Seite
Hr.i / Jahrgang 43
Preis 23 RpL
JÜDISCHE RUNDSCHAD
■•daktlon, Vor lag mIAanItwnmaltuii BerUnWIS, Melnakaatr.10
Tarnrnf t 919031, T«l* 2 r&nvm -Idintt : Orghlp. — Bnujipnii «mAWtt
Bwt.lljj.ld ja Monat RM 2.-. ja Vierteljahr RM 5,75. bei Abholung RM 1,88 biw.
RM 539. - PortachaA - Konten der Vertrieb. - Abteilung; Berlin 71573 (für
drob-Berlin), Berlin 17392 (für du übrige Reick,), ln Pillen höherer Gewalt
beiteht kein Aupruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa ackion getahlter
Bungageb&hren. — Er•eh•In t jaden Dienstag and Freitag.
BERLIN
rrsnn '2
DIENSTAG, 4. JANUAR 1938
GHltigi Anisljfsnprslaliit« Nr. 5. Dia 12 jrespaMene mm - Zeile 20 Rpf., fflr
Familien - Nachrichten 15 Rpf, Kur die Aufnahme von Ameigen in bestimmten
Ausgaben oder an bestimmten Flitzen wird keine Gewahr geleistet Gelegenheits¬
anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder
bar Montag bis Freitag 9-18 Uhr. Annahtnesehlufl ffir die
Dienstag - Ausgabe Montag 10 Uhr. für die F reitag - Ausgabe
Mittwoch 13 Uhr. (Fßr Familien »Anzeigen am Tag vor E radieinen 13 Uhr)
Der Zionismus erstrebt für das indische Volk die Schaltung einer Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm)
P _ _ h ’i»_« mm Abkehr vom Peel-Plan?
F QffF flillllll Die Absichten Englands
Protest der englischen Zionisten
Die antijüdischen Maßnahmen in Rumänien
„Rumänien den Rumänen“
Der neue rumänische Premierminister Goga sprach am
31. Dezember abends über die Hauptpunkte seiner Politik im
rumänischen Rundfunk. Er kündigte u. a. an, daß das
Parlament aufgelöst werden wird und daß dann das
Land sowohl durch verfassungsmäßige Gesetzgebung als auch
durch Dekrete regiert werden wird. Die Minderheiten
würden geschützt werden, doch würden Maßnahmen gegen
„das jüdische Element, das in das Land eingedrungen sei“,
getroffen werden. Seine ganze Rede stand unter dem Motto
„Rumänien den Rumänen“. Die neue Regierung be¬
kennt sich zum Glauben an die geistige Wiedergeburt Ru¬
mäniens durch die christliche Kirche.
Unter den Maßnahmen, die im einzelnen gegenüber
den rumänischen Juden angewandt werden sollen,
nannte Goga folgende: die (voii uns bereits gemeldete — Red.)
Unterdrückung der liberalen Zeitungen „Dimi-
neata“, „Adeverul“ und „Lupta“ (die Einstellung der beiden
erstgenannten Zeitungen trifft 1000 Angestellte, von denen
etwa 200 Juden sind); die Einziehung der Eisenbahn¬
freifahrkarten für über 120 jüdische Jour¬
nalisten; die Entziehung der im Besitz von
Juden befindlichen Lizenzen für den Vertrieb
von Alkohol in den ländlichen Gemeinden, die an rumä¬
nische Veteranen vergeben werden sollen; die Nachprü¬
fung der nach dem Kriege erfolgten Einbürgerungen
von „jüdischen Elementen, die zu Hunderttausenden nach
Rumänien eingedrungen seien“; die Schaffung von Regie¬
rungskommissaren in ausländischen Unternehmungen,
um in ihnen die Anwendung der Gesetze zur Förde¬
rung der „rumänischen Arbeit“ zu überwachen.
Ferner die Romanisierung aller rumänischen Unternehmungen,
die Ausländer beschäftigen.
„Nicht prinzipiell antisemitisch“
In einem Interview, das Goga der englischen Zeitung
„Evening Standard“ gewährte, äußerte er sich gleich¬
falls u. a. über seine Judenpolitik. Das Schlagwort „Ru¬
mänien den Rumänen“ bedeutet — so erklärte Goga —
„daß Rumänien wirklich das Land der Rumänen wer¬
den soll und nicht der Zehntausende polnischer und russi¬
scher Flüchtlinge, meistens Juden, die nach dem Kriege
hereinströmten. Wir sind keineswegs prinzipiell
antisemitisch. Wir haben keinen Haß gegen die Juden,
aber wir sind entschlossen, die Industrie, den Handel und
die freien Berufe von dem ausländischen Monopol
zu befreien, das unsere eigenen Nationsgenossen beiseite¬
geschoben hat. Ausländische Juden kontrollieren heute fast
alle die Schlüsselindustrien, z, B. Eisen, Kohle und Oel,
und sie überfluten in ganz Rumänien die freien Berufe. In
Rumänien sind 1500 000 Juden bei einer Gesamtbevölkerung
von 18 Millionen. Jetzt ist es meine Absicht, sie auszu¬
räumen und Rumänen an ihre Stelle zu setzen.“
Schließlich wird vom „Evening Standard“ folgende Be¬
merkung Gogas wiedergegeben: „Ich möchte dem Gerücht
entgegentreten, daß alle jüdischen Staatsbeamten entlassen
werden sollen, denn es gibt keine jüdischen
Staatsbeamten in Rumänien.“
Die Erklärungen des rumänischen Ministerpräsidenten
geben die erste offizielle Andeutung darüber, welche
Maßnahmen die neue Regierung gegen die Juden plant. Bisher
sind nur Aeußerungen der nationalistischen rumänischen
Presse in die Oeffentlichkcit gedrungen, aus denen man auf
die Absichten der Regierung schloß. Diese Pressemeldungen
gehen teilweise weit über das hinaus, was Goga jetzt
angekündigt hat. Aber wie immer es sei, auch der Minister¬
präsident redet eine deutliche Sprache. Manches ist dabei auf¬
fallend, so z. B. die Formulierung die Regierung sei „nicht
prinzipiell antisemitisch“, wo doch ein führendes
Mitglied dieser Regierung Prof. C u z a ist, der seit Jahrzehnten
einer der fanatischesten Antisemiten Europas ist.
Besonders beachtenswert ist die Erklärung Gogas über
die Frage der Staatsbürgerschaft. Diese Frage hat in
Rumänien eine sehr lange Vorgeschichte. Im Jahre 1878 hat
Rumänien auf dem Berliner Kongreß sich verpflichtet,
den einheimischen Juden, die bis dahin als „Ausländer“ (ob¬
wohl ohne ausländische Staatsangehörigkeit) behandelt wurden,
das Bürgerrecht zu geben. Diese Bestimmung des berühmten
Artikels 44 des Berliner Vertrages hat Rumänien nicht
erfüllt; trotzdem wurde die an diese Bedingung geknüpfte
Unabhängigkeit Rumäniens anerkannt, aber 40 Jahre lang
war diese Frage ein Gegenstand der europäischen Politik,
obwohl keine der Großmächte mehr als gelegentliche Vor¬
stellungen in dieser Sache unternommen hat. Die Stellung
der Juden in Rumänien war damals völlig paradox, da sie
weder Ausländer noch Staatsangehörige waren. Im Welt¬
krieg war die Lage der Juden in Rumänien besonders
schwer, weil sie als deutschfreundlich verdächtigt wurden;
damals hat man ihnen den Gebrauch der jiddischen Sprache
(wegen ihrer Achnlichkeit mit dem Deutschen) verboten. Als
dann Rumänien von den Mittelmächten besiegt wurde, haben
die österreichische und die deutsche Regierung im Friedens¬
vertrage von Bukarest u. a. die Naturalisation der rumänischen
Juden gefordert. Bei dem endgültigen Friedensschluß in
St. Germain hat sich Rumänien, das inzwischen zu einem
Großrumänien gewachsen war. und mit den neuen
Provinzen auch zahlreiche neue Juden übernahm, zur Gleich¬
stellung der Juden sowie aller anderen Minderheiten
verpflichtet. Wenn jetzt der Ministerpräsident im Zusammen¬
hang mit der Judenfrage immer wieder von „Aus¬
ländern“ spricht, so dürfte es sich dabei nur in wenigen
Fällen um wirkliche Ausländer, d. h. Angehörige anderer
Staaten, handeln; es scheint vielmehr, daß der Ministerpräsident
dabei an die Terminologie der rumänischen Vor¬
kriegszeit anknüpft und die Juden des eigenen Landes
als Ausländer bezeichnet. Das Einströmen von Juden, über
das der Ministerpräsident sich beschwert, hängt ja mit der
Vergrößerung Rumäniens zusammen. Uebrigens be¬
hauptet der Vertreter des „Evening Standard“, der Minister¬
präsident hätte die Zahl der Juden mit 1 500 000 angegeben,
während die offizielle Volkszählungsstatistik in Rumänien nur
etwa die Hälfte (800000) verzeichnet, eine Zahl, die, wie
man annimmt, sich seitdem etwas erhöht hat.
Wichtig ist, daß der Ministerpräsident zugibt, daß es
Juden im Staatsdienst nicht gibt. Dies erklärt
auch — neben anderen Umständen —, warum die jüdische
Intelligenz sich den freien Berufen und dem Handel zuwenden
mußte, was ihr nun andererseits wieder zum Vorwurf ge¬
macht wird.
Zweifellos wird die neue Praxis in Rumänien für eine
gewaltige Anzahl von Juden, besonders für viele Angestellten
der großen Betriebe, den Verlust ihrer materiellen
Existenz zur Folge haben. Die Frage, was mit diesen
Menschen geschehe» soll, ist völlig ungeklärt. Es ist anzu¬
nehmen, daß sich ein gewaltiges Bedürfnis nach Auswan¬
derung geltend machen wird, aber schon sperren die
Nachbarländer ihre Tore. Auch von bevorstehenden Auswei¬
sungen der Ausgebürgerten ist die Rede. Die Frage,
wohin die heimatlos oder brotlos werdenden
jüdischen Massen sich wenden sollen, ist eine
Frage an das europäische Gewissen.
Grenzen gesperrt
Wie Reuter meldet, hat die bulgarische Regie¬
rung Maßnahmen getroffen, um zu verhindern, daß
jüdische oder andere Flüchtlinge aus Rumänien die bul¬
garischen Grenzen überschreiten. Eine ähnliche Ver¬
ordnung zur Verhinderung des Uebertritts von Juden aus
Rumänien auf jugoslawisches Gebiet soll auch die
jugoslawische Regierung erlassen haben. Auch aus
der Türkei und Ungarn kommen gleichartige Meldungen
über Grenzsperre.
Ferner meldet Reuter aus Genf, daß Vertreter des
jüdischen Weltkongresses an die britische, fran¬
zösische und USA.-Regierung und an das Generalsekretariat
des Völkerbundes Proteste wegen der antijüdischen Ma߬
nahmen in Rumänien gerichtet haben, da diese einen Bruch
des Minoritätenvertrages darstellten.
Widerhall in Oesterreich
J. R., Wien, 2. Januar 1938
Die Ereignisse in Rumänien haben in der Wiener
Oeffentlichkeit ein starkes Echo gefunden. Die dort an gekün¬
digten Maßnahmen gegen die Juden spiegeln sich auch in einer
verschärften Pressekampagne wider, die einen Riegel vor eine
aus Rumänien etwa zu erwartende Judeneinwanderung
nach Oesterreich verlangt. Wir haben erst jüngst an dieser
Stelle berichtet, daß sich die „Wiener Neuesten Nach¬
richten“ in zwei Leitartikeln mit der Frage einer Zu¬
wanderung von Ostjuden nach Wien befaßten und die Forde¬
rung nach einer Neuregelung der Fremdengesetzgebung er¬
hoben. Der Rut nach „Schutz vor den Ostjuden!“ hallt jetzt
durch zwei katholische Blätter, die offiziöse „Reichspost“
und das christlichsoziale „N e u i g k e i t s - W e 11 b 1 a 11“.
Die österreichische Bundesregierung beabsichtigt In
der Tat die Schaffung eines neuen Fremdengesetzes
zwecks Regelung des Aufenthaltes von ausländischen Staats¬
bürgern in Oesterreich. Hierbei ist, wie nunmehr verlautet, eine
Bestimmung vorgesehen, nach der die Ausländer verpflichtet
werden, sich nach einer bestimmten Zeit nach ihrer Einreise
nach Oesterreich bei den Behörden zu melden. Es steht noch
nicht fest, ob der Aufenthalt für Ausländer ohne besondere
Meldung auf drei oder sechs Monate erlaubt sein wird. Es
verlautet jedoch, daß dieser mit drei Monaten befristet
werden dürfte. Nach diesem Termin muß jeder Ausländer
um eine Aufenthaltsbewilligung nachsuchen. Noch
nicht entschieden ist aber, ob für die Erteilung dieser Auf¬
enthaltsbewilligung die Polizei oder die Gemeindebehörde zu¬
ständig sein soll. Als Zentralstelle für die Ueberwachung
der Fremden wird das Wanderungsamt des Bundes¬
kanzleramtes fungieren. Das neue Gesetz soll, wie es heißt,
deshalb erlassen werden, weil auch in den meisten Nachbar¬
staaten ähnliche Gesetze bereits bestehen. Daß dieses Frem¬
dengesetz, das nach einem Bericht der „Reiehspost“ vom 1. Ja¬
nuar demnächst den zuständigen wirtschaftlichen Körperschaf¬
ten zur Stellungnahme zugehen und im Frühjahr in Kraft treten
dürfte, auch im Zusammenhänge mit der Pressekampagne
gegen die Zuwanderung von Ostjuden steht, wird im gleichen
Bericht der „Reichspost“ bestätigt.
Schon seit einiger Zeit sickern Nachrichten durch, wo¬
nach in der englischen Regierung starke Strömungen vorhan¬
den sind, die auf eine Abänderung der bisherigen
Palästina-Politik hinarbeiten. Der gegenwärtige Kurs
dieser Politik ist festgelegt durch die Erklärung (Statement
of Policy) der Britischen Regierung vom 8. Juli 1937, wo¬
nach die Empfehlungen der Peel-Kommission in ihren
allgemeinen Richtlinien als Regierungspolitik aner¬
kannt werden. Die Regierung hat durch den Mund des Kolo¬
nialministers Ormsby-üore das Prinzip der Teilung des
Landes und der Errichtung von zwei Staaten, eines
jüdischen und eines arabischen, angenommen, wäh¬
rend die Details noch offen blieben. Schon in der Unterhaus¬
debatte, die unmittelbar auf den Peel-Bericht folgte, hat sich
gezeigt, daß das Parlament nicht unbedingt hinter dieser
Politik steht. Damals waren es besonders die pro-zio¬
nistischen Kreise des Parlaments (geführt von Lloyd
George, Churchill und Amery), die eine Abschwächung der
Resolutionen im Sinne einer elastischeren Politik durchsetzten.
Die nach Abschluß der Völkerbundtagung im September in
Aussicht genommene Ahsendung einer neuen Kommis¬
sion hat sich aber immer wieder lierausgezögert. Schlie߬
lich war eine rätselhafte Stille eingetreten. Was geht
da vor? so fragte man sich. Der Kolonialminister Ormsby-
Gore wurde mehrmals im Unterhaus angezapft, er hat stets
gesagt, daß die Regierung im Prinzip an ihrer Politik fest¬
hält, aber die Kommission wurde nicht ernannt. England hat
schwere Sorgen in der ganzen Welt, und manche waren der
Ansicht, daß man in Palästina die Dinge laufen ließ, um
nicht auch diesen Konflikt zum Brande zu schüren. Die
Fortdauer des Terrors bot einen Vorwand, die Absendung
der neuen Kommission zu verschieben; auch mag der bevor¬
stehende Regierungswechsel in Palästina dafür ma߬
gebend gewesen sein. Denn im Februar 1 tritt der neue High
Commission er Sir Harold MacMichael sein Amt an, und es
ist begreiflich, daß man es für unzweckmäßig hält, die Kom¬
mission erst mit dem einen und dann mit dem anderen Re¬
gierungschef arbeiten zu lassen, wobei freilich sich auch <fle
Ueberlegung aufdrängt, daß ein eben erst ernannter Regie¬
rungschef ohne Erfahrung im Lande eine so vitale Frage
wie die Teilung des bisherigen einheitlichen Mandatsgebiete
gewiß nicht leicht beurteilen kann.
Neue Enthüllungen
In den Zustand der Ungewißheit platzen nun die neuen
Enthüllungen hinein, die die englische Presse in den
letzten Tagen gemacht hat. Wenn man auch nicht alle Details
dieser Artikel glauben muß, so hat sich doch bisher (so z. B.
auch vor dem Erscheinen des Peel-Berichtes) gewöhnlich
gezeigt, daß die Informationen der Londoner Zeitungen nicht
gänzlich ans der Luft gegriffen sind. Ormsby-
Gore hält an der bisherigen Politik fest; aber nun heißt es,
daß seine eigene Stellung erschüttert ist, weil im Kabinett
einflußreiche Persönlichkeiten auf einen Wechsel der
Politik hinarbeiten. Diese Kabinettsmitglieder interessieren
sich — mit einer Ausnahme — wahrscheinlich nicht allzu sehr
für Palästina, aber sie sind der Meinung, daß alles vermieden
werden soll, was England neue Schwierigkeiten machen kann,
lind sie glauben, mit Recht oder Unrecht, daß die Durch¬
führung des Teilungsplanes den Engländern die offene Feind¬
schaft des A r a b e r t u m s, vielleicht sogar des ganzen
Islams einbringen könnte, und in dieser Zeit, wo andere
Mächte den Islam und das Arabertum umwerben, scheint diesen
Kabinettsmitgliedern ein derartiger Bruch angesichts der all¬
gemeinen Weltkonstellation denkbar unerwünscht. Man darf
annehmen, daß der treibende Geist in dieser Kabinettsgruppe
Lord Winter ton ist, der seit vielen Jahren unentwegt für
eine proarabische Politik in Palästina eintritt und dessen Ein¬
schluß in Chamberlains neues Kabinett nach Baldwins Rück¬
tritt von uns sofort als ein beachtenswertes Faktum bezeichnet
wurde. Auch der Außenminister Eden, der im September
in Genf die Politik des Peel-Planes verteidigt hat, scheint von
der oben erwähnten Argumentation beeindruckt zu sein, doch
ist seine Stellung nicht so prononciert. Welche Gruppe stärker
ist, ob die hinter Orrnsby-Gore oder die hinter Lord Winterton
stehende, ist vorläufig nicht festzustellen. Nach den letzten
Stsiei Ue&e\UUk
Bei einem Ueberfall auf einen Aulobus auf der Strecke
Jerusalem —T el Aviv wurde ein Jude tödlich ver*
letzt.
Das Militärgericht in Nahlus verurteilte einen Ara-
her zum Tode. Ein weiteres Todesurteil wurde von
General Wavell bestätigt.
Die Landung von Passagieren im Tel Aviv er Hafen
soll noch vor Peßach aufgenommen werden.
Die Zionistische Organisation von Amerika
wendet sich gegen die von jüdischen Kreisen ausgehende
Aktion gegen die Schaffung eines Judenstaates.
Lord Meiche 11 ist schwer erkrankt.
Bel den englischen Neujahrs-Auszeichnungen wurden meh¬
rere Juden dekoriert.