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328 המ&חח . Praktische Einleitung u. s. ns. v»n Leopold Lkw.
״ biblische,1 Schriften liegen also beinahe fünfzehnhundert Jahre
30 — 1455 )״ v. d. gew. Ztr.)"
״ Mose war der erste Schriftsteller Israels"! Leichtsin-
nigere Worte sind wohl noch nie über die göttliche Offenbarung aus-
gesprochen worden, und es können auch keine leichtsinnigeren Worte
hierüber ausgesprochen werden. Wir verzichten aber auf die dog-
malische Bcurtheilnng jener Ansicht; wir abstrahiren davon, daß
nach jüdischen Grundsätzen nicht nur derjenige einer Verachtung des
göttlichen Wortes sich schuldig macht, der, wie der Verf., Mosche
für den Urheber der Thora hält, sondern auch derjenige, der nur
Einen Vers, ja ein einziges Wort als von Mosche nach eigener
Ansicht niedergeschrieben betrachtet^); wir überlassen es jedem Un-
partheiischen, darüber nachzudenkm, worin genläß der angeführten
Äußerung: ״ Mose war der erste Schriftsteller Israels" die ״ ge-
läuterte Reltgtösität" bestehen mag, die Herr Löw seiner Vorrede
gemäß zu fördern beabsichtigt; wir fragen nur: mit welcher Berech-
tigung kann der Verf-, wenn er Mosche als ״ Schriftsteller", wenn
er die Thorah als einen von Mosche gelegten ״ Grund zu einer
*) Sanhedrln 99 a heißt! מן השמים nun כי דבר ה׳ כזה זה האומר אין
ואפילו אמי כל התורה כולה מן השמים חוק מפסוק זה שלא אמרו הק׳ב׳ה
״« אלא משה מפי עצמו זהו כי דבריה' בזה den» das Wort des Ep-tgen bat
״״ er verachtet" (4 B. M. 15, 31) dteß ist derjenige, welcher sagt, daß die Thora
״ nicht von Gott-gegeben wurde; und sogar von demjenigen, welcher sagt, daß die ganze
Thora von Gott gegeben wurde, und nur tu Bezug auf einen einzigen Vers glaubt,
״ daß er nicht von Gott ausgesprochen, sondern von Mosche nach seiner eigenen Meinung
״ hinzügefügt worden sei, heißt es: ״״ Denn das Wort des Ewigen hat er verachtet.""
Eine spätere Autorität , in Bezug auf die der Verst selbst §. 404 sagt, daß deren
״ Name die ganze gelehrte Welt mit Hochachtung und jeder denkende Israelit mit
״ dankbarer Verehrung nennt", nämlich Maimonides, sagt in seinem Mschnakommen-
*are zu Sanhedrin פ' חלק-יסוד שמעי ausdrücklich, daß Mosche als סופר שקוראין
לו והוא מחב daher gewiß nicht als Schriftsteller zu betrachten ist, und nennt den,
der die Ansicht des Verf. ausspricht, eium Leugner der göttlichen Lehre, indem er
Pilchot Teschiilm ill 8 sagt: שלשה הן הכופרים כתורה האומר שאין התורם
מעם ה' אפילו פסוק א' אפילו תיבה אחת אם אמי :משה אמרו מפי עצמו
״ .ה"ו, כופר בחורה וכו ; Drei sind als Leugner der göttlichen Lehrt zu betrachten:
״ Derjenige welcher sagt, daß die Thora nicht von Gott gegeben wurde, und sogar der,
״ welcher in Bezug auf einen einzigen Vers, oder auch nur in Bezug auf ein einziges
״ Wort sagt, daß es Mosche nach seiner eigenen Meinung ausgesprochen habe, ist ein
״ Leugner der göttlichen Lehre."