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Dü ITlMMk
Nr. 565 — Wien, Mittwoch', 7. Oktober 1996
Sotto 10
Wedgwood und Prof. Guy:
Jüdische Wehrmacht notwendig
London, 5. Oktober. (JTA.) Bei einer Ver¬
anstaltung der British Labour Party in New¬
castle hielt der Abgeordnete Colonel Josiah
C. W e d g w ooji eine Ansprache, in der er
Araber bestehe darin, daß die Juden zu viel
Boden gekauft hätten. Es gebe aber genug
Boden für Araber und für Juden
in Palästina. Die Araber brauchen nicht mehr
scharfe Kritik an Haltung und Taktik der j Boden, sondern eher weniger Boden und
englischen Verwaltung in Palästina übte. Er statt dessen Kapital, um ihre Wirt,schaf¬
erklärte, die Palästinaverwaltung! ten auszu,gestalten. Dieses Kapital bekom-
habe seit jeher in ejnem G e g e n s a t z | men sie gerade durch den Bodenverkauf an
zur Londoner Regierung gestan¬
den und einseitig mit den Arabern sympathi¬
siert, die jedoch diese Freundschaft für ein
Zeichen der Schwäche gehalten hätten. S o-
mit sei in letzter Linie die Palä-
stinaverwaltung an der gegen-
w ä r t i g e n L ag e im Lande schuld
Juden. Die zweite Beschwerde der Araber
beziehe sich darauf, daß die Einwanderung
von Juden zu groß sei. Aber gerade in den
letzten drei Jahren verstärkter Einwande¬
rung habe sich das Wirtschaftsleben
des Landes a ti ß e r o r d e n 11 ic h e r-
weitert, die Arbeitslosigkeit, sei unbe-
Die Politik der Beamten in Palästina, sagte | deutend und die Zahl der von Juden be-
Wedgwood, hat Schiffbruch gelitten. In der, schäftigten Araber wächst,
besten Absicht haben diese Beamten die j Auch Guy sprach sich für die Auf-
Araber als Freunde gewinnen wollen, sie je-! s t e 11 u n g einer ständigen jfidi-
doeh statt dessen zu Verächtern und Fein- sehen VV ehrmacht unter dem
den Englands gemacht. Nun haben englische Kommando englischer und j ii-
Soldaten den Fehler wieder gutzumachen. jdischer Offiziere aus. Alle Juden, die
Aber diese Soldaten, fuhr Wedgwood fort, I in diese Wehrmacht cintreten, würden gern
hätte man nicht gebraucht, wenn man! der Mandatarmacht den Treueid leisten und
d i e 350.000 Juden Palästinas b e- halten. Zwischen Juden und Arabern solle
waff.net hätte, damit sie sich und die [absolute politische Gleichheit hergestellt
für ihre Sicherheit lebensnotwendige Verbin-j werden, so daß keiner der beiden Volks¬
dung Palästinas mit England verteidigen.! stamme den anderen beherrscht. Für die
Sie wurden nicht bewaffnet, weil die, Wahrung dieses politischen Gleichgewichts
arabis'chenFühreres nicht w o 11-1 zu sorgen, sollte die Aufgabe der Manda-
t e n. I tarmacht sein.
Professor G u y, der seit vierzehn Jahren Das der Versammlung vorgclegte Dankes-
in Palästina als Archäologe gearbeitet, hat,! Votum für die beiden Redner wurde mit be-
fiihrte aus. eine der Hauptbeschwerden der geisterter Zustimmung an genommen.
JÜDISCHER SPORT
Sport vom Sonntag.
In einem äußerst fairen Kampfe besiegten
die H a k o a h-K i » g e r die Mannschaft des
Sportklubs mit 4:18 Schlechtpunkten. Die
Hakoahner erfochten. Schultersiege durch
Salzmann, Hofer, Pelzmann, Birnbaum und
einen Punktesieg durch Bruckner. Der Sport¬
klub war lediglich im Federgewicht erfolgreich.
Im Hockey spielte die Hakoah gegen
Hockeyklub 1:1 (0:0), wobei sie erst in letzter
Minute' durch Lehrfeld den ausgleichenden
Treffer erzielen konnte. Die Reserve unterlag
1:0. Die Damen gewannen gegen Kritzendorf
mit 4:0. Torschützen: Schreiber (2), Überall und
Pick. Die Handballer konnten ihre
Siegesserie nicht fortsetzen und unterlagen
nach hartem Kampfe gegen Hauptwerkstätte
mit 4:2 Toren
seit achtundzwanzig Jahren an der Anstalt
tätig ist, besonderer Dank und Anerken¬
nung ausgesprochen.
Das jüdische Lied, der palästinensische
(Horrah) Tanz, der synagogale Gesang, jüdi¬
sche Künstler von Weltruf, hären Sie auf un¬
seren Schallplatten in Ihrem Heim. Aus dem
bekannten Musikhaus „Exeelsior“, I., Franz-
Josefs-Kai 15. Eine besondere Überraschung
bieten die ersten Tanzplatten mit neu-
hebräischem Text. Unser Motto: „Die jüdische
Kunst, jüdische Musik im jüdischen Heim.“
Medizinalrat Dr. Max Berliner hat als
dirigierender Arzt die Leitung des Sana-
t o r ium s Hütteldorf -Haeking
übernommen. Dr. Berliner, der sich in allen
Fachkreisen großen Ansehens erfreut, ist
Mitglied der Verbindung „Unitas“ und hat
seit seiner Jugend sich stets als guter und
eifriger Förderer der zionistischen Sache
bewährt.
Mensa academica judaica.
Der Küchenbetrieb der Mensa academica
judaica, IX., Läzarettgasse 6, wurde wieder er¬
öffnet. Speisezeit von A 12 bis A3 Uhr.
Professor N. H. Ehrlich erteilt in und außer
Haus Unterricht in: Klavier- und Orgelspiel,
Theorie, Harmonielehre, Kontrapunkt, Instru¬
mentation und Blattsingen. Übernimmt auch
Klaviere zu stimmen. Wien, II., Krumm bäum -
gassc 10/14.
Simchath-Thora-Feier der
Sektion X.
Sonntag, den 11. Oktober. 8 Uhr abends, ver¬
anstaltet die Sektion —, Hasengasse 38, eine
große S i m c h a t h-T hör a-F e i e r, verbun
den mit der Überreichung der Goldbucheintra¬
gung an Rabbiner Dr. Albert, W einer. Fest¬
rede: Rat der Stadt Wien Dr. Jakob Ehr-
] i c h. Mitwirkung bekannter Künstler.
Die Alt-Herren-Verbände der Z. M. V.
Am 30. September fand unter dem Vorsitz
des Herrn Siegfried M e h 1 e r (Z. M. V. Giskala)
die angekündigte allgemeine informative Be-
sprach und der A.-H. der österreichischen
Z. M. V. statt. Diese Sitzung war vom Gro߬
teil der bestehenden und suspendierten
Z. M. V., durch Delegierte beschickt. Am
Freitag, den 9. d. M., wird in den Räumen des
Ringes der Alt-Herren-Verbände der jüdisch-
akademischen Verbindungen Österreichs, T..
Kohlmarkt 8—10, linke Stiege, Tür 23, aus den
anwesenden Alten-Herren ein engeres Komitee
gebildet,, werden, welches die Aufgabe haben
wird, die Bildung eines Ringes der Alten-
Herren der Z. M. V. .Österreichs vorzubereiten,
und alle A.-H. der Z. M. V. zu erfassen. Der
Ring der Alt-Ilerren-Verbände der jüdisch,
akademischen Verbindungen Österreichs hat
dieser neuzugründenden Organisation seine
Unterstützung in jeder Hinsicht zugesagt.
Die Alt-Herren nachstehender Z. M. V. wer-
SchwlinmSest Im Dianabad
An Stelle des traditionellen internationalen
Schwimmfeste«, das die Hakoah alljährlich
durchführt, sieht sich der Schwiramklub ver¬
anlaßt, heuer wegen der Sperre seiner Besten
einrinternes Meeting zu veranstalten, das Sonn¬
tag, den 11. Oktober um 19 Uhr im Dianabad
äbgehalten wird. Gerade dadurch hat. die Ha¬
koah Gelegenheit^ zu zeigen, daß ihre Kraft
nicht nur im. großen Können einiger weniger
liegt, sondern, daß ihre Stärke vor allem in
den außerordentlich hohen Durchschnitts¬
leistungen ihrer Mitglieder, vor allem ihrer Ju¬
gend hegt. Sonntag werden nicht weniger als
200 meist jugendliche Schwimmer und
Schwimmerinnen an den Start gehen,
und es ist dafür gesorgt, daß trotz der großen
Anzahl von Bewerben das Meeting in knapp
zweieinhalb Stunden abgewickelt sein wird. Im
Programm sind nicht nur Konkurrenzen in
allen Schwimmarten vorgesehen, sondern den
Besuchern wird auch Gelegenheit geboten wer¬
den, die Hakoah-Springer und Wasserballer zu
bewundern.
Das Wiener Judentum hat die Haltung der
jüdischen Schwimmerinnen anläßlich ihrer Stel¬
lungnahme zum Start im Dritten Reich voll zu
•würdigen gewußt. Sonntag ist der Tag, an dem
es Gelegenheit haben wird, dem Schwimmklub
Hakoah durch zahlreichen Besuch dieses Festes
für die bewußt jüdische Erziehung seiner Mit¬
glieder zu danken!
*
Karten sind zum Preise von 50 g (Stehplatz)
und 80 g (Sitzplatz) im Sekretariat der Hakoah,
I., Wiesingerstraße J8 und am Abend der Ver¬
anstaltung im Dianabad zu haben.
KIN0PI30GR AM ME
Vom 6. bis 12. Oktober
KREUZ KINO
URAUFFÜHRUNG
Dick Foran in
.,Der Kampf um die Barbee-Farm"
Ab 9. Oktober:
Franchot Tone in
»Der letzte Gangster“
Beginn. 4. *«H. * s r\ »lti Uln
ROTEHTURM
Uraufführung
Freddie Bartholcmew in
Der kleine Lord"
Beginn: ‘<«4. 1 «6. 1 »8. ‘ *10
KINO TEGETTHOFF
im Planetarium am Praterstern Tel. R 41 0-26
Erst- u. Alleinaufftihrung für Prater u. Leopoldstadt
Shirley Temple in
„Der kleine Rebell"
In deutscher Sprache. — Jugendliche haben Zutritt
Wochenlaf's: > <. iMJhr SonniagB: 2, J ',4. ‘/jfi. V,8. '/,J0 Uhi
ff
ELITE-KINO
_ Uraufführung (4. Woche)
William Powell, Louise Rainer Myrna Loy in
„Der König der Frauen"
Bei diesem Film nur 2 Vorstellungen:
4 und 8 Uhr.
IMPERIAL-KINO
I.. Rotenturmstraße 19 Telephon : U22-1-12
Uraufführung
Der groBeKorda-Fllm nach dem Roman vonH. O.Wells
.Der Hann, derWunder wirkte*
F.cü Astalre, Ginger Rogers in
„Die Matrosen kommen"
Beginn : ‘/»4. ‘/»6. b«8. */*10 Uhr
KINO KERN im Prater
Dir. Kern & Perlmann - lelephon K 40-0-40
Erst- u. Alleinaufführung für Prater u. Leopoldstadt
Ab 9. Oktober
SCHÄFFER-K1N0
ff 1
VI., Mariahilterstraße 3<
Telephon B 20-203
6. bis 8. Oktober
Luxuskabine 50 B"
Ab 13. Oktober: Shirley Temple in
Der kleine Rebell"
Begum * ,4. %6, ‘'4b. ‘ *10 Uhr
STAFA-KIHO
VII.. Mariahilferstraße 120
Telephon B 33-0-68
Uraufführung
Der grolle Korda-Fllm nach dem Roman vonH. G.Wells
.Der Hann, der Wunder wirkte*
Ab 9. Oktober:
Fred Aslaira y feingar Rogers in
„Die Matrosen kommen"
Beginn: ‘/ 2 4. '/«ti. <. ti Uhr
UotivporK-Kino ^T eie p h 0 d” ^ 8-3-96 *
Uraufführung
Der groBe Korda-Fllm nach dem Roman von H. G.Wells
.Der Nann, derWunder wirkte*
Ab 9. Oktober:
Fred Astalre, Ginger Rogers in
„Die Matrosen kommen"
Beginn: */*4. ‘/ a 6. */ a 8. 9 M
Prof. Krauß — Rektor
der Theologischen Lehranstalt
Prof. Dr. Samuel Krauß, der fielt dem
Ableben des Rektors Hofrat Schwarz Vor¬
sitzender des Lehrerkollegiums an der
Jüdischen Theologischen Lehranstalt in
Wien ifit, wurde, von dem Kuratorium
zum Rektor ernannt. Prof. Dr. Krauß,
einer der bedeutendsten jüdischen Gelehr¬
ten der Gegenwart, war vor kurzem anlä߬
lich seines 70. Geburtstage« Gegenstand
vielfacher Ehrungen seitens der jüdischen
und nichtjüdiechen Gelehrtenwelt. An der
Wiener Jüdischen Theologischen Lehranstalt
wirkt er seit dreißig Jahren.
Anläßlich der Ernennung de« neuen Rek¬
tors wurde von dem Kuratorium auch dem
Prof. Dr. Viktor Aptowitzer, ebenfalls
ein Gelehrter von internationalean Ruf, der
Dick Foran in
„Der König der Prärie"
(Der Kampf um die Barbee-Farm)
Wochentues: ft. 7 9 Uhr SonntaßB: 2. */,4, */«<>. ‘/«S. */.I0 Uln
KRYSTALL-KINO
11 .. Prater, strafte de* t Mai rir. 4ü Telephon R 48-2-75
Uraufführung für den Prater
Auf vielseitiges Verlangen die zwei boeten Filme der Saison
t). und 10. Oktober
„Skandal In Rom" mit Eddie Cantor
11. und 12. Oktober
„CARIOCA“
mit Ginger Rogers, Fred Astalre
ftocneniafls; 0. 1. b Uhi tonn- u. leiert»«: •<,*. ■/,n, '/ ( l«Uh,
LEOPOLDSTÄDTER-
VOLKSKINO £Ä'7a
Telephon R 49-0-23
Wochentags: ‘/,6, ‘/* 8 , 74° Uhr
Sonntags und Feiertage ab ‘/»4 Uhr
Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50,
vierteljährlich S* 4.20, ganzjährig S 16.—. Für
das Ausland: Deutschland vierteljährlich
RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich
Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar
40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn
vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien viertel¬
jährlich Lei 120.—, übriges Ausland viertel¬
jährlich Schweizer Franken 4.50.
Postscheck Konti: Österreich Nummer
D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei
Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879.
Redaktion und Administration: Wien, I., Marc-
Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktlons-
schluß Montag und Mittwoch vormittags.
Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zio
nistiöcher Landesverband für Österreich. Wien.
1., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher
Redakteur: Alfred Oswald Rosegg, Wien, I.,
Marc-Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G.,
Wien, IX., Canisiuegasse 8—10.
den ersucht, .am Freitag, den 9. d. M.. pünktlich
um 19.30 U.ltr, im neuen Heim des. Ringes der
Alt-Herren-Verbändo der jüdisch-akademischen
Verbindungen zu erscheinen und die'tunlichst
vollständigen Listen der Mitglieder ihrer Alt-
IIerren-Verbändo mitzubringen: Giskala, Hyr-
cania, Massada, Hasmonea, Mattathia, Neltemia,
Jordan ko, Awoda, Jeremia, Jung-Juda, Davi-
dia, Haschachar, Barissia, Sicaria, Gamalah,
Maccabea-G raz, Maccahoa-Krems, Balföura,
Tiiberia, Jedidea, Emunali, Mattathia-Mödling,
Nettre Jehuda, Neure Maceabca,
Mitteilungen der Isr. Kultus-
gemeinde
Predigten in den Gemeinde- und Bezirks¬
synagogen am Laubhüttenfeste.
Am Schemini Azereth-(BeschIuß-)Fes<e wer¬
den in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks¬
synagogen Predigten 'abgehalten, und zwar:
Am Mittwoch, den 7. Oktober 1936, Vorabend
des Schemini Azereth-(Beschluß )Festes, Beginn
des Gottesdienstes 5.20 Uhr abends: IX., Bezirk,
Müllnergasse 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz;
am Donnerstag, den 8. Oktober 1936, Schemini
Azereth-(Beschluß-)Fest, Beginn des Gottes¬
dienstes 8 Uhr früh: I.. Seitenstettengas.se 4:
Oberrabbiner Dr. I. Taglicht; II., Tempeigasse
Nr. 5: Rabbiner Dr. M. Rosenmamr, III., Untere
Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer;
V., Siebenbrunnengasse 1a: Rabbiner Dr. M. G.
Mehrer; VI., Sehmalzhofgasse 3: Rabbiner
Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudegget'gasse 12:
Rabbiner Dr. M. Baue»'; X.. Humbokltgasso 27;
Rabbiner Dr. A. Weiner; XITT., Eitelberger-
ga.sse 22: Rabbiner Dr. M. Lewin: XV., Turner¬
gasse 22: Dozent. Dr. H. J. Zimmels; XVI.,
Hubergassn 8: Rabbiner Dr. J. M. : Bach;
XVIII., Schopenhauerstraße 39: . Rabbiner
Dr. A. Z. Schwarz: XIX., Doltinergasse 3:
Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX.,- Tviucky-
gaisso 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein: XXL,
Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. Landau.
FILME ~ ~
FÜmfe ohne Arier-Paragraph
Luni-Park. — Chikago-Gangster. — Kein
Weg zurück. — Singing Kid. — Rosemarie. —
Metropolitan. — Bankräuber in U. S. A. — Sie
heiratet ihren Chef. — Kaiser Jones. — Die
Insel der Haifische, -r- Romeo UmT Julia, t-
Liebe vor dem Frühstück. — Der König der
Frauen. — Under two Flags. — Der Liebling
der Frauen. — Die Botschaft an Gärzia. —
Amateur-Gentleman. — Mr. Deeds geht in die
Stadt. — Ein Schrei in der Nacht. — Luxus¬
kabine 50 B. — Der kleine Rebell. — Peter
Ibbetson. — Schwester Florence. — Fräulein
Lilli. — Küß nicht im Kino. — Der chinesische
Spürhund. — Taraß-Bulba. — Hel6ne. — Der
Kampf um die Barbee-Farm. — Der Mann, der
Wunder wirkte. — Der kleine Lord. —
Silhouetten. — Die Matrosen kommen. — Der
letzte Gangster.
Keine Gnade. Keine Gnade ist die Parole
der verwegenen amerikanischen Gangster in
ihrem erbitterten Kampf gegen die Polizei und
„Keine Gnade“ muß auch, so unmenschlich es
klingen mag, das Losungswort der Detektive
in diesem aufreibenden Kampf sein. Keinen
bezeichnenderen Titel konnte daher Regisseur
Jame« Flood für seinen neuen in der Unter¬
welt von New York spielenden Sensationsfilm
wählen, als eben „Keine Gnade“. Dieser RK.0-
Radio-Film erscheint demnächst in Wien.
Der Brand der „Mochado“. Einer der Höhe¬
punkte des neuen Kriminalfilms „Der letzte
Gangster“, welchen die Metro-Goldwyn-Mayer
Freitag im Opern- und Kreuz-Kino heraus-
bringt, iet der Brand eines Schiffes, bei wel¬
chem Gangster ihre Hand im Spiele haben. Die
Geschichte dieses Brandes stützt sich auf eine
wahre Begebenheit. Die Hauptrollen spielen
Franchot Tone, Joseph Calleia, Stuart Erwin
uncl Madge Evans.
Shakespeare — der modernste Filmautor. In
letzter Zeit wurde eine Reihe von Werken
William Shakespeares verfilmt, unter andern
„ßommernachtstrauin“ „Romeo und Julia“ und
zuletzt das Lustspiel „Wie es euch gefällt“,
wobei die Hauptrolle des letzteren. Films von
Elisabeth Bergner gespielt wird, die ivi dieser
Komödie auf den Bühnen Europa« Triumphe
gefeiert hat. Die Inszenierung leitete wieder
Paul Cziuner. Die Bergner spielt in dem Film
eine Verkleidungs- und Hosenrolle, die an
ihren unvergeßlichen Stummfilm „Der Geiger
von Florenz“ gemahnt. „Wie es euch gefällt“,
ein Film der 20th Century . Fox, wird Mitte
dieses Monats in Wien erscheinen.
Die Matrosen kommen. Ab Freitag, den
9. Oktober, gelangt im Burg-, Imperial-, Stafa-
und Votivpark-Kino die lustige Ausstattung«-
komödio „Die Matrosen kommen“ zur Urauf¬
führung, die in den Hauptrollen Fred Astaire,
den Wundertänzer des amerikanischen Films,
und die bezaubernde Ginger Rogers bringt.
Freitag: Walter Reischs „Silhouetten“ Ini
Apollo, Selten wurde ein Film mit solcher
Spannung erwartet wie • der vorläufig letzto
Wiener Film von Walter Reisch, „Silhouetten“,'
der Freitag im Apollo zur Uraufführung ge¬
langt. Es i«t ein Thema . aus dem Leben
unserer Tage, die Inszenierung bringt viele
Überraschungen und vor. allerp ist die Be¬
setzung sensationell: Waltor Reisch Jigitte den
Mut, die Hauptrollen neuen Darstellern .anzu¬
vertrauen: Lisi Handl, die in „Maskerade“
noch eine von 600. war, .in oEpi^ode“ ein
kleine« Röllchen hatte (Stubepmädel Sophie)
und jetzt als Star hervortritt, Ltilli vpn Hohen¬
berg, die man bisher nur am Theater kannte,
Fred Hennings von Burgtheäter, der hier «eine
erste Filmrolle spielt. Annio Markart, Lilli
Marberg und viele andere. Auch Fritz Imhöff
ist hier ganz anders eingesetzt als in seinen
sonstigen Filmen.
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