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Sek Kampf tt« das RohSl in Mexiko- — Nikaragua und der dammakanal.
New Uovk, 31. Dezember. Die ausländischen Oel-
prcabugenten in Mexiko haben an die mexikanische Re¬
gierung bas Ersuchen gerichtet, das Inkrafttreten der
Enteignungsgesetze für Oeluirtemehnmiigen hinauszw
schieben. Präsident Calles hat dieses Ersuchen ab¬
schlägig beschieüen. Nun haben die in einem Verband
zusammengefaßten Oelprad uzenten der Vereinigten
Staaten, die Ln Döexiko arbeiten, eine Versammlung
abgehalten, um zu der neuen Lage Stellung zu nehmen.
Ueber die in dieser Versammlung gefaßten Beschlüsse
wird tiefstes Stillschweigen bewahrt. Es wird
bloß angedeutet, daß das weitere Vorg.hen von weiteren
aus Mexiko cintrc.'ffen'd-en Nachrichten abhängig gemacht
werden würde. Möglicherweise würden einige Gesell¬
schaften ihre Rechte nach dem Inkrafttreten der Gesetze
verfallen lassen, um dann
mit Hilfe des Staatsdepartements
vorzugehen. Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet,
wollen die Vereinigten Staaten eine energische
Intervention für die Interessen ihrer Staats¬
bürger in Mexiko unternehmen. Die Beziehungen
zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko sind in
den letzten Tagen sehr gespannt und es heißt, daß die
Regierung von Washington die
Abberufung des amerrkep'scheu Gefaxten «ms
< MeM-p ' - ' '
erwägt, was mit dern Kriegszustand identisch
Märe.
Indessen scheint die Politik, welche die Vereinigten
Staaten Zur Ausschaltung einer eventuellen Konkur¬
renz für b c n P a u a in a - K a n a i g.gen das für
einen zweiten Panama-Kanal prädestinierte N i c a r a -
gua unternommen haben, doch viel von i'V-v
verloren zu haben. Die sogenannte
neutrale Zone,
welche die Drarinetruppen der Nereiii'gten Staaten zum
angeblichen Schutz der amerikanischen Staatsbürger in
den Känrpfen zwischen den beiden Parteien Nicaraguas,
den vom Präsidenten Diaz geführten Konservativen
und den unter der Führung des Vizepräsidenten S a -
c a s a stehenden Liberalen, besetzt haben, dürfte —
wahrscheinlich, uni größeren Verwicklungen
im Stillen -Ozean auszuweichen —.- aufgegeben werden.
Der Stand der Dinge wird am besten durch eine Er¬
klärung Sacasas illustriert, die von den New Dorker
Blättern veröffentlicht wird. Sacasa sagt darin, die
amerikanischen Truppen seien nach Nicarogua gesandt
worden, ohne daß ausländische Inter e s s e n
bedroht gewesen seien. Sie hätten sofort die
Entwaffnung der liberalen Streitkräste in Puerto
Cabezas
durchgesührt, währen- gleichzeitig die liberalen Truppen
die -Streitkräste des konservativen Präsidenten Diaz
bet Puerto Lagune geschlagen hatten. Er, Sacasa,
fei kam Revolutionär, sondern Vizepräsident der Repu¬
blik Nicaragua in Uebereinstimmung mit der Ver¬
fassung des Landes... Es sei klar, daß die Haltung der
Vereinigten Staaten aus eine Unterst ü tz u n g des
Präsidenten Diaz hinauslause, die den politischen
Absichten der Vereinigten Staaten zunutze komme.
Gerücht; über einen Ansftanb in
Riga, 31. Dezember. Rach hier aus Koümo einlangenden
Meldungen soll dort ein kommunistischer Aufstand ausge-
brochen sein. In verschiedenen Teilen von Kownv sei es
zwischen Polizei und Kommunisten zu einem heftigen Kamp?
gekommen, wobei auf beiden Seiten Tote und Verwundete
zu verzeichnen feien. Nach niedrere Stunden währendem
Kampf gelang cs der Polizei Herr der Lage zu werden und
die Aufständischen in die Flucht zu jagen. Bei einer'hierauf
vorgenommenen Razzia sollen 300 Kommunisten verhaftet
worden sein. (Eine Bestätigung dieser Meldung liegt nicht
vor. — Red.)
Jke kuarrePMik derlettlSudischen Regierung.
Der jüdische Schriftsteller ans Lettland,
S. S t u p «i 1 1 i, urachte einem Vertreter des Warschauer
„Msz Przeglond" über die politische und wirtschaftliche
Situation in Lettland interessante Mitteilungen.
Das lettländische Parlament besteht aus hundert
Abgeordneten und besitzt keine ausgesprochene
Mehrheit. Die größte Gruppe bilden die Sozialdemo¬
kraten mit 34 Abgeordneten. Die Weite Stelle nehmen die
Bauernparteien ein und die dritte der Block der nattonalM
Minderheiten. Die jüdische Vertretung besteht aus 5 Mit¬
gliedern.
Lettland ist im allgemeinen kein reiches Land, ivenn
auch die Bevölkerung Rigas vermögend ist. Die Bewohner
der Provinz sind dagegen sehr arm und stehen ans einer
sehr niedrigen ökonomischen Stufe. Die wichtigste Tat der
lettländischen Regierung, die eine Erschütterung des wirt¬
schaftlichen Gleichgewichtes im Lande verhindert hat, war
DI« nächste Nummer der „Wiener Morgenzeitung“
erscheint am Montag, den 3. Jänner 1927 als Mittags¬
ausgabe.
die Ansiedlung von über 200.000 Familien, also zirka
450.000 Menschen aus einem Riesengebiet, das von 1200
deutschen Adelsfamilien abgelöst worden war. Dan' dieser
Agrarpolitik entstand in Lettland ein neuer Stau d,
die sogenannten „Jung-Bauern".
Gegenüber den nationlen Minoritäten wird eine
äußerst liberale Politik betrieben, die sich besonders in dm
Schulfragen auswirkt. Jede Minorität kann ihre Schulen
errichten, die zur Gänze vom Staat erhalten werden. Da¬
gegen verhindert die Regierung die gegenseitige Assi¬
milation unter den Minoritäten; zum Beispiel dürfen
indische Kinder keine russischen Schulen besuchen.
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Reise Lord Plamers nach AesMen »ad dm
Sudan.
Jerusalem, 31. Dezember. Arabische Blätter mel¬
den, daß der Oberkommrssär Lord P l u m e r im Jänner
eine Reife nach Aegypten und nach Cchartum im Sudan
unter rühmen werde. Der Zweck dieser Reise ist unbe¬
kannt.
Bor der Jemission der jagoslaGijchea
KMueltr.
Belgrad, 31. Dezember. Von 94 anwesenden Mitgliedern
des radikalen Klubs haben 21 gegen das Vertrauensvotum für
Uzuuovie gestimmt, darunter auch der Präsident und der
Vizepräsident der Skupschtina, Trifkovic und Subotic. llnmittel-
bar nach der Klubsitzung haben zwei Anhänger Paste, der Forst-
minister Samonovic und der Minster für Gesundheits¬
wesen M i l e t i c, ihre Demission gegeben.
Die imrerpolitische Lage ist demnach verworren, so
daß man auch mit der Demission des Gesamtkabb
ne t t s rechnet.
Der Präsident der Skupschtina Hai das Parlament im
Einvernehmen mit dem Ministerpräsidenten für den 25. I 5 m
ner einberufen.
kchöhang des erekEonsmien MmAUms
aus 1899 Schilling.
Die Regierung hat den Entwurf eines Gesetzes betressend
die weitere Erhöhung der in der Exekutionsordnung be¬
stimmten Wertausmaße als Regierungsvorlage im Parlament
eingebracht, womit insbesondere das M i nd esta us m atz der
cxekutionsfreien Betrages aus DienDezügen vov
500 S. auf 1200 S. und das tz ö ch sta u s ma ß von 2500 G.
auf 3.200 S., weiter aber auch die übrigen in der ExelutionS»
ordnung vorkommenden Wertausmaße in annähernd gleiche«
Verhältnis erhöht werden sollen.