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in der Frühe brechen wir auf. Groß sind die
Mühen und Gefahren, denen wir entgegengehen,
Jerusalem ist nur ein Vorspiel; was nach ihm unser
wartet, wissen nur die Götter. Morgen, morgen
erst, und dazwischen gibt es eine endlose Nacht hin¬
zubringen. Kommt, wir wollen sie uns verkürzen.
Richtet zum Mahle, bringt herzu, was den Strom
der Lust entfesseln kann! Holt Spieler und Gauk¬
ler; Thais, die attische Tänzerin, soll tanzen. Und
Wein, Wein vor allem! Lasset uns schwelgen, Ge¬
fährten, gleich Göttern im Nektartrunke! Und wehe
dem, den der Morgen nicht zu früh aus seinem
Freudentaumel reißt! Er ist kein Hellene.'
Parmenion:
Alexander, Alexander, mäßige dich doch, du unge¬
zügelter Knabe!
Alexander:
Parmenion, alter Warner; ich muß ja so oft den
Mann spielen und bin es doch noch nicht: Laß mich
einmal wieder ganz Knabe sein.