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nach dem Zustande der von ihm gegründeten Anstalten. Hr. Cohn, der
dem Sultan den Bericht über das jüdische Hospital in Jerusalem übw*
reicht, setzte ihm noch ausführlicher die günstige Lage, in welcher er die
Unterrichts-Anstalten in Alexandrien, Catro, Jerusalem und Constantinopel
gefunden, auseinander. Als Hr. Cohn im Namen der Israeliten, ihre
Dankbarkeit für die, durch den HEi-R0uw1a0uu gewährte Gleichstell^rg
aussprach antwortete S. M. ״ ׳je n’ai fait, que inon devoir",
Hr. Cohn sprach den Wunsch aus, es möchten eine größere Anzahl isr.
Jünglinge in die soole Imxsriale de wödieme aufgenommen werden,
sowie daß auch Israeliten nach Europa geschickt wurden, um daselbst ihre
Studien zu vollenden. Beide Wünsche wurden von S. M. die freund-
lich entgegengenommen.
Amerika.
Honesdale. Die Glieder der daselbst bestehenden Gemeinde,
stehen so hoch in der Achtung ihrer Mitbürger, daß einer von diesen
ihnen ein. wehrtvolles Grundstück zum Baue einer Synagoge geschenkt hat.
Die Gemeinde machte sogleich Gebrauch von diesem schönen Geschenke,,
man begann sogleich mit dem Baue und wird die jchöne Synagoge für
die nahen Jomtobim dem Gottesdienste übergeben werden. Hm. Dr. Na-
pH all ist eingeladen sie einzuweihen. Einiges Nähere über die Gemeinde
möchte nicht uninteressant sein. Im Jahre 1849 waren noch nicht 2
Mische Familien in Honesdale; 1850 begannen sie zuerst sich dorthin
zu sammeln, denn damals wurde zuerst der Versuch zu einem Mingom
gemacht. 1851 als die Gemeinde zu 15 Familien angewachsen war,
erhielt sie zuerst eine innere Organtscltion. Ein Haus zur Synagoge wurde
gemiethet, eine Schule eingerichtet, Chason, Schochet und Lehrer engagirt.
Im folgende Jahre reichten ihre Mittel schon aus einen eigenen Begrab-
nißplatz zu kaufen, und hat die Gemeinde seitdem immer mehr zugenom-
men, und bauen sie nun eine Synagoge, die ihrer socialen Stellung
würdig und angemessen ist. (Asmonean.)
Anzeigen.
Für den neunjährigen Sohn eines Rabbiners wird ein Hans-
lehrer gesucht, der einige talmudtsche Kenntnisse besitzt, und so-
wohl in den jüdisch-religiösen, als'auch in den gewöhnlichen
Elementargegcnständen Unterricht zu erthetlen vermag. Außer
freier Station erhält derselbe ein seinen Fähigkeiten angemessenes
Salair, und wird ihm Gelegenheit geboten, sich in den freien
Stunden im Talmud weiter ausbilden zu können. Hieraus
Reflekttrende wollen sich in portofreien Briefen an die Redak-
tton dieses Blattes wenden, die auf Verlangen das Nähere
miithetlen wird.
Das Registerzuni L.Jahrg. des Jeschur»» wird mit dem nächste» Heft« ansgegeden.
Druck von Kitnhold SM. — Redakteur: Rabbiner Hirsch in Frankfurt am Main