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Reda ktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag.
| Nummer 102/103 1 Berlin, 30• XII. 1923
י״ג הבת׳ חרפ״ו
XXX. Jabrg.
-er Zlontsmu» erstrebt für da» JOdlccho Volk die Schaffung einer oftcntHch »rethtlfch gesicherten Hoirastfitte Iw Palästina. ״Baseler Programm.»•
צ 110 ע viiQ^ir
Ein Nachwort zum Siei§er-Prozc|
Von den zwölf Geschworenen, die in Lemberg in
m großen politischen Judenprozesse ein Urteil ab-
| |;:cben hatten, haben acht Steigers Schuld, verneint
f: '.J vier bejaht. Steig er wurde demgemäß frei-
j !•vproclicn und die jüdische Oeffcntlichkcit in Polen
‘■eilte sich über den Sieg der Wahrheit und. Gc-
l-chtigkcit. Zwei Tage nach Steigers Freisprechung er-
—ythte Lemberg pogromähnlichc Ereignisse und nach
־! ]!׳ף .eiteren zwei Tagen sah sich der freigesprochene Steiger
| ];ezwungen, Lemberg zu verlassen, da sein Leben bedroht
‘’VLir. So sieht man, daß ähnlich wie bei andern statisti-
: ״ kc j jehen Angaben die trockenen Zahlen allein nicht aus-
Icichcn, um den tatsächlichen Zustand darzutun und
liaß für die Beurteilung der Verhältnisse in Polen und der
:; , /ichungcn zwischen Juden und polnischer Gesellschaft
jicht die acht Neinsager unter den Geschworenen,
: J andern die vier Jasager kennzeichnend sind.
•| Der Steiger-Prozeß mit seinem gesamten Drum und
:])ran ist wirklich der Gradmesser für die Lage der
j-’lnischen Judcnhcit und, verallgemeinert, auch für die
äjäuation des gesamten Galuth-Judcntums. Zwischen den
••;:ulcn in den einzelnen Ländern und der Mehrheit der
;jrvölkerung bestehen Verschiedenheiten und Spannun-
'j ;• 11 , die sich leicht bei der erstbesten Gelegenheit zu
ijinem Gegensätze gestalten. Die Ablehnung der jü-
:rischen Gemeinschaft, sofern sie eine deutlich unter-
Ichcidbarc Gruppe mit besonderen Kennzeichen und
Jatcrcssen ist, mag in vielen Ländern unter der Ober-
ri'hchc verborgen und latent bleiben; in anderen Lindern
|.hcr nimmt diese Ablehnung die Formen akuten Juden-
r 1 ־ sscs an. Prinzipiell unterscheidet sich die Lage der
den in den einzelnen Ländern nicht. Mögen die Juden,
( ic in Polen, besonders merkbare nationale, kulturelle
l'.nd ökonomische Unterscheidungsmerkmale aufweisen,
I!der — wie in andern Ländern — äußerlich der Mehr-
■bj-.eit ihrer Heimatsgcnossen ähnlich sehen, — der
|—|:hcrall vorhandene Unterschied zwischen ihnen und den
־״ ETlVichtjudcn trägt in sich die Möglichkeiten des Aus-
" ״ *:'ruches heftiger Interessengegensätze und Konflikte.
־' 1 - מ ‘!verschlimmert ist diese Situation in den Ländern, wo
K י " l :ic Juden zwischen zwei Völkern stehen, denen gegen-
p 7 ^|:hcr sic in der Minderheit sind. Das ist gerade in Ost-
jplizicn der Fall, in dessen Hauptstadt Lemberg sich
s. jicr Prozeß Steiger abspielte.
׳ **wl Zwischen Polen und Ukrainern besteht seit Jahr-
?puderten ein nationaler und sozialer Gegensatz, der
ihäch in den Tagen des Zusammenbruches der oster-
: ׳ !hcichisch-ungarischcn Monarchie in einem langwierigen
: j 'ricgc zwischen den Polen und Ukrainern auswirktc.
;.. ־ hie Juden jenes Landes standen in dieser ganzen Zeit
7 i• ׳ !Zusagen zwischen Hammer und Amboß. Sic gaben sich
j ׳ !j:ie größte Mühe, in dem polnisch-ukrainischen Streite
״ ‘jieutral zu bleiben. Diese einzig mögliche Haltung wurde
i;t brr sowohl von den Polen wie auch von den Ukrainern
;}!bißdeutet. Die Polen erblickten in der jüdischen Neu-
?:]'Mlität eine faktische Minderung ihrer Macht- und
?:Locht/.an^prüchc auf das strittige Gebiet, weil sic seit
?!!bhrluindcrtcrc gewöhnt waren, in den Juden eine Art
i ו!י politischen Leibeigenen ohne Eigenwillen zu sehen.
; ;i ׳ ic Ukrainer wiederum waren empört, daß die Juden
ijjVs nationale Minderheit, die ähnlich den Ukrainern
i :hrhundcrtclang unter der polnischen Oberherrschaft
ב׳ך leiden hatte, sich nicht auf die Seite des ukrainischen
Anspruches auf nationale Selbständigkeit und staatliche
^ i]' ״ lonomie stellten. Trotzdem war die jüdische Neu-
"Miiät von allen Ucbeln das kleinste. Anschluß an die
’• ־ »len hätte ukrainische Pogrome, Anschluß an die
Trainer eine Ausbreitung der ohnehin vorgekommenen
i "ünischcn Pogrome bedeutet. So blieb denn wirklich nur
:er Ausweg der Neutralität übrig.
1 !in Laufe der Nachkricgszeitercignisse gelang es den von
jitr Entente, besonders Frankreich, favorisierten Polen,
1 1 'tgalizicn gegen alle Grundsätze der nationalen Selbst-
*iiminung der Bevölkerungsmehrheit zu okkupieren
; 1 ) יז ju behalten. Die Ukrainer protestierten gegen die
ij‘ ׳ uiclung dieses Unrechtes durch die Botschafterkonferenz
gier Alliierten und leisteten der polnischen Regierung
passive Resistenz. Einzelne ukrainische Gruppen ent-
s chieden sich für den Terror gegenüber den polnischen
| Herren. Aus diesen Kreisen erfolgten der Reihe nach
jRftchicdcnc Sabotageakte und Attentate. So auch das
1 Attentat im September 1024, dessentwegen der unschul-
Jiige Jude Steiger verhaftet wurde und 15 Monate lang
* 7 Lebensgefahr schwebte.
Zunächst versuchten die Ukrainer durch briefliche
,5!;Mitteilungen an zionistische Zeitungen Steiger zu ent-
J'^ten, in denen sie sich zur Tat bekannten* Dann aber
l
er
trat ein merkwürdiger psychologischer Umschwung auch
bei den Ukrainern ein. Die polnische Polizei, der pol-
nisch e Untersuchungsrichter, folgten einer inneren
seelischen Disposition, indem sie sich an einen Juden
als den Schuldigen hielten. Bei ihnen war der Wunsch,
die Juden zu belasten und zu treffen, der Vater aller
v-on ihnen begangenen Fälschungen und Verdrehungen.
Warum aber die Ukrainer, denen doch daran gejegen
sein mußte, daß dieses Attentat als das gewertet und
erkannt werde, als was es gedacht war, als Protest
gegen die polnische Herrschaft, geradezu mit ver-
schränkten Armen dastanden und dem Toben der anti-
semitischen Leidenschaften gegen die Juden tatenlos
zusahen, findet seine Erklärung auch in der antijüdisclien
Stimmung der überwiegenden Mehrheit des ukrainischen
Volkes. Aus dieser Stimmung heraus fand die gesamte
ukrainische Presse Deutungen, warum die Ukrainer-die
Steiger-Affäre als eine jüdisch-polnische betrachten, bei
der . die Ukrainer als lachende Dritte dabeistehen. Die
Juden versuchten nämlich im Juli 1025 zu einer Ver-
siändigung mit der polnischen Regierung zu gelangen.
Diese im Juli 1025 vor sich gehende Aktion wurde mm
von den Ukrainern als Ausrede dafür benüt/t, daß
sie in der Zeit von Oktober 1021 bis Juli 1025 nichts
unternommen haben, um die an diesem Attentate
wirklich unbeteiligten Juden durch ein freimütiges Gc-
ständnis zu entlasten.
So konnte mau denn das Schauspiel erleben, daß
politische. Todfeinde, Pole!) und Ukrainer, sich $0711-
sagen auf eine Plattform stellten, als cs um ein jüdisches
Schicksal ging. Die Tatsache, daß die ukrainische mili-
:arische Organisation zu Ende des Prozesses in den
Gang der Affäre eingriff und den wirklichen Attentäter
bewog, noch einmal vor der Berliner Polizeidirektion
zu ׳ erscheinen, uur sein Geständnis, das-er im Oktober
1024' in Beuthen gemacht ’ hatte, •zu wiederholen, ist
kein Gegenbeweis• gegen die leider vorhandene anti-
jüdische Einstellung des ukrainischen Volkes, die
während des ganzen Steiger-Prozesses kraß in Er-
schcinung trat. Denn die Selbststellung Olsznnskis er-
folgte erst nach den Enthüllungen im Preußischen Land-
tag und unter dem Druck der öffentlichen Meinung in
Deutschland. Nicht nur um der Wahrheit zum Siege zu
verhelfen und um den unschuldigen Steiger zu entlasten,
erschien Olszanski bei der preußischen Polizei, sondern
weil er als ein in Deutschland das Asylrecht Genießen-
der sich verpflichtet fühlte, den Anspruch auf das Asyl-
recht durch ein ausführliches Geständnis zu erhärten.
So war denn der Steiger-Prozeß ähnlich wie der
Beilis-Prozeß oder wie (ßc berühmte prevfiis-Alfäre uur
eine neue Illustration für die Labilität der Verhältnisse,
unter denen die Juden in der Diaspora leben. Der gc-
ringstc Anlaß genügt, um die ganze Unhaltbarkcit der
jüdischen Lage in einzelnen Ländern aufzuzclgcn. Ur-
plötzlich brechen ans der Tiefe der nichtjüdischen Um-
gebung Ströme von Haß hervor und schlagen um die
erschreckten Juden. Sie sind alsdann gezwungen, all
ihre seelischen und moralischen Kräfte aufrubicten, um
sich zur Wehr zu setzen. Obwohl sie krassestem Unrecht
und unerhörter Parteilichkeit gcgcuüberstchcn, müssen
sie ihre gerechte Empörung zügeln und sich auf Defen-
sive beschränken, wiewohl Empfindung und wahre Sach-
läge schärfste Offensive gegen das schmachvolle
Unrecht gebieten. In Lemberg gingen die Juden so weit,
daß sie zwecks cnptatio bcncvolcntiac dem Assimilation^-
füll rer Nathan Löwensitein die Wahrung des allgemeinen
jüdischen Interesses übertrugen. Löwenstein gab natür-
lieh feierliche Loyalitätscrklärungen gegenüber dem
Polcntum ab und attestierte dem Zionisten Steiger ehr-
liehe Loyalität, obwohl er Zionist ist. So gelang es, das
Schlimmste abzuwenden, und ein ״Sieg“ wurde errungen.
Aber all diese jüdischen Siege gegenüber dem Judenhaß,
gegenüber Unterdrückung, Entrechtung und Zurück-
Setzung sind im Grunde genommen nur Eingeständnisse,
wie abnormal die Lage der hoffnungslosen jüdischen
Minderheiten in den einzelnen Ländern ist. All diese
Energien sind letzten Endes verschwendet, weil sic nicht
zum Aufbau, sondern' zur Abwehr verwendet werden.
Darin liegt die Tragik, die aus dan Steiger-Prozesse
spricht. Denn der errungene ״Sieg“ ist ein I^rrhus-Sicg
und maßgebend für die tatsächlichen Beziehungen
zwischen Juden, Polen und Ukrainern sind nicht die acht
Ndns 3 gcr unter den Geschworenen, sondern die vier
polnischen Jasager und die Mehrheit des ukrainischen
Volkes, die cs leider Olszanski übclniiwnt, daß er uni
eines Juden willen die Wahrheit gesagt hat.
Moses Waldmann.
Allgemeiner Zionismus
Von Dr. Moritz Iiilcski (Tcl-Äwiw).
Worin bestellt das' schwierigste Problem unserer
inneren Politik?' Die Organisation ist in allen kritischen
Situationen noch immer auf. die Gruppe der allgemeinen
Zionisten angewiesen; die Macht der geschichtlichen
Überlieferung, Ursprung und Stellung der leitenden
Personen, aber auch die Flucht anderer. ־ stärker gc-
wordener Gruppen vor wirklicher Verantwortung —
dies wieder zu erklären aus dem Unvermögen, sich ganz
und nur mit der Idee der Zionistischen Organisation
zu identifizieren — führen dazu, daß immer wieder'nach
dieser Stütze gegriffen wird. Aber diese Gruppe der
allgemeinen •Zionisten hat keine klaren; gemeinsamen
Ziele, weder für eine ferne, noch׳ für eine nahe Zu-
kunft, sic ist atoniisiert und unfähig, als taktische Ein-
hdlt einen gemeinsamen Willen zu produzieren und
in die Tat um7usct/cn. Der Block der allgemeinen
Zionisten, das Fundament unseres Gebäudes, ist kein
Block, sondern ein Brei.
Etwa dasselbe Bild, das die Verteilung der Gruppen
in der Organisation im ganzen bot, war bisher auch
in Palästina zu konstatieren. Nur daß die verwaschene
und formlose Beschaffenheit des allgemeinen Zionismus,
die sich gefällig in die Mülle aller möglichen Zufalls-
intoresson stopfen ließ, noch wehmütiger wirkte neben
den klar, straff mul schroff aufgebauten Arbeiterp.u-
teien. Dieser Zustand hat sich, wie es scheint, seit
den Wahlen zur Assefatli haniweharim einigermaßen
geändert.
Bei diesen Wahlen ist das politisch interessierte
Publikum mit einer lächerlich großen Anzahl kntuiidie-
remlcr Listen überschüttet worden. Diese Erscheinung
zeigt noch einmal, wie schwierig cs sein wird, ge-
eignete Formen für unsere innere Politik zu finden.
Trotzdem bat der Aufmarsch •der Parteien, zu • den
Wahlen einen beachtenswerten Fortschritt gebracht; er
enthalt de״• Ansatz zu einer sinngemäßen und darum
auch für die Zwecke der Organisation wichtigen Glic-
derung.
Man muß freilich all den Wirrwarr beiseite räumen,
den lnndsmannschaftliche Ursprünge, Mischformcn, per-
sönlichc Ambitionen und andere Zufalle angerichtet
haben; dann ergibt sich, daß das Zentrum in drei
ansebnuungsmäßig differierende Gruppen geteilt ist. Zu-
nächst die N a t i o n a 1 - B ii r g c r 1 i c 11 e r,, die ihre bc-
sondere Farbe durch ein gewisses freudiges Bekenntnis
/um Begriff der Bourgeoisie im Sinne des Schlag-
wertes, durch die Betonung der Notwendigkeit eines
knpitalistisch-manchesterlichcn Wirtschaftssystems und
durch eine deutlich gegensätzliche Haltung zu den Ar-
beitern erhalten. IN wäre sinngemäß, wenn diese Partei
die kleineren Gruppen, die heute so etwas wie die Eie-
mente einer wirtschaftlichen Vereinigung bilden (Hand-
werker ־ Grundbesitzer - Mittelstands - Organisationen) an
sich zöge. Den National-Bürgerlichen gegenüber ׳steilen
die Demokraten. Sic vertreten Auffassungen, die
sich vielfach mit den Anschauungen des deutsche:]
Zionismus und verwandter Kongreß gruppen berühren.
Die staiu-zionistisclic Tradition der Betonung des /io-
nistischcn Finheitsgedankens, der Primat der mir-zio*
nistisclien Idee vor irgendwelchen Sonderformen tst
verbunden mit einer starken Anerkennung der ent-
scheidenden nationalen Bedeutung der Arbeiterschaft,
mit dem Willen, ihre Bedingungen zu verstehen und ihre
Positionen zu schützen und zu stärken — wobei aber
eine Identifizierung mit der Arbeiterschaft bewußt vor-
mieden wird. Leider vertritt diese Gruppe mit einiger-
maßen störender Lebhaftigkeit einige Forderungen, /u
denen sich das Gros der ihr sonst gesinnungsmäßig
nahestehenden Galuth-Zionisten kaum bekennen wird;
dazu gehört die Fortsetzung des Kampfes gegen die Er-
Weiterung der Jewish Agency, dazu gehört ferner die mehr
oder weniger klar ausgesprochene Vorstellung, daß das
palästinensische Judentum so wie es beute ist, bereits die.
revolutionierende und entscheidende Funktion des geHti-
gen Zentrums int Verhältnis /um Gesamtjudentum aus-,
zuüben habe. Dieses Mißverständnis zeigt sich in dem
Mangel an Bereitwilligkeit, die Zionistische Organi-
sation, die, alles in allem, noch immer zu dieser Funktion
berufen ist, in der vollen Bedeutung dieser Aufgabe
anzuerkennen und findet insbesondere seinen Ausdruck
in der brüsk und hartnäckig vertretenen Forderung einer
verhältnismäßig starken Vertretung des Waad . Lcumi
in der zionistischen Exekutive.
Neben diesen Gruppen steht, heute verhältnismäßig-
stark vertreten, die Partei der Revisionisten, die
das bekannte Jabotinsky-Programm, ,,scharfe“ Politik,
Protest, Militär, Schutzzoll, vertritt. Sic wird sich ge-.