basis der ה 1 רה הקלושה möglich sei. ■
׳ Nyircgyhaza. Die Wahlen in den Vorstand der Tal-
mud-Thoia-Schulo fanden am 7. Chamikatag statt. Als
Präses wurde Herr Samuel Schreiber, als Schriftführer
Jciiö Jakobavics, als Kassier L. ßriger, als Kontrollor M.
Blau, ferner als Gnbbaim die Herren L. Heller und L. Lipot,
in die Repräsentanz A. Honig, J. König. J. Szeru, L. Weiß,
A. Bleich, M. Fried, J. Schatten, A. Rosenwasser, M. Heller
und M. Eiephunt gewählt. Am Vorabend der Wahl fand ein
großes Bankett statt, an welchem ungefähr 200 Mitglieder
teilnaJiinen. Zwei Schüler der Talmud-Thora namens Sa«
muel Freund und M. Stern hielten eindrucksvolle Charifoth-
und Magidodvortrügc. Das Bankett verlief in guter Stirn-
miuig und brachte für die Talmud-Thora namhafte Spen-
den •ein.
Berettyoujfalu. Oberrabbiner Mordechai Fried-
mann verschied atu 27. Kislew un Alter von 70. Jahren
und wurde gemäß seines Testaments nach Teth, wo er
Jahrzehnte hindurch gewirkt hat, überführt. Der Verbli-
diene war schon in seiner frühesten Jugend — er lernte
zuerst an der Jeschiwoh von Oberrabbiner Kapel Reich in
Verbo — durch seinen Fleiß und durch seine Begabung
bekannt. Er luit dann seine weiteren Studien au der Preß-
burger Jeschiwoh fortgesetzt. Nodi nicht 23 Jahre alt,
wunde Morddtai Friedmann nach Simonyi a'is Rabbiner
gewählt, wo er zwölf Jahre !hindurch wirkte, dann wurde
er nach Tcth berufen, wo er nahezu zwei Jahrzehnte
segensreich winkte. Hier veröffentlichte er sein dreibändiges
talmudisdies Werk ״ Tchdes Moudchai“, das von seiner
nnuassenden Gelehrsamkeit ein. beredtes Zeugnis ablegt.
Vor 16 Jahren kam er als Nachfolger des 'berühmten Gaon
Rabbi Amron Blum nach Perettyoujfalu. Hier widmete
er sich mit noch größerem Eifer dem Lernen und Lehren
der Thora, bis vor einigen Monaten eine unheilbare Krank-
iieit seinem Schaffen ein Ende setzte. Bei seiner Bestattung
»pradi Oberrabbinr Fuchs (Fiharkeresztes. In Teth langte
der Sarg Freitag an. wo Oberrabbiner Soffer, Teth, und
Obetrubbiner Steiner, Gyömöre, in ergreifenden Reden
das Wirken des Verblichenen gewürdigt haben. Es sipra-
eiten noch in Vertretung der Gemeinde Perettyoujfalu
Herr Jakob Kepcs, ferner Herr M. PoS-1 und die Schwieger-
söhne des V e übliche ne n wßiane .Worte des Abschieds.
Oberrabbiner Rabbi Abraham Josef
Grünwald ציר ?
Aus Uzhorod (Ungvär) kommt die Trauerbotschaft
vom Hinschelden des Oberrabblticrs Rabbi Abraham Josef
Grünwald. Nach langer, schwerer Krankheit hat dieser
hervorragende, in der ganzen Judenheit hochgeachtete
geistige Führer Im besten Manncsaltcr das Zeitliche ge«
segnet Viele Monate lang rang die medizinische Wissen-
schaft und das inbrünstige Gebet vieler Tausender um das
teure Leben eines Mannes, der dem Judentum noch so un-
gemein Vieles hätte geben •und unschätzbar Wertvolles
hätte leisten können. Des Allgütigen Ratschluß hat cs aber
anders gewollt und die reine Seele eitles ת״ח בדול וצדיק
mußte zu ihrem Urquell zttrtickkehren, um dort vor dem
Throne des Schöpfers für seine Gemeinde und für die
jüdische Gesamtheit Fürbitte zu leisten, damit jene reli-
giösen Ideale, die seit seiner Kindheit bis an sein Lebens-
ende in seinem edlen Herzen schlummerten, bald fibera’l,
wo Juden wohnen, zur •lebendigen, aktiven Wirklichkeit
werden mögen.
Rabbi Abraham Josef Griinwakl זצ״ל war elrt wiir-
diger Sproß einer der angesehensten und berühmtesten
jüdischen Familien dieses Landes. Er war der älteste Sohn
und auch Amtsnachfolger des גאון וצדיק ־מ פורסם
Rabbi Mosche b e n A m r a m G r ii 1 t w a 1 d צ " ל T,
Oberrabbiners von Hürnene, Klelnwardein und zuletzt von
Hust, Verfassers des עינת הבושם «' der Jahrzehnte hin-
durch eine ragende geistige Größe und unbestrittene
religiöse Autorität war. Seine Mutter ׳ע״ח "war eine
Tochter des Rabbi Abraham Gestetner in Csorna.
Iti ihm waren also die besten Traditionen wahrer jüdischer
Frömmigkeit und jüdischer Tugend vereinigt, die ihn zum
Bannerträger der Thora auf das vorzüglichste prädesti-
nierten. An der berühmten Joschhvoh •seines großen Vaters
זצ״ל lernte er nicht nur, sondern rüstete sich auch mit
all den Fälligkeiten aus, die in unserer kämpfreichen Zeit
der weitblickende Führer besitzen muß, wenn er mit seinem
ganzen seelischen Wesen mit den Geführten verknüpft seit!
will. Diese aber können nur in engster Gemeinschaft ׳ uud
in jahrelangem innigen Zusammenleben mit ihnen, wie dies
an! der Jeschiwoh allein zu.erreichen ist, erworben werden.
Der verblichene Oberrabbiner יצ״ל zog demnach ins
Leben aus, geistig ansgestattet mit תורה ויראה und
mit den edelsten und erhabensten Eigenschaften, wie sic
zu allen Zeiten die Führer Israels auszeiclmctcn. Noch
jung an Jahren, wurde er im Jahre 5667 zum Oberrabbiner
von Mako gewählt. In 1 Jahre 5670 verschied sein Vater
und tiefe Trauer ergriff das ganze Judentum und ins-
besondere die Gemeinde H u s t. Sie fand Trost über den
schweren Verlust in der Wahl seines ältesten Sohnes
Rabbi Abraham Josef zum Nachfolger in der Rabbiner-
würde und in der Leitung der Jeschiwoh. Hier wirkte
der Verblichene zirka zehn Jahre ganz nach dem Vor-
bilde und im Geiste seines Vaters und es gelang ihm mit
G-ttes Beistand, die Gemeinde am der Höhe zu erhalten,
die sie unter seinen weltberühmten Vorgängern, dem
Mahrairi Schick, Rabbi Amrom Blum,. Rabbi Joel Roth
und Rabbi Mosche Griinwakl זצוק״ל erlangt hatte.
Inzwischen wurde die Stelle des Oborrabbiucrs von U n g-
vär vakant. Und diese Gemeinde, die früher Thorafiirsten
ersten Ranges, wie Rabbi Menachem Asch, Rabbi Chajim
Hirsch Mannheimer und zuletzt J^abbi Eleasar Löw $ ןי״ן
ihre Führer nennen durfte, erkor sich nun Rabbi Abraham
Josef Grünwald זצ״ל zum Oberrabbincr, und die ortho-
toxen Gemeindemitglicder knüpften a 11 ־ ihn mit Recht die
Hoffnung, daß er das große Werk seiner Arntsvorgänger
mit jugendlicher Kraft <u 11 ׳ d unlöschbarem Feuereifer zur
höchsten Vollendung ׳ bringen werde. Das jüdische Volk
und das orthodoxe Judentum beweint nun schmerzerfüllt
den Verlust eines Mannes, der große Hoffnungen mit ins
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Grab nimmt. Die orthodoxe Gemeinde Uzhorod hat keinen
Führer mehr, der ihr den Weg zur Thorahöhe und zu den
Thorazielen weisen könnte, und die gesamte glaubens-
treue Judenheit blickt mit tiefster Besorgnis auf die Zu-
kunft einer Gemeinde, deren ruhmreiche Vergangenheit
eine große Verpflichtung für das Thorajudentum birgt. Und
das Heilige L a n d, die tausende Talmkle Chachomim,
Armen nmi Witwen des ״ Kolel Schomre Hachomoth“.
deren Kurator ( גש״א ) er war, trauern um einen edel-
herzigen Wohltäter, der sein wärmstes Interesse ihnen
zuwandtc und Sorgen im Kampfe ums tägliche Brot mit-
trug. Die Nachricht von seinem so furchtbar frühen Tode
wird auch dort erschütternd wirken, wie sie hier ׳ 'die in-
nigste Teilnahme hervorriof. Möge sein , Andenken ein
Segen bleiben für ganz Israel 1DJ? 11 ׳ ינדלל פלצות ,
*
Di© חללי׳ des Oberrabbiners von Uzhorod.
Auf die Tra.uernachr.icht vom Heimgange Rabbi
Abraham Josef Grünwalds צ׳* ל !, des O.bcrrabbiners von
Uzhorod, stürmte' eine unübersehbare Menge von teil-
/lahmsvoiien Freunden und Verehrern des Verewigten aus
,allen Teilen des Landes und vielfach auch aus dem Aus-
lande nach Uzhorod, um an der הלל׳ toilzUnehmen. Ari
den ungarischen und rumänischen Grenzstationen harrten
zahlreiche Juden auf die Erlaubnis der Grenziiberschreltung
ohne Visum, die von den tschechoslowakischen Behörden
zu Ehren des Verblichenen bereitwillig erteilt wurde. ׳ Die
Uzhoroder jüdische Gemeinde sowie die staatlichen iißd
städtischen Behörden trafen sofort nach der פטירה noch
am מוש״ק , umfassende Maßnahmen, um eine würdige
ה לו י׳ zu sichern, Mit jedem Zuge kamen Rabbiner.
Gemeindevertreter und sonstige Trauergäste an. Aus
Preßburg sind die Herren Rabbiner Salpmon U. nsdorf er.
Einariuel Koth und Lazar Stern angelangt. Fast , alte
größeren Gemeinden entsendeten Delegationen zur ' הלוי .
Montag früh war die ganze Stadt auf den Beinen und die
Straße hi der Nähe der Rabbinerwohnung war dicht ge-
füllt. Um halb 10 Uhr vormittags wurde der אלון • von der
Wohnung nach dem• ביהכ״נ übergeführt. Zirka 5000 Per-
sonen standen ■im und um den Tempel anelnandergcprcßt.
Die staatlichen, städtischen und militärischen , .Behörden
sowie ein großer Teil der nichtjüdischen Bevölkerung waren
ebenfalls anwesend. Nach den הקפות wurde der Sarg
vor dem ארון הקודש aufgestellt und die הספדים be-
gannen. Von 10• Uhr vormittags bis zum Eintritt der Nacht
dauerten die Trauerreden an und kein Auge blieb ■ ohne
Tränen bei der Schilderung der Persönlichkeit des נפטר
Als erster bestieg der älteste Sohn des Betrauerten, der
noch jugendliche, aber kenntnisreiche und allgemein be-
liebte R a b b i n e r Jos i a G r ii u w a 14, Schwiegersohn
des Qbcrrabibiners Pa 11 ׳ et 11 aus .Dees, die Tribüne■ und
hielt seinem Vater einen ׳ kurzen, aber erschütternden Nacii-
ruf. Sodann folgten □ הספרי von Herrn Oberrabb.uicr
D u s c h i n s ׳ k y aus Hu st, der ein Lebensbild vom Den-
keil und Handeln des נפטר entwarf und dem Schmerz
Ausdruck verlieb, den die orthodoxe Judenheit empfindet.
M ׳ it tiefbewegten Worten legte er der Gemeinde nahe, sich
zum zukünftigen Obcrrabbiner den ebenbürtigen Sohn de:
Heimgegangenen, Rabbi Josia, auszuersehen. Oborrabbinei
Rosenbaum ans K 1 e i ti w a r d e 1 ti und Oberrabbiue‘/
Israel Brau n aus B r c s o V i a - L I •p j a n y, ein Onkel
des Verewigten, sprachen im gleichen Sinne und a ׳ u ׳ s der
großen Traucrvcrsammlung hallte ein vielstimmiges מזל
טוב ergriffen wider. Tiefer! Eindruck machte der הספר
des' Bruders' und Schwiegersohnes• des נפטר , Ober-
rabbincr Levi Jizchok Grün w a 1 d aus V y s k 0 v o, atii
die Zuhörer. Es sprachen sodann die Herren Oberrabbincr
Lebovits aus Cap, Oberrabbiner Glattstein aus
H e 1 ru e c, Oberrabbiner S. L. G r ii n w a 1 d aus J o r a
(als Bruder), Obcrrabbiner J. 'Horovitz aus Hu 11 s-
clorf, Rabbiner Samuel Jut 1 ׳ greisz aus Kosice (ah
Schwiegersohn), Oberrabbincr Groß aus Ofen in Ver-
tretung der ungarischen orthodoxen Landeskanzlei und der
orthodoxen Gemeinde von Budapest. Obcrrabbiner G r ii ! 1 -
b 1 u r g aus K e s m a r 0 k, Rabbinatsverwescr M. B l e y aus
Uzhorod und in Vertretung des Preßburg er Ober-
rabbiners und des orthodoxen Zentralbureaus in Preßburg
Rabbiner Salomon U nsdorf er aus Preßburg. Die
Nacht war bereits herangebrochen, als der ארון bi dem
אוהל zu Grabe getragen wurde, in welchem , . ר׳ מאיר א״ש
ר' מנחם א״ש und ח יהודה א״ש ז״צל ruhen, in letzter
Minute langte noch der ח ו ת ן D des Dahingeschiedenen,
Obcrrabbiner P a n e t h aus Dees, an und erwies ihm die
letzten Ehren. Die allgemeine Aufmerksamkeit lenkte säcli
begreiflicherweise auf den talentvollen jungen Sohn des
Verewigten, der auf die Versammelten einen nachhaltigen
Eindruck machte. Schluchzend verließ die trauernde
Menge das בית החיים , in welchem der Ungvärer Ober-
rabbincr bis zum Wiederaufers teilen, zur Ruhe gebettet
wurde. ז 3 ר צדיק לברכה •
Das Schiedsgericht wegen des Szerdahelyer Ge-
meindezwistes. Die seinerzeit vertagte Verhandlung des
Schiedsgerichtes in Angelegenheit des bekannten Gemeinde-
zwistes in der Szerdahelyer jüdischen Gemeinde finde 1 ־
gegenwärtig in Pre!ßburg seine Fortsetzung. Die Verband -
hing begann am 17. Teweth kn Saale der Agudas Jisfoe!
und dauert be! Schluß der Redaktion noch au. Art Stelle