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Von Dr. jur. Heinrich Fleiß, Chemnitz
Wir blinden diesen Artikel als Einleitung zur
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kussum eines w,einigen Problems. — Oie
!11 einem sehr niifschlnlh'ciehen Artikel im
Dis-
Redaktion.
Heit des
P r c u 11 die Ursachen der ge t ;cn-
Wirtschaftslage in Palästina, die
der Arbeitslosigkeit und
begründet sie damit, daß von
״Jeden“ nntorsucht Walter
w.irtigcii unbefriedigenden
beschämenden Tatsachen
R ii c k w .ר n d c 1 ־ u n g und
den 30006 Einwanderern, die ־Palästina seit Kriegsende auf-
genommen hat, nur ein geringer Bruchteil , zirka
3000 in der 1. a n d w i r t s c h n f t haben festen Full fassen
können, wahrend 2303 in F a 11 r i k e n und gröberen Werk-
Stätten feste Anstellung gefunden haben. Ucbcr $000
sind Ta garbeit er in wechselnden Besch äfti-
g u !1 g s t w e ig c 11 , will 1 rentl 00 <■׳., als I lamlwakcr, Lehrer,
Beamte ibw. imter/ukoiiiineii trachteten.
Diese ?030 Arbeiter sind in der Bauindustrie sowie
bei öffentlichen Arbeiten beschäftigt, und da diese
beiden Ai beilszwcige einen ausgesprochen provisori-
sehen Ctia-akler tragen (beide sind Saisonarbeiten),
ist ohne weiteres klar, daß nicht mir die 2000 Arbeitslosen,
sondern auch die $000 Arbeiter und ein sehr großer Teil
der 60״% Niehtarbeiter in einer prekären und un-
sicheren Situation sind, daß von einer gesicherten
Existenz dieser Hauptmassen der neuen Alijah noch nicht
gesprochen werden kann. Es ist ein stetes Jonglieren mit
den öfi'enilieheii Arbeiten, um die Ch.iUizirii in einer anderen
unter/.ubrmgen, wem! die eine beendet ist.
Halt dadurch die Vor w e n d 11 n g der gesammelten
Geld er nachteilig beeinflußt wird und diese häufig für
N o t s t a n d s a r b c i t c n verwendet werden müssen, statt
produktiven Anlagen zugcfülirt zu werden, ist eben-
falls einleuchtend.
Diese Labilität, mit ihren ungünstigen psychologischen und
politischen Auswirkungen ist auf eine einzige Ursache
ziirück/iifuiin' 11 , über deren Vorhandensein, deren prinzipielle
Bedeutung wir uns in vollem Umfange klar sein müssen.
Die außerordentlich hohen Kosten einer landwirt-
s c 11 a f 1 1 i c 11 c 11 Aiisicdlung der Einwanderer, die bei den
jetzigen Kolouisicrungsmcthoden ertorilcrlich sind, können
wir durch die auf Snendcnfonds beruhenden Einnahmen nicht
aufbriiinen. Der Versuch einer Besteuerung mißlang zum
größten Teil. -So klafft eine ungeheuere Diskrepanz zwischen
den v 0 r 11 a 1 ! d c 11 c 11 und erforderlichen Mitteln. Und
da die heroischen Anstrengungen unserer Führer während der
letzten vier Jahre, liier einen Ausgleich zu schaffen, nicht
gelangen, vielleicht auch nicht gelingen konnten, ist die
Frage der Aeiulerung der Taktik in der Geldbeschaffung
von prinzipieller Bedeutung.
Zwcg Antworten sind "aus dieser Einstellung aut die ver-
änderte Situation gegeben worden. Die eine heißt Natio•
na In 111 eilte, die andere Industrialisierung Pa•
liistinas, Wer der Nation,il.inleilie skeptisch gegenüber-
steht, muß die Industrialisierung Palästinas als die
für unsere Generation letzte Möglichkeit betrachten,
in raschem Tempo und größerem Umfange Palästina jüdisch
zu machen. Und tatsächlich bilden auch in dem Artikel von
Wal ;er P r e u ß die Erwartungen größerer Industrie•
Gründungen die einzigen Hoffnungen auf eine vierte
Alij.111.
Die Möglichkeiten, Palästina auf diese Weise
rascher zu besiedeln, liegen auf der Hand, Die Industrie
verzinst (las in ihr investierte Kapital rasch und ziemlich
hoch ini Gegensatz zur Landwirtschaft. Damit ist
die Möglichkeit einer raschen Erweiterung und Aus-
d e 11111111 g der Produktiousbasis gegeben.
Welche Wege sollen aber bcschrittcn werden, um 111 -
dustrien in Palästina ins Leben zu rufen? Soll die Initiative
ei nzclncr Unternehmer ausschließlich sich ein Be-
tntigungsfeld suchen, oder Ist cs möglich, systematisch
und mit zusammen gefaßten’ Mit Tg I n Untcrneh-
mungeii zu gründen. Die bisherigen Ergebnisse der
industriellen Entwicklung Palästinas zeigen, daß mir ganz
wenige der von Einzelpersonen ins Leben gerufenen Unter-
nelmningcu eine gesunde und vielversprechende
Entwicklung genommen haben. Die meisten leiden unter
Kapitalmangel und sind unvorhergesehenen aber nie
vermeidlichen Zwischenfällen, Krisen, Absatzstockungen gegen-
ttho.r empfindlicher als cs sein sollte. Viele Gründungen, die
vielversprechend aiigefaugen haben, sind mangels ausreichcn-
der finanzieller Ausrüstung und geeigneter Mitarbeiter
über die ersten Anfänge nicht lierausgekonimen und dis-
kreditierten dadurch die Sache selbst. Da für Palästina neben
der menschlichen und fachlichen Qualifikation auch eine sehr
gute finanzielle Fundierung Voraussetzung des Erfolges
eines industriellen Unternehmens ist, da unmöglich alle wid’ri-
gen, hindernden Zwischenfälle vorlicrgcschcn werden können,
die Mehrzahl der Gründungen aber weniger von einzelnen
besonders kapitalkräftigen Unternehmen erwartet wer-
den darf, als vielmehr von einem nur wohlhabenden
Mittelstand, erscheint folgender Weg als der gecig-
netste:
ln allen Städten industriell entwickelter Länder, in denen
sich bereits ein stärkeres zionistisches Leben zeigt, und in
denen best im litte ג n d tt s t r i c 11 zu Hause sind, an
denen Juden direkt oder indirekt tcilnchmcn, ist durch
geeignete Personen aus den Ortsgruppen die Möglichkeit
der Rentabilität und Verpflanzung der betreften-
den lokalen Industrien fcstzustcllen. Durch S tud ic tt ko m •
missionen, Fühlungnahme mit den hierfür berittenen
Zentralstellen usw. sollen die gegebenen Verhältnisse
aufs genaueste testgestellt werden. Ls wird sielt zweifellos
dabei zeigen, daß außer den bekannten Möglichkeiten für
Textilindustrie, Konserven-, Oel-, Seifen-, Zucker-, Tabak-
fabrikatiou auch andere Produktionszweige zu er-
schließen sind. Aktiengesellschaften, die aus den
der betreffenden Industrie aiigehörigen Personen mit um!;•
liehst großer Mitglieder/,ahl zu bilden sind, haben die so er-
worbenen Kenntnisse und Unterlagen praktiscli zu verwirk-
liehen. Die durch diese Aktiengesellschaften in Pa/äst i na
ins Leben zu rufenden Unternehmungen sollen für den An-
fang möglichst klein aufgebaut werden, um Erfahrungen zu
sammeln und Verluste zu vermeiden. Dadurch, daß sich die
finanzielle Belastung auf möglichst viele Personen erstreckt,
Ist sie pro Kopf geringer und tragbarer, wahrend die Höhe
der Gi'sdiattsnnleile, da es sich um aussichtsreiche Invcsti-
tionen handelt, weit über das hinausgehen dürfte, was sonst
an Beträgen dem Keren Hajessod zufließt.
Diese Feststellung industrieller Möglichkeiten und Mobili-
sicrung der geeigneten Fachleute und Kapitalien soll aber
nicht nur der Initiative der einzelnen Ortsgruppen über-
lassen werden, sondern als programmatische Aufgabe auch
von den Landesverbänden übernommen werden, die die
Aufgabe haben, dort, wo cs an örtlicher Initiative mangelt,
cinzugrciten, bet der Organisation und Zusammen-
fass tut g der lokalen Kräfte mitzuwirken und gleichzeitig
planmäßig und ordnend zu wirken. N a c 11 b a r s t ä d t c,
die sich keiner speziellen Heimindustrie erfreuen, können zur
Verstärkung herangezogen w׳erden. Dort, wo größere
Unternehmungen (Spinnerei, Färbereien usw!) als Vor-
missct/img für die Verpflanzung bestimmter lokaler Industrien
notwendig sind, kann durch die Landesverbände Unterstützung
durch Interessengemeinschaft mit auswärtigem Kapital ,(arac*
rikaniseiicni Investement Fonds) vermittelt werden.
Die Vorteile, die sich aus einer solchen Organisation
ergeben, liegen auf der Hand. Schon die Gründung der
einzelnen lmfustric-Unlcrnchmiuigcu wird, da ihr kompetente
fachmännische und solidarische Untersuchungen
voraus)■;■!',׳■;,■ iiigen sind, mir in den Fällen erfolgen, wo nach
nienscliliiTicm Ermessen die M ö g 11 c 11 k e i t d c s Erfolges
gegeben ist. Die t i 11 a 11 z i e 11 c Dotierung, die Aus-
wähl der ungelernten und gelernten Arbeiter wird sorgfältig
vor sich gehen und eine genügende Zahl erfassen. Die weitere
Entwicklung des neuen UiiiermTmiens vollzieht sich unter
den Augen sachlich kompetenter und erfahrener
Aktionäre, deren Interesse cs ist, die gebührende Sorgfalt
eines ordentlichen Kauliiiaiins walten zu lassen. Unvoriier-
gesehene Störungen und Hindernisse sind nicht mehr der
K 11 i 11 des auf sich allein angewiesenen Einzeliintcrnehmcrs,
sondern werden mit vereinten Kräften ab gewehrt. Hat
aber das Unternehme» sich günstig zu entwickeln bc-
gönnen, dann sind auch genügend Reserven an Kapifal und
Mcii'-clie» vorhanden, um es weiter auszubailcn.
Die Durchliihrimg dieser Vorschläge würde cs also ertnög-
liehen, den Ortsgruppen neben ihrer propagandistischen und
Sammeltätigkeit die Bereitstellung Mtul Ausnützung alter in
ihrem Umkreis vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten,
Kapitalien und Menschen zuzuweisen und ihnen so neue, belc-
beutle Aufgaben zu stellen.
Wenn man bedenkt, daß selbst die Einbürgerung des
Keren H a j cs sod-G cd 3.11 k c n s nach mehrjähriger
schwieriger Arbeit innerhalb bestimmter Kreise möglich war
und dessen Inkasso sich heute vielfach schon bürokratisch
ohne besondere Krattanstrengung ahspielt, dann dart man
wohl amielimeu, daß bei dieser neuen Tätigkeit der Orts-
gruppen, die mehr tlic Dirigicriuig des Einzclintercsscs
nach einer bestimmten Richtung, als ein Verzicht aut
den L g o i s m 1 ׳ s erlordert, bei systematischer und atisdau-
ernder Arbeit gute Erfolge erzielt und latente Möglichkeiten
verwertet werden können.
Bei jeder Aufgabe ist es wichtig, wann sic unternommen
wird. Ich glaube, daß kein günstigerer Zeitpunkt für die Ver-
wirklicUung der genannten Gedankengänge gefunden werden
könnte, als der jetzige. Jeder, der den Orient kennt, weiß,
daß er nach einer eigenen Industrie förmlich schreit. Die
s c 11 1 c c 111 c !1 E r fahr 11 n g e 11 mit vielen europäischen
Fabrikanten, das lange Warte» bis zur Ankunft der bc-
stclhcn Ware, die Kursverluste aus Anzahlungen usw.,
die hohen Transport- und Versicherungskosten,
die steigenden Bedürfnisse der einzelnen Märkte begrün-
den dies Interesse genügend. Mau kann ohne Ucbertreilnmg
sagen, daß die jahrzehntelange Propaganda nicht ohne Wir-
kmig geblieben und effektiv viel Kapital bereit ist, sich in
Palästina zu betätigen. Aber es fehlten bisher die Voraus-
Setzungen für Menschen, die keine Chalttz-Naturcn sind und
die sicher gehen wollen. ,
Baut man all diesen eine Brücke, dann wird sich die Ent•
wickhmg Palästinas rapid vollziehen.
Haifas Marlitiagc Im Mal
Das Geschäft war wäiirend des Berichtsmonat» sehr
ruhig. Der Gctrcidccxport hat sich gegenüber dem
Vormonat gebessert. Es gelangten 3(16 700 kg im Werte
von .CE 61(10 gegenüber 103 975 kg im Werte von .CE 2013
im April zur Ausfuhr. Das bedeutet eine Steigerung von
261 123 kg im Werte von CE •1117. Die Getreide p r e i s e
zeigen nach wie vor eine aufwärts gerichtete Tendenz.
Dagegen liegen die Preise für liaiimwollwarcn auf
dem inländischen Markte 5—lO*/o unter den curonäi-
scheu. Die Ursache dafür ist die äußerst beschrankte
Umsatztätigkeit. Ebenso wird ein Fallen der Fleisch•
preise gemeldet. F r a n zö s i s c h c s Mehl wurde zu
110—120 1 res. (zirka 137—150 Piaster) per 100 kg angcbotcil
und stellte sicli damit billiger als das Inlands me hl.
Der Außenhandel Haifas
Der Import belief sieh während des Mai auf ins•
gesamt 5270 Tonnen im Werte von CE 102 884 gegenüber
5103 Tonnen im Werte von £E 116 822 im Vormonat, wies
also einen leichten Rückgang auf. Der Export er-
reichte eine Menge von 2501 Tonnen iin Gesamtwerte von
CE 20 511 gegenüber 235 Tonnen im Werte von £E 35,130,
einschließlich den Reexport von Gold im Werte von CE 21 375
im Vormonat. (Darnach ist offenbar der reine Warenexport
in der Berichtsperiode gegenüber dem April um ein Viel-
faclics gestiegen, da sich das Gewicht der aufgeführten
Exportgüicr von 235 auf 2501 Tonnen erhöhte. Wenn sich
der Wert des Ges nmtex portes trotzdem ver m i n •
derte, so liegt das offenbar daran, daß der Goldexport
ganz erheblich gegenüber der Warcnausf u h r zurück-
gegangen ist. Red.)
Der gesamte Transit! in port über Haifa erreichte
im Mai einen Wert von CE SS64 gegen CE 13 997 im Vor-
monat, nahm also um CE 5143 ab. Dagegen nahm der
Transit ex port Haifas um einen beachtenswerten Prozentsatz
zu: Er stieg von CE 2989 im April auf CE 2391 und
vergrößerte sicli damit um CE 302.
Die Preisbewegung und die Lebensk'osten. Der Stand
der Großhandelspreise für Nahrungs- und Heizmittel im Mai
geht aus nachstehender Tabelle hervor, die erst jetzt zur
Veröffentlichung gelaugt:
I. Getreide u. Fleisch
II. Andere Lebensmittel
und Obst
III. Heizmittel und Ver-
scliicdeiies
Zahl rlor
!)*oHnchtot.
Wftroa
April-
indox
MM-
Index
Zanthm*
13
99,6
102,3
2,7
34
93,3
98,4
1.1
11
80,5
92,7
3,2
Gesamtindex 58 »)3,5 97,7 2,2
Das Niveau der Großhandelspreise hat sich Im Durch-
schnitt wiederum 11 m 2,2 0/0 in einem Monat gehoben und
ist letzt nur noch 2,3 ״/« niedriger als vor zwei Jahren.
Im Beriditsmonat waren vcrschicdentlichc Schwankungen zu
verzeichnen; von den 58 herausgegriffenen Warengattungen
haben sieh 25 aufwärts bewegt, 12 leicht gesenkt,
wahrend der Rest sich nicht veränderte. Die Oruppc
der landwirtschaftlichen Produkte ist ln den ersten
vierzehn Tagen um 5 % gestiegen, gab aber in der zweiten
Monatshälfte überall um 10 bis 20 0/0 nach, trotz der O c•
trclde Importverbote Syriens. In Gaza und Jeru*
salcm war Fleisch viel billiger; in Jaffa bheb cs
aber unverändert. Eier sind mehr oder minder stabil, am
•billigsten waren sie in Haifa mit PT. 19 und am teuersten
in Jaffa mit PT. 30 per ICK) Stck. — Die Milchprodukte
sind nur in Jerusalem gestiegen, während sie in den
anderen Städten weiter zum Aprilpreis verkauft wurden.
Kartoffeln fluktuieren recht stark; zu Anfang des Monats
waren sie ziemlich teuer, später jedoch, als frische Loco•
Vorräte cltitrafcii, kamen sie auf ihren Märzstand zurück.
Frisches Gemüse und Obst ist mmmclir reichlich
und billig zu haben. Tomaten sind im ganzen Land im
Preis zurückgegangen und werden mit nur PT. 35 per 100 kg
gegenüber CE 6 im Vormonat in Jaffa verkauft. Die Preise
für’ Dörrobst,,Wein und Tabak blieben durchschläft•
lieh unverändert. Brennholz und Steinkohle
sind sehr wenig gesunken und kosten fast immer noch so
viel wie im Februar, trotzdem die Nachfrage bedeutend nach•
gelassen hat. ^
Die 'Entwicklung der Lebenshaltungskosten gibt die
folgende Tabelle wieder:
Montti. At5*c»b»
Beobftehinog••
perioa*
ein.'r ftral.Uchnn
5 kOpfig. Kamiil•
Ind»x-ZiSora
FT.
Januar
635
76,8
Februar
615
75,7
März
638
74,8
April
655
76,8
Mai
650
76,2
(Basis: Januar
1922 100.)
Der leichte Preisrückgang von Weizen, Butter, Kaffee
sowie der starke Prcisfill von Fleisch, Olivenöl, Zucker und
Eiern ist durch (las Anziehen der Preise für Milch, Reis,
Kartoffeln und Steinkohle etwas ausgeglichen worden, so
daß der Index im Monat Mai nur um 0,0 0,0 zurückging.
Neue finanzielle und Industrielle Unternehmungen in
Palästina. Die ״ O f f i c i n 1 G a z c 11 e“ veröffentlicht folgen-
des Verzeichnis der kürzlich in Palästina eingetragenen Oe-
Seilschaften. National bank für Industrie. A.-G.,
(Nationalbank for Industry, Ltd.). Direktoren: Joslma S u-
prasky, A. Podlishevsky H. Wicdcnfcld, Z.
G 1 11 s k i n , A. K r c 11 i z i, D. N. D i a m a 11 1, Z. D. Weiler,
N. ü. Shapiro und E. Dänin; alle in Tel-Aviv. Gegen-
stand: Entwicklung und Förderung der palästinensischen ln-
dustric. Sitz: Tel-Aviv. Kapital: C 20.00t), cingcteilt in:
2.000 gewöhnliche Aktien zu je £ 5.— und in 2.000 Vorzugs-
aktien zu je £ 5.—. Natio nal-Tabak A.-G., (National
Tobacco Company, Ltd ). Gegenstand: Verkauf, Verarbeitung
und Anpflanzung aller Arten Tabake und Schnupftabake. Süz:
Nablus. Kapital: £6000, cingcteilt in 80 Aktien zu je £75.—.
Begründer: All-Ila; Abdel Rahim Eff. Kamal, Tnhir Eff. Arafst,
SaJck Eff. Kanaan und Othman Eff. Kiiavat. Alles Kaufleute
aus Nablus. ״ Meshck“ palästinensische Bau-A.-G. ( ״ Mcsliek“
Palesiine Building Company, Ltd,). Direktoren: Nalium Paper
und Joshtis Hank in. Gegenstand: Etablierung, Erbauung,
Leitung, Verwaltung und Beaufsichtigung von Städten, Garten-
Städten und Stadtvierteln. Gcschäitssitz in Jerusalem. Ka-
pital: C 10.000, cingcteilt in: 50 Stammaktien zu je £ 100,—
und 500 gewöhnliche Aktien zu je £10.—. (Siche auch bc-
sondere Notiz.) Nord-Versichcrungs A.-G., (Northern
Assurancc Company, Ltd.), Britische Herkunft, Gegenstand:
Betreibung des Feuerversicherung» *Geschäfts. Kapital:
6 502500.— Pfund. Sitz: London. AfricanandEastern
(Ecar East), Ltd. Gegenstand: Handel, Export, Import,
Scehandel, Assekuranz. Kapital: £ 200.000. Sitz: London.
Motor-Union Vcrsicherungs*A.-O., (Motor Union
Insurance Company, Ltd.), Britische Herkunft. Gegen•
stand: Feuer• Versicherung. Kapital: £ 300.000. Sitz:
London. S i e m e ns-Sc huc k c rt we rk c, G. m, b. H.,
Deutsche Herkunft. Gegenstand: Fabrikation aller Aoparatc,
Maschinen und elcktro-technischer Waren. Kapital :90.030.000 M.
Sitz: Siemensstadt bei Berlin. Die int Namen der
Gesellschaft zur Gcschäf.sführung ermächtigten Personen sind:
Ober-lngcniaur Franz Pohl und Johann Eckstein, beide
in Jaffa.
Die Investitionen des Keren Kajcmeth ln Palästina.
Der Keren Kajcmeth hat, einschließlich der von ihm ein-
gegangenen juristischen Verpflichtungen, an Grundbesitz
und A in c 1 i o r a t i o 11 e 11 in Palästina bisher rund
£ 800 000 investiert. Hiervon wurden £ 693030 bar bezahlt.
Die Investitionen gliedern sich folgendermaßen: Erwerb
ländlichen Bodens 49,6 ״ >, Anpflanzungen 13,5 ״ •,
A in e 1 i o r a t i o 11 läiidlirlicr Böden 12,3 £6, Erwerb s t ä d 11 •
scher Böden 8,8 ״ %, Wirtschaftsgebäude und Ar-
beiterhäuser 5,5 ״ '«, Darlehen 3.8 ״/״ , Wirtschafts•
inventar 2,9 ״ /o, Gebäude in den Städten 1,6 ״ %, zu-
snmmcn 100 ״/״ .
BodcnUbcrwefsungcn an den Keren Kajcmeth. Bei
Einzelpersonen und Gesellschaften, welche in Palästina Boden
besitzen oder erwerben, ist eine wachsende Tendenz bemerk-
bar, ihr Eigentumsrecht an den Jüdischen National-
fonds zu iihertragen. Schon während der erfolgreichen,
nach Kriegsende durchgeführten Propaganda für den Keren
Hageula würden in Erez-Jisrael eine große Anzahl von
Parzellen gespendet. Nunmehr hat der Keren
Hajessod an den Jüdischen Nationalfonds die Aufforderung
gerichtet, diese Parzellen im Werte von £ 2000 zu über-
nehmen. Ferner hat kürzlich Frau Peter Schweitzer,
die Witwe des bekannten amerikanischen Zionisten, das
15 Dunam große Grundstück des zum Andenken an ihren
Gemahl errichteten Spitals in Tibcrias dem Jüdischen National-
fonds geschenkt. Audi die Gesellschaft ״ H 11 d a r - H a k a r*
tn c 1“ in Haifa hat dem Fonds eine Parzelle für ein Volks-
haus am Berge Karmel übergeben. In der letzten Zeit haben
des weiteren verschiedene Einzelpersonen an den
jüdischen Nationalfonds Angebote gerichtet, ihm ihnen ge-
hörige Grundstücke ganz oder teilweise, sei cs sofort oder
durch letzwilligc Verfügung, zu übertragen. Insbesondere
setzen Grundeigentümer, eile keine Erben haben, den
Jüdischen Nationalfonds als ihren Rechtsnachfolger ein. In
der Tschechoslowakei, wo eine Bodenreform in
Durchführung ist, zeigte sich während der Anwesenheit
Ussischkins allgemeines Interesse für die Grundsätze
der Bodenpolitik des Jüdischen Nationalfonds und eine große
Zahl Journalisten zog bei ihm über das in Palästina beobachtete
System der Nationalisierung Erkundigung ein.
Erweiterung der Bodcnfliichc von Kfar Saba. Infolge
der Tätigkeit der P a 1 c s t i 11 e Land Development
Company entwickelt sich auf immer größeren Landstreekcn
bei Klar Saba ein rühriges landwirtschaftliches Leben. Die
von der Gesellschaft erworbenen Parzellen werden gleich
nach Erwerb au den Keren Kajcmeth und andere
Institutionen weiterverkauft. So befinden sich heute
dort 22 000 Dunam in jüdischem Besitz. Darunter auch der
Komplex der von dem American Zion Commonwealth ge•
gründeten Siedlung ״ H e r 1 1 i a“. Im letzten Monat wurde
eine Fläche von 1842 Dunam dem Keren Kajcmeth über•
tragen und hierdurch der Ausbau der bisher bloß 424 Dunam
umfassenden Arbeitersiedlung von A in Chaj er•
möglicht. Vor einigen Jahren noch betrug in dieser Gegend
die Gesamtfläche an jüdischen Böden bloß 7200 Dunam.
Im Hinblick auf die jüngst von der P. L. D. C. bei Ain Chaj
gekauften 4500 Dunam und weitere 10000, die nächst der
Grenze für die amerikanische Gruppe ״ Ranaana"
und andere Qnippen aus Amerika und Polen erworben
wurden, kann das Gebiet von Kfar Saba heute
schon als fast durchwegs jüdisch bezeichnet werden.