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Akonnemrnlo-Preis«
(Z„I-»d:l», iii&cgriffr») -
FürOcstcrrcich-Uiijilirii gnnzj. sl. 4
„ Deutschland - „ Mk. 8 -
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,, bic iibri'flcn-Sauber Frcs. 10
Halb- u. vierteljähriges Abviiiiciiieiit
zu den cnljprechciibcii Theilbelrägen.
DaS Aboiiiicmcnt kann mit jeder
Annulier beginnen.
Einzelne.Exemplare 18 kr.
Organ. der Jüdisch-Nationalen«
'Herausgeber und Lhefrcdactcur:
K-. Ar. MaLhan Wirnbaum. ^
Erscheint zweimal im Monate.
lUfearttou
A d m .* » istration ‘
Wien, IX./1., D'OrsaYgasse 7. .
(Sprechstunde: Täglich nnrvon 6 b iS
7 Uhr AbendS.)
Unsrankirtc Briese werden nicht
angeiiomiiicn und Mannscriple nicht
ictournirt.
Nr. S Wien, 16. April 1893. V!. Jahrgang.
rLl-rfiVrPf • ?>wuistc». — Originol-Eorrejpondcnzcn: Wien, Prag, Lemberg, Lemberg, Tarnolv, Berlin, Berlin, Magdeburg, Miltau,
(VI UjUU. Elisabethgrad, Ierusalcin. — Chronik. — Recensionen. — Miscelle. — Correspviidenz der Rcdaction. — Correspoildenz der
Administration — Inserate.
Zionisten !
Das „Nenc Wiener Tagblatt" vom 10. d. M.
bringt folgende Kritik der jüngst vom Chefredakteur
unseres Blastes heransgcgcbcncn Brochürc:
' „Haben ivir soeben, einem Werke uncingeschränktes
Lob gespendet, so müssen wir., uns anderseits schärfstens
gegen eine soeben erschienene Schrift wenden, deren einzige
-Entschilldjgnilg darin gelegen fein mag, daß sie vielleicht auch als
„Gegendruck" beabsichtigt war. Die Schrift, heißt: „Die
nationale Wiedergeburt des jüdischen Vol¬
kes i n s c i n e m L a n d e, als Mittel zur Losung der
Inden frage". Der. Verfasser Dr. Nathan Birnbaum
nennt sie einen.'Appell an die Guten und Edlen aller
Nationen und wird, glauben wir, lediglich Anklang bei Jenen
finden, welche, das Jndcnthnin auf das ärgste befehden. Wir
halten die ganze „zionistische Bewegung", als deren Ausfluß
das Werk zu betrachten ist, für eine das moderne Juden-
thnm unbedingt schädigende, und dem Antiseinitisinus diese
entgegenstcllen, heißt den Teufel durch Beelzebub anstrciben.
Es ist jammerschade, daß so viel Wissen und Talent, wie
es die Schrift anfwcist, für eine ebenso unnütze als dein
Fortschritte widersprechende Sache anfgewcndct wird".
Wir haben schon in unserer Antwort an das „Freie
Blatt" iir der, vorigen Nummer der „S. E." unsere Meinung
über eine so summarische Äritik, welche den Leser nnr halb
inforinirt, ausgesprochen.. Im vorliegenden Falle ist sic
begreiflicher und für uns gleichgiltigcr, weil sie von einem
notorisch von Juden rcdigirtcn Blatte ausgeht. Nicht, um
mit unseren Gegnern zu rechten, haben wir" überhaupt die
9ieccnfioii des „Neuen Wiener Tagblattcs" abgedrnckt,
sondern um unseren Gesinnungsgenossen deutlich/ die
Gefahr vor Äugen zu rücken, welche darin liegt, daß
bcweislvs h ing este l'l te Be h anp tun g en. 'wie
die des „streuen..Wiener Tagblattes", von tausenden' und
taujcndcn Inden mit der orthodoxe n G l ä u b i.g kc i t
■ anfgenoigmen werden, welche sie einem in impoiiirender
Große -und Auflage- erscheinenden Blatte cntgcgenbringen,
während^uiiserc gewissenhaft ausgcarbeitetcu Artikel und
Agitationsschrislen eine relativ so geringe Verbreitung haben.
Wir, wiederholen - daher die in voriger Nummer an
Euch. gerichtctete Mahnung: „Die Selbji-Emanicipation"
muß zniiiindcst ein Wochenblatt werden, um dadurch
erst die Möglichkeit zu erlangen, die Zionsidce in die
weitesten Kreise zu tragen, und namentlich die geistige'
Kräfte die materiellen Mittel, die Autorität des
deutschen Jndcntlnnns, dieses wichtigen Zweiges
der Jndenhcit, für unsere Sache zu gewinne».
Zionisten aller Länder! Die Vergrößerung'
der „S.-E." ist gegenwärtig eine der wichtigsten
Aufgaben der zionistischen F Heiligkeit. Darum
. nehmet ä» der bchn-s Berwaiadlimg der „S.-C."
in ein Wöchenvlatt eröffnerssn Snbseriptiott nach
Kräften TheiN
Aufziibringcn ist: 1.) Ein Betricbscapital für den
Anfang, um, bevor die regelmäßigen Einkünfte des Blattes
den Ausgaben gleich, werden, diese zur Gänze bestreiten zu -
können, 2.) die Cäution per 4000 fl., welche das österreichi¬
sche Gesetz von allen Zeitungen, die mindestens einmal in
der Woche erscheinen, verlangt. Diese Caution kann jedoch
in zinscntragcndcn Staatspapiercn dcponirt werden und ist
bei einem Blatte von der Art der „S.-E." in ihrer Totalität-
gesichert. (Uebrigens ist Aussicht vorhanden, daß in nicht
zu ferner Zeit die Cautionspslicht gesetzlich aufgehoben wird.)
Gezeichnet haben:
für das Bctricbscapitak :
Herr Moritz Moses, Kaufmann, Kattowitz,
Ober-Schlesien .. . , sl. 500
Herr Leop. Paul Lobl, Verwalter, Wien, II.,
Asrikancrgasse!>. „ 50
Bisher zusammen . . fl. 330
Für die Caution
Herr Moritz Moses, Kansniann, Kattowitz,
Obeycisiesiui.. fl. 500
Herr Leop Paul Löbl, Verwalter, Wien, II..
Aftikanergassc 9.. „ 100
Herr Dr. Max Oppenheimer, Berlin,
Unter den Linden 59. — Actic
der Lemberg-Czcrnowitzer Bahn
im Nominalwerthe von . . . . . . „ 200
Bisher zusammen . . fl. 80 «