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Die werdende Schöpfung.
der menschlichen Zustände ausgleichen können, da müssen wir eö
als ein heiliges Werk betrachten. Und das Licht muH uns lieb
sein, und den Fortschritt müssen wir mit aller Aufopferung för¬
dern und die Annäherung unter den Menschen auf allen Gebie¬
ten des bürgerlichen, wie religiösen Lebens muß uns eine gätt-
liche Aufgabe sein, denn wir helfen herbeiführen die bessere Zeit,
von welcher der Prophet unS heute zuruft: ^1 -^V^> '7! N^M
„der Herr wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tage ist
Gott einzig unv sein Name Ewiger." Dann wird die Menschen-
schöpfung wieder einig sein, wie damals, als nur Ein Mensch
auf Erden war; und heißen wird es dann wieder: "1.11 ^N^tt dN'i
„Und Gott sah Alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war
sehr gut." Das wird dann sein der große Friedenssabbatb
des Menschengeschlechts, den Gott segnet. Unsere Zeit aber ist
'WllN M' „der sechste Tag," 2^ „der Rüsttag" jenes
großen Sabbarhs. Da sieht es freilich sehr ungeordnet aus in
dem Hauswesen der Menschheit; und das Hansgerkth liegt bunt
und wirr durcheinander, im loku 'Wadoku „der Werdenden
Schöpfung." Aber das Rüsten gilt doch, der besseren Zeit, die
da kommt, und der Schmutz muß fort und der Moder muß hin¬
aus, damit das Haus der Menschheit schön eingerichtet sei und aus
der Unordnung sich gestalte die freundliche Sabbathmohnung für eine
heilige Zeit, die herannaht, Nid« 'N' 21p ^ "'M „und zur
Abendzeit, da wird es Licht werden." Dann werden Himmel und
Erde im Menschenherzen sich versöhnen und in ihm ihre Vollen¬
dung finden und ein großes Freuden- und Erntefest wird die
versöhnte Menschheit begehen vor dem Angesichte des Ewigen
ihres Gottes. Herr, unser Gott, führe eS herbei bald und in
unseren. Tagen.
Amen.
^-s»
Sinnentstellende Druckfehler im vorigen Hefte: In der homiletisch-liiiirgi«
schtn Beilage; S. SS, Z. 23 v. oben l. ertönt st. erlönt; S. L6, Z. lv v unten
l. seinen Knecht st. seine Knechte; S. 71, Z. 15 K> unten I. 'H-PO st- I^Oi
S.74, Z. t v. unten l. am neunten des MonatS st. am neunten Monat,' S. 62, Z> 9
v. unten l- Ewige st. Einige.