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Nr. 1
Frankfurter Israelitisches AamilienKakt.
Seite 3.
Leider hat sich die wirtschaftliche Lage i»
Palästina erheblich verschlechtert." Die Preise für die
Lebensmittel steigen von TAg tzn Tag und sind selbst sifr
die nicht ganz mittellose^öevölkernng kaum noch zu er¬
schwingen. — Es ntuft immer Ivicder dtrrauf hingelvicscn
tvcrden, dass die Neberweisung von Hilfsgeldern ans
allen Ländern dringend erforderlich ist.
TEE-SCHMIDT^?'
NEUE ttr atmtb 20. Tel. Hansa 1126.
Nr. 12 Sonch.-Peko-Congo Mischg. Mk.4.40
„ 7 Ceylon-Orange-Peckoe „ 3.40
Java-Bruch-Tee . . . Mk. 2.70,3.20
Kakao Soma Mk. 260, 3.—, 3.Ü0.
Gesellschaft zur Förderung der Wissen-
, . schaft des Judentums.
Die Gesellschaft versendet ihren 13. Jahresbericht.
Die Arbeiten der Gesellschaft und ihre Veröffent¬
lichungen hatten unter den Wirkungen des Krieges zu
leiden; nicht ,rnr, das; die wissenschastlichien Kräfte teil¬
weise sich gndcrn. dringenderen Aufgabe» zutoeuden inufi¬
te». auch der Mangel an geeignetem Sctzerpcrsonal für
-den teilweise sehr schwierigen Druck hat das Erscheinen
vollendeter Arbeiten unmöglich gemacht. Dag die Arbeiten
dxr Gesellschaft in diesem Kriegsjahre dennoch lischt gcruht-
haben, zeigen die ausführlichen Berichte der einzelnen
Wissenschaftlichen .Unternehmungen.
Recht beachtenswert sind aitch die Ausführungen des
Berichtes über hie giinstige dtnfnahme, welche die Werke
der Gesellschaft bei berufenen Brlirteilern finden. Sie
/ geben dem Borstande die Zuversicht, daß sie auch die
Schwere dieser Zeit überwinden werde.
Der Bericht schließt mit einem lvarmen Ailfrllf zum
Beitritt. Zu Beginn des neuen Jahres wird den Mt-
. . gliedern gegen eine geringe Dersandgebühr ein wert¬
volles Werk nntsonst zur Verfügung gestellt; hierüber
ist näheres ans dem Bericht z!u ersehen, der von Syn-
- jkUs Dr. Nathan, Hamburg, Werderstraße 30,
/k o st e n l o s zu beziehen ist. /
■ Die Mitgliederversammlung fand unter dem Vorsitze
^Professors Rabb. Dr. Guttmann--Breslau dieser Tage
Ul« Berlin statt. Dhr Borsitzende teilte mit, daß von dein
. ' „Corpus Taunaiticuiu" und der „Germania Jndaica"
de-nnächst je ein Band zur Veröffentlichung gelange, und
daß Moritz Wolffsohn-Berlin anläßlich seines 70. Geburts-
tage? der Gesellschaft einen größeren Betrag überwiesen
hat.
Eck
jed* Art n. Preislage kauft
man gut und preiswert Im
■S* Trauring-Eck "W
Frankftixt a. M ,Trierische Qasse 31
EckeTÖDgesgasse,vls-&~vis d. Hasengasse.
FP PlAtftffPfl Uhrmacher
*• * lW«5wl»innd floHarheltpr
I
Israelitische Erziehungsanstalt Ahlem.
' Sitzung des Kuratoriums.
• Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vor¬
sitzende, Justizrat Dr. Berend, der beiden Lehrer und
der zehn ehemaligen Zöglinge der Anstalt, die den Helden¬
tod starben. Landrabbiner Dr. Gronemann schloß sich
den Worten des Vorsitzenden an durch besonderes Hervor-
, : heben der Verdienste der beiden gefallenen Lehrer, und
Direktor Silberberg berichtete näheres^über den ge-
■ fallenen ehemaligen Zögling Fritz Ateyer, der für seine
. Tapferkeit vor dem Feinde schon im Anfang des 5kriegcs
durch das Eiserne Kreuz 2. Klasse und später auch durch
- . das Eiserne Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden war.
Im Anschluß an den Bericht des Vorstandes sprach
- der-Borsitzendc dem Herrn Direktor Silberberg besondere
'Anerkennung ans für seine erfolgreichen Bemühungen^
- die Verbindung mit den ehemaligen Zöglingen aufrecht
- zu erhalten.
, Der Bericht des Vorstandes wurde sodann genehmigt,
ebenso die Rechnung für das Jahr 1914 und der Vor¬
anschlag für 1916. Der letztere ist wiederum mit' Rück¬
sicht auf eine ettvaS eingeschränkte Tätigkeit der Anstalt
ausgestellt, zu welcher der Mangel an Geldinitteln und an
Lehrkräften zwingt. Dafür" ist — wie bekannt — das
:• Mädchenhans der Anstalt als Reservclazarett der Heercs-
? 'Verwaltung zur Verfügung gestellt; die weiblichen Hans-
.hattungszöglinge lernen bei dessen Belvirtschaftnng oben-
'/ dreln mancherlei, was sie beim Friedcnsbetricb nicht lernen
würden.
X Die nach der Reihenfolge allsscheidenden Mitglieder
des- Kilratoriums wurden einstinrmig loiedergelvählt; als
'/neue Mitglieder wurden zngewählt: Bert hold Kir-
ff ei n, kgl. Handelsrichter, und Max R o s e n b a n m,
die beiden geschäftsführcnden Mitglieder des Berliner
/ 'Lokalkoinitrcs.
« Flavins Josephns «nd seine Zeit.
. -Ht Bon Ahron Marcus.
-ü! (Fortsetzung.)
. Hier handelt es sich offensichtlich um eine raptativ
benevolcntiae der Römer zu Gunsten der Juden, die durch
ihste Verspottung des Götzendienstes den Haß der Priester
Und des Pöbels aus sich zogen. Wenn der Pontifex mari-
-mns mm Bachusfeste - mit einem riesengroßen, marmornen
.Phallus im Arme in feierlicher Prozession durch die
«Straßen zog und das Volk vor ihm in: die Knie sank,'
sa inußtc der aufrecht stehen gebliebene 'Jude, den das
Unglück auf die Straße getrieben und der Anblick zum
A -
v
Lächeln gebracht hatte, als Religionsverächter mindestens
mit einer Tracht/Prügel büßen. Er beschwor aber dadurch
auch Vergcltnngsinaßregeln gegen seine eigene Religion
herauf. Daher diese Auslegung, die dem Wortlaut Gewalt
antut. Denn er spricht (II 22, 27) nur aus: Richter
sollst Du nicht lästern und einem Fürsten in Deinein Volk
nicht fluchen. Dagegen heißt es (V. 7, 26)vom; Götzen
Schakkcz teschakzenu wethaeb tethabenu.
11. Verbot des Schaatues, weil es den Priestern Vor¬
behalten ist. Sachlich stimmt es mit der Tradition, daß
ausschließlich die Priester Kleider aus Schaatnes hatten,
lieber die Gründe des Verbotes schlveigt sie jedoch, und zählt
cs unter die unerklärten Verbote, die als solche streng .ru
befolgen sind. Jedenfalls ist Josephns Erklärung den
Römern gegenüber eine sehr geschickte. Wenn der More
nach seine»' durchgehends angewandten Prinzip das Ver¬
bot darauf zurückführt, daß das Schaatnes oie Kleidung
heidnischer Priester bildete, deren Gebräuche verpönt sino,
so steht damit eben die Tatsache im Widerspruch, daß
die jüd. Priester vom Verbote ausgeschlossen erscheinen.
12. Gebot der öffentlichen Vorlesung der Thora in der
größten Volksversammlung am Sukkotfeste nach Ablauf
des Brachjahres (welche größer war als alle sonstigen,
Iveil niemand irgend welche Feldarbeit mehr zu Hause
zu besorgen hatte.) Der Borlesende war nach Josephns
der Hohevriester, nach der Tradition der König. -
Der Widerspruch ist leicht'zu lösen. Solange es keinen
König gab, von Moses bis Saul, fiel die Funktion, die
(V 31, 9) an die Kohanim mitgeteilt tvar, von selbst
dem Hohenpriester als Staatsoberhaupt anheim. Ebenso in'
der Zeit nach der Rückkehr aus dem Exil von Josua ben
Jozadok bis Onias. Als die Hasmonäer Hohenpriester-
tum und Königswürde vereinten, um so gewisser. Rach
ihrer Vernichtung durch Herodes, der die Hohenpriester zu
einfachen Beamte» herabdrückte, bis auf den letzten König
Agrippas übernahmen diese Könige die Rolle der davi-
dischen für dieses Amt wieder. Josephus verbindet damit
mich das Gesetz des Knabenunterrichtes, der ja wiederholt
in der Thora streng vorgeschriebe» ist. Wie streng dieses
Gesetz selbst zur Richterzeit befolgt wurde, erhellt aus der
Tatsache bei Gideon, der in dem von dem religiösen Centrum
in Schiloh ebenso wie von den Sitzen phönizischer Kultur so
entfernten Transjordanien von dem ersten besten Knaben,
den er auf dem Felde anffing, die Namen der Aeltcsten von
Sukkoth ausgeschrieben erhielt. Wenn im Talmud die
Einführung geregelter Kindcrschulen von Josua ben Gamla
einem Zeitgenossen des Simon ben Schdtach datiert, so
handelt cs sich mir unk eine Wiederaufrichtung einer in
den llnsäglichen Wirren und Religionskäinpfen untcrge-
gangenen uralten Institutionen. Wir wissen ja heute,
daß die nach 'einer Ansicht, derselben Zeit zugeschjriebene
Einführung der obligatorischen Ehepakten (Ketuba) bereits
zu Abrahäm's Zeit in Amrafels Gesetzen obligatorisch!
war. Ebenso finden wir, daß Jiphtach. der als Sohn einer
illegitimen Frau von seinen Brützern Verflossene, ein Fvei-
beuterleben Führende, eine Thorakenntnis besaß, um die
ihn mancher Richtlinienrabbiner beneiden könnte. Auch
beim Könige Josaphat finden wir besondere Fürsorge für
den öffentlichen Thoraunterricht, abgesehen von den bei
Jesaja und Elischa erwähnten Prvphetenschulen.
13. Gebot der Gebete, Tefilli». .Mesnsoth. Daß das
Gebet als mosaisches Gesetz im gleichen Range mit beiden
letzteren angegeben ist, wird auch von niemandem be¬
stritten. Meimnigsverschiedenheiten sind nur über die For¬
men und die Zeiten vorhanden.
14. Städteorganisation mit 7 Vorstehern (schibea tobe
häir ein durch das ganze Mittelalter festgehaltener Ge¬
brauch), deren jedem 2 Leviten als Diener zngeteilt
waren. Ist zwar in der Thora mit diesen Einzelheiten
nicht erwähnt, sondern mir allgemeines Gebot, in jeder
Stadt Richter und deren Gehilfe» zu ernennen, scheint
aber eine interessante uralte, zu seiner Ziert erhaltene
Traditio» gewesen zu sein.
15. Frauen und Sklaven sind keine gültigen Zeugen.
Stimmt mit der Tradition und zeigt die gewaltige mora¬
lische Ueberlegcnhcit der jüdischen Gesetzgebung über die
der allerneuesten Kultur nrit ihren Dreh fuß, Hilsner und
Beylis und Frank Justizprozeduren.
16. Auf Entdeckung eines Mörders soll Belohnung
ausgesetzt werden. Eine Erklärung, die das von ihm über¬
gangene Gebot der Eglah arufah plausibel machen soll.
Man darf nie vergessen, für welchen Leserkreis er schreibt.
17. Die mosaische Regierungsform ist die beste unter
allen. Sie soll von den Edelsten des Volkvs ausgeübt
werden, während als Alleinherrscher nur Gott gilt. Er
hat znin ersten Mal für die jüdische Verfassung das Wort
Theokratie geprägt. Vei Verlangen nach eincnr König soll
seine Wahl nicht, ohne den Rat des„ Hohenpriesters und
der Aeltestc» erfolgen. Wenn der König die Gesetze ver¬
achten will, soll das Gesetz dafür sorgen, daß er nicht mäch¬
tiger uud hochmütiger werde, als nötig. (Wortlaut ent¬
spricht V, 17, 14.)
18. Orlahverbot der als zur Unzeit frühgewachsen zu
betrachtenden Früchte.
19. Kilajim. Der bepflanzte Weingarten soll nicht
andertveitig besäet werden, denn es ist genug, daß er den
Weinstock ernährt. Er soll daher vomi Pfluge verschont
bleiben. Es sollen auch nicht 2 oder 3 Arten zusammen ge-
säet werden, denn die Natur haßt «Ungleichartiges. (Stimmt
mit der Erklärung unserer Weisen zu UI 19, 19: Meine
-Gesetze sollt ihr beobachten; meine Naturgesetze Chükim
schechakti beolami). Ebenso. 2 Tierarten, damit die Menschen
nicht Entartung der Art lernen. (Denselben Vorwurf
machen unsere Weisen den Minim', i>fe ihre Unzucht auf
die verschiedenste» Bastardierungsversuche im Tierreich
übertrugen. Chnllin) Daher soll auch Nichts gestattet fein*
das eine Blenderung der Verfassung bewirken könnte durch
verbotenen Tadel an den Gesetzen. Wir, haben hier eine
zweite Auslegung der an dieser Stelle anscheinend be¬
fremdenden Warnung: Meine Gesetze sollt ihr beobachten.
Dieselbe macht dem fruchtbaren Auslegungstalent der
Jerusalemer Schule alle Ehre. Manaonides, der jmmer den
strengen Grundsatz festWlt „een inegallin lahem taame
Thora, man soll den Heiden nicht die inneren Gründe der
Lehre preisgeben", beschränkt sich daher ans die möglichst
trockensten Begründungen.
21. Wanderern, heimischen oder fremden, darf nicht
verboten werden, von den reisen Früchten zu genießen und
sich daran zu sättigen!
Nun darf man nicht bald Zeter und Mordio schreien,
Josephns hätte seine Schnlkenntnisse vergessen, worauf wir
noch später zurückkommen.
23. Die jephat toar, iinj Kriege eroberte Gefangene,
darf nicht bezwungen werden, bevor sie in das eheliche
Heim gebracht wird. Es gibt darüber Meinungsverschieden¬
heit über den Wortlmlt im Talimid.
24. Die Ermahnung der Eltern an einen ungeratenen
Sohn versieht er mit seiner schwungvollen Rhetorik.
25. Es soll kein Toter unbegräben liegen bleiben.
Er konnte nicht ahnen, daß die Entartung soweit Platz
greifen könnte, das von den Erzvätern geheiligte und aus¬
drücklich vorgeschriebene Gesetz der Begrabung dem götzen¬
dienerischen Gebrauch der Verbrennung von sogenannten
Rabbinern preisgegeben zu sehen.
26. Ohne vorhergehendes Urteil darf keine Pfändung
vorgenommen werden. Stimmt mit der rabbmischen Tra¬
dition. (Wehcüsch seh schliach beth din.)
- 27. Auf Diebstahl ist Todesstrafe gesetzt. Mach der Tra¬
dition für bne Noah, für Juden nur aus Mensche,rdieb-
stahl z,;m Sklavenverkauf.
4 34. Kein Israelit soll Gift besitzen unter Todes¬
strafe. Hier kann es sschi höchste,^ um eine in irgend
einer Zeit erlassene Verordnung Händeln, von der weder
in der Thora noch in der Tradition etwas bekannt ist.
35. Auge um Auge! Darunter ist Geldstrafe zu ver¬
stehen, weim sich der. Geschädigte damit zufrieden gibt.
Die Tradition kennt diese Bedingung nicht, auch die Thora
stellt die Annahme von Kopher Geldstrafe nicht dem Er¬
messen des Geschädigten, sondern dem Gerichtshöfe an¬
heim. (II 21, 30 mit Ausnahme der Todesstrafe für einen
Mörder, die nicht in Geldstrafe nmgewandelt werden darf.
IV 35, 31.)
Zum Entsetzen der Menschenliebeheuchler ist durch die
Entdeckung der Anrrafelgesetze festgestellt worden, daß diese
Formel bereits in den bei Abraham (l 26,5) erwähnten
Nrgesetzen vorkonrmt, ans denen die Gesetze Am--
rafels entlehnt sind (D. H. Müller) und daß bereits
dort der Ersatz durch Geldstrafe ins Auge gefaßt wird.
Die Sadduzäer hingegen als Tradittonsverächter und in
der bei ihnen von Josephns geschilderten Grausamkeit,
wollten davon nichts wissen. Da es ihm in seiner Apologetik
nicht um Mfassnng eines Gesetzbuches, sondern um Be¬
kämpfung gehässiger Vorurteile zu tun war, so hat er,
wo das Verständnis einer sadduzäischen oder essenischeu
Auslegung zugänglicher war, eine solche angewandt oder
auch wie in biasem Falle zwischen ihr und der ttaditio-
nellen verniittelt.
Fortsetzung folgt.
Cafe Kaisepgapten
am Opernplatz
Erstklassiges 'Familfeii-Caf£
Jeden Nachmittag ron 4 hla 7 Uhr und Abend von
_ 8V* Uh r ah
■a* Künstl
Aus aller Wett.
Deutsches Reich.
Hamburg. Der Sitzung der
Repräsentanten der Deutsch-Israel.-
Gemeinde
lag die Abrechnung für.1914 vor. Einnahinen und
Ausgaben schließen mit 266 000 Mk. ab. Der Fehlbetrag
bettägt 34980 Mk.
Sodann lm;rde der Haushaltsplan für 1916
beraten. Unter den Ausgaben erfordert das Armen-»
und Wählfahrtswese n rund 100000 Mk., das
Arm e nw e s c n allein 85 000 Mk. Das S i ech enhe im
und die Wohlfahrtsstätte der Deutsch-Israelitischen Ge-
nieinde erhält eine Zuwendung von 7500 Mk.. während das
Paulinenstift (Mädchenwaisenhaus) 2750 Mk. beansprucht.
Eine Beihilfe von je 1000 Mk. erhalten die Theresien-
stiftung zur Unterstützung kirrbedürstiger Israeliten und
der „Verein zur Speisung hilfsbedürftiger israelitischer
Kinder". Die zweithöchste Ausgabe erfordert bas S ch n l-
nnd Bildnngswesen mit 90 750 Mk., wovon allein
die Israelit. Töchters ch n l e 61 000 Mk. und die
Talmnd-Tyora-Rea lschule 25000 Mk. bean¬
spruchen. -
Der mit einem Fehlbettag von 50 750 Mk. abschlie¬
ßende Entwurf wurde in der Generalversammlung ein¬
stimmig genehmigt.
Oefterreich-Uusar».
Wie«. Am 29 Dezember versammelten sich in der
Wohnung des Oberrabbiners aus Hnsi Jfak B. Thn-
mim z. Zt. Wien, (11. Stefaniestraße 8/16) eine große
Anzahl Rabbiner und* geachtete -Bürger ans Galizien
und Bukowina zwecks Gründung eines
Komitees zur Lösung der gegenwärtigen
ostjüdischen Fragen.
Nach längeren Debatten wurde ein Komitee, bestehend au»
folgenden Herren bestimmt: Großjrabbirrer U s che r H o r o-
Witz, Krakau (Präsident), Oberrabiner Pinkas
R i m e l t, Zolkiew 11. Vizepräsident), Oberrabbiner
F.s a k B. Thum im, Hnsi (2. Vizepräsident und Kassier);
Markus Halpern, Wien (Sekretär/.- Rabbiner
Chaim Nnchim Halberstam (Mosciska), Samuel
Eder (Tarnobrzeg), Rabbiner Kalman Znckermann
(Jablonow) und Markus Schwarz (Krakau).