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Recension.
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fleißig und mit Erfolg zu Rathe gezogenen Commentar Raschi's,
des Unentbehrlichen ihn davor bewahrt hätte. Der gekennzeich-
nete geringe Grad von Vertrautheit und Geübtheit zeigt sich
sehr häufig noch in der Uebersetzung von Ausdrücken, die der
Terminologie des Talmuds angehören und für
die Darstellungsweise desselben besonders charakteristisch sind.
Einen durch das ganze Buch sich hinziehenden Fehler, nämlich
die Uebersetzung von אסר סר (der bekannten Einführungsformel)
mit ״ Mar hat gesagt" hat W. selbst in der kurzen Druckfehler-,
liste (S. 552) berichtigt. S. 19, Z. ll v. ».übersetzt er diese
Formel so: ״ Darauf sagte der Herr (d. i. Mose)", indem er
sie in den Context der Agada von den drei Bitten Moses (Be-
rach. 7 a) hinein zieht. — Die Formel: אלטלא טקרא כתיב אי
אטשר לאמרו übersetzt W. S. 50, N. 108 (zu Berach. 32», vgl.
S. 331, Z. 13): Wenn der Vers nicht geschrieben wäre, es
wäre unmöglich ihn zu sagen." Aber das Suffix in לאטרו
bezieht sich nicht auf den Vers, sondern auf die i» ihm enthal-
tene Kühnheit (also: es zu sagen). — S. 69, Z. 11. ״ Daher
geht die Rede — הניא נטי הכי . — S. 78, Z. 8 (zu Berach.
56 b) erscheint in dem Satze WM ובקדרה שאץ בה בשר das letzte
Wort von dem Satze abgetrennt und als Einsührungsformel
des folgenden Bibelsatzes aufgefaßt: ״ denn wir haben die Lehre
Micha 3,3: Und sie zerbrechen . . > ." — S. 82, Z. 17 f:
״ Rab Ula und andere haben gesagt: In einer Mischna ist ge-
lehrt worden" anstatt: Nab U. sagte, nach Anderen ist es in
einer Baraitha gelehrt worden (Berach 57 a : אמר רב עולא ואמרי
לה בסתניתא הנא ). — S. 90 Z. 12 f.: ״ In einer Mischna ist
gelehrt worden" --- הנא . — S. 93, Z. 6 f., in der Uebersetzung
von Raba's Hermeneutischer Norm (Berach. 60 a.) : ״ so mußt du
jedesmal. Bezug nehmen" (richtiger Seite 101, Z. !3
v. u. — Berach. 63 a : kann man.erklären). — S. 131,
Z. 8: ״ Man richtete die Frage an sie (die Rabbinen)" -s