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„Jüdisches Gemeindeblatt für Frankfurt"
Nr. 1 Oktober 1938
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ZUN UMZUG
Zählermeldungen
Umhängen von Lampen
installationsarbeiten
Städt. konzessioniert
Der Jüdifche Kulturbund Rhein-Main teilt miti
Erholung und Erbauung
den Mitgliedern zu vermitteln, ist Aufgabe des Kulturbundes. Um die Weiterführung der Arbeit des
JUED1SCHEN KULTURBUNDES RHEIN-MAIN sicherzustellen, haben wir an die Frankfurter Juden-
heit durdi ein Rundschreiben appelliert.
Heute halten wir es für unsere Pflicht, die alten Mitglieder und auch die neu unserer
Gemeinschaft hinzugetretenen auf folgende Punkte hinzuweisen«
1. ) Die Zahl von 1200 Mitgliedern ist für die Fortsetzung der Arbeit erforderlich.
2. ) Um den Entschluß, die Mitgliedschaft zu erwerben, zu erleichtern, hat der Vorstand
für die Bindung auf ein ganzes Jahr verzichtet und ein monatliches Kündigungsrecht gewährt.
3. ) Der JUED1SCHE KULTURBUND ist für seine Mitglieder da, denen er Stunden der
Erholung und Erbauung bereiten möchte, und für die jüdischen Künstler, die keine
anderen Erwerbsmöglichkeiten haben, und denen er die Arbeitsplätze erhalten will.
Die Mitgliedszijfer, die als Grundlage für die Weiterführung der Arbeit benötigt wird, ist noch nicht erreicht.
Wir wollen nun annehmen, dap unsere alten Mitglieder und diejenigen, die dem Kulturbund neu
beitreten wollen, es bisher versäumt haben, sich anzumelden. . ..
Es ergeht deshalb dieser letzte Appell!
Wir glauben bestimmt, dajj es mehr als 1200" Juden. in Frankfurt gibt, denen ein monatliches Opfer
in Höhe von RM. 2.50 zugemutet werden kann.
Als letzten Anmeldungstermin haben wir Sonntag, den 25. Sept. bestimmt.
Wir hoffen, dap sich bis zu diesem Tage die zur Fortführung der Veranstaltungen notwendige Anzahl
von Mitgliedern gemeldet hat. Sollte dies nicht der Fall sein, so werden wir uns entschließen müssen,
die Kulturbundarbeit in Frankfurt einzustellen.
In letzter Stunde rufen wir die Juden Frankfurts
nochmals auf, ihren Kulturbund weiter erhalten zu helfen.
Jeder Jude im Kulturbund! — ist Forderung der Stunde.
Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa"
Das Wintersemester beginnt am Mittwoch, 1. Marchesch-
wan (26. Oktober). Der Unterricht erstreckt sich auf vier
Abteilungen: Pentaieuch mit Kommentaren, biblisches
Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren,
Hebr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre u. Konversation)
Jüdische' Geschichte, Palästinakunde, Englisch. - Für den
Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene
Knaben und Jünglinge aufgenommen, die auch geringe
Vorkenntnisse in'den jüdischen Fächern besitzen.
Anmeldungen mit genauen Aliersdalen und Angabe
der jüdischen Vorbildung sind möglichst bald, spätestens,
bis 9. Oktober an das Kuratorium der Rabbinischen Lehr¬
anstalt „Jeschiwa". Frankfurt a. M., Theobald Christstraße 6
zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gerne
bereit ist. . ■.- ..
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