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Nr. 15
Bayerische Israelitische Gemeindezeitung
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Reedereien und Industriebetrieben wichtige Funktionen zu erfüllen
hat. Vor fünf Jahren unternahm er im Aufträge einer deutschen
Firma eine Informationsreise durch Amerika und in diesem Jahre
zwei große Rußlandsreisen. Auf Grund seiner umfassenden Fach¬
kenntnisse und seiner reichen Erfahrung wurde er in den Reichs-
kohlenrat und 1930 als Mitglied in den Ausschuß der Weltkraft-
Konferenz in Berlin berufen. Dr. Aufhäuser ist auch Aufsichtsrat
verschiedener Brikett- und Kokswerke. Die Stadt Augsburg, die er
als feine zweite Vaterstadt betrachtet, hat wohl Anlaß, stolz auf
ihren Adoptivsohn zu sein.
Bus der Gemeinde Regensburg
Am 1. April hatte der Verein für jüdische Geschichte und Literatur,
Regensburg, sein zweites Geschäftsjahr beschlossen, das einen Erfolg
des Vereins nach jeder Richtung hin zeigte. Es fanden folgende
Vorträge statt: Frau Dr. Weiner: Die Juden im deutschen Wirtschafts¬
leben; S. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Baerwald: Moses Mendelsohn;
Herr Dr. Leo Deutschländer: Goethe und die Bibel; Herr Professor
Dr. Unna: Shakespeares Shylok; Herr Theo Harburger: Synagogale
Kunst in Bayern; S. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Solomon: Geschichte
der Juden in Deutschland im ersten Jahrtausend. Die Vortrags¬
abende, die zum Teil außerordentlich gut besucht waren, fanden leb¬
haften Anklang und hatten eine gute Kritik in den hiesigen Zeitun¬
gen. Es sei besonders erwähnt, wie groß das Interesse und die Be¬
teiligung der nichtjüdischen Bevölkerung war.
Auch die Entwicklung der Lehrkurse machte ersteuliche Fortschritte.
Es wurden abgehalten: Ein zweiwöchentlicher Geschichtskurs und ein
wöchentlicher Jesayakursus von S. Ehrw. Herrn Bezirksrabbiner Dr.
H. Levy, Der Jesayakursus hat durchschnittlich eine Besuchsziffer von
25 bis 30 Hörern aufzuweisen. Mit der Sammlung einer Bücherei
ist bereits begonnen worden. Die Generalversammlung brachte das
rege Interesse der Gemeindemitglieder zum Ausdruck und die Freude
darüber, daß das geistige Leben der Regensburger jüdischen Gemeinde
durch die Gründung und Arbeit des Vereins eine wesentliche Berei¬
cherung und Förderung erfahren habe. Allgemeine Anerkennung
fand das hohe Niveau der Vorträge.
Bus den bayerischen Gemeinden
ölkingen (Ries), 9. Juli 1930. Ein schwerer Trauertag für die
israelitische Kultusgemeinde dahier. Mitten aus der Lebensarbeit
heraus ward Herr Oberlehrer Leopold G u t m a n n seiner Familie,
Schule und Gemeinde entrissen; mit jäher Hand hat der unerbittliche
Tod den treubesorgten Vater, den liebevollen Gatten, den Führer
und Berater der Gemeinde, den-gewissenhaften Lehrer und Jugend¬
bildner, den hilfsbereiten, arbeitsfrohen, treuen Kollegen, den tief¬
religiösen, edlen Menschenfreund von uns genommen.
Herr Bezirksrabbiner Dr. Neuwirth (Jchenhaufen) ließ am Grabe
ein Lebensbild unseres Verstorbenen erstehen, so ergreifend und
wahr, daß jedes Herz gerührt wurde. Herr Kultusoorstand Badmann
dankte in innigen Worten dem Lehrer und Führer der Gemeinde.
Herr Bezirksschulrat Mackh rühmte ihn als tüchtigen Schulmann.
Herr Hauptlehrer Rosenfeld (München) sprach ihm als Ehren- und
Verwaltungsmitglied des Bayerischen Israelitischen Lehrervereins
den Dank für seine treue Mitarbeit aus. Ebenso würdigten noch in
ehrenden Worten die Verdienste des Entschlafenen der Direktor des
Progymnasiums in Öttingen, der Vorstand des Bezirkslehrervereins
dortselbst, Herr Hauptlehrer Blank, der Vorsitzende der israelitischen
Bezirkslehrerkonferenz Schwaben, Herr Hauptlehrer Sonn (Butten-
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