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Die beiden Ben-Ascher und die Masora.
nensischen oder babylonisch en, inSuranischen oder
Pumbaditanische (Nahardea) Codices gefunden hat. Wenn
angemerkt wird: Der Pumbaditanische Amoräer Jehuda bar
Jecheskel habe das Wort תלה׳ (Deuteron. 32, 6) geschrieben הל ה׳
und eben so die Nahardeaner; die Suraner dagegen ה לה׳ , (das
ה getrennt), die Abendländer (Palästinenser) endlich הלה׳ , (Lon-
sano z. St.), so darf man dabei doch etwa nicht an m a s o r e-
tische Schulen denken, sondern an Pentateuch-Codices, welche,
der eine von Jehuda bar Jecheskel stammte oder dafür gehalten
wurde, der andere oder die andern in Sura oder Palästina in
Ansehen standen. In diesen verschiedenen Codices hat der Anno-
tator das betreffende Wort auf diese Weise graphisch vorgefun-
den. Dafür spricht die Lesart, wie sie Sapir in einer Masora
der Pariser Bibliothek gefunden hat (a. a. O. p. l 6 Note):
בספרא דסוראי ה׳ לחור לה׳ לחור ,ובספרא דבי י ל תא הל לחור
והי לחזר ,ובספרא אחרינא הלה׳ בחרא מלחא . Hier ist deutlich ge-
nug von Codices und nicht von Schule n die Rede. Mau
wird doch nicht etwa Jalta, die hochmüthige Frau des Amo-
räers R'Nachman bar Jakob (st. 322) als das Haupt einer
masoretischeu Schule ansehen? Mail darf nicht Alles zu Schul-
differenzen stempeln, wie es Pinsler gethail hat. Die Varian-
ten der Madincha'l und Maarbai, der Sural und Nahardäl sind
lediglich auf Codices zurückzuführen. Diese sind allerdings älter
als Ben-Ascher.
Jndeß, abgesehen voll diesen Varianten, einen Vorgänger oder
Genossen scheinen die Ben-Ascher denndoch gehabt zu haben. Sowohl
das דקדוקי הטעמים , wie das Konteros der Masora, das Aaron Ben-
Ascher angehört, citirt einen Schulvorsteher Pin eh as, H welche
manche Wörter mit Chataf gelesen hat. רב פנחס ראש הישיבה היה
קורא סוככים המשוררים וכוי (bei Heidenheim a. a. O. p. 54 und
*) Ob dieser Pinehas vielleicht identisch ist mit dein, welchen der Karäer
Jakob b. Reuben zugleich mit Daniel Kumszi nennt? (Likute 85 .ע ).