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Abb. 'i. Die vor der Apsiserhöhang dargestellte
Abbildung des Aron Hakodcsch
in der Abbildung 2 wiederbeleben. In dem
Mittelkreis ist die ;uiliebende Sonne symbo¬
lisch dargestellt, und zwar in der Gestalt
eines Jünglings, der in. dem mit vier Pferden
bespannten Sonnenwagen durch das sternen-
besäte Firmament fährt. (Vgl. Al)l>. Uni
dieses Bild gruppieren sieb in einem zweiten,
konzentrischen Kreise die zwölf Zodiak-
zeichen. In den Zwickeln zwischen dem
Zodiakkreis und dem umgebenden Quadrat
sind die vier .Jahreszeiten in Form von ge¬
flügelten Genien symbolisiert (Abb. 2>. In
der Ausdrucksform der übrigens sehr primi¬
tiven Zeichnung ist noch ein starker Nach¬
klang der hellenistischen Kunstweise fühlbar.
Die Namen der Monats- und der Jahreszeiten
sind über den betreffenden Figuren in einer
außergewöhnlich schönen hebräischen Qua-
dratschrift angegeben.
Weiter in der Richtung zur Apsis sehen
wir den vierten Hauplteil der Mosaik, der
die verschiedenen Kullgeräle darstellt, näm¬
lich den Aron Hakodcsch (Abb. 4). von zwei
Löwen und den daneben symmetrisch auf¬
gestellten siebenarmigen Leuchtern flankiert,
den Elhrog, Scholar und anderes mehr. Diese
Bilder sind den um einige 1 Jahrhunderte
älteren jüdischen Katakombenmalereien Roms
und den in diesen Katakomben aufgefundenen
Goldzwiscbengläsern eng verwandt.
Rund um diese im Mittelschiff befind¬
lichen Hauptpartien des Mosaikfußbodens sind
hie und da geometrische Teppichmusler ver¬
streut, auch Darstellungen von Tieren und
pflanzlichen Motiven, besonders von den
Früchten, des Landes. (Abb. 5. (>.) Kin Teil
der Mosaik in den Seitenschiffen ist aus ein¬
fachen weißen Steinchen zusammengestellt.