Seite
XVII. Jahrgang.
H'"»wvcr, dcn
M 48.
pr Förderung jüdischeu Geistes und jüdischen Lebens
in Haus, Gemeinde und Schule.
ßeßriimli‘1 von SftUlfoii 3 alpi; 0 d Hl7jch, iuififuna* 11. Jsrncfilififini /icfit\ 1011^cFr[ffifia ft 511 eFrauEfitrt rt. JR.
Nene Folge.
Zweiter Jahrgang.
Herausgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asanc Hirsch.
Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens ׳ I Bogen stark. — Abomiemeutsmeis bei allen 0 ' 1 ־ fta 11 ft alten
nnd B uchh andlnngen *2 JG. ">() ^ snr ba?• Bierteljavr. Der Buch Handel verkehrt dnrch die Heliving'sche Lerlagsbnchhand-
lnng ;n Hannover. — Die (ö'rvedilion versende: auch direet nnd franko nnter Ztreisband den Jahrgang snr oder
7 Gniden ösrerr. Währ, nach Dentichland nnd Oesterreich ׳ , iiir N . lL oder ldi >Jr. nach den Vändcrn des 'WeltvostvereinS. —
Anzeigen rverden mit *2 ׳ V ״ j s. d. Jgcsvatlene Pctit;eilc oder deren Jianm berechnet. — i.Tx ־ pcMtiou: Hannover, Artillericftr. 2N.
Iuhnlts-Ver^t'ichnifr von 9!r.
Was haben nur ; 1 ! furchtenV — Der Erlast des Herrn
.stnltnS- nnd UnterrichtSininistcrs vom 1-S. Juni ld>64 Jort-- ^
sevnng-. — Was haben wir von der Montefiore-Jeier gelernt': ׳ י
— Zur Geschichte der Inden in Mectlenbnrg Jorlsevung. ^
— Videant cun.>1110> M! — Nachtgcstirnc Fortsetzung!. — Zur i
Viujc der Inden im Demnat !. iliiiroffo . — Indenpolitik nnd ,
das Banner des Lch'ma Israel! — Korrespondenten nnd 1
Nachrichten: Berlin 4 . Würz bürg 2, ?nankfnrt a. Ä. '2 , 1
Ans Dachsen, Ans Ungarn. Gros;->ianitsa, Best, Ü'cieesier, Türkei. !
— Nihilismus nnd Indenthmn !Fortsetzung -. — Inserate. ,
Wlis ijnlini wir ;11 firr!htrr 1 ? ;
< Fortsetzung.!
Wir sprechen der heutigen antisemitischen Strömung !
in der christlichen Well die Macht und allgemeine I
Berbreitung ab, rvelchc die Apostel der Iudenhetze ihr ,
vindiziren möchten und behaupten, daß ehedem Haß ^
und Borurtheil gegen uns gewaltiger nnd verbreiteter ן
gewesen. Die christliche Welt der Gegenwart ist doch bereit* |
zu sehr durchdrungen von den Prinzipien des Rechts, der ;
Menschcnachtung und INenschenliebc, als daß im Großen :
nnd Ganzen die Gräuel des Mittelalters mit ihren :
Juden Metzeleien, Judenaustreibnngcn und Jndeuplündc-
rungen in den zivilisirten Staaten sich erneuern könnten.
Die dämonische Macht des religiösen Fanatismus ist
gebrochen, und der Rassenhaß läßt sieh schwerlich noch
bis zur Wnth eines blutigen Pernichtiiiigskampscs
innerhalb der christlichen Welt ansstacheln. Das ist
unsere innerste Ueberzengung.
Aber selbst wenn wir uns täuschen solltet, wenn
was der allgütigc Gott um unser!willen, יו noch
mehr um unserer christlichen Mitbrüder willci ׳ . ä'.ig
verbitten wolle - die Agitationen unserer Feinde d- ׳
Finftcrniß des Mittelalters herausbeschwörcn könnten,
jene* nächtliche Dunkel, welches von der Lohe brennender
Indcnleibcr grauenvoll beleuchtet wird, jene lange, bange
Nacht, in welcher auch der Hexen Hammer nnbarnl herzig
auf die christliche Welt niederste! und der jnalleus
lnrlichstmnlin nebst der eoustitutio crimiiialis Caro ־
Jina die Quelle einer nnheimlichen Nechlsjchöpfnng war,
jene traurigste Zeit, wo in einem drei Dezennien
wütheuden Kriegsbrände die deutschen Stämme sich
zerfleischten, — wenn die Furien der Barbarei und
Mordlnst, des Fanatismus und Wahnwitzes, dem Orkus
entsteigend, aus der Oberwelt ihr surchtbareö Werk
wieder anhcben sollten, so blieben wir dennoch ״ die hart-
nückigc Nation" und verlören dennoch nicht dcn Glauben
an uns und an die vom Indcnthnin zu lösende gött-
liche Mission.
Wir haben ja dieses Alles schon durchlebt nnd
überwunden. Wir haben ja schon die verschiedensten