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Dien, SamskH
VNener Morftenzermntt.
m. ^mtnct rMi
tzseA 8
Trotztts Schicksal.
Don Nah«« Gvkolow
In Ergä,»zung des Berichtes über den Auf-
enchalt Sotolows in TemeSvar dülfie eine be»m
Brcssccrnpfmig mitgetcilte Romiuiszenz Doko'.MvS
über Twbki von besondcre.m Interesse sein. So-
kolow erzählt«:
„Ich erinnere mich an die Zeit, als ich int Jahre 1917,
im.»nitte!bar vor Ansbr.rlch des Bolsrbcwisrmls. in Rußland
war. In Moskau kam ich oft nmt Trotzki zusammen »mb
hatte mit ilm» nrehrere Besprechungen. Ich er»nah»»t« ihn
cindringlichst. vom K o rn m »» » i s m u s abzustehen
u n d s e i n c m ä ch t i g e Arbeitskraft in den
dienst der arbeitenden Juden zu stellen.
Ich s,ud ihn eil», nach Erez Israel zu kommen und ich ver¬
sicherte ihn, das; ihn» bei der Aufbauarbeit eine große
Führcrrollc zufall cn »verde.
Trotzki benützte als Gege»»argun»ei»t den Eiriwand, daß
die Palästina beweg»mg eigentlich nichts anderes als ^ die
Zufluchtsstätte des ans Europa verjagten jüdischen Kapitals
sei: es wäre deshalb mit seir»en Grnndsätzen »»»»vereinbar,
wem» er sich in de»» Dienst der Bewegung stellte. Vergebens
erklärte ur»d »vies ich ihn» »»ach, daß die Arbeit in Eveg
Israel r»icht von einer einzellten Parte» für sich expropriiert
wurde und der Zionismus seit seinem Bestand sich auch
tittntet nur auf di e arbeitenden Massen stützte,
für 'deren Freiheit »rnd Anerkennung kämpft und dahin
strebt, daß das arbeite »»de Indent, tut im eigenen Lande z»»
Freiheit und Selbstbestimmung gelange. Aber Trotzt! blieb
unbeugsam.
Nun dürfte er offenbar schon eingesehen haben, daß die
Ereignisse mir recht gegeben haben. Dieser außerordentlich
befähigte Ma»»n wurde gerade in diesen Tagen von der
Entwicklung der Dinge in Rußland von seine,m Platz hin¬
weggefegt, nachdem er die russische Armee organisiert,
das russische Bull aufgeklärt und die Masse»» aus
dein russischen Chaos herausgeführt hatte. Ich bin
dessen sicher, daß Trotzki es bereit's bitter bereut hat, daß
er mir kein Gehör schenkte. Ich »»»ächte hieran noch die sol-
ge»»den Worte knüpfe»». Wir dürfen nicht verzlveifeln, tvenn
n»an uns verfolgt. Mit kurzen Pause.»» .war die Geschichte
»»nseres Volkes bisher eine Kette der Verfolgungen mtd
Prüfungen. Aber immer und überall halfen uns das
jüdische Selbstgefühl, das jüdische Selbstbewußtsein über die
Gefahren hintveg. Wir !haben die Fah»»e unseres Bockes
eirtfaltet, die die Wellen des Hasses nicht besch»i»a»tzen wer¬
den. Die Aufbauarbeit in Erez Israel ist da's einzige posi¬
tive Ergebnis des Weltkrieges. Es ist positiv und b e i-
s p i e 'l g e b e n d. Wir werden vorwärts gehen, wir werden
die Stachel der Gehässigkeit, der Bernaderung »rnd Herab¬
setzung nicht empfinden, de»».»» wir besitzen hiefür unser Pro¬
bates Medikament: das Bewußtsein der wohl
verrichteten Arbeit.
Las Studentenrecht.
Der UnterrichtÄminifter Dr. Schneider hat, wie
>ie „Wiener Morge»»zeit»»ng" berichtete, m seiner Budget-
rcde vor dem A»»sschust erElärt, daß er die Verfügungen
einzelner Hochschullsmrate über das Studentenrecht nicht
a»»erie»»ne. Wir haben gleich hinzugefügt, daß der Minister
es nntvrlafsen haben dürfte, diesen Standpunkt den be¬
treffenden Senaten zur.identnis zu bringen. Unsere Ver-
nlutullg erweist stch als zutreffend. Der Rektor der Hoch-
schrrle für BodenkMur, Hofrat Dr. Hoffmeister, er¬
klärt in einem Gespräch init einem Interviewer:
,/Vorläufig bi»» ich auf das äußerste darauf gespannt,
wann das Ü nter r i ch t sm i n»st er i um uns am t¬
lich die Aeuheran gen des U n te r r icht sm i n i-
st c -r s zur K c n n t >» i s bringen wirb. Augenblicklich
rann ich es noch nicht einmal für sicher allnehmen, daß die
Presseberichte über die Worte des Ministers diese wirklich
getreu wivdergeben."
Er komnnt int weiteren Verlause seiner Aenßerungen
noch»»»als oatf dieses Vak»»u,m zurück:
.Ich finde es hoch st s o n d e r b a r, daß der U n t e r-
r i ch t s m»n i st e r sieben Dtvirate hind»»rch reinen Ein-
-s P r u ch gegen den Beschluß des Proscssoreukolleginms er¬
hoben hat, der i m Juli des Vorjahres bereits gefaßt
und an das Ministerium wei tergel ei t e t wurde,
»vährelld 34 Stunden nach der Rede des Herrn Leuthner
ge»rügle»r, »»>»» das Urteil des Ministeriums über unser Stü-
dmteu recht zu reifen."
Das UrltovvichtAmin.'vstermnl hat ittmt seinerzeit sofort
nach den» Bekannttverden der Rektorsvorordnungen er¬
klärt, daß es die Einrichtung der Stndentennationen nicht
billige, daß ihm aber die Beschlüsse der Pvosessormckollcgien
nicht vorl'iege»». Es besteht demnach zwischen den Mit->
teitullgen der beiden Stellen ein Widerspruch, der öffentlich
festgenagelt werden muß. Das Ministeriuan steht r»n-
'«mifelihaft aus dem Boden des Gesetzes, wagt es aber nicht,
der» Professoren dies »rtzitzutoilen.
Der Rektor Hoffmeister findet es bei dieser Gelegen¬
heit für uottvelldig, politische Psychologie zu treiben und
den Widevstaud der öffentliche»» D!einnr»g. gegen seinen
Ukas zu erklären. Er sagt irr dem Jrrtorview:
„Worum dreht es sich aber bei der ganzen Erregung
>>ber das Stude»»tenrecht? I,» Wahrheit nur darum. daß die
beuitsch.'»» Studenten heute die Juden als eine eigene
N a t i o n betrachten uird sich daher weigern, sie itt ihre, in
deutsche Natron aufz»»u>chmen. Dafür habe,» die Juden
die
eben ihren eigenen BertrotungAkörper. und :v die deut¬
schen Studenten in späteren Jahren einmal anderer Ansicht
lei»» sollten, dann könnten sie ja möglicherweise d»e
detlilschsprechendvn Juden als De : '' Etrachten und in ihren
BertretUllgSkörper 'artfnch!"
diesen, Eventualfall ist H
Reibungen verhindert."
oo»t Fall sowie in
..rdenten recht, welches
Ae Sionistenversolgungen in Mlaud.
Berlin, 29. Jänner. (I. T. AI Soeben sind a>us
Rußland neire Nachrichten Mer Zioii'ifteilverfolgungen eirr-
getrofsen. Im Charkower Gefängnis saßen in einem
Raum 31 junge Leute, di« der Ihrg?,Hörigkeit zur zionistisch-
sozialistischen Parte» Zeire Zion r»nd znm zionistisch-sozia¬
listischen Iugelldverband b«sch»»ld»gt und
zur Verbannung verurteilt
worden waren. MS dann Order kam, daß vorlä»»fig m»r
ein Teil der Verhafteten in di« Verbannung gehen solle,
evklärten all« 31 Gefangenen, daß sie mir vereint in die
Verba»»N'Ui»g gehe»» wollen. Die G. P. U. (politisch« Polizei)
lehnte dieses 'Ersuchen ab, woraufhin di« Verhafteten ein
Memorandum an don Prokuvor der Republik sandterr. Da
trotz wiederholter Urgenz ei»»e Entscheidung nicht eintraf
und die Gefahr bestand, daß die Gruppe schließlich doch
auseinandrrgerissen wirb, veranstalteten die Häftlinge eine
Demonstration, indem sie mit den >Här»den an die Tür der
geiiteinsamen Zelle schlugen. Nach 15 Mi unten erschien der
stellvertretende GefängniekomMandant G a l u s ch k o. Er
ließ sich aber in keine Verhandlungen ein, sondern ga>b sofort
Befehl, c i n e G e w e h r s a l v e gegen di« Zelle ab¬
zugeben. Z»tm Glück wurde nur ein einziger, M. Eidel-
berg, getroffen und am Kopfe verletzt. Der Verwundete
lag länger« Zeit ohne jede Hilfe.
Stegen
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In den arisch-völkischen Kreisen würde man die Ar¬
gumentation des Herrn Rektors als eilten jüdischen Droh
bezeichnen. Er schiebt die Diskussion ans ein totes Geleise.
Be» der überwiegenden Majorität der jüdischen St»»>de»»ten-
schaft besteht keine Sehnsucht darnach, von den HaketÄioeutz-
lern ails VoKsgenossen angesehen zu werden. Die jüdische
Studentenschaft ist fast geschlossen jüdisch orientiert und sie
hätte gegen die Zu>sam,me»»sassung als national« Gv»»ppe
nichts, eiintzuwenden, wenn nicht damit eine Degradation
verbuinden wäre. Sie will gleichberechtigt sein, nicht aber
von der Beratung allgemeiner Fragen «mtsgeschlosse»» blioi-
>ben. Das Studentenrecht führt eine Ha»tsherrennation ein,
der die übrigen Nationen tributpflichtig unterworfen sein
sollen. Das ist der Gege»»stand des Kampfes Die
Bevord»t»»l»»g, die diesen Zusta»»d herstellt, verletzt
übrigens auch die Minoritätsbostin»m»mg«n des Frie-
de»»sivertrages. Es wäre äuge zeigt, sie durch de»» Ver-
waltu>»gsgcrichtshof überprüfe»» zu lassen.
zwehbacher demiffioniert.
Der antisemitische Korrupiionslärm.
Der niederösterroichische Landeshauptmannstellvertreter
Abg. Josef Z w e tz!b a ch e r hat gestern an die ch r t st l i ch-
soziale L a n d e s P a r t e i l e»t u n g für Nrederäster-
veich zu Ha»»den des Staatslsekretärs a. D. Josef S t ö ck l e r
folgendes Schreiben gerichtet:
,/Borgestern habe ich, um die in der Oesfrntllichkei» ör-
hobo»»«»» Ansch»»ldiMngen gestrr» die Fühv»»nc» meiner öfseivt-
lichen Aemter m entkräfte»», um di« Einleitung einer
amtlichen U n t e r j»»ch nn g d»»rch den von allen drei
f -arteten beschickten Hailptusschuß der niedeirösterre-ichischen
andes-L a ntoio i r tschaftLkm» Mitcr .und ,z»r,gile.ich um die Beur¬
laub u>ng vom Anite als Landesha»»ptn»-annstellvertre.ter von
Nicdevüsterreich und Präsident der n-iedorösterreichischen Lan-
des-Lail-dwivtscha-fts'anl'lN-er airgesucht.
Um auch nur den leisesten Schein zu vermeiden, als ob
die im Gar».ge befindliche Unterilllchung ld»»irch die Beibe-
HMtlng meiner öffentsichen Aemter 'beel»»slußt werden könnte,
habe ich mich entschlossen, das Amt als Landesbauptmann-
stellvertvctcr von Niederösterreich u-nd als Präsident dar Landes-
Lan'd»virtschaftskam->,»er ^ nieder u» legen und auf
meine Mandate als n»ederöst>e»reichlscher La»»dta-gsabg-eord-
nvter und als Mitglied des Bul»desrates zu verzichten.
*
Gegen Z w e tz ba ch e r hatte, wie berichlet. das
Wie-uer H a k e n k r e u z b l a t t verschiede»»« ehrenrührige
Ariwürfe erhoben. So tmrrde er der Provisionsa»»nahm«,
der A-eniterkcr-rmtlier'uug und Uure^elMäßigkeiten in der
Amtsführung boschnldigl. Durch seine Dkandat-snieder-
legung verliert er nu>'-»uehr die Jrrnnunität, bokornmt aber
freie Hand zur Verleidigindg.
.Jedenfalls ist bief-v Korru^iou'streit unter den anti-
se»»'itischen Parteien ein Beitrag z»» dem Kapitel von.der
jüdischen Moral.
Der schwedische Gesandte.
Der in Ber-n residieren.de, ne»ler»»an»»te Gesandte des
Kö»t!gveicheS Schlvcden, Jonas Niagltns Baron
Alsträmer, bat gestern mitlags dem Bundes Präsidenten
Dr. H a i n i s ch das Beglau>/'g»»»»gsschreiben überreicht.
Sine Sewehksalve in die Sefanznienzelle.
Die Verhafteten sandten an den Qberprdkuror dtt
Ukraine einen Protest gegen die Willkür und die Gewalt¬
taten der Gefängnisvertvaltung und erklärten
den Hungerstreik
für die Zeit, bis er selbst zu einer Urrtevfuchu»»g emtreWe.
Diese Demonstration, hatte Erfolg. Zuerst erschien ein
hoher Bear»rter der »ikwinischen politischen Police», dann
ein Vertreter des Gouver»»ementst«atsanwalt«S und spater
der stellvertretende Staatsanwalt der RePuE selbst i»n
Gefängnis. Die Unlersuch»»ng dauerte ein« ganze Nacht.
Die Fordermtgen der Verhafteten lvirrden erfüllt und alle
nach Moskau zwecks weiterer Deportation ge-
bracht. Mit dem Liede „Haawodah" (das palästinensische
Lied der Arbeit) traten die Verhafteten den Wog in die
Verbannung an.
La»tl den letzten Nachrichten wurden in Petersbltrg
etwa 50 linksgerichtete Zion-isten verhaftet.
Folgende Urteile sind in den letzten Tagen a»t'sgc-
fprochen worden: Schnmel Stern drei Jahre Ko»»ze.»tt»>.t-
tionslager auf der Insel Solowehkir die Zro»»isti»»nen
Gorne Malkes, Bela L»ldr»er. Henia .Helfand sowie die Zi-c.-
nisten Biser und Dcbrontilsk» drei Jahr« Verbanmlng nach
Kirgisien; Breilawski und Chaitnowitsch drei Jahre
Sibirien.; Beigmann und Helene Wischnepolski drei Jahr»
Uralverbvnnung.
Das deutsch-arische Panama.
Zunehmende Verwirrung der Wöllersdorfer Angelegenheit.
Die Situation der Wöllersdorfer Werke hat den Höhe¬
punkt der Verworrenheit erreicht. Kein Mensch kennt sich
nrehr in dieser don allen Parteien verfahrenen Angelegenheit
ans. Die Negierung will den gordischen Knoten nunmehr
dadurch lösen, daß sie sich endlich zu der schon langst reis
gewordenen Liquidation der Wölkllersdorfer
Werk« entschließt. Nur ihre Ungeschicklichkeit und Uner¬
fahrenheit — um fern ärgeres Wort zu gebrauche»» — hat
diese Komplikation herbeigesührt. In einer gestern versen¬
deten langatmigen Mitteilung einer Korrespo»»der»z wird der
Versuch unter»»onnner», jede Schuld von der jetzigen Re¬
gierung abzulenken, wobei zwischen den Zeilen angede»»tet
toird, daß es dem Ha»rdelsminister Schürff nicht unlieb
wäre, tvenn aus der Mitte des Nationalrates, der sich im
Lause der nächsten Woche mit dieser Angelege»»heit zu be¬
fassen haben wird, ein Antrag auf Li q u i da t i o n W ö l-
lersdorss kommen würde.
Zur Entschuldigung verweist die Regierung darauf,
daß seinerzeit, vor drei Jahren, der Präsident des Oester-
veichischen Jndustviellei»verba»»des diesen Weg »»nd den Ver¬
kauf des ganyen Ramsches an die Industrie vorgeschlageu
habe.
Während aber bis jetzt von dieser Seite über die Ur¬
sachen dieses deutsch-arischen Panamas möglichst viel ver¬
tuscht tmcrde, um die Erörterur»g der Schuldfrage z»»
vernteidetr, scheint jetzt der Regierung infolge des Pala-
watsches, den sie angerichtet hat, der Boden unter der»
Füßen heiß geworden zu sein nnd sie läßt nun in verschie-
de.»»«n dle»»ßer»rngen von Korresponde»»zen die Schlild aus
die S o z i a l d e in o k r a t e n und die Reg-ierung Seipel
legen. Es ist zweifellos, daß hier alle nrüschuldig^ sind.
Darmis ist auch die aufsalle»»de Schweigsamkeit der Sozial¬
demokraten zurückzusuhren, die sonst bei jedem Panan»a
ihre moralischen Sprüchlein anssagen. Erst jetzt wird .s
klar ersichtlich, wie tveit dieses deutsch-arische Pananra reich»,
das den österreichischen Staat um Viole Hurrdcrte von Mil¬
liarden gebracht hat, weil auf der einer» Seite in elemen¬
tarster Unkenntnis der Gr»»ndlagen Sozialisierungs-
m ä z ch e n angewendet wurden, tvährend auf der anderen
Sorte Politik innig verbunden mit Geschäft und Gs Haftel
hubevei eine sehr große Rolle spielte.
Die Raffenschützlinge Horthyr.
Budapest, 30. Jänner. Aus dem gestriger» Bankett im
Kl>»öb der Rassenschrätzler hieilt zuerst ein Zoologe namens
M e h e l h «inen Bortrag über die jüdische Rasse. Nach ihm
sprach J»rli»»s G ö m b ö s. Er machte sich über den in -der
.Einheitspartei neuerdings wahrnehmbaren Stuvinlansgegen
den Nuinerus olausns lustig und charakterisierte die Ver¬
treter des liberalen Gedankens in dieser Partei folge »»der¬
maßen:
DaS Auftreten des Grasen H o h o s ist dor»»m beson¬
ders charakterlstisch, weil er ans Spanien stammt, und
es nicht ausgeschlossen ist, daß in seinen Adern je pH a rd i-
sches Blut fließt. Georg Lukacs, der Mitglied der Tra-
ba»»-teuregievung war, ist armenischen Ursprungs und
darum in der Iudenfrage ebeirsalls iuteressiert. Die geistige
Ue'borleg.'uheit Tankovics' bin ich nicht geneigt, anzuer-
kennen. Ich glaube, daß er irr» Verein mit dem Grasen
Hoyos um die Gunst der K a p o s v a r e r I >u d e n s ch a f t
buhlt. Julius Berki ist ein Gelegenheitsredner und nicht
gefährlich.
Weiters erklärte Gö»»»büs, daß genügend unga¬
rische F ä »»st e bereit seien, um int gegebenen Augenblick
auf die Köpfe der Angreifer des NnmeruS-clausus-Gesetzes
niedevzllsahren. Dieses Gesetz halbe nur einen einzig«»
Fehler, daß es nämiiiich »»nr für die Universität und nicht
für das gesamte öffentlich« Leben Geltung
Heide. Göinbös verlangte, daß der Numerus clausus in
Handel. I n d u st r i c und Gewerbe sowie auch in
der Mittelschule eingeführt und ein Judenkataster
für sämtliche Berufszweige angelegt werde.
4 aroOelnkew!»*AHUeng 'Seliscn^rt
Aewerbetreibender u. Keufleute
Oestecrelch»
Wien, II. Tabprstr. 8 b
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WirerteilenVorschUe«« auf sämtliche
uns zum kommissionsw. Verkauf Aber-
geb. Waren au kulantetfea Bedingungen