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La» Srabdenkma! für Karl Sold,
mark.
Die Enthüllungsfeler.
Äuf dem ZentrailisrieLIHof wurde gestern vyvmüttoyS nndev
gchlreicher Betsü.'iigung chfijzieller Äre'§« -und der Wiener
KÜntsttevschaft die stüevliche Enchüllimg des v-o-n der Äu'^S-
gamek^ gssti>s't-eten Grabde w>kMt»tl e8 i?ür den Komponilsten
Kavl G o ldmarr vvMncemnen. Unter den Anwchenden be¬
merkte man in Vertretung des MvgmneiisterS BijMrgerMrister
EmmevNnig, dem unigarMn Gestmdten Grollen Ludwig
Am-brosy, vcm BANdeSmmiistcriWN Mr Unterricht Ho^vat
Dr. W isoio, den Vorstand des Wiener MÄnnevge.'saiiig'
veremis Dr. Krückl, den Rektor der Hochschule Gr MaisSk
und darstellende Auch Hclsvat Dr, Marx, den Direktor der
StWts 0 !.:er Schalk, den Präs-Leuten der „Coneordva" Dctktor
Wengras, den Borstvnd der Wiener WHannonÄer Re-
giermvzsrat Pros. Wundever, den Borsiond de- Kauf.,
marmilschen GosjiivgsdereineS KoWnenzioLrat HLowvtsch.
den Präifkdmlen des KontoronreveiiveS Lowit, in Vevtvedung
de- Bundes der Ungarn in Wien Hcsvat Dr. Revy v. Bit-
vard, Prü.'. BraslavsEy at. a. m. In Pertret-ung der
Äud^erneinde Gmunden, die gu Ehren GaldmarkS,
der 40 Jahre den Sem-mer dort vechracht«, ein« Passe nmh
ihm benannte, war Dr. Branky erschienen.
In der Aevenwnlechalle. die bis aus dar Setzte Plätzchen
von den DrErgüsten gefüllt war, begann die EedeMeier m-it
dem meist-erhaiften Bortn-«g des PhÄlms 15 durch einen Tempel-
chor nnt-er der Leitung des OdevLantorL Ko unjw-a n- n. Scdann
ergrU
Oberrabttner Prof. Dr. Ehajes
zu einer eindmcksvollen Gckentrck>e das Wort. Er «führte aus:
«Es hat eine Zeit groben, eine lange Zeit, jchier «in
Ichchundert lanz, in der dar Genvavs d«S jüdischen
Volkes stumm war. ES schien, «Ls oft er m."l:e der Gwß«
taten seiner Vergangenheit, sein neues, «nkscheL-endeS, er¬
lösendes Wort mchr der Menschheit Zu sogen gehabt Wte. Ich
spreche von dem Genius deS Volkes. Einzelne Menschen uns-eres
Stammes hat es araiKt und überall gagLen, in allen Laedern
und Zeiten, die die verschiedensten Gebiete des Denkens und
Wissens befruchtet Haien. Es w'-ven mir einzelne, gewisser¬
maßen chne Austrag der Gomeinschusk und vielfach chne jeden
Zusarmnechong nviit der Gemeinschaft. In Italien spricht man
von dem Ichozchnt des Schweigens, von den zehn fahren, die
den Bafreöun-gskäm.pis'sn der Ihr« 1659 und 1880 voron-
gqgMgen sind. Wir können von eimck Jahrhundert deS
Schweigens sprechen, von dem Jahrhundert, das der Gene¬
ration vovangegangen iist, in der wir heute leben, di« Zeit, in
der -er Genius des jüdischen Volkes wieder die Ketten der
Stummheit aÄwirst und in dem He-imatiande seiner
Kultur der ehgenen Minder Menschhert Entwicklung neu«
Wege vchnt. Auch im Ichchundert des Schweigens, ln dem der
Genius deS Mischen DoLes stumm war, sprach seine Seelle.
Die Mische Seele sprach in Tönen. Die große Reihe der
schadenden jüdischen Musiker von Felix Mendelssohn dis
Gustav Mahler, sie waren ausgewchlte Instrumente der
jüdischen Seele. Ihren Levden und chven Hoi)fnMgen, vhrem
Schmerz amd ihrer Sehnsucht, ihrem Kamps M Gott und der
Wett, ihrer Frömmigkeit und WeMichkeit gaben ft«- in Tönen
Ausdruck. In seiner SMkrnichr'HunH, die die vornehmste
Eigenschaft des wahrhaft großen KÄnstlers ist, sprach Gold-
Miork von den Schwierigkeiten, die Hm die .MnH'm von
Saba" bereitete. Er sagte: .Ich war nie im Orient." Gewiß,
Du bist nie -im Orient gewesen, Meister Gcildmark, «cher der
Orient war in Dir und unter den LeLebenden Strahlen Dein«
Kunst erwachte in Dir Dein Orient, unser Orient, so wie
im Horne Münchhausens die ckinMorenm Töne zu neuem
Leben erwachten. Er war unser. Und da er MiüKich unserer
Gemeinde war und in Wien die e-nHcheidenden Jahre
seines Werdens und Schaffens verbracht«, hier den letzten
Atemzug tat und in der Totenstcdt «der Wischen Gemeinde zur
letzten Riche bestattet wurde, war er tet;peß rmstr. DaS Denk-
mal, das heute enthüllt wird, soll dev komm-rnden Geschlechtern
von unserer Ver-b-unbe-rche.it mit dem Künstler ud> von drr
Beröiundercheit seiner Kunst mit uns «uMlen. Die
Wien« Mische Gememde wird das Denkmal in treue Obihut
nahmen."
Im Namen der GeftlWaift der Musiffreunde wkdmete'
K-rgierMGsrat Dr. Stegei lvem Totest warme Worte des
Gedenkens. Er ermnerte daran, daß «r vor eff Jaihpen Ge»
legenhsit hatte, an der Bahre GoLuvarks zu sprechen. Es er»
fülle Hn dechalb möt Genugtuung, Laß der Meiister im Reiche
der Tonkunst endlich ein ^würdiges Denlm-al ochalt«. Das un¬
vergänglichste Denkmal hak sich aber Gcildmavk seLsst mit seiner
„Königin von Cvlba" gesetzt. Wenn auch di« mchrrne Richttm-z
in der Mus-L die alt« Tonkunst mit möglichst viel Geräusch zu
Äbertönen sucht, der Stern GokdmavkS wird nicht
verblassen. Ich spreche, so führt« Redner WS, im Namen
der MuMttunde der ganzen Welt, die sich ohne Unter¬
schied der Nation und des Bekenntnlss«- an den SchSpfungeu
der edlen ToiMnst laben. Zum Schluffe s-einer Rede hob Re-
hierungSmt Stöger die Chsvakteveigenschasten Kavl Goldmarks
hervor.
Ein Damenchor des Singvereines stimmt« ^cdann
linier der Leitung des Prosessors Kmk Laf ik« GolldmaM
,/Wer sich die Musik eMeffet" an. Der TpaueWg bewegte sich
hierauif zn dM Eh r« ng r ab, das mit Mngm reich güschmülkt
war. Der unigsrffche Gesandt« legte -inen Kraitij mit einer
Schleis« in den ungarischen Nationalsarben nieder.
Box dem noch vechMen Gvrlbmal drMe der Präsident der
Kul'tusgemeind« Pros. Dr. Pick alle«;/die an «dem Zustande-
kommen Wer Vhlvunß Anteil hatten, insbesondere «dem
Akner WtotMetttgUtma
ist ein Märchenbuch das »ehSnste Klndirgaichenh
in neuer kttnitltrUeher Ausstattung,
icich illustriert
IRMA SINGER
Pas
S^MMtUNO
PRElSOEKRÖN TCR
Mit Nachwort von Max Btod
und hfarbi«n Lithographien von
Kose'.-Oibson,
Vor <!en tauschemle« Kindern
oratehrn Jerutalem und der Kar*
me!, Simsen un Bar-Kochba,
der Prager jüdische Friedhot, in
dessen Erde hundeit Gerechte
liegen, die den Tempel aulhauen
sollen, und das verfallene Häus¬
chen. unter dessen Trümmern der
Prager Golem ge unden wurde.
Die Kmhr erlebt* die Trtaer
and das Md de* Volke», ge-
nfaawt über acefc den Froh -
«t'nrt des grünen Wald' r, der
leuchtenden Sonn er und die
Scherze fallend r Sterne, S>e
finden hier den Wmf xu Hoff'
nang, Mut und SchCnheii,
Lcinenband S 7
Herausgegehen von der Jugend'
schrUtenkomm .det>UO B'pal H'rlth
m t 6 Tonbildern und II Test-
Illustrationen von }i Grobe(.
Mit Sorgtalt, Gesell -ack und tle-
fvm Verständnis aus dem reichen
Schatz jfldischer Sagenwelt aus¬
gewählte Märchen und Legenden.
Von Bagdad bis in d e nördlich¬
sten Gegenden Deutschlands
durchwandern wir alle die ver¬
streuten Sie lungen t es fldi-
sehen Volkes, erleben seine
Träume, Hotiuungen und Sc .mer¬
zen, freuen uns an seinen Feste >
unr lernen seine Sitten kennen.
Unterhaltend und be¬
lehrend!
Leinenband S 6
RLÖW 1 T VERLAG, WIEN,!.
Fleicchmarkt 1 Roteniurrnstrasse 22
Schwer des Gra>lmmi«L Prcs. Hegenbsrth, und nahm
das Dnchmal -in die Othut der KuttusgEind«.
, Dann siel die Hülle. Das Grabmal in seiner einsachrn
Wucht erregte all^mein Geiallen. Es stellt einen Wwen dar,
der einen gewastigen Quader dam in gdbsten
Lettern ,Mo^dma vk" stcht. Ter Stein ist mit einem
bronzenen LobbeerMig g.'schm.üLt. Mit d-mt Vortrag d:8
^chiwißi" durch OöerLantor Kausmaun endete die e'm-
drucksvolle Feier.
Dle Gemeinde Kesztely.
Von der Griö-urtsstadt Goldmarks, Kesgtihely,
ist «ft das Denkmalkomitee folgende Depesche ge-^.-ngt: ,Lft
feierlichrr Stiurmung grdenken auch wir des ^helmiManigen-eu
großen Schnes unserer Gemeinde Ksrl Gchbmavk, dessen uft-
vergänglichtt Ruhm unser Stelz ist. Das Andenken des ans-
erwähUten MÄstcrs der TrnAnft winde vcn unserer Sei!« In
einem Artikel eines Buda^chex Blattes mit Archrnnig gosei-ert.
Samuel R osonb-erg, Genre lwiaprff ident; Miversitüts-
doyent Dr. Büchte r, ObewEner."
(HEen dir gudm Leute von KeAzthsly keinen anboren
Ausidntck ihrer Zierlichen Stimmung finden können, als den
eines Zeitunigsarti-k^s in einem Endapcher Matt?)
*
MläUich der EniLhüllimg des ÄriMeiMails für Karl
Goldmirv! «findet morgen Än großen Urantasaal unter Mit¬
wirkung der St>aa>tscpernsäMMu Lueie We i d t, des Opern¬
sängers Ernst Fischer, des Preis. Karl Lasite, der Herren
Hugo Gottesmown (Geige), Richard Krotschgk (Cello),
t^s Wiener Sängeribnwdes und des Urania¬
orchesters ein Karl-Goldmark-Albcind statt. Die
einleitenden Worte wich SchrPsdeller Ernst Dersey sprechm.
Beginn ih;:G 8 Uhr adends.
Her fteten Hajeffad Ult dir Wnukaatlitm.
Das PräMum des österreichischen Keren-
Hajejsod- Komitees erlaßt an alle Mitglieder .der
Hanptkmmiffion, an d)r Keren-Hcujessod-Reftrenten der
gioMischen Bezirk§«s>:ktl!onen sciw'.e an albe freiiwMcen
Mitarbeiter den dringenden Appell, an der bevor¬
stehenden großzügigen Chanukaaltion des Keren Kafemeth
.mitzuwirken und sich unverzüglich dom Bureau des
Keren Kasemeth, 1. Bez., Kävntnevstvaße 28, ,^ur VvrfüMng
zu stellen. ^ ^
Delegiertentag der jüdischen
Sludentenschnst Lefteneichs.
Am SamSteg beit 5. d. wuche der Drlegiertentgg des Stz
famlverbandes Mischer Htzchschültt Ochemichß .Iudd a" unW
zahlreicher Beteiligung der Vertreter der jüdischen SlMfttew
schast aller Fakultöten und Hochschulen OesterkeichS vom Präses
des Gssamtverblurdes, Herrn Scopofo Hausknecht, feierlich «,
öffnet. Nach Ber.'efung der eingelaufenen VegrüßungSschreiben
von der Israelitischen Kultusgemeinde Men, der Istaelltlfchev
Allianz zu Wien und zahlreicher Schwesterorganisationen wurden
ins Tagespräsidiuu die Herren M. K kwe, Dr. B.Lustigun-
S. Käufer grovahlt.
Herr Kiwc begrüßte mit begeisternden Worten unter
langanhaltendem Beifall der Delegierten die erschienenen Gäste,
insbesondere Sr. Ehrw. Professor Dr. CH. P. Chases uch
Hofrat Professor S. Frankfurter und den Sekretär ^
WoltverbandrS jüdischer Studenten 8. Steinig.
* Nach dem Referat deS Herrn Steinig über die „Lage
und Ausgaben der jüdischen Studentenschaft" ergriff *
Professor Dr. ChajrS
das Wort zu einer Begrüßungsansprache, in der er auSführtß, daß
der Mangel an Priorität deS jüdifch-kulturellen Momentes und
die Bielseitigkeit der politischen Richtungen innerhalib der .Ju¬
däa" zu einer Verschleierung der wahren Ausgabe der jüdischen
Smdentenschaft führen mußte. DIeS könnte durch die wirtschaftliche
Not nach dem Zusammenbruch teilweise entschuldigt werden, ob¬
wohl auch früher jüdische Studenten trotz materieller Notlage auf
kulturellem Gebiete sehr viel geleistet haben.
Der Umstand, daß die „Judäa" nach dem Zusammenbruch
den südischen^Studenten bedeutende wirtschaftliche Vorteile zu
bieten in der Lage war, hat dazu geführt, daß sie auf Studenten
sämtlicher Parteirichtungen Anziehungskraft ausüben konnte. Mit
dem Augenblick aber, wo viele Subventionsqucllen au8 dem Aus¬
lände versiegten, hörte das Interesse derjenigen
Studentenkreise, die lediglich materielle Vor¬
teile in der „Judäa" suchten, auf. Die „Judäa" hat «8
während dieser Zeit verabsäumt, auf ihre Milglicker erziehe¬
risch elnMirken, sie bestrebte sich neutral, zu sein, um allen
gerecht zu werden, da^ heißt keinem, wodurch die moralische
Kraft des Verbandes beeinträchtigt wurde.
Cs.können für die „Judäa" nur Mitglieder gewonnen wer¬
den durch ein klares kulturelles Programm, durch
einen ekndeuligen, underfalschten Zionismus.
Von nun an müßte man die Politik des Verschweigens auf-
geben und zur produktiven kulturellen Arbeit übergeben.
Mit einem warmen Appell an den Delegiertentag, in diesem
Sinne zu wirken, schloß der Oberrabbiner unter nicht enden-
wollmdem Beifall seine Begrüßung.
Hosrat Prosessor Dr. Frankfurter begrüßte' hierauf
mit herzlichen Worten die Tagung und versichert, nach wie vor
der Arbeit der jüdischen Studenten ein reges Interesse, entgegen-
zubriirgeir. Im übrigen verweist er eindringlich auf die 'Worte
seines sehr gechrten Borredners, die er der Studentenschaft zur
Bcherzigung aufs wärmste empfiehlt.
E8 sprachen noch die Herren Steinig und Krämer,
welch letzterer aus die Arbeit des W e l t v e r b a n d e 8 zioni¬
stischer H o ch s ch ü l er hinwies, und Herr Schwitz, der das
oziale Moment als Voraussetzung für alle kulturelle Arbeit her¬
vorhob und insbesondere für die Juden die Kulturgemeinschaft als
Charakteristikum bezeichnet«.
Am Sonntag erösfnete der abtretende Präses, Herr
L. Hausknecht, mit seinem Rechenschaftsbericht die Tagung.
Er besprach die abnormalen Verhältnisse innerhalb der jüdischen
Studentenschaft, referierte über die zahlreichen Verhandlungen
mit den Universitätsbchörden im Zusammechange mit den Hoch-
schulkrawallen, in denen es
die Lern- Mid Lehrfreiheit
zu -verteidigen galt. Er erörterte die aktuelle Frage des S t u«
d entenrechtes und fixierte den Standpunkt der Exekutive.
Hierauf ging er zu den einzelnen Referaten Der,-wie Wirtschafts,
amt, Mensa. Krankenfüvsorge, Darlehen, Unterstützungen usw.
Zum Schluffe betont« er, daß die jüdische Studentenschaft,
als die Intelligenz des Judentums die Führung innerhalb des
Volkes übernchmen müßte und daß der HochschulauSschuß in der
wirtschaftlichen Förderung seiner Mitglieder lediglich eine Vor¬
aussetzung für das Freimachen der geistigen Kräfte sieht.
Hierauf wurden die einzelnen Referate von den Herren
Lilienfeld (Wirtschaftsamt, Krankenfürsorge), Zucke r-
m a nu (Mensa) erstattet.
Nach.Schluß der Generaldebatte wurde dem ab¬
tretenden Ausschuß insbesondere Herrn Hausknecht, der jahre¬
lang sich in der ^Judäa" betätigte — das Absolutorium
erteilt und der Dank der jüdischen Studentenschaft einstim¬
mig ausgesprochen.
Die Arbeiten des Delegiertentages wurden am Dienstag
k« Areik der RechtspraMlantett vMoben.
Eine gestern ab,gehaltene Vertrauensnmnnevverisaiiwm-
Iwng 'der RechtLPraktikantenschaist, hie von sÄmtilcher
Wiener Gerichten beschickt war, faßte d^n Beschluß, heu te
Mit dem Streik einzvifetzen, für dessen Durchf-ü'hrung bereits
alle Vorkehrungen getvosjen waren. Im letzten Augeichlick
mußte jedoch eine Bevschiobung des StreikboAmms ersicilgen,
nachdem infolge des Bertrauen-sibraches zweier
Ausschuß Mitglieder in den gestrigen Tageszeitungen eine
Absage des Streiks veröffentlicht wurde uud V.«
Kollegen nicht mehr vechtzeitig davon verständigt werden
konnten, daß diese. Absage-auf einer Irreführung fcet
jssechtspraktikantensch-ast durch die beiden
Mitglieder beruhte.
Die RechtsPraktiikantenschast .steht, o'öwehl ihr Str-r-!^
diesmal hi ntertrie ben towtan ist, mch wie vcr <of
dem Standpunkt, daß ihre Forderung . nach iirnischen-
würdiger Besoldung erfüllt werden muß.
fortgesetzt, wobei unter anderem folgende Resolutionen einmütig
gefaßt wurden:
Der Delegiertentag des Gesamtverbandes jüdischer Hoch-
schüler Oesterreichs „Judäa" stellt mit tiefem Bcdauern fest, daß
die seitens des sogenannten Kultur amt es der deut¬
schen Studentenschaft /und der demselben nahe¬
stehenden Personen seit Jahre/t shstematisch betricheneu An-
griffe
gegen die Lernfreiheit Mischer Studenten
neuerdings eine Steigerung in der Hinsicht erfahren haben, daß
e8 versucht wird, auch jüdischen Professoren die Ausübung ihres
Berufes mit allen Mitteln unmöglich zu machen.
Der Delegiertentag protestiert in diesem Zusammenhänge
gegen 'die Kampagne gegen Professor Dr. Stephan Braß,
loff, die deutlich den Stempel eines VorwandeS zur Eli¬
minierung eines jüdischen Hochschullehrers trage.
Der Delegiertentag wendet sich hiermit an die akrdemi-
scheir Behörden und an die gesamte Oeffentlichkeit mit dM