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JUEDISCHE RUNDSCHAU
wisser Vorteile noch eine Zeiüang erfreuen können:
ihre Deklamationen kommen der Stimmung eines Publi-
kums entgegen, dem die beleidigte Geste der Empörung
so gut gefällt, daß cs sie als Ersatz für klare, ziel-
bewußte Aktion akzeptiert; sic braucht sich auch nicht
vor der Gefahr einer Realisierung Ihres Programms zu
fürchten, die seine Löchrigkeit und Oberflächlichkeit
am deutlichsten zeigen würde. Trotz dieser Bcdin-
gungen und gerade ihretwegen kommt diese Gruppe
als ernst zu nehmender politischer Faktor nicht in
Betracht.
Die beschriebene Gliederung des allgemeinen Zio*
nismus regt zu Vergleichen mit der Gruppierung auf
dem letzten Kongreß an. Idccn-Assoziationcn führen
von den National-Bürgerlichen zu der polnischen Gruppe
Eih Liwnotli, von den Demokraten einerseits zur demo-
kratischcn Fraktion, andererseits zur deutschen Gruppe.
Die Komplikation, die darin besteht, daß die beiden
letzteren Gruppen auf dem Kongreß in Gegensatz zu-
einander standen, könnte durch die Entwicklung seit
dem Kongreß etwas gemildert worden sein. Der Kampf
um Wcizinann, der eigentliche Inhalt dieses Gegen-
satzes, scheint seit der A.-C.-$itzung an Bedeutung
verloren zu haben. Was die sachlichen Gegensätze
anbetrifft, so dürfte die Frage der Jewish Agency
nicht nur wegen der Kongreßbeschlüsse, sondern auch
wegen der amerikanischen Ereignisse von Rechts wegen
keinen Grund mehr zu allz.u großer Aufregung abgeben.
Die Einwendungen gegen die außenpolitische Haltung
Weizmanns werden die Demokraten vermutlich mit einer
geringeren Tonstärke vorzutragen bereit sein, nachdem
in Genf ein beachtenswerter Erfolg erzielt ist und in
Palästina nach wie vor eine politisch im großen und
ganzen unbehinderte Entwicklung stattfindet.
Welche Folgerungen sind aus dieser Gruppierung
für die Führung unserer inneren Politik zu ziehen? Das
Organisations-Ressort — das Ministerium des Innern
in unserem ״Staate“ — hat die Pflicht, die Stützen des
Staates zu stärken und, wenn sic nicht da sind, solche
zu schaffen. Es Ist nicht zweifelhaft, daß die Organi-
sation um so besser gestützt, um so starker aktiviert
werden kann, je starker die Gruppen sind, die sich
entschließen, sich verantwortlich an einer aktiven Arbeit
zu beteiligen. Die Flügclgruppen rechts und links koin-
men, wie cs scheint, in naher Zukunft nicht in Be-
tracht, die Erfahrung hat gelehrt, daß nicht einmal der
Eintritt i !1 die Leitung eine Bereitwilligkeit zur Ueber-
nähme der Verantwortung in vollem Sinne garantiert.
Das Organisationsressort steht also zunächst vor der
Frage, wie das Zentrum zu behandeln ist.
״Die Führung der inneren Politik wird die Bildung
des Blocks der Allgemeinen Zionisten an-
streben und diesen Block als Ganzes zur Uebernahme
der Verantwortung heranzuziehen suchen. Denn er bietet
unter den gegebenen Verhältnissen die breiteste Grund-
läge. Aber innerhalb des allgemeinen Zionismus bestehen
die oben geschilderten Gegensätze, und cs darf nicht
übersehen werden, daß für diese Gegensätze auch Er-
klarungen gegeben werden können, die cs recht Zweifel-
haft erscheinen lassen, ob der Begriff des allgemeinen
Zionismus als •der einer geistiger! Einheit aufrecht-
erhalten werden kann. Ein Programm gemeinsamer An-
•schauung werden die beiden differierenden Gruppen nicht
feststellen können. So bleibt die Frage, ob nicht bei
differierenden Grundanschauungcn ein gemeinsames
Aktionsprogramm für eine begrenzte Zukunft gefunden
werden kann. Als Grundlage böte sich die Idee einer
Mobilisierung aller zionistischen Kräfte zur Abwehr der
neubelcbtcn Widersacher des nationalen Gedankens, zu
einer großen gemeinsamen Anstrengung für die Be-
Schaffung ausreichender, unser Kolonisationswcrk auf
Jahre hinaus sichernder Mittel, zur Renaissance der
Organisation.
Es ist durchaus zweifelhaft, ob ein solcher Versuch
gelingen wird. Einigkeit wird z« erzielen sein über die
Notwendigkeit der gemeinsamen Aufbringung von
Mitteln für das zionistische Werk, aber sie wird sehr
leicht gestört werden, wenn man, was ja doch nicht zu
umgehen ist, über die Fragen der Verteilung zu sprechen
beginnt. Die Aussichten einer allgemeinen zionistischen
Koalition sind In hohem Grade abhängig davon, daß cs
gelingt, den Gedanken der Zionistischen Organisation
als des revolutionierenden Faktors im Ge-
sam tjudentum ־ wieder stark und lebendig zu
machen und ihn — es sei für einen Augenblick erlaubt,
zum Zwecke logischer Entwicklung untrennbar mitein-
ander verbundene Elemente einander gegenüberzu-
stellen — als entscheidend, ja als wichtiger als die Art
der Verwirklichung durch das Palästina-Kolonlsations-
werk zu empfinden. Trotz aller Zweifel, die hier geäußert
werden müssen, sollte die Leitung unserer inneren Politik
diesen Versuch machen, der ihr zur Zeit die größten
Möglichkeiten für Hilfe beim Neuaufbau der Organi-
sation bieten kann.
Sollte der Versuch fehlgchen, so wird die Leitung
sich ganz auf den Teil des allgemeinen Zionismus
stützen müssen, dessen grundsätzliche Anschauungen
über Sinn und Wesen der zionistischen Bewegung bis-
her in den von der Organisation elngehaltencn Grund-
linlcn in einer nicht gerade festen und planvollen eher
doch nicht undeutlichen Weise Ausdruck gefunden
haben. Man sollte sich durch das Kriegsgeschrei über
wichtige und unwichtige politische Einzelfragefl nicht
darüber tauschen lassen, daß eine gemeinsame Grund-
haltung auf dem linken Flügel des allgemeinen Zio-
nismusj bei der deutschen Oruppe und den palästinen-
sischen Demokraten fcstzustcllcn ist, und gerade reprä-
sentative Figuren des gegenwärtigen Kurse3 — etwa
Weizniann und Ruppin — für sic charakteristisch sind.
Allerdings sind die einzelnen Teile dieser Gruppe heute
auseinander manövriert, allerdings hat keiner von ihnen
bisher verstanden, eine feste Linie, ein System der
Arbeit durchzusetzen oder auch nur zu fordern. Daraus
ergibt sich die Notwendigkeit, diese gesinnungsmäßig zu-
einander gehörenden Qruppcn organisatorisch zusammen-
zubringen, ihr Programm fcstzulcgcn und sie aktionsfähig
zu machen. Die Demokraten insbesondere müßten, wenn
ein solcher Versuch gelingen soll, lernen, daß das Be-
kenntnis zur Organisation sich nicht im Kampfe gegen
die Jewish Agency erschöpfen darf, sondern positive
Bemühung um die Organisation verlangt. Sic werden
cinschcn müssen, daß cs mit diesem Bekenntnis nicht
vereinbar ist, das Funktionieren der Organisation ständig
zu stören iind die Bildung ihrer Organe zu sabotieren. —
Es ist wohl überflüssig, hinzuzufügen, daß die Bildung
dieser Gruppe auch und gerade, wenn die allgemeine
stain-zionistisclie Koalition zustandekomnit, betrieben
werden müßte. Sic ist dann ebenso nötig als gleich-
wertiger und, hoffentlich, stärker werdender Faktor, als
Sammelbecken der heute in ohnmächtiger, wirrer Iso-
licrung umlicrtrcibcndcn Träger der Anschauungen, die
noch immer berufen sind, die Richtung der Zionistischen
Organisation zu bestimmen.
Die Bedeutung dieser neuen Gruppe wird nicht nur
daris bestehen, daß nur sic als organisierter Ausdruck
eines allgemeinen, aber national-revolutionär gesinnten
Zionismus eine vom allgemeinen Zionismus zu bc-
stimmende Politik möglich macht. Sic könnte sich
schlimmstenfalls nach genügender organisatorischer Vor-
bercitung beim Versagen de! 4 Mitwirkung anderer
Gruppen darauf cinlasscn, die Bildung der Organe der
Organisation allein zu übernehmen. Aber sic ist auch
bündnisfähig nach links und könnte vielleicht bei Teilen
der Arbeiterparteien, die genügend Verständnis für die
Bedeutung der Organisation im allgemeinen (und neben-
bei auch für die Bedeutung wichtiger Positionen im
eigenen Interesse) aufbringen können, Koalitionsbercit-
schaff finden. So würde also der feste Punkt geschaffen
werden, von dem aus die möglichen Kurse der inneren
Politik versucht werden könnten, in dem beruhigenden
Bewußtsein, daß ein Kurs unter allen Umständen zu-
stände kommen wird.
Ffir Zusammenarbeit der ״Aligecseiif■ Zionisten 4 *
Warschau, 27. Dezember (J.T. A.) In der letzten
Sitzung des Zentralkomitees der Zionistischen Organisation
in Polen wurde über die Lage beraten, die im Zusammenhang
mit dem Austritt Van vricslands aus der Palästina-
Exekutive geschaffen Worden ist. Es wurde der folgende
Beschluß gefaßt:
Das Zentralkomitee hat mit Bedauern zur Kenntnis ge-
nornmen, daß das Mitglied der Exekutive Van Vricsland sich
gezwungen gesehen nat, aus der Palästina-Exekutive aus-
zutreten. Das Z.-K. stellt fest, daß die Demission Van
Vricslands ein weiterer Schritt ist auf dem Wege des Hin-
übcrglcitcns der Macht in der zionistischen Be-
wegung aus dem Zentrum zu den vereinigten Flügeln (Block
der Rechten und Linken), ein Umstand, der die normale
Entwicklung unserer politischen und wirtschaftlichen Posili-
onen in Palästina ungünstig beeinflussen kann. Das Z.-K.
wendet sich an alle zionistischen Landes-
Organisationen mit der Aufforderung, sieh über eine
solidarische Zusamm enarbeit der A ll ge-
meinen Zionisten zwecks innerer Konsolidierung der
zionistischen Bewegung und Konzentrierung auf die schöpfe-
rische Arbeit In Palästina zu verständigen.
Die Agatah gegen die Asselath UanUvcharlm
Jerusalem, 22. Dezember. (J. T. A.) Die A g u d a s
Jisrocl hat an den Obcrkomintssaj־ von Palästina, Feld-
marschall Lord Plumcr, ein Schreiben gerichtet, in welchem
dargclegt wird, daß die bei den letzten Wahlen gewählten
Delegierten in die jüdische Nationalversammlung Palästinas
(Assefath Hamweharim) die jüdische Bevölkerung
Palästinas nicht repräsentieren, da die jüdische
Orthodoxie sich infolge der Verleihung des Wahlrechtes
an die !*‘rauen an den Wahlen nicht beteiligte. Ein
Protestmemorandum gegen die Gültigkeit der Wahlen wurde
auch telegraphisch an das Londoner Kolonialamt, den Völker-
bund, die britische konservative Partei und die englische
Presse abgesandt. Es wird darin dargclegt, daß die kon-
servativen Kreise sich an einer Wahl, die den jüdischen
religiösen Vorschriften nicht entspricht, nicht beteiligen
konnten und daß deshalb die Assefath Hanlwcharim die
Judenschaft Palästinas nicht repräsentiert.
Protest gegen die Answdsoag Dr. Coldstelas
London, 25. Dezember. (J-T.A,) Die zionistische
Exekutive hat bei der rumänischen Gesandt-
schaft in London einen formellen Protest gegen die
Ausweisung des Keren Hajcssod-Vcrtrctcrs, Dr. Alexander
Goldstein, aus Rumänien clngcrcicht. Diese Ausweisung, 60
wird in der Protcstclngabc ausgeführt, stehe !n flagrantem
Widerspruch zu der vom Außenminister Du ca Herrn So fco-
low zu Beginn dieses Jahres gegebenen Zusicherungen.
Die Behandlung, die Herrn Dr. Ooldstein seitens der Czerno-
witzer Behörden zuteil geworden Ist, könne nur Ent-
rüstung hervorrufen. Anscheinend seien, die Czernowltzer
Organe über die Haltung der Regierung In Bukarest nicht
genügend informiert; es sei zu hoffen, daß die Regierung die
nötigen Schritte unternehmen wird, um ’den peinlichen
Zwischenfall aus der Welt zu schaffen.
Der frühere Offizier der Dcnikln-Armcc, PalUchi,
dem nachgewiesen wurde, daß er während der Okkupation
der Dcmkin-Armco in der Ukraine Pogrome gegen die
jüdische Bevölkerung organisiert hat, wurde zum Tode
NrtO 2 / 10 J
FrieSensvtrSasdlangen In Syrie*
Die ״ Times ״ melden aus Damaskus vom 21 1 ־׳
zember, daß sich die Lage bessere. Sultan Attrasch‘^1 ^
für die Zeit der Besprechungen die Einstellung , 1 , * c&* n '
kriegerischen Operationen angeordnet
Dasselbe Blatt meldet aus Beirut, daß am 22 & !4'
eine Abordnung von 20 angesehenen Persönlichkeiten '"I
Damaskus, von denen sich zwei nach dem Dach *kl
Drus zu Verhandlungen mit Sultan Attrasch begeben ha 1 ׳ J
vom Oberkommissär de JouvencI empfangen’ worden 3 ^ *.
der mit ihnen die fünf Forderungen der Drusen cr L r1 י* *י י
habe. In diesen werde eine allgemeine A m n c st''*‘ tr ch<
eine Verfassung auf Grundlage der nationalen Sc 1 u- f | י זו '' ) י׳
ränität, klare Abgrenzung der Beziehungen zwischen <k 1 V!: ru
Mandatarstaat una Syrien durch einen zwischen der • ncr
fassunggebenden Nationalversammlung und dem syrisch he
Oberkommissär abzuschlicßcndcn Vertrag verlangt, wobei i ׳ ",
Meinungsverschiedenheit an den Völkerbund verwiesen wer ׳׳ M ' ׳ ' f 11 ’
soll, ferner die Einsetzung einer v o r l ii u n g c 11 n a 1 ׳ **
na len Regierung bis zu den Wahlen und die i rns
erkennung der Einheit Syriens. Die r ' ־'־
.;stinoi
........ H — -.. ~ 7 ..v.... Rückkehr J'■
Libanon zu den alten Grenzen soll durch eine Voiksabstimmur*■ הי־׳!*׳־
entschieden werden.
Nach den ״Times" seien die Forderungen im p r ; n7
günstig aufgenommen worden. Die Verhandlungen geh
weiter.
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.t ri |1c
Brlind über frwiöslseh-englische Zusammenarbeit
Paris, 22. Dezember. (J.T.A.) Der französische P r
micr Br i and erklärte w’ährcnd der Syrien-Debatte in (■
Kammer, cs war selbstverständlich, daß Grofibritnnnic■
welches das gleiche Interesse an der Erhaltung des Friede <
in Palästina und Mesopotamien wie cs Frankreich u:
Syrien hat, die notwendigen Schritte unternahm, um die Dn>•
an der Uebcrschrcitung der Grenze nach Palästina, eben;
die Verstärkung der Reihen der Rebellen aus Palästina, יי
hindern. In der Vergangenheit, setzte Briand { ׳ •/
mögen manche bcdaucrlichcKonkurrcuzaktion?
stattgefunden haben, für die Gegenwart aber kann:
versichern, daß die Beziehungen zu den britischen Autorität:
sehr freundliche sind. Vor kurzem wurde in ! וגז •
jordanien eine- Art Komplott gegen uns geschmiedet. יח
Haltung der britischen Behörden ln diesem Falle war in j\!
Beziehung korrekt und hat unsere Aufgabe sehr nleichtr ״
Briand kam auch auf den Besuch de Jouvcncis, des r.c:; ׳ ■
Oberkommissars für Syrien, in London zu sprechen und sagt ׳
in diesem Zusammenhang, der einzige Zweck dieses Besuch ׳
war, ein Abkommen mit Großbritannien zu schließen m:
der Richtung, daß die Drusen verhindert werden, Zuflucht:
Transjordanien zu suchen und von dort aus neue Attacke
gegen die französischen Truppen vorzubcrciten. Betreffs ö
Grcnzrcgulicrungsfragc Im Nahen Osteu hat d-
JouvencI keine Verhandlungen mit London gepflogen: die;
Angelegenheit gehe nur ihn, Briand, als Außenminister a ־ .
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Ablehnung französischer Troppendurchzüge " or
J c ru 6 a I c m , 25. Dezember. (J. T.A.) Der französisch!.hrcitei
Befehlshaber in Syrien richtete an den britischen Miliiä: rurtcii
bcfehlshabcr in Palästina das Ersuchen, französische: em is
Truppen den Durchzug über Metullah nach dvf ״ ן <
Osten zu gewähren. Der palästinensische Militärbefehlchab f ;srits
hat dieses Ersuchen abgclchnt. | ,; 10 ״ d
gal)
Großbritanniens Vertrag mit lbs Sand | ! *
Jerusalem, 25. Dezember. (J. T. A.) Hier wird offizh
der Inhalt des Vertrages mitgcteilt, den die Regien;::
Großbritanniens, vertreten durch Sir Gilbert Clayton, mit dr 1
siegreichen Wahabltcnführcr Ibn Saud, Sultan von Ne<ci:<!
abgeschlossen bat. Es handelt sich um einen Freundschaft
vertrag, in welchem sich Ibn Saud verpflichtet, keine weitere־
Einfälle in Transjordanien seitens seiner Untergebenen r.
dulden und auch keine befestigten Platze im Bereich de
transjordanischcti Grenze zu erhalten. Die Grenzfrage zwkehe
Nesehd und Transjordanien wurde so geregelt, daß das G׳'hi״
Wady Sirhan Ibn Saud zufällt. Beide Parteien verpflicht■:•
sich dem Bandenwesen cntgcgcnzuwirkcn. Auch frie:
liehe Hirtcnstänmc können nur mit Zustimmung der beider•
scitigcn Behörden die Grenze von einem Lande in das ander:
überschreiten. Dagegen sollen Reisenden und Pilger
Orcnzerlcichtcrungcn gewährt werden.
״Manchester Guardian" schreibt zu der im Pj!•
lament verkündeten Abdankung König Alis von Hcdsclu«
und dem Einzug der Wahabiten in Dschcdda am 23. Dezember
u. a.: Dies bedeutet das Ende der Schöpfung des Departe•
ments Middle East des britischen Koloninlamtcs, das sich ein•
bildete, ein großes Reich der Maschimitcn in Arabien errichten
zu können. Die Haschlmitcn-Familic Ist aber an ihren eigene:
zügellosen panarablschcn Plänen gescheitert.
Staatshoheit Itr die Juden
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London, 22. Dez. (J.T. A.) Oberstleutnant J. M■׳
Kenworthy richtete an den Kolonicnnunister die Frage,
ob der unter dem Namen Beisan-Land bekannte frühere
Kronbesitz in Palästina ganz von arabischen Siedlern ku!•
tlvlcrt wird, ob die Araber Pachtzins zahlen, endiieh ob
nicht In dieser Gegend Raum für jüdische Siedler wäre
Kolonicnmlnlstcr L. S. Amery erwiderte: ״Ich bedauere
die gewünschte Information nicht geben zu können;
werde von dem Oberkommissar einen Bericht darüber ver•
langen.״
Die Zahl der Jaden in Mossnl
In der Sitzung des englischen Unterhauses fragte Ma) 3r
Harvey, wie viele Juden, Christen und Moslcmitcn cs i״
Vilajet Mossul, das soeben vom Völkerbund den
englischem Mandat 6tehcndcn Irak zugesprochen hat. gii f •
Kolonienminister Amery erwiderte: Nach den ! 0 ::-;
Feststellungen im Irak wohnen im Vilajet Mossul 166W’
Araber, 3S652 Türken, 61 363 Christen, 11 807 Jude״
494 000 Kurden.
Nur PalSsliaa zsblt
London, 25. Dezember. (J. T. A.) Im Unterhaus fM£p c
Sir Fredcrlc Wisc, ob die Türkei and die von ihr losgelöst« 3
Staaten ihre finanziellen' Verpflichtungen auf Grund des Ver-
trage« von Lausanne erfüllen. Unterstaatssekretir des Aus*
wärt!gen Amtes, Mr. Locker-Lampson, erwiderte: Auf Grund
des Lausanncr Vertrages sind die Türkei und die losgelöst
Territorien verpflichtet, bestimmte Jahresraten für dca Til*
gungsdienst der ottomanischcn Staatsschuld zu entrichten. Bis
jetzt hat aber nur Palästina die Jahresrate auf di«
Schuld geleistet . .
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