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Bayerische Israelitische Gemeindezeitung
Nr. 1
den Angestellten.eine einmalige Notzuwendung zur Aus¬
zahlung gebracht, deren Höhe in der Bekanntmachung im ein¬
zelnen bestimmt ist. Die Notzuwendung wird vom Verband Baye¬
rischer Israelitischer Gemeinden denjenigen Gemeinden und Bezir¬
ken, die Zuschüsse vom Verband erhalten, im Verhältnis zu dem
Prozentsatz ausgezahlt, den die Gemeinde oder der Bezirk als
Zuschuß zur Besoldung ihres Beamten erhält.
Die Auszahlung der Notzuwendung erfolgt mit der Zuschu߬
leistung für den Monat Januar und ist mit dieser unverzüglich
den Beamten zur Auszahlung zu bringen.
Gleichzeitig ersuchen wir die Gemeinden und Bezirke den auf
ihren Anteil treffenden Prozentsatz der Notzulage den Beteiligten
zur Auszahlung zu bringen. Wir gehen davon aus, daß auch die
Gemeinden und Bezirke, die Zuschüsse vom Verband nicht er¬
halten, die Notzulage gewähren, da diese außerordentliche Bei¬
hilfe nur eine Entschädigung dafür darstellt, daß eine Neurege¬
lung der Beamtengehälter infolge der allgemeinen Finanzver¬
hältnisse bisher nicht möglich war.
Die Verordnung besagt, daß den oben angeführten Beamten,
soweit sie in den Gruppen I—IV eingruppiert sind, ein Viertel,
den Beamten der Gruppen V—XII ein Fünftel der ihnen für den
Monat Dezember 1926 zustehenden laufenden Gesamtbezüge (ohne
Dienstauswandsentschädigung usw.) gewährt wird. Die Notzuwen¬
dung muß bei Ledigen mindestens RM. 30.—, bei Empfängern
eines Frauenzuschlags RM, 50.— betragen, darf jedoch bei Ledi¬
gen RM. 60.—, bei Empfängern eines Frauenzuschlags RM. 80.—
nicht übersteigen. Außerdem werden den Empfängern von Kinder¬
zuschlägen oder Kinderbeihilfen (auch gekürzten) je RM. 5.— zur
Auszahlung gebracht. Doppelwaisen erhalten insgesamt NM. 10.—
höchstens RM. 15.—.
Wegen der übrigen Einzelheiten verweisen wir auf die Bekannt¬
machung.
München, 23. Dezember 1926.
I. A.
Flaschner.
Bekanntmachung
über die Beamtenbezüge ab 1. April 1926
Verschiedene Anfragen aus den Verbandsgemeinden geben Ver¬
anlassung, die durch die. Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses
(Ortszuschlag) seit 1. April 1926 geltenden Sätze für die Beamten-
gehälter erneut zusammenzustellen. Hiernach betragen die Veamten-
bezüge ab 1. April 1926:
Iahresbezüge:
Grundgehälter
lDie Summen enthalten die ab 1.12. >924 bewilligten Zulagen von für die Be¬
soldungs-Grupp. I —VI und von 10 ?6 für die Besoldungs-Grupp, von VII ab aufwärts)
(Die Querstriche bezeichnen die Grenzen derWovnungsgeldzuschuü-Tarifklaffen).
Gruppe
I
906
948
972
1014
1056
1122
1188
1254
1308
II
984
1026
1068|
1 1134
1200
1272
1338
1392
1434
III
1080
1146
1218
1284
1350
1416
1470
1512
1554
IV
1242
1326
1404
1488
1566
1608
1662
1716
1770
V*)
1458
1554
1632
1716
1794
1878
1932
1998
2052
VI
1794
1920
2040
2160
2280
2388
2484
2580
2676
VII
2310
2442
2574|
| 2706
2904
3036
3168
3300
3432
VIII**)
2640
2838
3036
3234
3366
3564
3762
3960
IX
3102
3300
3498
3696
3894
4092
4290
4554
X
3960
4290
4554| 4818
5082
5346
5610
5940
XI
4620
4950
5280
5610
5940
6270
6600
6930
XII
5346
5742
6138
6534
6996
7458
7920
XIII
6930
7920
8910
j 9570
105601 |
*) Die Beamten der Besold.-Gr. V erhalten auch in den beiden ersten Stufen den
Wohnuagsgeldzuschuß der Tarifklaffe V.
**) Die Beamten der Besold.-Gr. VI ll erhalten in der ersten Stufe den Wohnungs-
geldzufchug der Tarifklaffe IV.
Wohnungsgeldzuschutz (Ortszuschlag)
Tarifklassen
Ortsklasse
VII
1068
VI
1068
bis
1554
9LIC
V
1554
2676
9UL
IV
2676
4554
III
4554
7920
II
7920
13200
I
13200
Sonderklasse
336
528
720
960
1320
1680
2100
A
288
444
612
840
1140
1440
1800
B
240
372
504
660
900
1200
1500
C
180
288
396
540
720
900
1140
D
132
216
288
396
540
660
840
München, den 23. Dezember 1926
Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden
I. A.
Flaschner.
Bekanntmachung
betr. Bestellung eines Kassiers für den Bezirksausschuß Kihingen.
Hierdurch geben wir bekannt, daß an Stelle des verstorbenen
Herrn Eduard Sonder
Herr Weingrößhändler Gustav Lauber (Kitzingen)
zum Kassier des Bezirksausschusses Kitzingen gewählt worden ist.
München, den 10. Dezember 1926.
Dr. Neumeyer.
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