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Inhalt des Juniheftes:
Julius Berger, Deutsche Juden und polnische Juden / Hermann Cohen, Der polnische
Jude / Herman Glenn, Unsere Sonderstellung / Jakob Leszczynski, Fragen des
ostjüdischen Wirtschaftslebens i. 2. / Curt Nawratzki, Die wirtschaftlichen Lehren
des Krieges für Palästina / Siegfried Bernfeld, Zum Problem der jüdischen Erziehung /
ArnoNadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder2/F.Lachower, Scholem-Alejchem /
L. H., Wir und „die anderen" / Fritz Mordechai Kaufmann, Ein ungewohnter Helfer /
S. Aron, Metamorphosen einer Lüge / Israel Fuhrmann, Jüdische Bauern / B. K.,
Überseeisches Hebräisch Ernst Guggenheim, Antisoziale Unart / B., Mose.
Inhalt des Juliheftes:
Herman Glenn, Imperialismus und Judentum / MoritzBileski, Die deutschen Juden
in der deutschen Politik / Jakob Leszczynski, Fragen des ostjüdischen Wirtschafts¬
lebens 3. 4. / J. Oettinger, Die Bodenkultur bei den Juden / Elias Auerbach, Tradi¬
tionelles und nationales Judentum / S. Dubnow, Die Hauptprozesse der neuesten
Geschichte der Juden / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder 3 / M. M.,
Lausanne / F. Idelsohn, Briefe aus Warschau 1. / Siegfried Bernfeld, Die Kriegs¬
waisen / W. Diesendruck, Vom Denkstil Achad-Haams / Z. Auerbach, Bialik /
Das jüdische Proletariat in den Vereinigten Staaten / Zur Einwanderungsfrage.
Ein Werk, das zu den bedeutendsten Schöpfungen des neu erwachten
jüdischen Volksgeistes gehört. Wir glauben aussprechen zu dürfen,
daß wir im „Juden" verwirklicht besitzen, was zu den Wünschen
vieler unter uns gehört hat, eine, die jüdische Zeitschrift. Ein jeder
Artikel des „Juden", last not least die „Bemerkungen", will als selb¬
ständige, gedankenreiche Arbeit gewürdigt werden, was Stoff zu
hundert Nummern unserer jüdischen Zeitungen geben würde. Liest
man nur ein paar Aufsätze, so drängt sich unwillkürlich die Frage
auf: wie war es möglich, daß wir ohne das ausgekommen sind ? Wie
haben wir arbeiten können, ohne daß wir eine Tribüne hatten, an der
mit diesem Ernst, mit dieser rücksichtslosen Wahrheitsliebe unsere
Fragen behandelt würden? — Groß ist die Zahl jener, denen ihr
Judentum mehr als tote Überlieferung der Vergangenheit ist, die in
ehrlichem Streben nach wahrem, ganzem, jüdischem Leben suchen.
„Der Jude" ist für sie geschaffen, und sie werden in ihm eine mächtige,
nie versagende Stütze haben: die Stütze des Geistes. Darum wünschen
wir dem „Juden" die größte Verbreitung. Er möge seinen so herrlich
begonnenen Weg fortsetzen und Eingang in jedes Haus finden, in
dem noch ein jüdisches Herz schlägt. Selbstwehr«