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JÜDISCHE RUNDSCHAU
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Nummer 1 | Berlin, 4.1.1929
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RedaktionsscbluS Sonntag und Mittwoch nachmittag.
כ«ב טבת■ תיס״ט | xxxiv. Ja1» g ,
Der Uonismus erstrebt ffir das iOdischa Volh (HeScheffane •Iner Öffentlich • rnchlllch eeskherlew tielmstltte ln Palästina. ״»asaln> »roeramw».« ,
19 29
Organisatlonsprobleme der Agency
(Ein Gespräch mit Felix Rosenblüth)
Die Ittdkilinieit des Aktion»-Comites
für Organisation und Verfassung
der crweifcrieii Körpersdiatt
Bekanntlich hat sich das Zionistische Aktions-Comrtö auf
seiner letzten Berliner Tagung, Ende Dezember 1928, mit der
"rage der Konstitution der Erweiterten Jewish Agency zu
jefassen begonnen. Eine vom A.-C. eingesetzte Vierzehner*
<ommiss!on hat eine Reihe von Detail Vorschlägen ausgear-
jeitet, die der Exekutive übergeben worden sind. Da es sich
ticht um einen Beschluß, sondern um Vorschläge handelt,
Ife der anderen Seite zu unterbreiten sind, werden diese
Richtlinien vorläufig als vertraulich behandelt. Um der Ocffent-
tchkeit etwas von dem Geiste vermitteln zu können, in dem
liese Richtlinien abgefaßt wurden, wandte sich die J. T, A,
in das Mitglied der Zionistischen Exekutive, Herrn Felix
Rosenblüth, den Leiter des Organisations-Departements
ler Zionistischen Weltorganisation, mit der Bitte, einiges über
Ile Grundgedanken der zukünftigen Organisation und Ver-
sssung der Agency zu sagen. Herr Felix Rosenblüth teilte
lern Befrager folgendes mit:
״Nachdem jetzt ein grundsätzliches Einverständnis über
Ile Erweiterung der Agency erzielt worden ist und das
L-C. sich im Laufe weniger Monate wiederholt mit über•
״!lügender Mehrheit für die schleunige Durchführung des
kgency-PIanes ausgesprochen hat, treten jetzt
die organisatorisch-konstitutionellen Fragen
n dm, Vordergrund des Interesses. Der KonstruktM splan
ie das: Agency-Oebäude steht in seinen Um 18 sen
je׳if und’j^t:bertd%ite^den,B^ehlissen des, 14, Kongresses
ttd In analogen Beschlüssen der amerikanischen* «JpiÄ#
lepei KonfereifzÄ! 'aftg1v«enfiC׳־N9Rtrfl,9if;ddrd die endgültige
Entscheidung über Organisation und Konstitution der erwei-
orten Agency erst in der konstituierenden Gründungsver-
ammlung, deren Einberufung für Sommer oder Herbst des
(ahres 1929 In Aussicht genommen worden ist, gefällt werden
jönnen. Aber die bereits erwähnten Beschlüsse früherer Jahre
»!!den ein wichtiges Material, aus dem gewisse Schlüsse
ür die zukünftigen • Organisationsformen gezogen werden
:önnen.
Das Wesentliche über diese Organisationsformen ist in
venigen Worten gesagt: Gedacht ist an einen dreiglicd*
1 'gen Aufbau, dessen Basis der aus allen Teilen der
Veit beschickte, Repräsentanten der Zionistischen Organi-
;ation und der Judenheiten aller Länder umfassende ״C 0 u n *
il“ bildet Der Council wird in regelmäßigen, noch näher
:u bestimmenden Zeitabständen zusammentreten, um Be-
ichte über die Entwicklung der wirtschaftlichen und poll-
ischeu Arbeiten entgegenzunehmen, um die leitenden Organe
Pro Palästina-Komitee in Belgien
Brüssel, 27. Dezember. (J.T.A.) In diesen Tagen hat
ich ein belgisches Pro Palästina-Komitee (Comltl Bel-
ique-Palestine) gebildet, dem bisher folgende Persönlichkeiten
ת gehören: Senatspräsident Charles Magnette (Präsident),
InJversitätsprofessor de Donder (Sekretär!, Universität»-
rofessor Brächet, Bankier Leon Cassel, Senator Louis de
Irouckere (früherer Vertreter Belgiens beim Völkerbund),
er Führer der liberalen Partei und Deputierte Albert De-
0 z e , Universitätsprofessor Jacques Errara, der Präsident
er belgischen zionistischen Föderation Jean Fischer, Uni-
ereitätsprofessor Leon Leclai re, der Staatssekretär und
litgliea der Mandatskommission des Völkerbundes Pierre
)rts, der Richter am Kassations-Hof Henri Rolin, Gräfin
lelena Gobi et d’Alvia , Deputierter Louis Pierrar d,
tme Orts, Frl. Alice Pols, Staatsminister Emile V a n d e r -
e 1 d e u. a. m. Das belgische Pro Palästina-Komitee hat sofort
ach der Konstituierung eine Kundgebung an die Oeffentiich-
cit erlassen, in welcher zur Unterstützung des Aufbaus des jü-
ischen Nationalhcims in Palästina aufgerufen wird. — Bei Ge-
:genheit des Besuches Dr, Weizmannsin Antwerpen wurde
ine Keren Hajessod-Aktion eingeleitet, die bisher allein in
ntwerpen 3000 Pfund erbracht hat.
Die Wahlen in Tel-Awiw
Tei-Awiw, 1. Januar. (J.T.A.) Oie heute durch-
eführten Wahlen In die Stadtverwaltung von Tel-Awiw er-
aben das folgende Resultat: Gewählt wurden fünf Vertreter
er organisierten Arbeiterschaft, vier Abgeordnete des ver-
Inigten Zentrums, zwei Vertreter der polnischen Juden, zwei
ertreter des Hausbesitzervereins, ein Misrachist, ein Vertreter
er kleineren Kaufmannschaft.
Die Wahlbeteiligung war eine enorme; es schritten 92 ״/o
er gesamten Wählerschaft zur Urne.
Gnte Oraugcnprclse
Gegenüber den niedrigen Preisen, die die ersten Sendungen
alästinensischer Orangen in England dieses Jahr erzielten, er-
ieltcn die Sendungen in der letzten Woche sehr gute
reise. So wurde eine Sendung des ״Pardess“ mit 18 bis
1 sh per Kiste bezahlt; der Maschbir erhielt mit 19 bis 22 sh
er Kiste den besten Preis. (Ziko.)
der Agency m wählen und um Richtlinien für ihre Arbeit
festzulegen.• Auf dem Council baut sich dann eine kleinere
Körperschaft auf, die im Laufe eines Jahres wiederholt
tagen soll, und auf dieser wiederum eine leitende Spitzen-
behörde mit dem Sitz in London und Jerusalem zur tat-
sächlichen Leitung der laufenden politischen und ökonomischen
Aufbau-Arbeiten.
Bekanntlich sollen die Organe der Agency nach dem
Prinzip zusammengesetzt sein, daß die Zionistische Welt-
Organisation einerseits und die Judenheiten der einzelnen
Linder andererseits in gleicher Stärke vertreten sind. Das
A.-C. hat die Frage diskutiert,
wie dieses ״Flfty-FHty"-Prinzlp in der Praxis verwirklicht
werden kann. ,
Es besteht die Möglichkeit, daß bei den Tagungen der
Agency-Körperschaften die Delegationen der Landesjuden-
heiten einerseits und der Zionistischen Organisation anderer-
seits in ungleicher Personenstärke vertreten sind.
Es herrschte absolute Uebereinstimmung darüber, daß alles
geschehen muß, um dem Prinzip des Gleich-
gewichts der Kräfte, auf dem die Agency begrün-
det werden soll; Geltung zu verschaffen, dies kann z. B. da-
durch geschehen, daß von vornherein für Mitglieder der
verschiedenen Agency-Körperschaften eine ausreichende An-
zahl von Ersatzmitgliedern bestellt wird, um sicher-
zustellen, daß die Delegationen jeweils in voller Stärke ver*
treten sind. Ein anderes System, das für die Zionistische
Organisation neu ist, erreicht den gleichen Zweck dadurch,
daß die Delegationen unabhängig von der Zahl der erschie-
reuen Personen berechtigt sind, die Zahl der 5tip!men
abzugebea,׳ dleThyelr vollen Stärke ,Ja den |eVeff§nd8|B .,Körper-
h'äi, lw¥>Na»&
,teile,ueiäer.Systeme in großer AiiifilirUchkeftÄfctttiert,־. wo*
bei, wie gesagt, Uebereinstimmung darüber bestand, daß
ein Weg gefunden werden soll, um die Aufrechterhaltung de$
Gleichgewichts der Kräfte bei Abstimmung ?u sichern. Map
ist sich hierbei natürlich klar, daß in der Praxis diese Frage
insofern weniger Bedeutung haben dürfte, als ja bei den
realen Aufgaben der zionistische und der ״nichtzionistische“
Teil der Agency keineswegs prinzipiell einander gegenüber-
stehen, sondern in gemeinsamer Arbeit sich Meinungsver-
schiedenheiten in Einzelfragen auch innerhalb der beiden Lager
bilden können.
Abgesehen von diesen Hauptfragen sind im A.-C nur
Detailprobleme von geringer Bedeutung erörtert wor-
den. Die Konstruktion der Agency-Organisation ist eine ge-
meinsame Aufgabe der in ihr vertretenen Gruppen, es war
aber von großer Bedeutung, daß das A.-C. einige klare
Richtlinien für die von der Exekutive zu unterbreitenden
organisatorischen Vorschläge gewiesen hat
Audienzen beim neuen High Commissloner
Col. Kisch wurde am 19. Dezember zu einer längeren
Unterredung vom High Commissjoner empfangen. In der Lin-
terredung wurde die Arbeit der Zionistischen Organisation in
Palästina im allgemeinen behandelt Der High Commissioner
stellte eine Reihe von Fragen über das jüdische Programm
betreffend die Entwicklung des Landes. Col. Kisch lenkte die
Aufmerksamkeit des High Commissioners besonders auf jene
Pläne der Zionistischen Organisation, für die diese die Mithilfe
der Regierung erwartet
Am gleichen Tage wurde auch P. Ruthenberg beim
High Commissioner empfangen. Er legte dem High Commissio-
ner die Bitte vor, eine Zollbefreiung der für die Palestine Elec-
tric Corporation aus Europa einzuführenden Maschinen zu ver-
anlassen. Sir John Chancellor versprach, die Angelegenheit
wohlwollend zu prüfen. — Der High Commissioner empfing
ferner die palästinensischen Oberrabbiner K u k und M e i r.
Die Leiter der PICA in Haifa, die Herren Rosenheck
und Victor Cohn wurden am 21. Dezember vom High Com-
tuissioner empfangen. Der High Commissioner zeigte großes
Interesse an allen Arbeiten der PICA und eine eingehende
Kenntnis landwirtschaftlicher Probleme.
Am 21. Dezember besuchte der High Commissioner in Be-
gleitung der Lady Chancellor und des Distriktskommissars
Rahels Grab, wo er seinen Namen in der Liste der Besucher
eintrug. (Ziko.)
Jerusalem, t. Januar. (J.T.A.) Die Exekutive des
Waad Leumi (jüdischer Nationalrat in Palästina) hatte gestern
eine mehr als eine Stunde dauernde Unterredung mit dem Ober-
kommissar in dessen Amtshause, bei der die aktuellen Fragen
der palästinensischen Judenhejt zur Besprechung gelangten, so
di« Fragen der Kncssetli Israel (Gesamtorganisation der pa-
lästinensischen Judenheit), der Einwanderung, der Klage-
mauer usw.
Der Oberkommissar betonte, es sei wünschenswert, daß die
Judenheit Palästinas eine organisierte Einheit darstelle, und
Sagte ferner, es müßten vor einer größeren Einwanderung
Irischer Kräfte die entsprechenden Vorbedingungen ge-
geschaffen werden. Im weiteren Verlauf der Unterredung sprach
sich Chancellor sehr lobend über das Jordan-Kraftwerk und
über den Zustand der benachbarten Kolonien, die er besuchte,
aus und sagte, es sei nötig, die Kolonien so zu gestalten und
sicherzustellen, daß sie sich dann aus eigener Kraft erhalten
können.
• - Wenn . früher׳ die jüdische Chronologie vor allem
durch Ereignisse des Leidens bestimmt wurde, so hat
sich das seit Erwachen des modernen jüdjgchen Lebens-
geistes grundlegend geändert Am Beginn eines neuen
Zeitraums, eines neuen Jahres, schauen wir nicht tnehr
ausschließlich zurück auf die Leiden der Vergangenheit;
wir schauen vorwärts und fragen uns, welche neuen
Aufgaben in diesem Jahre der jüdischen Gemeinschaft
gestellt sind. Das jüdische Volk ist nicht mehr bloß
passiver Spielball der Launen Anderer, es ist heute
ein aktiver Faktor geworden, der für seine Geschicke
selbst verantwortlich sein will. Die Zersplitterung des
Judentums und die zunehmende Schwäche des jüdi-
sehen Bewußtseins beruht zweifellos nicht nur auf der
Zersetzung des jüdischen Erbes durch den Zusammen-
stoß mit der modernen Welt, sondern vielmehr auf dem
Mangel einer gemeinsamen Aufgabe. Alle Versuche, eine
reale Gemeinsamkeit in der rein spirituellen Sphäre zu
finden, sind fehlgeschlagen. Und auf dem Felde der
praktischen Arbeit gab es wohl wichtige Einzelaktionen
philanthropischer und sozialer Natur, aber es gab in
diesem letzten Jahrhundert jüdischer Geschichte keine
Sache von universaler Dignität, die die zentrifugalen
Tendenzen wieder in zentripetale hätte umwandeln
können. Nur eine Idee konnte dies bewerkstelligen,
und sie stand jahrelang bereit und verwaist, ohne die -
erstarrten Herzen erschüttern zu können. Aber unter-
irdisch vollzog sich eine Wandlung, aus dem ewigen
Feuerquell des Judentums gespeist, und es hat den
Anschein, als ob das Jahr 1929 nun auch ein söziolo-
glsches Aequiyalent der veränderten geistigen Verfassung
bringen soll. Es ist freilich nicht der .AtijfChl u 8 einer
Entwicklung; es- ist nuf eine.Etappe aiifdfe® •Weg'.der : ן
solche Etappe ist der Ausgangspunkt nicht fltf' eine
Summierung, sondern eine Potenzierung der Kräfte.
Im Mittelpunkt des jüdischen Lebens dieses Jahres
steht die Bildung dfer erweiterten Jewish Agency
für Palästina. ,Der Aufbau des jüdischen Gemeinwesens
p Palästina wird dadurch zur gemeinsamen Aufgabe
vielleicht noch nicht aller Juden, aber doch eines großen
jüdischen Kreises, der nicht parteimäßig abgegrenzt ist
Palästina wird lebendiger Inhalt und Medium des ge-
samtjüdischen Zusammenhanges. Es Ist schon heute die
größte jüdische Konkrethejt und von ausschlaggebender
Bedeutung für die Geltung des Judentums nach innen
und nach außen. Die Zionistische Organisation hat die
Idee des Aufbaus des jüdischen Nationalen Heinis jahr-
zehntelang allein getragen, sie wird auch in Zukunft über
diesem Ideal wachen, aber sie versteht die geschichtliche
Notwendigkeit, diesen Aufbau zu einer Sache des ge*
samten Volkes zu machen und alle Gruppen verantwort-
lieh an ihr teilnehmen zu lassen. Die Konstituierung
des leitenden Organs des Aufbauwerkes wird zweifellos
auf das ganze jüdische Leben und seine innere Struktur
von größtem Einfluß sein. Palästina wird das Sorgen*
kind des ganzen Judentums, seine Fortschritte und seine
Leiden werden eine zentrale Kraft bilden, deren Aus-
Strahlung sich keine jüdische Lebenszelle verschließen
kann.
*
Die Zionistische Organisation geht jetzt an die schwit
rige organisatorische Arbeit der Zusammenfassung der
einzelnen Lindergruppen für die Jewish Agency. Die
letzte Sitzung des A.-C. hat gezeigt, daß heute fast die
ganze Bewegung geschlossen diese Politik unterstützt.
Nach der Einigung zwischen Zionistischer Organisation
und Marshall-Gruppe ist die Erweiterung eine vollendete
Tatsache und ihre Ausführung nur noch eine Frage der
organisatorischen Technik. Die Zionistische Organisation
wird die Macht ihrer Idee innerhalb der neuen Verbindung
zu erweisen haben; es hängt viel davon ab, ob alle zio-
nistischen Gruppen sich dieser Verantwortung bewußt
sind, und innerhalb der Agency eine Stärkung der Zio-
nistischen Organisation wünschen. Man müßte meinen,
daß gerade diejenigen Gruppen, die die Erweiterung
aus Mißtrauen gegen die Nichtzionisten ablehnten, jetzt
ihre Taktik von Grund auf ändern müssen; der zionisti-
sehe Patriotismus kann sich jetzt nur darin erweisen,
daß man nicht die Zionistische Organisation durch maß-
lose innere Kämpfe schwächt Sonst kann die zionistische
Stellung innerhalb der Agency eine so unbefriedigende
werden, daß dann vielleicht die früheren Befürchtungen
gerechtfertigt werden. Wer aber meinte, daß diese Ein-
sicht der logische Weg der oppositionellen Gruppen sein
wird, wer ihre positive Mitarbeit bei der Aufrichtung
einer großen zionistischen Macht innerhalb des um Pa-
lästina gruppierten Gesamtjudentums erhoffte, wer aus
gewissen Berliner Reden mancher oppositioneller Führer
eine Erkenntnis der neuen Sachlage herauszuhören