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angenommen und Manuskripte nicht
retournirt.
Nr. 13
Wien. 2. Juli 1892.
V. Jahrgang.
Inhalt: Das Duell Mores-Mayer. — Das Land Gilead. — Zur Tagesgeschichte. — Beth-lechcm Jchuda (Schluss). — Die Heilung des
jüdischen Volkes. — Original-Correspondenzen: Wien, Lemberg, Berlin, London, New-Aork. — Chronik. — Recensioncn. — Miscellen.
— Eingesendet. — Eorrespondenz der Redaction. — Inserate.
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Lstit dieser Ununner beginnt ein neues
Quartal. Wie ersnchen «nsere P. T. Abonnenten
aUsallige Vrannmerotionsgebnhren «nd R»rckr-
stnnde schleunigst einznsenben.
Die Administration.
Folgende Herren hatten die Güte, als unsere Ver¬
trauensmänner unentgeltlich unsere Vertretung in ihren
respectiven Wohnorten zu übernehmen: Für
Bialystock
Crrrnowih
Drutfchbrvd
Drohobyr;
f vrardowitz
nngbunrlau
(Rußland) Herr Herz Rosenthal.
(Bukowina) Herr Leon König, Kauf¬
mann, Ringplatz.
(Böhmen) Herr Albert Freud, Bahn¬
beamter.
(Galizien) Herr Moses Pachtmann,
Advocaturs-Concipient.
(Böhmen) Herr M. Friedmann, Cantor.
(Böhmen) Herr vr. Moriz Grünwald,
Bezirks-Rabbiner.
Raktowitz
(Oberschlesien) Herr Moritz Moses,
Kaufmann.
Krakau
(Galizien) Herr Benjamin Spira,
Kaufmann, Wolnica Nr. 5.
Lemberg
(Galizien) Herr EfraimLeissner, Holz¬
händler.
Magdeburg,
(Preußen, Provinz Sachsen) Herr Eugen
Bo schwitz, Geurickestraße 2.
Odessa
(Rußland) Herr Or. juris Gregor
. A. Bielkowsky Richelieustraße Nr. 29,
Hans Feldmann.
Petersburg
(Rußland) Herr Rechtsanwalt W. Behr¬
mann, Jsmailowsky Prospect-Nr. 7,
Telephon Nr. 693.
Pilsen (Böhmen) Herr Gilstav Beck,Kaufmann.
Podivolocryska (Galizien) Herr Isidor Preczep.
Radautz ^ (Bukowina)- ^Herr Simon Schapira,
Religionsweiser.
Sofia (Bulgarien) Herr Jonas Willheimer,
Lehrer an der Allianzschule.
Stanislau (Galizien) Herr Abraham Reisch er,
Uhrmacher.
Tarnoiv (Galizien) Herr Di-, juris A. Salz.
Widdin (Bulgarien) Herr S. Refetoff, Director
der isr. Schule.
Diese Herren sind ermächtigt, Bestellungen und Re-
clamationen entgegenzunehmen, sowie Gelder in Empfang zu
nehmen und zu quittiren.
In Odessa sind Einzelexemplare in der Buch¬
handlung Schermann (Ecke Richelieustraße und Troitzky-
straße) zu bekommen, woselbst auch pränumerirt werden kann.
Das Duell Mores-Mayer.
Das Duell ist eine Einrichtung, deren Wesen, Moral
und Zweck sich blos aus der arischen Denk- und Fühlweise
heraus verstehen lässt. Darum wird es uns armen semitischen
Juden, trotz unserer etwas länger gerathenen Nasen, auch so
unsäglich schwer, den Duft dieser Blüte der „Ritterlichkeit"
zu merken. Der Blutgeruch scheint uns eben nicht im Ent¬
ferntesten so lieb zu sein, als unsere antisemitischen Gegner
behaupten und geschäftig verbreiten; er hat offenbar für
unsere Nerven nicht den angenehm prickelnden Reiz, welchen
er gerade im Gegentheil auf nichtjüdische Nerven ausübt, wo
er verwandtere Stimmung vorfinden mag. Auch kann unser
Verstand nicht begreifen, welchem Sittengesetze damit Genüge
geschehen ist, wenn ein Schurke aus seiner besseren Ziel- oder