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5. Umfrage betr. Nachweise über die in den einzelnen Pro¬
vinzen vorhandenen Schulen für Kinder jüdischer Nation
und über die sonstige Unterweisungsart derselben 1806.
6. Verwaltung der Schule; Schulbeiträge; Schulkommission
1844—1901.
Darin: Listen der im Gemeindebezirk wohnenden
Familien.
F. Literalien.
Darin: betr. Aufnahme von Juden aus Lauen¬
förde in die Gemeinde Beverungen.
Akten-Inventar der Synagogen -Gemeinde
Bielefeld.
Aus den ersten Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts
sind nur einzelne Stücke erhalten. Dazu A 2 Anfang: „Vom seelig
verstorbenen Vorsteher Jacob Schiff haben sich weder Bücher noch
Schriften oder sonstige Nach Weisungen, die Gemeinde betreffend,
vorgefunden. Es wird daher über einiges vom Jahrgang 1815 ange¬
fangen, und sind die frühere Einnahmen und Ausgaben bis 1807 et
retro im Buche Nr. 1 zu finden/' In A 8 Blatt 1 vom 14. Aug. 1827
eine Mitteilung des früheren Vorstehers an den neuen betr. Übergabe
der Gemeindeakten: nichts vorhanden als die Abrechnungen und
Belege von 1815—1826 und eine quittierte Obligation = C 5a.
Umso bedeutsamer ist, dass sich im Zusammenhang der Akten
über die Besitztitelberichtigung des Synagogengrundstücks ältere,
bis 1705 zurückgehende Urkunden über die Synagoge erhalten haben
(B 1). Sie lassen erkennen, dass die Judensiedelung in Bielefeld
bereits im 17. Jahrhundert bestand, dass sie aber nicht als Gemeinde
organisiert war, sondern, wie zugleich die ganze Judenschaft der
Grafschaft Ravensberg, kraft Privileg von dem Obervorsteher 1 ),
x ) In der Auseinandersetzungsakte vom 18. April 1800 (C 6) heisst er „Vor-
steher der hiesigen und der kombinierten Provinzialjudenschaft."