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Von Dr. Felix Klug (Graz)
Graz war bis nun eine Hochburg des allgemeinen
und linken Zionismus. Noch bei den Kongreßwahlen des
Jahres 1931 konnte die revisionistische Liste lediglich
23 Stimmen erreichen, obwohl Graz, mit rund 2000 jüdi¬
schen Seelen, die zweitgrößte Judengemeinde Oester¬
reichs, einen starken zionistischen Anhang besitzt. Dies
g;eht schon aus der Tatsache hervor, daß hier seinerzeit
;;um erstenmal in Oesterreich die Forderung Herzls
nach Eroberung der Gemeindestuben durch
Zionisten verwirklicht werden konnte; Graz war die erste
Österreichische Stadt mit einem zionistischen Kultus¬
gemeindepräsidenten und zionistischer Mehrheit im
Kultusvorstand.
Leider vollzog sich auch hier wie Uberall der gleiche
Prozeß. Die Allgemeinen Zionisten, die zwischen sich
und den Marxisten keinen scharfen Trennungsstrich
zogen, konnten die Jugend nicht erhalten; bis vor einem
Jahr bestanden hier nur zwei zionistische Jugendorgani¬
sationen, die beide linksgerichtet waren. Wir Juden-
staatszionisten haben auch in Graz recht behalten: Die
Jugend, der man das sozialistische Ideal anpreist, be¬
trachtet den Poale-Zionismus nur als Durchgangstation
zum reinen Marxismus. Die Grazer Zionisten haben den
Beweis für die Richtigket dieser These am eigenen Leib
verspürt. Vor nicht langer Zeit mußte ein Mitglied aus
einem Jugcridbund ausgeschlossen werden, weil er seine
Freunde mit G e s e r d-Material beteilte; der Betreffende
befindet sich in einem Anhaltelager wegen Betätigung
für die kommunistische Partei.
Der Judenstaatszionismus besaß hier nur wenige,
doch alterprobto Anhänger, zu denen die erst vor wenigen
Jahren wieder reaktivierte akademische Verbindung
Charitas stieß. Ueber deren Initiative wurde vom
Seniorenkonvent der wehrhaften zionistisch-akademischen
Verbindungen Oesterreichs, das sogenannnte „Grazer
Programm" angenommen, in dem u. a. festgestellt wurde,
diß Ivtrin zionistischer Couleurstudent einer sozialistischen
Organisation angehören darf.
Der zielbewußten Arbeit dieser wenigen Pioniere
des Herzlichen Großzionismus ist es mit Erfolg gelungen,
Anhänger zu gewinnen; gegenüber 23 Stimmen bei den
Kongreß wählen 1931 wurden trotz stärkster Agitation
d-T Gegenseite bei den Wahlen des Jahres 1933 bereits
70 Stimmen für die Liste des Sonderverbandes der
demokratischen Revisionisten abgegeben. Im Herbst 1933
v":rr 1 .e eine wehrsportliche Jugendorganisation gegründet,
die bereits über 30 Mitglieder besitzt und ausgezeichnet
arbeitet.
Nach den skandalösen Vorfällen im Juni dieses
Jahres anläßlich des Vortrages des Herrn Dr. Schächter
aus Wien (über die in diesem Blatte bereits berichtet
wurde), erkannten die Judenstaatszionisten, daß
fimehr die Konsequenz gezogen werden müsse. Am
10. Juli 1934 fand im Verbindungsheime der Charitas
eine Sitzung statt, bei der Judenstaatler und Revisionisten
beschlossen, aus der allgemeinen zionistischen Orts¬
gruppe auszutreten und eine gemeinsame Arbeitsgemein¬
schaft unter dem Namen „Verband der Herzl-
Zionisten, Ortsgruppe Graz der Zionisten-
Revisionisten und Judenstaatler" zu
gründen. Zum Präsidenten wurde Rechtsanwalt Dr. Otto
S nie gel (Revisionist), zum Vizepräsidenten Dr. Felix
Klug (Judenstaatler) und Leo N e u f e 1 d (Revisionist)
gewählt.
Das Echo der Neugründung war ein gewaltiges:
In den Reihen der zionistischen Ortsgruppe herrscht Be¬
stürzung, da drei Ausschußmitglieder ihre Mandate
niedergelegt haben und eine große Anzahl von Ge¬
sinnungsgenossen ausgetreten und dem „Verband der
Herzl-Zionisten" beigetreten sind. Bereits heute, wenige
Wochen nach der Gründung, hat die Zahl unserer organi¬
sierten Mitglieder die Zahl unserer Wähler vom letzten
Kongreß fast erreicht. Der Verband der Herzl-Zio¬
nisten verfügt somit jetzt schon über eine wesentlich
größere Anzahl organisierter erwachsener Mitglieder als
die zionistische Ortsgruppe.
Wir richten an die Gesinnungsgenossen, Revisio¬
nisten und Judenstaatler den Appell, ungesäumt dem
„Verband der Herzl-Zionisten" beizutreten und uns in
unserer Arbeit energisch zu unterstützen, damit es uns
gelingt, Graz für den Judenstaatszionismus zu
erobern! Beitrittserklärungen und Zuschriften sind zu
richten an das Sekretariat des „Verbandes der Herzl-
Zionisten, Ortsgruppe Graz der Zionisten-Revisionisten
und Judenstaatler" zu Händen des Herrn Dr. Felix Klug,
Verteidiger in Strafsachen, Graz, Murgasse 14.
RHe revisionistische Deklaration
■ Wie bereits gemeldet, hat die revisionistische
Exekutive (Paris) ihre Bereitschaft zu einem inner¬
zionistischen Burgfrieden kundgegeben. Die diesbezüg¬
liche Deklaration hat folgenden Wortlaut:
Zusammen mit der Judenheit der ganzen Welt hat
das Exekutivkomitee erv/artet, daß der Freispruch
Stawskys, der vom ganzen Volk mit solch großer Freude
aufgenommen wurde, ein Signal für einen Burgfrieden in
Erez Israel sein werde.
Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt, und
die letzten Erklärungen und Geschehnisse in Erez Israel
beweisen, daß die „Mapaj" entschlossen ist, ihre bisherige
Taktik der Greuelmeldungen und Gewalttaten gegen
unsere Bewegung fortzusetzen.
Würde das E. K. die Lage vom Standpunkt der
bloßen Parteiintere3sen betrachten, könnte es diesen Zu¬
stand für äußerst günstig halten. Die Greuelmeldungen
und besonders die Attacken vergrößern einerseits von
Tag zu Tag die Isolierung der Mapaj, verstärken an¬
dererseits die Sympathien für den Revisionismus und für
die im Herzischen Sinne tätige Arbeiterschaft und damit
auch die Chancen unseres überaus nahen Sieges.
Das E. K. hält es aber für seine Pflicht, vor allem
die Interessen des Jischuws und des Zionismus zu be¬
rücksichtigen, we' "-.e von schweren Gefahren von außen,
yon Zersetzung und Ohnmacht von innen bedroht sind.
Wie peinlich es auch für uns sein mag, die Initiative
tür Unterhandlungen mit einer Partei zu ergreifen, deren
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Tausende Reste jeder Art, per
Meter aufwärts von Groschen
Verfolgungen des Revisionismus bei uns eine derartige
Empörung ausgelöst haben und deren politische und
soziale Handlungsweise wir entschieden ablehnen, so
fordert doch das nationale Interesse von uns, dieses Opfer
zu bringen.
Deswegen beschließt das E. K., sich direkt an die
„Mapaj" mit dem Vorschlag zu wenden, in unmittelbare
Verhandlungen in Form einer Round-Table-Konferenz zu
treten, auf daß ein technischer modus vivendi gefunden
werde.
Demnächst sollen die Verhandlungen
mit den türkischen Behörden betreffend die Verlängerung
der Luftfahrtlinie Warschau—Lemberg—Bukarest über
Konstantinopel nach Palästina wieder aufgenommen
werden. Als palästinensische Stationen der verlängerten
Linie sind Haifa, Jerusalem und T e 1 - A w i w in
Aussicht genommen.
Jüdische Kinder aufs Land
Für jüdische Kinder werden für die Zeit vom
10. August bis 6. September Unterbringungsmöglich¬
keiten auf dem Lande bei jüdischen Parteien gesucht.
Postwendende Anbote unter Angabe der Fami¬
lien- und Wohnungsverhältnisse, sowie der Bedingungen
an die Füraorgezentrale der Israeliti¬
schen Kultusgemeinde, Wien, I. ( Seitenstetten-
gasse 2 (Jugendfürsorge).
Austritte aus dem Judentum
Franziska Spitz geb. Martinek, geb. 24. September
1900 Wien, verh., XX., Wexstralie 14/3. — AIoIh Spitz,
geb. 20. November 1897 Wien, verh., XX., Wexstraße 14/a.
— Marianne Sobotka, geb. 6. April 1907 Wien, ledig, V.,
Margaretengürtel 98. — Rudolf Schalko, geb. 31. Mal
1884 Wien, gesch., XIII., Hustergasse 16. — Katharina
Koutny geb. Spitz, geb. 9. März 1897 Wien, verh., XVI.,
Gaullachergasse 61. — Dr. Otto Perdach, geb. 6. Juli 1900
Wien, ledig, II., Praterstraße 44. — Anna Eisler geb.
Kaptisch, geb. 17. April 1893 Wien, verh., II., Schiff¬
mühlengasse 62. — Dr. Georg Cxrätzer, geb. 6. August
1898 Wien, ledig, XXI., Stadlauerstraße 33. — Tilla Jakub
geb. Friedhaber, geb. 3. Oktober 1888 Bochnia, vern.,
XIX., Philippovichgasse 1. — Rudolf Neumann, geb.
31. Jänner 1903 Pohrlitz-Branowitz, ledig, XX., Wernai-
gasse 1. — Heinz Karl Rottniann, geb. 16, August 1914,
ledig, II., Praterstraße 66. — Marie Stein geb. Wach
gesch.Morvay, geb. 15. Juli 1889 Waidhofen a. d. Thaya,
verh., IL, Stuwerstraße 33. — Michael Stein, geb.
4. Febr. 1889 Puszta Vasad, verh., IL, Stuwerstraße 33. —
Anna Merbaul geb. Schreckenstein, geb. 22. Februar Wien,
verh., V., Matzleinsdorferplatz 1. — tiertmde Brodhelm,
geb. 9. September 1913 Wien, ledig, XVIII., Colloredogasse
Nr. 20. — Emilie Brückner geb. Kießl, geb. 21. September
1884 Wien, verh., XIII., Hütteldorferstraße 241. — Char¬
lotte Brückner, geb. 7. Mai 1927 Wien, ledig, XIIL,
Hütteldorferstraße 241. — Cilli Ladstätter geb. Müller,
geb. 13. August 1911 Purkersdorf, verh., V., Margareten-
gürtei 22. — Dr. Ernst Storfer, geb. 4. Oktober 19UT
Sadagora, ledig, IV., Starhemberggasse 7.
Der Gesamfverband Jüdischer Hoch¬
schüler Oesterreichs ,Jucf<ia"
führt am 12. August einen zweiten Turnus nach Novi
Vinodol (Dalmatien). Die Reise kostet für zwei Wochen
S 125.—, für drei Wochen S 154.—-. Im Preise inbegrif¬
fen sind Fahrt, Verpflegung, Unterkunft, Kurtaxe,
Badegebühren und Trinkgelder.
Auskünfte und Anmeldungen: Montag bis Freitag von
2 bis 5 Uhr im Sekretariat der „Judäa", Wien, IX.,
Alserstraße 28. Tel. A-25-2-28,
Eigentümer Verleger, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Oberbaurat Robert Stricker. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wiest
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