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OIE STIMME
Nr. 223 — 14. April 1932
TCRKAiVl UNQL4VBLICH BIIEIQ
SUmuerteppfche, ca. 1X3
I. Bouclt-TappU
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▼- . raourtalalltei'Stf r. SOS / luBMtliroutofta Ia iraMr AaswiM / IV. Wl«dncr Ha«ai»tfatfa*. IO
An Euch, Zionisten, ergeht daher der Ruf:
Legt erneut das Bekenntnis zu Eurer Orginl-
satlon ab. Indem Ihr den Schekel, das Symbol
Eurer Verbundenheit mit dem Zionismus, erwerbt
und so der Zionistischen Organisation die Mittel
zu ihrer organisatorischen, propagandistischen und
politischen Arbeit sichert Tragt durch Verbreitung
des Schekels den zionistischen Gedanken in die¬
jenigen Kreise unseres Volkes, die bisher unserer
Bewegung femstanden!
Tragt die frohe Botschaft der Hoffnung in das Jüdi¬
sche Volk! Erobert die Herzen der Massen! Gewinnet
neue Mitkämpfer! Werbet Mitglieder für die Zionisti¬
sche Organisation und Ihre Landes- und Sonderver¬
bände!
Entrichtet und sammelt den Schekel!
Stärkt und vergrößert die zionistischen Reihen 1
Die Exekutive der Zionistischen
Reizmanns Abschied von Sfltfafriha
Ansuchen um 4000 Chaluz-Zertifikate
Weit mehr als 1000 jüdische Bürger Johannes¬
burgs wohnten dem Empfang bei, der Dr. Chaim Weiz¬
mann und seiner Gattin Frau Vera Weizmann aus Anlaß
ihres Scheidens aus Südafrika gegeben wurde. Der Vor¬
sitzende der Exekutive der Zionistischen Organisation Süd¬
afrikas, B r a u d o, der den Abend leitete, teilte mit, daß seit
dem Eintreffen Dr. Weizmanns in Südafrika bis heute 5 3.000
Goldpfunde für den Keren Hajessod aufge¬
bracht worden sind. Das sei gegenüber den bisherigen
Keren Hajessod-Aktionen ein Rekord.
Weizmann versicherte, in den fundamentalen Fragen von
Boden und Einwanderung gibt es kein Nachgeben, die ge¬
samte Judenhe.t ohne Unterschied der Partei werde allen
Versuchen, unsere Arbeit zu hemmen oder das Nationalhelm
zu verkleinern, auf das Energischste widerstehen. Die im
Brief des Premierministers MacDonald an mich gegebenen
Zus cherungen, sagte er, sind zwar bisher nicht verwirklicht
worden, aber jetzt eben kommt der Stichtag für ihre Er-
füllung; Palästina ist heute wirtschaftlich gesünder als die
merapen anderen Länder. Es wurde um 4000 Chaluzzertifikate
anjpwucht. Weizmann hoß die Bedeutung der Privatinitiative
in Palästina hervor, warnte aber davoir, sie als Schlagwort
gegen das Werk des Keren Hajessod zu benutzen, Privat¬
unternehmungen können nur gegründet werden auf der Basis
der Chaluz-Siedlung, deren Instrument der Keren Hajessod ist.
jlalAsfina
Prozeß gegen den Großmufti
Die arabische Opposition hat gegen den Großmufti
einen Prozeß angestrengt. Es handelt sieh um die Verwen¬
dung des Rehgionsfonda (Wakf), der nach Ansicht der
Kläger mißbraucht wurde. Die Kläger führten bei einer kürz¬
lich stattgefundenen Verhandlung Klage Uber Korrup¬
tion im Obersten Mosleminischen Rat, der
bekanntlich etn willfähriges Werkzeug des Mufti ist. Dem
Richter lagen 15 Dokumente vor, aus denen der Mufti nach-
weisen wollte, daß er das Recht gehabt habe, die aus dem
Hebroner Wakf fließenden Gelder außerhalb Hebrons zu
verwenden.
Die Kläger brachten auch eine Klage des Inhaltes vor,
daß der Mufti nicht legal Vorsitzender des
Mosleminischen Rates wurde und verlangten Rech¬
nungslegung über die letzten 9 Jahre. Der Richter vertagte
die Verhandlung und trug den Klägern auf, ihre Bevoll¬
mächtigung durch die Konferenz der arabischen Opposition
und die Registrierung der von der Konferenz der arabischen
Opposition gewählten Exekutive nachzuweisen.
Neuer Schulkonflikt?
ln Palästina scheint sich ein neuer Schulkonflikt an¬
zubahnen. Die Lehrer erscheinen in Massen im Bnreau der
Jewish Agency und fordern die Auszahlung ihrer Löhne,
während die Jewish Agency, die von sich aus das Mög¬
lichste für die Schulen geleistet hat, nicht mehr in der Lage
ist, die Summen für die Gehälter vorzuschießen, da ihr Er¬
suchen an die Regierung, die staatliche Subvention
für die hebräischen Schufen zur Auszahlung zu bringen, bis¬
her erfolglos geblieben ist. Die Regierung macht t die Aus¬
zahlung der Subvention davon abhängig, daß ihre Vor¬
schläge betreffend eine strengere Regierungskon-
trolle für hebräische Schulen in Kraft gesetzt und
durchgeführt werden.
Telephon-Verbindung Palästinas mit Europa und
Amerika
Die englischen und ägyptischen Postämter arbeiten mit
Hochdruck daran, eine drahtlose Uebermittiung der Feier
des siebenten Jahrestages der Hebräischen Universität zu
Jerusalem, die am 17. April stattfindet, nach England und
den anderen Ländern zu ermöglichen. Da zwischen Jeru¬
salem und Kairo eine vorzüglich funktionierende Telephon-
verblndung besteht, liegt gegenwärtig die Schwierigkeit nur
bei der Uebermittiung von Ansprachen aus Jerusalem auf
dem Wege Kairo—London. Die ägyptischen Behörden hof¬
fen jedoch, daß bis zum 17. AprH die Telephon Verbindung
Kairo-London hergesteilt sein wird und daß dann di« Feier
der Hebräischen Universität von lerusalem über Kairo nach
London telephonisch übermittelt und dort durch Radio ver¬
breitet werden können. Wenn einmal die Telephonverbin¬
dung Kairo—London fertiggestellt sein wird, wird eine gut
funktionierende ständige telephonische Verbindung Palästinas
mit Europa, später auch mit Amerika, bestehen.
Warum werden alljährlich
die weltberühmten
STRUM-MAZZOTH
von vielen Tausenden in steigendem Maße
mit besonderer Vorliebe bevor¬
zugt?
1. Well die nach einem speziellen Verfahren er¬
zeugten Strum-Mazzoth im Wohlge¬
schmack trotz wiederholt versuchter Nach¬
ahmung unerreicht sind.
2. Weil jeder, der Strum-Mazzoth,
Grieß und Farvel kauft, die Gewißheit
besitzt, daß er nur garantiert frische Ware,
heurige Erzeugung erhält.
3. Well die Strum-Mazzoth allen Anforderungen
in hygienischer und streng orthodox-ritueller Hin¬
sicht in unübertrefflicher Weise entsprechen.
U* E* ne b wondere D elika tesse bedeuten die
runden Strum-Mazzoth
Die Erzeugung erfolgt mit eigens konstruierten
patentamtlich geschützten Maschinen (üefen)
auf elektrischem Wege; von fachmännisch ge¬
schulten jüdischen Arbeitern unter ununter¬
brochener Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn
Rabbiner Babad.
Achten Sie daher in ihrem eigenen Interesse bei
jedem Pakete, daß die Stampiglie «H. Strum» sich
darauf befindet.
Noch ein Toter mit durchschnittener Kehle
Am 3. AprH morgens wurde der 2 t jährige arabische
Chauffeur Isrnd Ela reff in »einem Auto mit durchschnit¬
tener Kehle tot aufgefunden, und zwar ungefähr an der glei¬
chen Stelle, wo zwei Tage vorher der amerikanisch-jüdische
Tourist Israel Wolf, ebenfalls mit durchschnittener Kehle,
tot aufgefunden wurde. Man glaubt nunmehr, daß sowohl
Wolf als auch Elareff Opfer einer arabischen Ter¬
roristengruppe sind, die die Morde zum Zwecke der
Erregung von Unruhe organisiert hat.
Palästinareise des Rabbi Meir Berlin
Rabbi Mehr Berlin, Präsident des Weltmisrachi und
früheres Mitglied der Zionistischen Exekutive, hat an Bord
der «Majestic» die Reise nach Palästina angetreten.
tDeutsctktand
Exodus der Volkspartei aus der Berliner Jüdischen
Gemeinde
In der Sitzung der Repräsentantenversammlung der
Jüdischen Gemeinde Berlin kam es zu überaus stürmischen
Szenen. Die Antwort des üemeindevorstandes auf die Inter¬
pellation der Jüdischen Volkspartei wegen Gleich¬
heit der Behandlung der Volkspartei mit allen anderen Par¬
teien innerhalb der Einheitsgemeinde, die von dem liberalen
Vorsitzenden des Vorstandes, Kleemann, vorgetragen wurde,
war so unbefriedigend, daß sie von der Volkspartei geradezu
als Verhöhnung aufgefaßt werden mußte. Die Volkspartei
bemühte sich, eine Verschärfung des Konfliktes zu ver¬
meiden, und Dr. Kollenscher brachte ein Minderheitsvotum
des Vorstandes ein, das in sehr gemäßigter Form eine
Weiterführung der Verhandlung ermöglichen sollte. Der Vor¬
sitzende der Liberalen Fraktion, Dr. Fleischer, beantragte
Uebergang zur Tagesordnung. Dieser Antrag wurde mit den
liberalen Stimmen angenommen. Darauf verließen
die Vertreter der Volkspartei den Saal. Auf
der Galerie kam es zu stürmischen Kundgebungen. Es wurde
die Hatikwah gesungen. Die Sitzung der Repräsentanten*
Versammlung mußte geschlossen werden.
Goten
Führerkrise in der Warschauer Jüdischen Gemeinde
ln der letzten Sitzung der Repräsentanz der War*
schauer Jüdischen Gemeinde haben der Präsident der Ge¬
meinde Herr M a z u r und der Vizepräsident L e r n e r, beide
Führer der A g u d a sj i s r o e I, ihre Aemter niedergelegt,
nachdem seitens der zionistischen 0 p p o s i fi o n
scharfe Angriffe gegen die Leitung gerichtet worden waren.
Das Vorstandsmitglied Elenberg (Zionist) forderte die
Auszahlung der Beamtengehälter samt Feiertagszuschlttgen,
während Mazur in seiner Darstellung der finanziellen hLag«
der Gemeinde feststellte, daß die Geldmittel der Gemeinde
vollkommen erschöpft seien, und daß man an eine weitere
empfindliche Herabsetzung der Bcamtengehälter und -Pen¬
sionen schreiten müsse. Selbst für die notwendigste Pesaach-
Aktion fehlt das Geld, auch fehlt es an Mitteln, um Unbe¬
mittelte Kranke und Schulkinder in die Sommerkolonien zu
senden. Als bei der Abstimmung der Vorschlag auf weitere
Reduzierung der Beamtengehälter abgelohnt wurde, er¬
klärten Präsident Mazur und Vizepräsident Lerner, daß Sie
ihre Aemter niederlegen. Die Demission wurde von der
Mehrheit nicht angenommen.
Ein Drittel der Warschauer Juden hilfsbedürftig
Das jüdische Rettungskomitee hat soeben einen Tätig¬
keitsbericht veröffentlicht, dem zu entnehmen ist, daß sich
rund 100.000 Warschauer luden (das ist ein ganzes Drittel
der Warschauer jüdischen Bevölkerung) an das Komitee um
Hilfe gewandt haben. Für die Pessach-Hilfe ln diesem Jahre
sind ebenfalls 100.000 hilfsbedürftige Juden registriert
worden.
Dr. Grünbaums Abschied von Polen
J. Grünbaum, Deputierter des polnischen Sejm, bis¬
her Präsident der Zionistischen Organisation Polens^ der seif
15 Jahren fast ununterbrochen die Politik des national ge¬
sinnten Teiles der polnischen Judenheit geleitet hat, hat in
diesen Tagen Polen verlassen, um ln Paris dauernden Auf¬
enthalt zu nehmen, ihm zu Ehren gaben die zionistischen
Führer Polens einen Abschiedsabend.
(Rumänien
Cuza beschimpft die jüdische Religion
Im Verlaufe der Debatte über das Alkoholgesetz in der
rumänischen Kammer beschuldigte der Antisemiten¬
führer Prof. A. C, Cu za die Juden, daß sie als Erzeuger und
Händler von Spirituosen die rumänische Bevölkerung syste¬
matisch vergiften. Diese Handlungsweise uer Juden ent¬
spreche den Vorschriften des Alten Testaments, das sie lehre,
«vom Aase nichts zu essen, sondern es dem Gojim zu
geben». Eine Religion, sagt Cuza, die den Grundsatz predige,
andere Menschen utnzubringen, sei eine infame Religion. Der
Sitzungsleiter ließ die Beschimpfung der jüdischen Religion
in offener Parlamentssitzung ungerügt. Nachdem Cuza
weitere Beschimpfungen des jüdischen Glaubens vorbrachte,
gab Abg. Dr. Singer von der Tribüne dre Erklärung ab,
er müsse angesichts der Tatsache, daß im rumänischen
Parlament eine gesetzlich anerkannte Religion beleidigt wer¬
den könne, ohne daß der Beleidiger zurOrdnung gerufen
wird, feststellen, daß nicht die jüdische Religion infam sei,
sondern derjenige, der dies behaupte.
HeimhehP der Wiener Mülfliübiüh-
Teilneltmer
Fast alle Wiener Teilnehmer an der «Makkabiah* sind
bei bestem Wohlbefinden in Wien eingetroffen. Unmittelbar
nach der Ankunft hatte unser Berichterstatter Gelegenheit
mit Hirschl und Birnbaum zu sprechen. Beide sind
voll des Lobes über ihre Reise und können nicht genug über
die große Gastfreundschaft unserer Brüder ln Erez Israel er¬
zählen Tel-Aviv, die jüdische Stadt, erregte die hellste Be¬
geisterung aller Sportler. Bei der «Makkabiah» waren sämt¬
liche Länder vertreten. Der Empfang war mehr als herzlich.
Nach der Begrüßungsrede des Bürgermeisters setzten sich
die Sportler unter grenzenlosem Jubel der Anwesenden und
den feierlichen Klängen der «Hatikwah», die von mehreren
Musikkapellen intoniert wurde, ln Bewegung. In blauen Hem¬
den. rot-weiß-rotes Abzeichen am Aermef. darunter ein blauer
«Mogen-David» auf weißem Grunde, das «Makkabi»-Ab-
Zeichen auf der Brust, ln weißen Hosen, weißen Schuhen und
mit stahlblauen Pullmannkappen, so zogen die österreichi¬
schen Vertreter unter Vorantragen der Fahne von Makkabi IX.
und der Herzl-Fahne (die seinerzeit von Palästina als erste
nach Europa, nach Oestereich, geschickt wurde) und dem
österreichischen Banner, in das Stadion ein. Der sportliche
Erfolg war der denkbar beste. Obwohl unter anderen
150 Polen, 200 Deutsche, 150 Tschechen aus unseren Nach¬
barländern teilgenommen hatten, konnte die kleine .Gruppe
der 20 Oesterreicher den Preis der Nat’onen für Schwimmen
und Ringen heimbringen. Die «Makkabiah» war das beste
und überzeugendste Propagnndanrittel, um Assimilanten und
Nichtzionisten der zionistischen Idee näherzubringen. Es war
eine ganz ungeheure Leistung. Die Siedler kamen in großen
Scharen auf Pferden zur Begrüßung. Mit Autos fuhr man
nach Jerusalem und besuchte unter anderem die Klaeemauer,
Dann ging es nach Haifa und Jaffa. Den stärksten Eindruck
jedoch hinterließ Tel-Aviv. Palästina kennt kein«
Arbeitslosigkeit. Junge arbeitsfreudige Kräfte wer*
den ständig gesucht.
Mit großer Freude und Stolz zeigt Hirschl eine klein«
Mesusa, die er an seinem Hals trägt und als schönes An¬
denken von seinen Gastgebern in Jerusalem. Dr. O r oßmann
und Frau, erhielt. D. Schmid.
Wahlaufruf
Wer Wein und Palästina liebt, wählt für den Sedertisch
„Karmel-Original“
mit dieser Vignette auf den Flaschen
f
Nur dann ist die Gewähr vorhanden, daß die 8 der besten Sorten
Weine direkt aus den altrenommierten Weinkellereien der Firma
S. Friedmann & Söhne, Haifa- Petach Tikwah stammen.
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