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Wiener Morgenzettrrng
Iss Geheimnis der Hakoah-ßrfolge.
Was der SeManrletter A. Saar sagt.
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ii a i 1 nt a n tt [ dj n f t irr der n Umlauf nt eit Hcrbstsaisoil
haben MamttJtct) iToraoc^u Scusatioil ctrcgf. '^ad) der Ab¬
wanderung von neun Spielern nach Amerika hatte .man
racch! van dem zurückgebliebenen Team energischen Wider¬
stand erwartet und angenommen, das; der jüdischen Elf
ab und zu ein Teilerfolg blichen 'werde. Aber eine Serie
non acht Spielen, in denen, die Btau-Weißen un¬
geschlagen blieben, in unter den gegettenen Verhält¬
nissen geradezu
ein Rekord.
Tie Frage micn der sporttcchnischeir Seite dieser Erfolge,
nach dem Stil und dem S p st c nt, das die Hakoahner
anwendeten, liegt daher nahe, lieber diese Frage äußerte
sich der langjährige Sektionsleiter der Hcckotth-Fnßballer
Artur B a a r folgendermaßen:
„Ich will absichtlich keinen Vergleich zwischen der
vorjährigen, fast vollständig nach Amerika ausgewander-
J -n Mannschaft und bcm gegenwärtigen Teant ziehen.
Sicher ist, daß Begeisterung, Siegeswrllc und Zähig¬
keit für das glänzende Abschnciden meiner Mannschaft
im Herbst von großer Bedeutung waren. Das allein
kann aber kein Match gewinnen. Von entscheidendem
Einflug mar zweifellos eine besondere systematische
Spielweise, die wir in Anwendung brachten. Der
Fachmann wird bemerkt haben, daß wir sozusagen
mit drei Verteidigern, fünf Läufern und im allgemei¬
nen nur mit drei Stürmern arbeiteten.
Die Mannschaft hatte gewissermaßen in ihrem Gesamteirr-
drvck dos Aussehen des l a t e i n i s ch c tt B u ch-
stabcn „W". Das ist auch daraus zu ersehen, daß die
meisten Tore von unserem Centerstürmer und i>cu beiden
Flügelstürmern erzielt wurden, während die Verbindungs¬
leute diesbezüglich schwach abgeschnitten hüben. Heß z. B.
hat, auch vermöge seiner Anlage für die Halvesposition,
wo er übrigens bisher die besten Leistungen vollbracht
hat, fast immer zwischen Stürmern und Halves gespielt.
Dies war von großen! Nutzen, weil dadurch
leine Lücke gewesen ist und sehr viel Bälle von Heß
dem Angrisf vorgetragen werden konnten. Gold ist ge¬
wiß kein idealer Mittelstürm-er, weil ihm der produktive
Aufbau fehlt, aber mit einem a u s g c s p r o ch e n c n
tt 1 a s s c r e n i e r h a l s, der für die Verteidigung nicht
viel übrig hol, h ä t t. n w i r schlechter a b ge¬
schnitten, weil wir mehr Tore erhalten hätten. Gold
aber half hinten sehr erfolgreich aus.
Unsere Flügelstürmer hatten die Direttive, vorne po¬
stiert zu bleiben, zu laufen und zu flaitken. Unser Mittel¬
stürmer K c st l c r, au sich von schwachem Körperbau, hatte
die Weisung, nicht zurückzuspielen, sondern seine Kräfte
für den Torschuß zu konzentrieren.
Die Mannschaft bot also immer eine« organischen
Zusammenhang, es klafften keine Lücken, sie erschien
stets als geschloffene Kampfeinheit, ihre Einwirkung
war von großer Wucht, und sie blieb in acht Spielen
unbesiegt.
Freilich hat sie außerdem auch glänzende Proben ihres
Stehvermögens gegeben; in fast allen Spielen hatte
sie zuui Schluß das Uebergewicht und diese Ausdauer
ist sicherlich die Frucht ratiou eilen Trai¬
nings. Diese Spielweise, die man onch häufig
„fliegende Kombination"
neimen hört, ist das System der Zukunft. Auch in E u g-
land, dem Mutterlande des Sportes, hört man in letzter
Zeit Klagen über den Niedergang der ehemals so seinen
Spieltultur. Es kommt heute auf das Torschießen an.
Auch in England ist jetzt die „W"-Fovm an der Tages¬
ordnung. Die Bälle werden von den Flügelläuferu zur
Mitte gebracht, und wer ihn von den eigenen Leuten be¬
kommt, ist bestrebt, den Ball aufs Tor zu dirigieren. Das
k n r z m a s ch i g e Dr c i- I n n e n s p i e l, wie es auf
dem Kontinent noch Slavia forciert, scheint abge¬
lebt. Uebrigens ist die tschechische Mannschaft, wenn man
ihre schwerfällige Kombinationsmaschme einmal lahmlegt,
darum auch leicht zu schlagen..
Auch in W i c n haben die in die Breite spielenden
Amateure eigentlich abgewirtschaftet und die frisch
zugrcisendeu Mannschaften mit „fliegender Kombination",
wie z. B. A d m i r a, stehen im Vordergründe. (In Ame¬
rika wird diese Spielweise natürlich auch mit der entspre¬
chenden rücksichtslosen Härte forciert.) Dieses neue Sy¬
stem ist vor allem das Geheimnis der Hakoah-Er-
folge."
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Heute Freitag
11 Uhr: Äonnittagsmusik.
1615 Uhr: Nachmittägskonzert. Mitwirkend
Opernsängerin Gina Blatt.
18'10 Uhr: Wochenbericht für Sport und
Fremdenverkehr.
18'30 Uhr: AlonatSbericht der Wiener
Lollsbildungsanstalten.
19 30 Uhr: Nestroy-Abeud. „Hinüber—
Herüber", Scherzspiel von Johann Neftroh.
„Die schlimmen Buben in der Schule",
Burleske in 1 Aufzug von Johann Neftroy.
21-30 Uhr: Heitere Silvesternacht. Mit-
wtrkend: Rosl Berndt. Ernst Arnold, Victor
Flemming. Walter Huber. Emmerich Reimers.
Richard Waldemar, Kapelle Silving.
Morgen Samstag
10 lrhr: Chorvorträge der Wiener Sänger-
knaben.
11 Uh: Orchesterkonzert der.. Wiener Phil¬
harmoniker.
15'30 Uhr: Nachmittägskonzert des Konzert-
orchefters Ganglberger.
13 Uhr: Zwölf mit der Post.
19 Uhr: Uebertraauug aus den: Konzert-
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